MenüMenü

So lösen Sie den Bronchialschleim natürlich

In 90 % aller Fälle entsteht eine akute Bronchitis durch Viren (z. B. Rhino- oder Adeno-Viren). In diesem Fall ist die Erkrankung harmlos und heilt innerhalb von etwa zehn Tagen mit naturheilkundlicher Behandlung problemlos aus. Leider werden allerdings immer noch zu schnell Antibiotika verordnet, die bei Virusinfektionen absolut wirkungslos sind und zu schwer behandelbaren resistenten Keimen führen. Die frühere Annahme, dass immer eine bakterielle Entzündung vorliegt, wenn der Auswurf gelb oder grün gefärbt ist, hat sich als falsch erwiesen. Meistens entsteht die Verfärbung durch die Freisetzung von Enzymen (Myeloperoxidasen, MPO) aus Abwehrzellen (Granulozyten), die auch bei Virusinfektionen aktiv sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Antibiotika in den meisten Fällen den Heilungsverlauf nicht beeinflussen können.

Der wichtigste Therapieschritt in der natürlichen Behandlung ist die Beruhigung der gereizten Schleimhaut in der ersten Krankheitsphase bei trockenem Husten und die anschließende Schleimlösung zum besseren Abhusten. Dazu kennt die Naturheilkunde ein ganzes Arsenal an wirkungsvollen Heilpflanzen.

Gegen trockenen Husten

Schleimhaltige Heilpflanzen umhüllen die entzündeten Bronchialschleimhäute und wirken dadurch reizlindernd und hustenstillend.

  • Eibischwurzel
  • Isländisch Moos
  • Spitzwegerich

Zum besseren Abhusten

In der zweiten Phase der Erkrankung helfen Ihnen schleimlösende Heilpflanzen, die Sekrete zu verflüssigen, damit sie leichter abgehustet werden können.

  • Thymian
  • Efeu
  • Primelwurzel

Fertigpräparate mit Extrakten der entsprechenden Heilpflanzen erhalten Sie in jeder Apotheke. Wahlweise können Sie sich auch aus Thymian einen hustenlösenden Tee zubereiten.

Die besten Hausmittel bei Bronchitis

Gerade bei einer akuten Bronchitis können Sie mit altbewährten Hausmitteln den Heilungsverlauf beschleunigen. Wenden Sie z. B. die eine oder andere der folgenden Maßnahmen an:

  • Nehmen Sie täglich mindestens 2 l Flüssigkeit zu sich. Vor allem heiße Getränke wie Kräutertee oder heiße Zitrone mit etwas Honig verflüssigen den Schleim.
  • Geben Sie 2 EL Kamillenblüten und 2 EL getrockneten Thymian in eine Schüssel mit etwa 3 l kochendem Wasser. Inhalieren Sie die aufsteigenden Dämpfe 10 Minuten lang unter einem großen Handtuch.
  • Kochen Sie zwei große Pellkartoffeln, zerdrücken Sie sie mit einer Gabel und streichen Sie den Brei auf ein Baumwolltuch. Legen Sie den warmen Wickel, der die Durchblutung fördert, solange auf die Brust, bis er erkaltet ist.
  • Wärmeanwendungen fördern ebenfalls die Durchblutung und wirken dadurch entzündungshemmend. Setzen Sie sich dazu täglich einmal 10 Minuten mit dem Oberkörper vor eine Rotlichtlampe oder legen Sie eine Wärmflasche auf die Brust.
  • Rettichsirup: Raspeln Sie einen weißen Rettich klein, vermengen Sie ihn mit 3 EL Honig und lassen Sie alles in einem Schraubdeckelglas über Nacht ziehen. Pressen Sie am nächsten Tag den ausgetretenen Saft durch ein Leintuch und nehmen Sie zur Schleimlösung täglich dreimal 1 EL davon ein.

Hilfreich sind auch Kräutertees, die Sie sich selbst zubereiten können.

Beruhigender Tee bei Reizhusten

  • 30 g Spitzwegerichblätter
  • 20 g Kamillenblüten
  • 5 g Eibischwurzel

Tee gegen festsitzenden Schleim

  • 20 g Spitzwegerichblätter
  • 30 g Thymianblätter
  • 20 g Wollblumenblüten

Überbrühen Sie von der jeweiligen Kräutermischung (aus der Apotheke) 2 gehäufte TL mit 250 ml siedendem Wasser und lassen Sie den Ansatz 10 Minuten lang ziehen. Trinken Sie pro Tag 2 bis 4 Tassen von dem frisch gebrühten und abgeseihten Tee.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

Regelmäßig Informationen über HNO erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Beate Rossbach. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

Alte Kommentare
  • Maria Heule schrieb am 23.10.2013, 06:39 Uhr

    Alles habe ich probiert Die Tee,verschiedenen Wikel ,Bettruhe,selbsgemachtes Sirup .....ect. 14,Tage Später bin ich aufgewacht und altetnot gehabt D Der hüstevwürde immer trockener Es ging mir miserable. Antibiotika und Cortison,hatt schnell geholfen. Nicht gern ,aber ich habe es gehnommen! Jetz möchte ich wiesen?möglich was ich machen kann und mein Organismus reinigen von den Chemie Bombe? Danke.

  • Margot Scholz schrieb am 23.10.2013, 09:12 Uhr

    Nach meiner Erfahrung helfen bei Bronchitis und hartnäckigem Husten Inhalationen mit Emsersalz. Am besten mittels Inhaliergerät. Das löst den Schleim und nimmt den Husten am schnellsten.