Was zusätzliche Hormone zur Vorbeugung leisten
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Was zusätzliche Hormone zur Vorbeugung leisten
GNL5356
Herzerkrankungen, Osteoporose, Alzheimer & Co.:
Was zusätzliche Hormone zur Vorbeugung leisten
Allgemein gilt als gesichert, dass eine Hormongabe in und nach den Wechseljahren eine gute Vorbeugung von Herzerkrankungen, Osteoporose und sogar Morbus Alzheimer (schwere Altersdemenz) bietet. Doch nicht alle Studienergebnisse sind überzeugend.
Zusätzliche Östrogene + Gestagene sind gut für Frauen, die sie brauchen. Für Frauen, die ein Risiko für einen hormonabhängigen Brustkrebs tragen oder einen solchen schon einmal hatten, ist Hormonersatztherapie im allgemeinen tabu. Wenn Sie auf zusätzliche Hormone verzichten müssen oder wollen, haben Sie aber genügend andere Möglichkeiten der Vorbeugung.
Wie Sie Ihr Risiko für Osteoporose einschätzen
Grundsätzlich können beide Geschlechter Osteoporose bekommen, wenn sie nur alt genug dafür werden. Wann die Knochen durch einen Abbau so porös werden, dass sie bei jedem Sturz und später sogar auch von allein brechen, hängt bei jedem Menschen von der persönlichen Konstellation einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Männer bekommen im allgemeinen später als Frauen eine Osteoporose, weil sie mehr Knochenmasse als Frauen haben. Bei Frauen bildet die Menopause einen markanten Einschnitt, weil mit der geringeren Östrogenbildung der Knochenabbau verstärkt voranschreitet – bei manchen Frauen schneller, bei anderen langsamer (s. 7/99, S. 1). Die Gründe dafür sind vielfältig. Aber wenn Sie zart gebaut und sehr schlank sind, wenn Ihre Mutter oder Großmutter Osteoporose hat oder hatte, sollten Sie besonders auf dieses Risiko achten.
Lassen Sie eine Knochendichtemessung durchführen
Einnahme von Hormonen ist sicher ein Weg, aber keine Garantie. Neben einer knochengesunden Ernährung (s. S. 12), die auch gut für Ihr Herz ist, sollten Sie eine Chance wahrnehmen, die unser Gesundheitssystem Ihnen bietet: Die Knochendichtemessung, die leider nur noch in Ausnahmen von den Gesetzlichen Kassen übernommen wird. Doch die Ausgabe von ca. 80 DM lohnt sich.
Wenn Sie zum Zeitpunkt der Menopause eine solche Messung durchführen lassen, möglichst in einer radiologischen Praxis (dort stehen die modernen Geräte, die strahlungsärmer und genauer messen als die alten) haben Sie einen Ausgangswert. Ein bis zwei Jahre später lassen Sie in derselben Praxis die Messung wiederholen. Dann wissen Sie ziemlich genau, ob Sie zu den Frauen gehören, die schnell Knochenmasse verlieren, oder zu den anderen, bei denen der Knochenabbau im normalen Tempo abläuft und also weniger Gefahr droht. Sie können dann entsprechend vorbeugend behandelt werden. Eine Hormoneinnahme, die nach allem, was bekannt ist, wirklich schützen kann (nicht unbedingt im Einzelfall auch wirklich schützt), müssten Sie möglichst lebenslang durchführen. Keinesfalls sollen Sie sich selbst eine Schaukelbehandlung mit zahlreichen Pausen der Hormoneinnahme verordnen. Denn der stärkste Schub von Knochenabbau erfolgt immer nach einem raschen Absinken des Östrogenspiegels, also insbesondere auch nach dem plötzlichen Absetzen der Östrogene.
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