Myome: Hungern Sie sie aus
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Inzwischen gibt es schonendere Verfahren wie die so genannte Embolisation, bei der die Blutzufuhr zum Myom gestoppt wird. Um den Geschwulstknoten auszuhungern, führen die Ärzte einen Katheter in die Blutbahn bis hin zum Myom und spritzen hier mikroskopisch kleine Kunststoffkügelchen in die feinen Äderchen, die das Myom mit Blut versorgen. Innerhalb von Wochen schrumpfen die Wucherungen, weil ihnen die Nahrung fehlt. Die Gebärmutter bleibt vollständig erhalten. Bereits die Unterbrechung der Blutzufuhr verbessert die Beschwerden, sagen die Experten. Schmerzen und starke Blutungen werden weniger. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung und dauert etwa eine halbe Stunde. Es wird ein 3- bis 4-tägiger Klinikaufenthalt empfohlen. Die Erfolgsquote soll bei 95 % liegen.
Die Myome kommen nicht wieder. Risiko: Die Kunststoff-Kügelchen können in seltenen Fällen auch in den Eierstock wandern und dort zu Unfruchtbarkeit führen.
An der Charité in Berlin wird seit einiger Zeit noch ein weiteres neues Verfahren mit Ultraschallwellen erprobt. Die Frau wird in einen Kerspintomografen geschoben, die Myome ganz exakt lokalisiert. Ultraschallwellen werden gebündelt auf einen Punkt mitten im Myom geschossen und das Gewebe bei einer Temperatur von 60 bis 80 Grad verschmort. Dabei erwärmt sich die Haut, was als unangenehm empfunden wird. Das scheint nach derzeitigen Erkenntnissen allerdings die einzige Nebenwirkung zu sein. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden und dauert 3 bis 4 Stunden. Sie scheint für Frauen mit Kinderwunsch gut geeignet zu sein. Allerdings ist bislang noch nicht geklärt, ob die Myome wieder auftauchen.