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So schützt eine gesunde Ernährung und Bewegung vor Brustkrebs

Natürlich können Sie das Risiko für Brustkrebs senken, so wie das für jede andere Krebsart. Gesunde Ernährung ist ein Schlüssel hierfür. Das bedeutet, dass Sie gerade auf Zucker und Alkohol möglichst verzichten sowie viel frisches Gemüse und Obst essen.

Auch ausreichende Bewegung wirkt sich positiv auf das Brustkrebsrisiko aus, genauso wie der Abbau von Übergewicht. Viele Ärzte empfehlen darüber hinaus, auf eine Hormontherapie in den Wechseljahren so weit irgend möglich zu verzichten. Denn diese erhöht sowohl das Risiko für Herzinfarkte als auch für Brustkrebserkrankungen.

Ballaststoffe senken das Krebsrisiko

Dass Ballaststoffe einen guten Schutz vor Darmkrebs bieten, ist allseits bekannt. Nun fanden britische Forscher der Universität Leeds heraus, dass die Faserstoffe aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten auch das Brustkrebsrisiko senken. Für die im International Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie wurden die Ernährungsdaten von 35.000 Frauen zwischen 35 und 69 Jahren ausgewertet. Die Beobachtungszeit betrug sieben Jahre.

Diejenigen, die täglich mehr als 30 g Ballaststoffe zu sich nahmen, erkrankten nur halb so häufig an Brustkrebs wie Frauen, die lediglich auf 20 g oder weniger kamen. Die Forscher vermuten, dass die Ballaststoffe einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt der Frauen und vor allem auf den Östrogenspiegel haben. Um auf die 30 g Ballaststoffe zu kommen, sollten Sie am besten auf Vollkornprodukte umsteigen und täglich fünf Portionen Obst und Gemüse sowie eine Portion Müsli essen.

Leberflecken weisen auf Brustkrebsrisiko hin

Leberflecken können in Zukunft mithelfen, darüber Auskunft zu geben, wie hoch das Risiko ist, an Brustkrebs zu erkranken. Das fanden Wissenschaftler der Brigham and Women’s Hospital and Harvard Medical School heraus. Sie erkannten, dass sowohl die Bildung von Leberflecken als auch die Entstehung von Brustkrebs von den gleichen Hormonen beeinflusst wird. Die Forscher werteten die Daten von über 74.000 Frauen aus, die nicht nur über ihre Gesundheit Auskunft gegeben hatten, sondern auch darüber, wie viele Leberflecken über 3 mm Größe sich an ihrem linken Arm befanden.

Fast 5.500 Frauen entwickelten in den nächsten 24 Jahren Brustkrebs. Es zeigte sich dann bei der Datenauswertung, dass Frauen mit 15 oder mehr Muttermalen über 3 mm am linken Arm ein um 35 Prozent erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufwiesen. Schuld daran, so die Forscher, sind wahrscheinlich die Hormone. Man weiß unter anderem, dass Hormonschwankungen wie in der Schwangerschaft zur Veränderung von Leberflecken führen können. Und es ergaben Messungen, dass Frauen nach der Menopause, die mehr als sechs Muttermale am Arm hatten, höhere Werte von Östrogen und Testosteron im Blut hatten.

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