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Mittelohrentzündung: Zwiebelwickel zur Schmerzlinderung

Herr Günther F. hat diese Frage:

Unser kleiner Sohn hat sehr oft Mittelohrentzündung. Woher kommt diese und was kann man – unterstützend zur medikamentösen Behandlung durch den Arzt – noch machen?

Lieber Günther,

meist wird eine Mittelohrentzündung dadurch verursacht, dass ein Nasen- oder Racheninfekt ins Ohr hochsteigt. Bakterien oder Viren verursachen dann eine Entzündung in der Schleimhaut des Mittelohres. Es kommt zu Ohrenschmerzen, Schüttelfrost, schlechterem Hörvermögen, eventuell auch Durchfall, Erbrechen und Fieber. Oft kommt es vor, dass das Trommelfell platzt, dann fließt Eiter und die Schmerzen bessern sich von jetzt auf gleich. Die Verletzung des Trommelfells heilt in einem Zeitraum von 2 Wochen wieder.

Ist Ihr kleiner Sohn akut krank, sollten Sie auf jeden Fall mit ihm zum Arzt gehen – er kann über die notwendige Therapie entscheiden. Manchmal helfen schon Nasentropfen, bei einer bakteriellen Mittelohrentzündung werden oft Antibiotika nötig. Sie können Ihrem Sohn helfen, wenn Sie darauf achten, dass er mögklichst auf der Seite schläft und das erkrankte Ohr oben liegt. So drückt im Schlaf nichts und bereitet Ihrem Sohn keine zusätzlichen Schmerzen. Zudem können Sie mit einem Zwiebelwickel die Durchblutung des Ohres steigern und Entzündungen hemmen. Dazu schneiden Sie eine nicht zu kleine Zwiebel in feine Würfel. Überbrühen Sie die Zwiebel und legen Sie sie dann auf ein Leinentuch. Wenn das Tuch abgetropft ist, legen Sie den Wickel auf das Ohr – rund 20 bis 30 Minuten lang.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn alles Gute,

Ihre Dr. Martina Hahn-Hübner

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