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So bekommen Sie Ihren Bluthochdruck in den Griff

Bluthochdruck (Hypertonie) ist einer der „silent killer“, die uns heute bedrohen. Seine Folgen sind nicht selten Herzinfarkt oder Schlaganfall. Schützen Sie sich vor dem Bluthochdruck – mit meinen Mini-Rezepten für einen niedrigen Blutdruck.

Ein älterer Mann misst seinen Blutdruck© Peter Maszlen - Fotolia

Bewegung und Zwiebeln können wahre „Blutdruck-Wunder“ bewirken

  • Essen Sie grünes Gemüse. Gemüse enthält viel Magnesium. Magnesium entspannt Ihre Gefäße und senkt so nicht nur Ihren Blutdruck, sondern auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Magnesium wirkt wie ein natürlicher Kalziumblocker – es hat allerdings keine Nebenwirkungen und ist viel preiswerter. Sicherlich kennen Sie die Kalziumblocker aus der Apotheke, die bei Bluthochdruck verschrieben werden. Ein Wahnsinnsgeschäft für die Pharmaunternehmen. Für Sie sind diese Präparate nicht nur teuer, sondern auch gefährlich. Denn im Gegensatz zum natürlichen Kalziumblocker Magnesium haben sie viele Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Hitzewallungen, Ödeme oder Kopfschmerzen.     
  • Runter mit dem Fett! Auch wenn wir Mediziner in den seltensten Fällen eine direkte Ursache für den Bluthochdruck finden, so lässt sich durch einige Maßnamen der Blutdruck doch effektiv senken. Medikamente wie Beta-Blocker, Entwässerungstabletten oder Kalziumantagonisten gebe ich meinen Patienten erst dann, wenn die bewährten Hausmittel versagen. Stattdessen setze ich beim Gewicht an. Denn Bluthochdruck und Übergewicht gehen oft Hand in Hand! Und für jedes überflüssige Kilo, das Sie verlieren, sinkt Ihr Blutdruck um drei Teilstriche!
  • Ein wirklicher Blutdrucksenker ist Ausdauerbewegung. Bevor Sie zu Medikamenten greifen, sollten Sie Ihren zu hohen Blutdruck auf natürliche Art bekämpfen. Ich verordne meinen Patienten mit gesteigerten Werten Sport. Aber nicht jeder Sport ist geeignet. Wenn der angespannte Manager zum Ausgleich auf wehrlose Tennisbälle eindrischt, so steigt sein Blutdruck eher an! Dagegen reichen schon lange Spaziergänge. Noch besser sind natürlich Walking, langsames Joggen oder Schwimmen. Probieren Sie es aus: mindestens 3-mal pro Woche 30 Minuten lassen auch Ihre Werte purzeln.
  • Nutzen Sie die Kraft der Frühlingszwiebel! Schalotten, die kleinen Frühlingszwiebeln, enthalten einen wirksamen natürlichen Blutdrucksenker. Doch dieser muss erst fermentieren, um richtig zu wirken. Das bedeutet, dass erst bestimmte Mikroorganismen und Enzyme tätig werden müssen, um den blutdrucksenkenden Stoff herzustellen. Das schaffen Sie ganz einfach: Zerschneiden Sie die Schalotten und quetschen Sie sie ganz leicht, so dass die Zellstruktur zerstört wird. Der Saft tritt aus. Danach lassen Sie die Schalotten für ca. eine Stunde an der Luft stehen. Dadurch fermentiert der Saft und entwickelt den natürlichen Blutdrucksenker. Diese Mischung können Sie dann zum Beispiel als Dressing über Ihren Salat träufeln. Sie werden sehen, dass dieses natürliche Medikament sehr gut schmeckt. Medizin muss nämlich nicht immer bitter oder aus der Chemieküche sein!
  • Vermeiden Sie Fette. Egal, ob aus frittierten Nahrungsmitteln, aus Wurst, Fleisch oder Sahne – Fette  sind die wahren Feinde Ihres Herzens. Sie zerstören die Zellwände, fräsen Kerben in die Arterienwände, an denen sich Verkalkungen ablagern können, und steigern die Produktion krank machender Hormone. Wir wissen, dass Menschen, die viele Transfettsäuren zu sich nehmen, ein um 66 % erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. Jedes Jahr setzen diese Fette Ihre Gefäße um 1 bis 2 Prozent mehr zu. Fette verstecken sich auch gerne: Achten Sie daher auch auf die Worte „hydrogenisiertes Fett“, „gehärtetes Fett“ oder „partiell gehärtetes Fett“ auf Ihren Lebensmitteln.
  • Wenn Sie auf Omega-3-Fette setzen, senken Sie Ihr Herzinfarkt-Risiko um bis zu 50 %. Steigen Sie auf Olivenöl um, senken Sie auf Dauer Ihre Blutfettwerte um bis zu 20 %.
  • Über Obst und Gemüse nehmen Sie darüber hinaus auch Kalium zu sich. Das senkt Ihren Bluthochdruck erheblich, denn es ist ein natürlicher Blutdruckregulator. Kalium erhöht die Ausscheidung von Natrium und Wasser über die Niere. Beides bewirkt, dass Ihr Blutdruck deutlich sinken kann.

Weitere Hausmittel gegen hohen Blutdruck

Es gibt zahlreiche weitere Tipps und Tricks, mit denen Sie Ihr Risiko für Bluthochdruck verringern oder sogar einen bereits erhöhten Blutdruck senken können:

  • Nutzen Sie die Kraft der Sonne. Es gibt eine neue Studie der Freien Universität Berlin. Diese zeigt, dass UVB-Strahlen erhöhten Blutdruck senken können. Der Grund dafür: Ihr Körper produziert unter Sonneneinstrahlung Vitamin D. Ist genügend dieses Vitamins vorhanden, reguliert sich Ihr Blutdruck. Ein Mangel an Vitamin D trägt zu hohen Blutdruckwerten bei.
  • Trinken Sie Tee. Es gibt unterschiedliche Tees, die bei hohem Blutdruck helfen. So kann Pfefferminztee die hohen Werte senken, wenn Sie dreimal täglich eine Tasse trinken und das drei Wochen lang. Auch eine Mischung aus vier Teilen Pfefferminzblättern, drei Teilen Mistelkraut, zwei Teilen Steinklee und einem Teil Kamillenblüten kann helfen, die Sie sich in der Apotheke anmischen lassen. Übergießen Sie zwei Löffel hiervon mit einer Tasse kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen. Dreimal pro Tag eine Tasse trinken.
  • Gewöhnungsbedürftiger ist dagegen ein Sud, den Sie aus Obst und Gemüse herstellen. Dazu kochen Sie zwei Knoblauchzehen, zwei Zwiebeln und zwei mit Schale kleingeschnittene Bio-Zitronen in einem Liter Wasser acht Minuten lang. Trinken Sie morgens und abends ein paar Schlucke hiervon.

Knoblauch lässt die Blutdruckwerte sinken

In der Naturheilkunde gilt Knoblauch seit langem als Wohltat für die Blutgefäße und das Herz-Kreislauf-System. Mediziner von der Universität Basel sind nun der Frage nachgegangen, ob die scharfe Knolle auch Auswirkungen auf einen zu hohen Blutdruck hat. Dazu haben die Wissenschaftler neun Studien mit insgesamt fast 500 Patienten ausgewertet.

In diesen Studien nahmen die Probanden täglich zwischen 600 und 2.400 mg Knoblauchpulver zu sich. Durch diese tägliche Einnahme sank der obere Blutdruckwert im Vergleich zur Einnahme von einem wirkungslosen Placebo um durchschnittlich 9,4 mmHg.

Falls Ihr Blutdruck auch zu hoch ist, sollten Sie der Naturheilkunde und hier vor allem auch dem Knoblauch zunächst eine Chance geben, ehe Sie zu chemischen Medikamenten greifen. Kapseln mit Knoblauchextrakten in der in den Studien verwendeten Dosierung erhalten Sie in jedem Drogeriemarkt.  Natürlich können Sie den Knoblauch auch „pur“ (z. B. im Salatdressing) zu sich nehmen. Wenn Sie dann noch auf Ihr Gewicht achten, sich regelmäßig bewegen und versuchen, Stress abzubauen, wird sich Ihr Blutdruck sicher bald wieder im grünen Bereich einpendeln.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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