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Ist zu wenig Sauerstoff im Blut, droht Ihnen eine Blutübertragung

Bei Frauen werden normalerweise Hämoglobinwerte von mehr als 12 g/dl gemessen, bei Männern liegen sie um die 13g/dl. Unterhalb dieser Werte spricht die Medizin von einer Blutarmut oder Anämie. Tatsächlich aber handelt es sich nicht um zu wenig Blut, sondern um zu wenig rote Blutkörperchen oder eine Verminderung der Hämoglobin-Konzentration.

Verbraucht der Körper mehr Eisen als er aufnimmt, zapft er zunächst seine sprichwörtlichen eisernen Reserven an. Das sind etwa 27 Prozent des gesamten Eisenvorrates im Körper von 3 bis 5 Gramm.

Eine schwere Blutarmut ab Werten unterhalb von 6 bis 7 g/dl – wenn also die Hälfte des Blutes verloren gegangen ist – macht eine sofortige Blutübertragung erforderlich.

Anämie kann viele Ursachen haben

Hinweise auf die möglichen Ursachen liefert die Größe der roten Blutkörperchen. Zu kleine rote Blutkörperchen weisen auf einen Eisenmangel hin. Es können allerdings auch schwere und lang anhaltende Infektionen, rheumatische oder Krebserkrankungen dahinter stecken.

Zu große rote Blutkörperchen treten häufig bei einer Unterversorgung mit Vitamin B12 oder Folsäure auf.

Denn dieser Mangel behindert die Zellteilung, worauf das Knochenmark größere Zellen mit mehr Hämoglobin bildet. Normal große Blutkörperchen finden sich oft nach unbemerkten Blutverlusten im Magen- und Darmtrakt – etwa bei Magengeschwüren oder noch nicht diagnostizierten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Es könnte auch sein, dass der Mangel auf eine Eisenverwertungsstörung im Darm zurückzuführen ist.

Verschreibt Ihnen der Arzt ein Eisenpräparat (z. B. Tardyferon®), sollten Sie zur Einnahme keinesfalls Kaffee, Tee, Kakao oder Rotwein  trinken. Diese hemmen durch ihre Gerbstoffe generell die Aufnahme des Minerals. Die Aufnahme von Eisen im Darm lässt sich durch Vitamin C verbessern. Deshalb gibt es viele Kombinationspräparate.

Alternative Mittel bei Anämie

Möglicherweise helfen auch die homöopathischen Komplexmittel Infifer®N oder Ferrum Phos. 201 Komplex Nestmann in einer Dosierung von 3-mal täglich 20 Tropfen. Dadurch kann häufig die Menge von Eisenpräparaten vermindert werden.

Bei Blutverlusten hat sich aus homöopathischer Sicht Phosphorus in der Potenz D6, 2-mal täglich 5 Globuli bewährt.

Manchen Betroffenen hilft Hirtentäschelkraut (z. B. Stytysat®Bürger), denn es kann eine starke Blutungsneigung reduzieren. Viele schwören auf das Pflanzenextrakte enthaltende Floradix® Kräuterblut (2- 3-mal täglich 1 TL). Auch Brennnesselextrakte beeinflussen den Eisengehalt Ihres Blutes günstig.

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Alte Kommentare
  • Gudrun Falkowski schrieb am 27.09.2011, 07:48 Uhr

    Am Besten und schnellsten helfen Himbeeren gegen den Mangel an Erythrozyten und zu niedrigem HB! Das ist meßbar! Es ist auch völlig unerheblich, ob sie frisch, gefroren oder aus der Konserve stammen!

  • Renate Loibl schrieb am 27.09.2011, 15:55 Uhr

    Ich hatte Mitte Mai einen Globinwert von 15,8, Mitte Juni 14,5 Mein Geburtsjahr ist 1945 Was sagt das aus??????