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Grundlagenwissen zum Thema Bronchitis

Neben Schnupfen ist die akute Bronchitis in den nasskalten Wintermonaten die häufigste Erkältungskrankheit. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen sind jedes Jahr einmal davon betroffen. In den meisten Fällen sind es Rhino-Viren, die eine akute Bronchitis verursachen. Sie lösen eine Entzündung in den feinen Schleimhäuten der Luftwege aus, die sich durch Rötung und Schwellung äußert. Daraufhin beginnen die Becherzellen in der Schleimhaut, Sekrete zu produzieren, damit die Entzündungsprodukte zusammen mit ihnen durch Abhusten ausgeschieden werden können.

Mann mit Schal und Mütze hustet© The Rock – Fotolia

Die verschiedenen Arten der Bronchitis

Die Erkrankung lässt sich in akute, chronische und chronisch obstruktive Bronchitis unterteilen: Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien und zeichnet sich durch Husten, Fieber, Atemnot, Atemgeräusche und die Produktion von Schleim aus. Da zumeist auch andere Teile der Atemwege betroffen sind, trifft zumeist die Diagnose „akuter Atemwegsinfekt“ präziser. Eine akute Bronchitis entsteht sowohl durch Bakterien als auch durch Viren und heilt in der Regel innerhalb von zehn Tagen ab. Eine Behandlung wirkt hier unter Umständen sogar kontraproduktiv.

Die WHO definiert die chronische Bronchitis wie folgt: „Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinanderfolgenden Jahren“. Rauchen sowie Umweltreize, aber auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sind als Ursachen identifiziert worden. Demzufolge wirken der Verzicht auf Tabak sowie der Aufenthalt in sauberer Luft vorbeugend. Die chronisch obstruktive Bronchitis ist eine chronische Bronchitis. Ihr Hauptmerkmal ist Husten und schleimiger Auswurf in Belastungssituationen. Dabei wird insbesondere die Ausatmung behindert. Nahezu alle Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis sind ehemalige oder aktive Raucher. Die einzige Möglichkeit zur Verbesserung der Prognose liegt in einem absoluten Rauchverzicht.

Typische Beschwerden bei einer akuten Bronchitis

  • Überempfindlichkeit der Atemwege
  • schmerzhafter Hustenreiz
  • vermehrte Bildung von glasigem oder weißem Schleim mit rasselnden Atemgeräuschen
  • erhöhte Temperatur bis 38,5 °C
  • allgemeines Unwohlsein mit Kopfschmerzen und Mattigkeit

Eine durch Viren verursachte akute Bronchitis ist meistens harmlos und lässt sich mit naturheilkundlicher Behandlung etwa innerhalb einer Woche auskurieren. Gehen Sie unbedingt zum Arzt, wenn sich der abgehustete Schleim gelb oder grün verfärbt, Sie Fieber über 38,5 °C haben oder sich Ihre Beschwerden nach einer Woche nicht gebessert haben.

Was passiert im Körper?

Der heftige Luftstrom strapaziert die Schleimhaut Ihrer Atemwege. Er hilft bei der Lockerung von Schleim und anderen Substanzen und reinigt dadurch die Atemwege. Ein gelegentliches Husten stellt einen lebenswichtigen Teil Ihres körpereigenen Abwehrsystems dar.

Doch wenn der Husten chronisch wird mit einer Dauer von über drei Wochen, steckt ein anderes Problem dahinter. Der durch permanentes Husten verursachte Kraftaufwand führt nicht nur zu körperlichen Problemen, sondern beeinträchtigt darüber hinaus die Lebensqualität erheblich. Chronischer Husten bedeutet kein Problem, mit dem Sie sich einfach abfinden sollten. Obwohl Diagnose und anschließende Behandlung langwierig sein können, lohnt sich die Mühe fast immer.

Auch andere Organe leiden unter Dauerhusten!

Zieht man die deutliche Belastung eines einzigen Hustenstoßes auf Ihren Körper in Betracht, so erstaunt es nicht, dass ein fortwährendes Husten eine nachhaltige Wirkung auf Ihre Gesundheit hat. Chronischer Husten führt zu wiederholter Verletzung der Schleimhaut Ihrer Atemwege. Dies zieht Ihre Stimmbänder oder kleine Blutgefäße in der Schleimhaut in Mitleidenschaft. Der Auswurf wird blutig und Schmerzen stellen sich ein.

Wenn Sie husten, kann der zunehmende Druck in Brust und Bauch Ihren Herzschlag verlangsamen und teilweise bis zur Ohnmacht führen. Bei manchen Menschen mit spröden Knochen, besonders älteren Frauen, führt schwerer Husten zu Rippenbrüchen. Husten erzwingt des Weiteren eine kurzzeitige krampfartige Verkrümmung des ganzen Körpers, die zu Harn- und Stuhlinkontinenz sowie Leistenbruch beiträgt.

Beeinträchtigung der Lebensqualität

Neben der körperlichen Belastung durch wiederholtes Husten stellt die chronische Form eine häufig unterschätzte Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Eine Umfrage durch die Wissenschaftler der Mayo Clinic ergab, dass Menschen mit chronischem Husten häufig über folgende Erfahrungen berichten:

  • Ärger und Frustration, weil das ständige Husten den Lebensstil störte und trotz regelmäßiger Arztbesuche nicht verschwand
  • Scham, wenn der Husten die Aufmerksamkeit auf sich zog oder andere störte
  • Erschöpfung und Unkonzentriertheit, weil der Schlaf durch den Husten gestört war

Pökelfleisch als Ursache?

Aus Tierversuchen gab es längere Zeit Hinweise darauf, dass Nitritsalze, wie sie zum Pökeln von Fleisch- und Wurstwaren verwendet werden, die Lunge schädigen. Jetzt bestätigten Forscher der Columbia Universität (New York) dies auch bei Menschen. Wie sie im September 2006 auf einem Fachkongress in München berichteten, belegen das die Daten von über 7.600 Studienteilnehmern. Danach hatten diejenigen, die pro Monat öfter als 14-mal nitrithaltige Fleischprodukte verzehrten, eine wesentlich schlechtere Lungenfunktion als diejenigen, die auf solches Fleisch verzichteten. Das Risiko für eine chronische Bronchitis mit Lungenemphysem (COPD) war um mehr als 70 Prozent erhöht.

Nitrite verhindern das Wachstum von Bakterien in den Fleischprodukten und geben ihnen die beim Verbraucher beliebte rote Farbe. Der Körper baut sie jedoch in schädliche Verbindungen (u. a. Nitrosamine) um. Sie sollten daher Pökelsalz (z. B. in Wurst, Speck, Salami, Schinken oder Fertiggerichten) meiden. Sie erkennen es in der Zutatenliste an den Nummern E 249 und E 250.

Setzen Sie bei Bronchitis auf schleimlösende Heilpflanzen

In den ersten Tagen der Erkrankung ist der Husten trocken und kann die Schleimhäute zusätzlich reizen. Husten ist jedoch ein gesunder Reinigungsmechanismus, durch den Schmutz- und Schleimpartikel aus den tieferen Luftwegen entfernt werden.

Es ist daher nicht förderlich, wenn Sie diesen natürlichen Reflex mit Hustenstillern ausschalten, denn diese Mittel beeinflussen direkt das Hustenzentrum im Gehirn und verhindern dadurch, dass Sie Ihre Bronchien durch Abhusten von Sekreten befreien können. Viel sinnvoller ist es, den zähen Schleim zu verflüssigen, damit er durch Husten ausgeschieden werden kann.

Die besten pflanzlichen Schleimlöser

Aus getrocknetem Thymian können Sie sich einen Tee sowie eine Inhalation zubereiten. Fertigpräparate aus Extrakten aller genannten Heilpflanzen (Prospan® Hustentabletten, Sedotussin Efeu Saft, Gelomyrtol® forte) erhalten Sie in der Apotheke.

Meerrettich und Kapuzinerkresse vertreiben die Entzündung

Bei einer durch Viren verursachten Bronchitis sind Antibiotika wirkungslos und schwächen den Körper nur zusätzlich. Viel besser wirken hier Senföle, denn sie können die Viren bekämpfen, indem sie ihre Vermehrung verhindern. Senföle sind in Meerrettich und Kapuzinerkresse enthalten.

Eine Untersuchung der Universität Freiburg konnte nachweisen, dass die Senföle beider Pflanzen gegen 13 getestete, krankheitsauslösende Keime (unter anderem auch gegen Rhino-Viren) wirksam sind. Sie sollten Meerrettich und Kapuzinerkresse daher nutzen, um Ihre Bronchitis im wahrsten Sinn des Wortes im Keim zu ersticken. Ein bewährtes Präparat dazu ist Angocin Antiinfekt® N, 50 Tbl. ab 6,50 €.

Mit diesen Anwendungen fördern Sie die Heilung

  • schleimlösende Thymian-Inhalation: Geben Sie eine Handvoll Thymiankraut oder einige Tropfen ätherisches Thymianöl in eine große Schüssel mit heißem Wasser. Inhalieren Sie die aufsteigenden Dämpfe einmal täglich etwa 15 Minuten lang unter einem großen Handtuch.
  • entzündungshemmender Meerrettich-Honig: Vermischen Sie einen Esslöffel frisch geriebenen Meerrettich mit drei Esslöffeln Honig und lassen Sie den Ansatz einige Stunden ziehen. Nehmen Sie davon bis zum Abklingen der Entzündung dreimal täglich einen Teelöffel und behalten Sie die Mischung etwas im Mund, ehe Sie sie herunterschlucken.
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