Aneurysma: Definition
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Aneurysma
GNL5356
Aneurysmen sind Erweiterungen der Arterien in Brust, Bauch oder Gehirn. Mehr als 4 % der Menschen über 65 Jahren sind davon betroffen, doch die wenigsten wissen davon! Das ist eine riskante Situation, denn wenn ein Aneurysma aufplatzt, überlebt jeder zweite diesen Notfall nicht. Lesen Sie hier, an welchen Alarmsignalen Sie ein Aneurysma erkennen und mit welchen neuen Operationsverfahren Sie jetzt einen gefährlichen offenen Eingriff umgehen können.
Aneurysmen sind in der Regel eine Folge von Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Damit stehen sie in einer Linie mit Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, die ebenfalls auf diese Gefäßkrankheit zurückgehen.
Arteriosklerose entwickelt sich meist schleichend, über Jahre hinweg, ohne dass die Betroffenen irgendwelche Krankheitssymptome bemerken. Die ersten Folgekrankheiten machen sich erst sehr spät bemerkbar.
Diese Krankheiten beruhen auf einer Arteriosklerose:
- Aneurysmen
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- arterielle Verschlusskrankheit (AVK, „Raucherbein“)
- Thrombosen und Embolien
Bei einer Arteriosklerose bilden sich in den Gefäßen Ablagerungen aus Fett und Kalk, so genannte „Plaques”, die die Arterien immer mehr verengen und verhärten. Auslöser der Plaquebildung ist eine Verletzung der Gefäßinnenhaut. Solch eine Schädigung kann z. B. durch einen zu hohen Blutdruck oder durch Rauchen begünstigt werden. An den geschädigten Stellen kommt es zu entzündlichen Reaktionen. Dabei wandern Monozyten, das ist eine bestimmte Sorte von weißen Blutkörperchen, in die Arterienwand ein. Diese Zellen nehmen vermehrt einen bestimmten Anteil des im Blut enthaltenen Cholesterins (oxidiertes LDL: Low Density Lipoprotein) auf, bis sie schließlich platzen.
So bilden sich mit der Zeit Cholesterinablagerungen, und im Verlauf dieses Prozesses verdickt sich die Muskelfaserschicht der Arterie. Außerdem kann es dort zu zusätzlichen Kalkablagerungen kommen. Diese Ablagerungen werden immer dicker und fester, bis eine solche Plaque das Gefäß mehr und mehr verengt. Richtig brenzlig wird es, wenn die spröden Plaques einreißen. Denn an diesen rauen und verletzten Stellen bilden sich dann rasch Blutgerinnsel, die das Gefäß komplett verschließen können - z. B. beim Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Gefährliche Gefäßerweiterungen
Aneurysmen entstehen vor allem im absteigenden Ast der Hauptschlagader (Aorta). Durch Arteriosklerose verliert sie an Elastizität und wölbt sich unter der Belastung des Blutdrucks nach außen.