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Arteriosklerose: Definition, Entstehung und Therapie

Unter Arteriosklerose versteht man eine Erkrankung der Schlagadern. Sie führt zur Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk an den Gefäßwänden. Arteriosklerose ist verantwortlich für diverse Folgeerkrankungen. Die eigene Lebensweise nimmt einen wesentlichen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden. Besonders deutlich erkennt man die Wichtigkeit einer umsichtigen Lebensweise im Bereich der Blutgefäße. Im Volksmund ist die Erkrankung als Arterienverkalkung bekannt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Arteriosklerose: Eine oftmals unterschätzte Gefahr
  2. Risikofaktoren
  3. Behandlung mit Vitalstoffen und Medikamenten
  4. Operative Behandlungsmethoden
  5. Ernährungstipps zum Schutz ihrer Gefäße

Arteriosklerose© Adobe Stock – freshidea

Arteriosklerose: Eine oftmals unterschätzte Gefahr

Im Rahmen einer Arterienverkalkung verengen sich die Blutgefäße, sodass der Körper eine unzureichende Menge an sauerstoffreichem Blut zu den Organen transportiert. Unbehandelt führt eine Arteriosklerose zu mitunter schwerwiegenden Erkrankungen. Zu den bekanntesten Folgen einer Arterienverkalkung gehören Herzinfarkt und Schlaganfall.

Darüber hinaus bringt Arteriosklerose an anderer Stelle schwerwiegende Folgen mit sich: Verengen sich zum Beispiel die Blutgefäße in den Beinen, führt das im Extremfall zum Verlust des Beins. Zur Vermeidung solch schwerwiegender Komplikationen suchen Sie bei den ersten Anzeichen auf eine Arterienverkalkung einen fachkundigen Arzt auf.

Ein Hilferuf des Körpers

Gemäß den Aussagen von führenden Medizinern sieht man beispielsweise Schmerzen in der Brust als erstes Anzeichen auf eine Arteriosklerose an. Darüber hinaus weist eventuell ein dominierendes Gefühl der Enge im Bereich der Brust auf eine Verengung der Blutgefäße hin.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu Lähmungen im Bereich der Extremitäten. Ein gleichzeitiges Auftreten von Sprachstörungen ist ebenfalls möglich. Tritt eines dieser Symptome bei Ihnen in Erscheinung, ist eine medizinische Behandlung unumgänglich.

Risikofaktoren

Die genauen Ursachen für Arteriosklerose sind nicht endgültig geklärt und die Forscher entdecken nahezu jedes Jahr einen weiteren Risikofaktor. Der oft im Vordergrund stehende Cholesterinwert stellt dabei nur einen von vielen Puzzlesteinen dar, die die gefährlichen Plaques entstehen lassen. Sie sollten ihn zwar kennen, aber nicht überbewerten und die anderen Risikofaktoren darüber vernachlässigen.

Als weitere Risikofaktoren gelten hohe Blutwerte an Neutralfetten (Triglyceriden), Homocystein (Abbauprodukt im Aminosäurestoffwechsel) oder Lipoprotein a (Partikel, die Fett durch das Blut transportieren). Des Weiteren begünstigen eine zu starke Gerinnungsneigung oder aggressive Sauerstoffmoleküle (freie Radikale) die Bildung gefährlicher Gefäßpfropfen. Darüber hinaus fördern ein hoher Blutdruck, Rauchen und mangelnde Bewegung die Arteriosklerose. Je mehr Risikofaktoren bei Ihnen für eine Arteriosklerose vorliegen, desto höher ist die Gefahr für Gefäßveränderungen und die gefürchteten Folgeschäden.

Risikofaktoren, die Sie nicht beeinflussen können

  • steigendes Alter (Männer über 45, Frauen über 55 Jahre)
  • männliches Geschlecht
  • familiäre Veranlagung (genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen)

Risikofaktoren, gegen die Sie aktiv werden können

  • Rauchen: fördert die Bildung von Plaques, senkt das HDL-Cholesterin, steigert die Thromboseneigung
  • Übergewicht: besonders der bauchbetonte Fettansatz
  • Bluthochdruck: der hohe Druck schädigt die Arterien (>140/90 mmHg)
  • Diabetes mellitus Typ 2: langfristig erhöhte Blutzuckerwerte schädigen die Arterien
  • Bewegungsmangel: erhöht Blutfettwerte und Blutdruck
  • schlechte Blutfettwerte: hohe Triglycerid- und LDL-Cholesterinwerte, niedriger HDL-Cholesterinwert

Behandlung mit Vitalstoffen und Medikamenten

Im Rahmen der Behandlung kommen in der Regel spezielle Medikamente zum Einsatz. So behandeln die Ärzte beispielsweise die Begleiterscheinungen einer Gefäßverkalkung durch Medikamente zuverlässig.

Lecithin als Rundumschutz für die Gefäße

Es gibt also nicht einen einzelnen großen Risikofaktor für Gefäßkrankheiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie als Gefäßpatient (z. B. mit Durchblutungsstörungen, Angina pectoris oder nach einem Herzinfarkt) Ihre Krankheit mit Substanzen behandeln, die möglichst viele der genannten Risiken gleichzeitig bekämpfen. Ein Mittel, das diese Forderung optimal erfüllt, ist zweifellos das Lecithin. So vielfältig wirkt es auf Ihre Gefäße:

  • Es senkt erhöhte Cholesterinwerte.
  • Es vermindert die Konzentration an Neutralfetten.
  • Es wirkt als Antioxidans und neutralisiert freie Radikale.
  • Es senkt die Gerinnungsneigung des Blutes.
  • Es verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Das sind nur die positiven Wirkungen auf Ihre Gefäße. Darüber hinaus steigert der Vitalstoff die Leistungsfähigkeit des Gehirns und stellt einen wichtigen Schutzfaktor für Ihre Nervenzellen sowie für die Darmschleimhaut dar. Er unterstützt zudem die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion.

Lecithin: Hoch wirksam und optimal verträglich

Lecithin kommt in allen Lebensmitteln vor, aber Ihr Körper produziert es auch selbst. Um von den positiven Wirkungen auf Herz und Gefäße zu profitieren, benötigen Sie größere Mengen. Diese führen Sie am einfachsten durch spezielle Präparate zu. Das Lecithin gilt als wichtiger Grundstoff des Stoffwechsels, so baut der Körper es beispielsweise in die Hüllen der Körperzellen ein (Membranen). Es verleiht ihnen eine gewisse Elastizität. Lecithin stellt darüber hinaus die Grundsubstanz für den Gehirnbotenstoff Acetylcholin dar und für Faktoren zur Regulierung der Blutgerinnung.

Wie wirksam Lecithin gegen hohe Cholesterinwerte hilft, zeigt eine Studie der Universität Frankfurt/Main aus dem Jahr 1994. Wissenschaftler behandelten 30 Patienten mit einem durchschnittlichen Cholesterinspiegel von über 300 mg/dl. Nachdem sie zwei Monate lang täglich 2,7 g Lecithin einnahmen, sanken die Werte auf durchschnittlich etwa 250 mg/dl ab. Diese Wirkung ist vergleichbar mit der von schulmedizinischen Präparaten. Allerdings berichteten die Studienteilnehmer über keinerlei Nebenwirkungen und beurteilten die Verträglichkeit des Lecithins als ausgezeichnet.

Kombi-Präparat aus Arginin und Folsäure

Es gibt neben dem Lecithin zwei weitere Vitalstoffe, die bei Arteriosklerose und bestehenden Herzkrankheiten dringend anzuraten sind: die Aminosäure Arginin und das B-Vitamin Folsäure. Beide ergänzen sich ideal in ihrer Wirkungsweise auf die Gefäße. Seit 2004 befindet sich ein neues Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt (Telcor®), das beide Substanzen in einer ausgewogenen Zusammensetzung enthält.

Arginin dient im Körper als wichtige Quelle für das Molekül Stickstoffmonoxid (chemisches Kürzel: NO). Der Körper bildet diese Substanz vor allem in den Wänden der Blutgefäße. Arginin gibt dort das Signal zur Erweiterung der Gefäße. Ohne NO sind die Gefäße verengt. Das führt langfristig zu Bluthochdruck. Besonders bei Arteriosklerose ist es wichtig, möglichst viel NO zu produzieren.

Wirkung von Stickstoffmonoxid gegen Arteriosklerose

  • Verbesserung der Durchblutung
  • Senkung des Blutdrucks
  • geringere Thromboseneigung
  • verringerte Plaquebildung

Wenn Sie Ihrem Körper zusätzliches Arginin zuführen, steigern Sie die NO-Produktion in den Gefäßwänden. In einer Studie der Universität Perugia (Italien) bestätigten Forscher 2001 den gefäßerweiternden Effekt von Arginin (Tagesdosis 6 g) an gesunden Freiwilligen mittels Ultraschallmessung. Der Pionier der Arginin-Forschung heißt Professor John Cooke von der Universität Stanford in Kalifornien (USA). Er rät seinen herzkranken Patienten zur Nahrungsergänzung mit hoch dosiertem Arginin. Laut dem Herzspezialisten seien 3 g am Tag nötig.

Abbau von gefäßschädigendem Homocystein

Die Wirksamkeit des Arginins verstärkt sich durch die die zusätzliche Gabe von Folsäure. Das erklärt sich folgendermaßen: Folsäure ist wichtig zum Abbau des gefäßschädigenden Homocystein. Diese Substanz ist vor allem so gefährlich, weil sie die Freisetzung des gefäßschützenden NO aus Arginin hemmt. Je höher also Ihr Homocysteinspiegel ist, desto weniger NO setzt das Arginin frei. Die zusätzliche Gabe von Folsäure hebt diese Hemmung auf, weil sie den Homocysteinspiegel senkt.

Daher ist es zu begrüßen, dass das neue Präparat die beiden Wirkstoffe kombiniert (eine Kapsel enthält 0,6 g Arginin und 0,15 mg Folsäure). Der Einsatz empfiehlt sich für alle Patienten, die an einer Herzkrankheit oder anderen Gefäßschädigungen leiden. Vor allem bei zu hohen Homocysteinwerte sollte das Präparat regelrecht „ans Herz wachsen“, denn genau dieses Organ benötigt jetzt Ihre ganze Aufmerksamkeit.

Bakterien-Hypothese als Irrweg entlarvt

Vor einigen Jahren hatten Forscher erstmals den Verdacht geäußert, dass Arteriosklerose durch ein Bakterium (Chlamydia pneumoniae) ausgelöst werden könnte. Viele Patienten erhofften sich daher durch die Einnahme von Antibiotika, die gegen das Bakterium gerichtet sind, auch ihr Risiko für diese Folgen der Arteriosklerose verringern zu können. Auf dem Europäischen Kardiologen-Kongress im November 2004 in München wurden jedoch zwei große und von Experten mit immenser Spannung erwartete Studien vorgestellt, die für diese „Bakterien-Hypothese“ wohl das endgültige Aus bedeuten.

Insgesamt wurden an den US-Universitäten in Seattle und Boston mehr als 8.000 herzkranke Patienten über ein Jahr lang entweder mit Antibiotika behandelt, oder sie erhielten zur Kontrolle ein wirkstofffreies Scheinmedikament (Placebo). Doch in beiden Gruppen traten innerhalb von vier Jahren etwa gleich viele Herzinfarkte auf. Damit haben sich die Antibiotika als wirkungslos entpuppt. Um sich vor Herzkrankheiten zu schützen, sollten Sie daher auf altbewährte Methoden zurückgreifen. Sie selbst können durch regelmäßigen Sport, eine fettarme Ernährung und eine ruhige, entspannte Lebensweise viel dazu beitragen.

Cheladtherapie unwirksam

Eine neue Untersuchung bestätigt einmal mehr, dass eine Cheladtherapie bei koronarer Arteriosklerose unwirksam ist. Verschiedene Cheladtherapien eignen sich bei Vergiftungen mit Schwermetallen (Blei, Eisen oder Quecksilber). Eine dieser Cheladtherapien wurde von einigen Ärzten zur Behandlung der Arteriosklerose empfohlen. Bei diesem Verfahrens wird die Substanz Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat (EDTA) in Ihre Venen gespritzt. Theoretisch soll dadurch das Kalzium aus den Gefäßablagerungen entfernt werden, sodass letztere sich auflösen können. Jedoch konnte noch kein hinreichender wissenschaftlicher Beweis dafür geliefert werden, dass die Cheladtherapie das Risiko für Herzinfarkte herabsetzt.

Die aktuellste Studie wurde im Januar 2002 veröffentlicht und schloss 78 Patienten ein. Über 15 Wochen erhielten die Teilnehmer zweimal wöchentlich entweder eine Cheladtherapie oder ein Placebo. Während der darauffolgenden drei Monate wurden die Patienten nur noch einmal im Monat behandelt. Anhand von Belastungstests und Fragebögen zur Lebensqualität konnten die Wissenschaftler keinerlei Unterschied zwischen den beiden Gruppen ausmachen. Bei einer einjährigen Nachfolgeuntersuchung fanden sich ebenso viele Patienten aus der Cheladtherapie-Gruppe, die mittlerweile wegen der KHK im Krankenhaus lagen, wie dies bei der Placebo-Gruppe der Fall war.

Operative Behandlungsmethoden

Sofern bei Ihnen eine schwere Form der Arteriosklerose vorliegt, zieht Ihr Arzt die Durchführung eines operativen Eingriffs in Erwägung.

Der Klassiker: Die Operation am offenen Herzen

Jahrzehntelang war bei verengten Koronargefäßen eine Operation am offenen Herzen erforderlich. Um die Blutströmung um die verschlossene Stelle zu lenken, wird eine Arterie oder Vene aus einem anderen Teil des Körpers als „Umleitung“ (Bypass) auf die verschlossene Arterie genäht. Ein kreiselförmiger Bohrer mit bis zu 200.000 Umdrehungen in der Minute ist eines der Schneideinstrumente, mit denen bei verengten bzw. verschlossenen Arterien cholesterinhaltige Fettablagerungen (Plaques) entfernt werden.

Eine Bypass-Operation ist ein großer Eingriff. Er ist mit hohen Kosten verbunden und erfordert einen Krankenhausaufenthalt zwischen fünf und zehn Tagen sowie eine Genesungszeit von mindestens drei bis vier Wochen zuhause. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre begannen Ärzte, neue Techniken als Alternative zur Operation einzusetzen.

Operation am offenen Herzen© astoria – Fotolia

Angioplastie: Ballons zur Abflachung der Plaques

In den vergangenen Jahren erwies sich die Ballonangioplastie als ein geeignetes Therapieverfahren. Dabei führt der Arzt zunächst ein langes, schmales, hohles Röhrchen (Katheter) durch einen feinen Schnitt an der Ellenbeuge oder in der Leiste in eine Arterie ein. Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen, die auf einen Videoschirm übertragen werden, führt der Arzt den Katheter durch die Arterie, bis dieser an der verschlossenen bzw. teilverschlossenen Stelle angekommen ist.

Danach wird ein noch dünnerer Katheter, an dessen Spitze sich ein winziger, nicht aufgeblasener Ballon befindet, in den ersten Katheter geschoben. Vom Inneren des Katheters wird ein Führungsdraht durch die verschlossene Stelle hindurch bewegt, um dem Ballon einen Weg zu ebnen. Durch das Aufblasen des Ballons werden die Plaques abgeflacht und die Arterienwand gedehnt, wodurch der Weg für die Blutströmung wieder frei wird. Anschließend werden die Katheter entfernt. Die Angioplastie verläuft in 90 Prozent der Fälle erfolgreich. Sie hat jedoch ihre Grenzen:

Risiko: Die Arterien verengen sich wieder

In etwa einem Drittel der Fälle verengt sich die behandelte Stelle innerhalb von sechs Monaten erneut. Wenn der Ballon aufgeblasen wird, können die Plaques aufreißen, während sie beiseite geschoben werden. Die verbleibenden unebenen Ränder können zur Bildung neuer Plaques führen. Eine erneute Verengung kann auch die Folge eines elastischen Zurückweichens sein, wenn die gedehnten Arterien allmählich wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Auch kann sie durch eine Gewebewucherung infolge einer Verletzung durch die Ballonangioplastie verursacht sein.

Wenn die erneute Verengung Beschwerden hervorruft, muss die Arterie nochmals erweitert (dilatiert) werden. Die Ballonangioplastie kann zwar auch bei völligem Gefäßverschluss eingesetzt werden, sie eignet sich jedoch am besten für Verengungen, die nicht komplett und zu stark ausgebreitet sind und noch keine ungünstigen Formen aufweisen.

Arteriektomie: Ausschälung der Plaques

Anstatt die Plaques abzuflachen und beiseite zu schieben, werden sie bei der Arteriektomie tatsächlich entfernt. Wie bei der Ballonangioplastie führt der Arzt auch hier einen Katheter in die Arterie und schiebt diesen bis zur verengten Stelle. Anschließend wird ein zweiter, mit einem Schneideinstrument ausgestatteter Katheter hineingeführt. Innerhalb der letzten Jahre seit der Einführung der Arteriektomie wurden verschiedene Schneideinstrumente entwickelt:

Direktionelle Arteriektomie

Der zweite Katheter ist hohl und hat eine Öffnung an der Längsseite. Befindet sich die Öffnung über der blockierten Stelle, werden die Plaques mit einer sich im Katheter bewegenden Schneideklinge entfernt. Diese Art der Arteriektomie ist bei neuen Verengungen, die auf einen kleinen Bereich begrenzt sind, am erfolgreichsten.

Rotierendes Messer

Ein Bohrer am Ende des Katheters rotiert mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200.000 Umdrehungen pro Minute und schleift auf diese Weise die Plaques schichtweise ab. Dieses Messer scheint bei verhärteten (verkalkten) bzw. unregelmäßig ausgebildeten Plaques am erfolgreichsten zu sein.

Extraktion

Hier sind am vorderen Ende des Katheters Schneideklingen befestigt. Die Plaques werden durch diese Klingen abgetrennt und durch Absaugung entfernt. Die Arteriektomie dauert in der Regel eine bis vier Stunden. Währenddessen muss der mit dem Schneideinstrument ausgestattete Katheter eventuell mehrmals herausgezogen und wieder neu eingesetzt werden, bis der Verschluss vollständig entfernt ist. Nach der Behandlung ist die Oberfläche der Arterienwand oft breiter und glatter als nach einer Ballonangioplastie. In seltenen Fällen wird bei diesem Verfahren die Gefäßwand verletzt.

Aufgrund der Art, Lage und Form der bei Ihnen vorliegenden Arterienverengung empfiehlt Ihnen Ihr Kardiologe eine Endarteriektomie (Ausschälplastik) anstatt einer Angioplastie. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Verengung ist bei beiden Behandlungsmethoden ungefähr gleich, sodass diese Alternativen zur Ballondilatation nur mit großer Zurückhaltung eingesetzt werden.

Stents zur Stützung der Gefäßwände

Die Behandlung atherosklerotischer Gefäßverengungen mit Angioplastieverfahren ist trotz der Einführung neuer Techniken begrenzt, da in etwa 30 Prozent der Fälle die Arterien ihre ursprüngliche Form annehmen und sich erneut verengen. Eine Lösung könnte der Einsatz von Stents sein, einer Art Stütze, um die Innenwände der Arterien offenzuhalten. Die Stents sind klein, sie haben etwa die Größe der Feder eines Kugelschreibers. In den USA wurden sie 1992 von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für den Einsatz bei Notfällen zugelassen, wenn eine Ballonangioplastie fehlgeschlagen war. Stents wurden als Notbehelfsmaßnahme eingesetzt, um eine Bypass-Operation zu einem späteren Zeitpunkt vornehmen zu können. In Europa werden sie seit Ende der 80er Jahre bzw. seit Beginn der 90er Jahre verwendet.

Nach einer Ballonangioplastie oder einer Endarteriektomie wird ein Stent durch einen Katheter an die Stelle geführt, die vorher behandelt wurde. Der Stent hält die Arterie offen. Es gibt selbstexpandierende Stents und andere, die mit Hilfe eines Ballons aufgedehnt werden. Der Stent heftet sich in die innerste Zellschicht der Arterienwand. Eine dünne Schicht von geronnenem Blut bildet sich über der Innenfläche des Stents und fördert so die Heilung. Die Bildung von Thromben kann jedoch zum Problem werden. Eventuell müssen blutverdünnende Mittel (Antikoagulanzien) eingenommen werden, um die Blutgerinnselbildung zu hemmen. Je nach Art des Medikamentes müssen Sie eventuell länger als nur ein bis zwei Tage im Krankenhaus bleiben, wie es nach einer Ballonangioplastie oder einer Arteriektomie allein nötig wäre.

Laserstrahlen zerstören die Plaques

Bei der Lasertherapie wird Hitze oder Licht benutzt, um die Plaquesschichten zu zerstören. Zur Behandlung von Herzkranzgefäßen wurde sie Ende der 80er Jahre erstmals eingesetzt. Seitdem hat sich die Lasertherapie als Kombinationstherapie zusammen mit der Ballonangioplastie zur Behandlung bei völligem Gefäßverschluss weiterentwickelt. Mit Hilfe eines Laserstrahls wird eine entsprechend große Öffnung in die verschlossene Stelle gebrannt, sodass der Kardiologe einen Ballon einführen und die Arterie erweiten kann.

Ernährungstipps zum Schutz Ihrer Gefäße

Im Rahmen einer aktiven Vorbeugung sollten Sie stets auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Sowohl Zucker als auch Fett sehen Experten als mögliche Auslöser von Verkalkungen im Bereich der Gefäße an. Gleichzeitig spielt der Aspekt der körperlichen Betätigung eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

  • Ersetzen Sie gesättigte Fettsäuren unter anderem aus Wurst, Fleisch, Fleischwaren, Milchprodukten durch hochwertige Öle, Nüsse und Ölsaaten (Mohn, Sesam, Leinsamen, Kürbiskerne).
  • Ballaststoffe aus Haferflocken, Beerenfrüchten oder Möhren senken erhöhte Blutfettwerte.
  • Kochen Sie mediterran mit viel Gemüse, Obst, Brot, Hülsenfrüchten, Pasta und Reis.
  • Essen Sie zweimal wöchentlich Fisch wie Makrele, Hering, Regenbogenforelle, Lachs oder Thunfisch, egal ob frisch, tiefgekühlt oder aus der Konserve.
  • Verwenden Sie Erdnussöl und raffiniertes Olivenöl zum Braten bei sehr hohen Temperaturen sowie kaltgepresstes Sesam-, Kürbiskern- und Olivenöl für Salate und zum Kochen. Ausnahme Olivenöl: Auch kalt gepresstes Olivenöl können Sie zum Braten und Dünsten bis 180 Grad verwenden.
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