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Erkältung: Naturheilkundliche Maßnahmen gegen Halsschmerzen

Ein Kratzen im Hals, das sich im weiteren Verlauf der Erkältung zu echten Schmerzen ausweitet, ist häufig der Vorbote eines grippalen Infekts. Und gerade dann hört man überall im Bekannten- und Kollegenkreis, dass die Erkältungsviren von einem zum anderen weitergereicht werden.

Frau mit Halsschmerzen© Photographee.eu - Fotolia

Wie entstehen die Halsschmerzen?

Grippale Infekte und Erkältungskrankheiten werden durch Viren verursacht, die hauptsächlich über den Mund- und Rachenraum in den Körper gelangen, wo sie sich auf der Rachenschleimhaut festsetzen. Auf diese Keimbesiedelung reagiert das Immunsystem mit einer verstärkten Durchblutung der Halsschleimhaut, die Sie als leichtes Kratzen spüren.

In der Folge entwickelt sich durch die weitere Vermehrung der Viren eine lokale Entzündungsreaktion, die zum Anschwellen der Schleimhaut führt. Diese Schwellung drückt nun auf die darunter liegenden Nervenenden, was zu Schmerzen und eventuell auch Schluckstörungen führen kann. Achtung: Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie über 38,5 °C Fieber und starke Schluckbeschwerden haben, um eine Mandelentzündung auszuschließen.

Vertreibt Chili die Schmerzen wirklich?

Vielleicht haben Sie es schon einmal am eigenen Leib erfahren: Wenn Sie etwas Scharfes essen, sind Halsschmerzen, die Sie vorher geplagt haben, wie weggeblasen. Da dies vor allem mit Gerichten funktioniert, die Chili enthalten, wird dieses häufig als Mittel betrachtet, das gegen Viren und Bakterien wirkt. Dem ist aber nicht so. Vielmehr sind es Ihre eigenen Nerven in der Mundhöhle, die Ihnen einen Streich spielen. Denn die Schärfe der Chili, ausgelöst durch den Stoff Capsaicin, wird nicht über Geschmacksnerven wahrgenommen, sondern über die Nerven, die für Schmerzen zuständig sind.

Es kommt zu zwei Reaktionen im Körper: Zum einen werden Glückshormone ausgeschüttet, sodass ein angenehmes Gefühl entsteht. Zum anderen aber wird durch den starken Schmerzreiz des Capsaicin der Rachen für einige Zeit unempfindlicher und Sie nehmen Ihre Halsschmerzen weniger wahr. Dieser Effekt hält aber nicht lange an.

Cystus-Sud lindert die Entzündung im Hals

Eine bewährte Anwendung, um sowohl die Entzündung als auch die Schmerzen im Hals zu lindern, ist das Gurgeln mit Cystus-Sud. Die Blätter der aus Griechenland stammenden Heilpflanze Cystus enthalten ein Harz, das eine virenhemmende Wirkung hat. Außerdem ist die Pflanze reich an Gerbstoffen, die stärkend auf die Schleimhäute wirken und sie widerstandsfähiger machen. Gurgeln mit einem Sud aus Cystus ist daher eine der besten Anwendungen, um die sowohl die Entzündung als auch die Schmerzen zu lindern.

Übergießen Sie einfach einen Esslöffel Cystus-Kraut (aus der Apotheke) mit einer Tasse kochendem Wasser, seihen Sie den Tee nach fünf Minuten ab und gurgeln Sie zweimal täglich damit. Wenn Ihnen das Teekochen zu mühsam ist, können Sie in der Apotheke auch bereits fertigen Cystus-Sud (Cystus 052 Sud, 200 ml ab 9 €) kaufen.

Beschleunigen Sie die Heilung mit einem Halswickel

Mit einem nach dem Naturheiler Vincent Prießnitz (1799 bis 1851) benannten nasskalten Umschlag unterstützen Sie die Entzündungshemmung. Tränken Sie dazu ein zum Schal gefaltetes Küchentuch in kaltem Wasser, wringen Sie es aus und wickeln Sie es um Ihren Hals. Fixieren Sie den Umschlag mit einem trockenen Tuch. Nach einer Viertelstunde hat sich das untere, feuchte Tuch erwärmt. Befeuchten Sie es noch einmal mit dem kalten Wasser und wiederholen Sie die Prozedur.

Halsschmerzen: Ein Fall für Komplex-Homöopathie

Wenn Sie plötzlich heftige Halsschmerzen bekommen, die Halsschleimhaut hellrot geschwollen ist und Sie ständig das Bedürfnis haben zu schlucken, lindert das homöopathische Mittel Belladonna die Beschwerden. Lassen Sie einfach drei Globuli in der Potenz D12 langsam im Mund zergehen.

Bestens bewährt haben sich auch homöopathische Komplexmittel (z. B. Belladonna Homaccord®, Meditonsin®, Tonsiotren® H), die Sie etwa drei Tage lang einnehmen sollten.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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