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Erkältungen: Wann Sie damit zum Arzt gehen sollten

Im Allgemeinen brauchen Sie bei einer Erkältung keinen Arzt aufzusuchen. Manchmal entwickelt sich aus einer Erkältung jedoch eine sekundäre Infektion wie zum Beispiel die Streptokokkenangina (Mandelentzündung durch Streptokokkenbakterien), eine Lungenentzündung oder eine Infektion der Nasennebenhöhlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bei folgenden Symptomen:

  • Fieber über 38° C, wenn es länger als die ersten Tage einer Erkältung anhält
  • starke Schmerzen in Ohren, Nasennebenhöhlen, Zähnen oder Hals, wenn diese länger als drei Tage anhalten
  • Hautausschlag
  • Husten, der länger als zwei Wochen anhält, oder blutiger Auswurf
  • bei einem Rückfall der Erkältung oder wenn Sie sich zunehmend schlechter fühlen

Sie sollten sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie Probleme mit dem Atmen haben (z. B. Kurzatmigkeit, Keuchen oder Pfeifen beim Atmen), Schmerzen im Brustkorb oder Schluckschwierigkeiten.

Entstehung von Erkältungen

Wenn man sich verkühlt, bekommt man davon nicht gleich eine Erkältung. Erkältungen entstehen durch Viren. Der direkte Kontakt mit infektiösen Körpersekreten, etwa beim Händeschütteln mit einer Person, die vorher beim Husten oder Niesen die Hand vorhielt, gilt als häufigste Ansteckungsweise durch Erkältungsviren. In selteneren Fällen erkältet man sich, indem man den Virus einatmet, wenn eine erkrankte Person in die Luft hustet oder niest.

In kalten Jahreszeiten nehmen Erkältungen zu. Die Zunahme der Erkältungen im Herbst, Winter und Frühjahr lässt sich vermutlich auf die intensiveren Kontakte zurückführen, wenn die Menschen mehr Zeit im Haus verbringen.

Tipps zur Vorbeugung

Ihre Hände nach einem Kontakt mit einer erkälteten Person mit Seife zu waschen, bleibt der wirksamste Weg, eine Erkältung zu vermeiden. Eine Studie legt nahe, dass das regelmäßige Waschen der Hände mit Geschirrspülmittel besonders wirksam gegen Viren ist. Außerdem sollten Sie ungewaschene Hände von Ihrem Gesicht fernhalten, besonders den Augen, der Nase und dem Mund.

Training bei Erkältung?

Bei einem harmlosen Schnupfen spricht nichts gegen sanfte Bewegung wie beispielsweise Spaziergänge. Voraussetzung ist aber, dass Sie sich wirklich fit genug fühlen. Generell ist jedoch Vorsicht angebracht. Wenn Sie sich nicht wohl fühlen, tauschen Sie Ihre Sportschuhe unbedingt gegen das warme Bett. Das gilt auf jeden Fall bei Fieber. Die feste Regel: Bei Fieber kein Sport! Dazu gehören vor allem fiebrige Virusinfektionen. Sport kann die Viren in Ihrem Körper zur Wanderschaft anregen. Die Folge kann eine Herzklappen- oder Herzmuskelentzündung sein und beides ist mitunter lebensgefährlich. Durch intensives Training wird Ihr Immunsystem gegebenenfalls so beansprucht, dass für die Virusabwehr schlicht nicht genügend Reserven zur Verfügung stehen.

Nach Krankheiten, die mit Fieber einhergingen, empfiehlt sich eine längere Trainingspause von mindestens drei Tagen. Und dann legen Sie nicht sofort wieder mit voller Power los, sondern geben Ihrem Körper Zeit. Beginnen Sie mit Wohlfühltraining und steigern Sie die Belastungen langsam, bis Sie nach einigen Tagen wieder auf Ihrem gewohnten Level sind.

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