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Grundlagenwissen zum Thema Brustkrebs

Brustkrebs gilt in Deutschland als häufigste Krebs-Erkrankung bei Frauen. Dieser Krebs ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für etwa 26% aller Fälle von Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland verantwortlich: jedes Jahr gibt es etwa 46.000 Neuerkrankungen.

Bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr stellt Brustkrebs die häufigste Todesursache dar. Und so empfindet jede Frau empfindet Angst vor Brustkrebs (Mammakarzinom). Erfreulicherweise ging die Sterblichkeit in den letzten 20 Jahren allerdings deutlich zurück.

Trotz der Angst, die mit der Entdeckung eines Knotens in der Brust einhergeht, gibt es deutliche Fortschritte in der Behandlung; die Zahl der durch diese Krankheit bedingten Todesfälle geht zurück.

Früherkennung und sofortige Behandlung gelten als große Schritte zu einer erfolgreichen Behandlung. Aus dem Grund liegt der Schlüssel zur guten Vorsorge in regelmäßigen Untersuchungen wie Mammographie und Selbst-Untersuchungen.

Brustkrebs: Warum die Erkrankungsrate steigt

Statistiken haben so ihre Tücken; ihnen zufolge ereilt heutzutage jede 11. – 12. Frau das Schicksal, ein Mammakarzinom zu bekommen. Aus früheren Zeiten sind solche Erkrankungsraten nicht bekannt. Das hat mehrere Gründe:

Warum es heute mehr Brustkrebs gibt

  • Die Lebenserwartung stieg drastisch – Anfang des 20. Jh. wurden Frauen im Mittel 55 Jahre alt, heute gut 80 Jahre und mehr. Brustkrebs stellt man am häufigsten nach dem 60. Lebensjahr fest.
  • Die meisten Formen von Brustkrebs wachsen langsam – Selbst heute bleiben viele kleine Mammakarzinome (Mikrokarzinome) ein ganzes Frauenleben lang unbemerkt.
  • Die  frühe Diagnostik entdeckt viele Mammakarzinome – Die zählte man früher nicht mit, weil sie bei der niedrigeren Lebenserwartung nicht in Erscheinung traten.

Des Weiteren verschwiegen viele Frauen ihren Knoten in der Brust.

Frühdiagnose als wichtiges Hilfsmittel

Viele Gynäkologen sind der Ansicht, dass die wachsende Häufigkeit des festgestellten Mammakarzinoms überwiegend ein Resultat der frühen Diagnose ist. – Also am besten die Frühdiagnostik umgehen?

Das wäre wie das Pfeifen eines Kindes im dunklen Walde. Schließlich bleibt die Tatsache bestehen, dass Frauen heutzutage öfter den Brustkrebs erleben als unsere (Ur-)Großmütter, aber auch überleben können.

So sehr die Umstände der Diagnostik und die Diagnose „Brustkrebs“ psychisch belasten, so wichtig ist es, einen Krebs im kleinen Zustand zu entdecken. Denn nur auf diese Weise kann man ihn schonender und technisch einfacher brusterhaltend entfernen.

Niemand kann darüber hinaus schließlich vorhersagen, ob ein Mikrokarzinom zu denen gehört, die lebenslang winzig bleiben.

Brustkrebs bei Männern

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass auch Männer an Brustkrebs erkranken. In Deutschland registriert man jährlich 400 Neuerkrankungen. Dies entspricht bundesweit etwa 1% aller Brustkrebs-Erkrankungen (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg).

Im Allgemeinen tritt Brustkrebs bei Männern unter 60 Jahren selten auf. Männer, in deren Familien Brustkrebs häufiger auftritt, weisen ein höheres Risiko für diese Erkrankung auf.

Das 1. Symptom dieser Krebs-Erkrankung kann eine schmerzlose Schwellung oder ein Geschwulst irgendwo in der Brust sein. Die Haut ist eventuell mit der Schwellung verbacken. In seltenen Fällen kommt es zu einem Ausfluss aus der Brustwarze.

Eine derartige Schwellung oder einen Ausfluss sollte ein Arzt beurteilen. Eine Mammographie empfiehlt sich.

Brustkrebs bei Männern behandelt man mit einer Entfernung der Brust (Mastektomie). Abhängig von der Ausdehnung des Tumors, können eine Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie angezeigt sein.

Eine regelmäßige Nachkontrolle und regelmäßige Untersuchungen der Brust gelten als ratsam.

Prinzipiell handelt es sich bei Brustkrebs um die gleiche Erkrankung, egal ob die Betroffenen Männer oder Frauen sind. Die Heilungsraten sind im Allgemeinen bei Männern und Frauen in vergleichbaren Stadien der Erkrankung gleich.

Jedoch erkennt man die Krankheit bei Männern oft nicht so früh wie bei Frauen. Bei ihnen muss erst das Bewusstsein wachsen, dass Brustkrebs potentiell auch bei ihnen auftreten kann. Jeder Mann sollte auf Veränderungen seiner Brust achten und diese sofort seinem Arzt mitteilen.

Verstehen Sie zunächst Ihre Brüste

Um Brustkrebs zu begreifen, müssen Sie die Funktion Ihrer Brüste verstehen:

Die Milchdrüsen in Ihren Brüsten bezeichnet man als Drüsenläppchen (Lobulae). Sogenannte Milchgänge (Ductus) verbinden sie mit der Brustwarze. Stroma lautet der Name des Fett- und Bindegewebes, das Milchgänge und Drüsenläppchen, Blut- und Lymphgefäße umschließt.

Die Lymphe beschreibt eine Flüssigkeit, die Abfallprodukte des Zellstoffwechsels sowie körpereigene Abwehrzellen enthält. Lymphatische Gefäße transportieren Lymphe, so wie Blut durch Blutgefäße fließt. Die meisten lymphatischen Gefäße in der Brust führen zu den achselständigen Lymphknoten. Das sind Sammelstellen für die Immunzellen.

Brustkrebs: Typen und Stadien

Welche Formen von Brustkrebs gibt es? Wie werden sie medizinisch bezeichnet und klassifiziert? Kenntnisse darüber erleichtern es einer betroffenen Frau, sich genau über ihre Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Brustkrebs tritt in verschiedenen Typen und an verschiedenen Stellen in der Brust auf. Darüber hinaus finden die Ärzte bei den Untersuchungen unterschiedlich rasch wachsende Tumoren in unterschiedlichen Stadien vor.

Das alles fassen sie nach den Untersuchungen in einem Steckbrief unter Abkürzungen zusammen. Eine Patientin mit Brustkrebs hört diese Kombination von Zahlen und Buchstaben im Laufe der Behandlung öfter. Wenn sie das System dieser „Geheimschrift“ durchschauen, verstehen sie alles viel leichter.

Unterschiedliche Tumore

Es gibt verschiedene Arten von Brust-Tumoren, die sich in anderen Körper-Regionen ausbreiten:

  • Infiltrierende (invasive) Milchgang-Karzinome: Zu dieser Gruppe gehören etwa 70% aller Brustkrebs-Arten. Dieser Krebs beginnt in einem Milchgang, bricht durch die Gefäßwand und nistet sich im Fettgewebe der Brust ein. Der Tumor kann Tochter-Geschwülste (Metastasen) in anderen Körperteilen bilden, nachdem Lymph- und Blutgefäße ihn ausgeschwemmt haben.
  • Infiltrierende lobuläre Karzinome: Zu diesem Typ gehören 10 – 15% der invasiven Brustkrebs-Arten. Es beginnt in den Milchdrüsen und kann sich bis in andere Körper-Regionen ausbreiten.

Die Typen des Mammakarzinoms

Wächst der Brustkrebs in den Milchgängen, handelt es sich um ein duktales Karzinom (ductus = Gang). Der viel seltenere Krebs am Ende eines Milchgangs oder in einem Drüsenläppchen ist das lobuläre Karzinom.

Beide können ein Carcinoma in situ sein (In-situ-Krebs = Krebs am Ort seiner Entstehung), d. h. es sind Tumore, die sich auf Milchdrüsen und -Gänge beschränken. In der Fachsprache heißen sie Carcinoma ductale in situ (CDIS) oder Carcinoma lobare in situ (CLIS).

In-situ-Karzinome

Hier ein Überblick über einige Formen von In-situ-Karzinomen:

  • Ductales Karzinom in situ: Das ist der häufigste Typ des nicht-invasiven Brustkrebses. Er entwickelt sich in den Milchgängen. Bleibt er unbehandelt, kann daraus ein invasiver Krebs werden. Darüber hinaus steigt durch ein Ductales Karzinom in situ das Risiko einer invasiven Form.
  • Lobuläres Karzinom in situ: Diese Form nennt sich auch lobuläre Neoplasie und beginnt in den Milchdrüsen. Frauen mit dieser Erkrankung laufen verstärkt Gefahr, zu einem späteren Zeitpunkt einen invasiven Brustkrebs zu entwickeln.
  • Entzündlicher Brustkrebs: Dies bezeichnet eine seltene Form des Brustkrebses. Damit sieht die betroffene Brust entzündet aus: Rötung und Erwärmung sind Symptome. Die Haut zeigt Anzeichen von Furchen und Quaddeln oder hat ein gesprenkeltes Aussehen. Entzündlicher Brustkrebs tendiert zur raschen Ausbreitung.
  • Rekurrenter Krebs: Damit bezeichnet man Hinweise für einen wiederaufkeimenden Krebs nach der Behandlung. Diese Form kann in folgenden Geweben auftreten: Brüste, Brustwand oder andere Körperstellen. Ihre Behandlungsmöglichkeiten hängen von den bereits erhaltenen Therapien ab, der Art und dem Stadium Ihres Karzinoms, Ihrem Alter und Menopause-Status sowie von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand.

Eine Sonderform des Carcinoma in situ ist das Paget-Karzinom (Morbus Paget). Dabei handelt es sich um ein seltenes Milchgangs-Karzinom, das in der oberflächlichen Schicht der Brustwarze wächst. Es zeigt sich in ekzemartigen Veränderungen der Brustwarze und des Warzenhofs.

Das Carcinoma in situ verhält sich i. d. R.  gutartig. Es bewahrt unter Umständen bis zu Jahrzehnten seine harmlose Gestalt. Es entwickelt sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt zu einem invasiven Krebs, der in feine Gewebs-Spalten und Blutgefäße hineinwächst, sich im Körper absiedelt und Metastasen (Tochter-Geschwülste) bildet.

Ob, wann und bei welcher Frau dies geschieht, ist nicht vorhersagbar. Ob sich alle invasiven Karzinome aus In-situ-Karzinomen entwickeln, ist umstritten. Klar ist dagegen, dass viele In-situ-Karzinome nicht invasiv werden.

Selten erscheint in den Lymphbahnen der Brusthaut ein entzündlicher Brustkrebs, das inflammatorische Mammakarzinom.

Durchbrechen die Tumorzellen das dünne Häutchen der Basal-Membran, die das Drüsengewebe von seinem Nachbargewebe (Fett-, Binde-, Muskelgewebe oder Lymphknoten) abgrenzt, handelt es sich um ein invasives Karzinom (invasiv = eindringend).

Invasive Formen des Mammakarzinoms

Das sind die beiden Hauptformen von invasivem Brustkrebs:

  1. Das invasive duktale Karzinom ist mit 75% das häufigste der invasiven Mammakarzinome. Charakteristisch dafür ist, dass die Frau harte, manchmal höckerige Knoten tastet, manchmal auch nur eine Verfestigung des Gewebes an dieser Stelle.
  2. Das invasive lobuläre Karzinom kommt mit 15% seltener vor. Seine Verdichtung grenzt sich oft nicht deutlich vom umliegenden Gewebe ab.

3 wesentlich seltenere Sonderformen des duktalen Karzinoms:

  1. Wesentlich seltener ist das duktale medulläre Karzinom (5 – 7% der Mammakarzinome). Es ist meist rundlich, scharf begrenzt und ziemlich weich.
  2. Das muzinöse Karzinom (mit einem Anteil von 3%) ist ein invasiver duktaler Brustkrebs. Es enthält schleimbildende Zellen.
  3. Eine 3. Sonderform des duktalen Karzinoms ist das tubuläre Karzinom (2%), das sich durch röhrenförmige Stukturen im Gewebe bildet.

Die 3 zuletzt genannten Krebsformen haben eine überdurchschnittlich  gute Prognose. Das bedeutet: Es bestehen nach einer operativen Therapie gute Aussichten, dass die betroffene Frau nie mehr mit der Erkrankung zu tun bekommt.

Leberflecken weisen auf Brustkrebs-Risiko hin

Leberflecken können in Zukunft mithelfen, darüber Auskunft zu geben, wie hoch das Risiko ist, an Brustkrebs zu erkranken. Das fanden Wissenschaftler der Brigham and Women’s Hospital and Harvard Medical School heraus.

Sie erkannten, dass sowohl die Bildung von Leberflecken als auch die Entstehung von Brustkrebs von den gleichen Hormonen beeinflusst wird.

Die Forscher werteten die Daten von über 74.000 Frauen aus, die nicht nur über ihre Gesundheit Auskunft gegeben hatten, sondern auch darüber, wie viele Leberflecken über 3 mm Größe sich an ihrem linken Arm befanden.

Fast 5.500 Frauen entwickelten in den nächsten 24 Jahren Brustkrebs. Es zeigte sich dann bei der Daten-Auswertung, dass Frauen mit 15 oder mehr Muttermalen über 3 mm am linken Arm ein um 35% erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufwiesen.

Schuld daran, so die Forscher, sind wahrscheinlich die Hormone. Man weiß u. a., dass Hormon-Schwankungen wie in der Schwangerschaft zur Veränderung von Leberflecken führen können. Und Messungen ergaben, dass Frauen nach der Menopause, die mehr als 6 Muttermale am Arm hatten, höhere Werte von Östrogen und Testosteron im Blut hatten.

Neuer Brustkrebs-Test für Sie geeignet?

Ein Gen und mindestens 38 Mutationen – diese dürren Daten gelten als Anlass für viele emotionale Fragen. Man macht das Gen BRCA 1 für einige erblich bedingte Formen von Brust- und Eierstockkrebs verantwortlich.

Zurzeit bereitet mindestens 1 Firma die Markteinführung eines neuen Bluttests vor. Dieser entstand, um festzustellen, ob das Genmaterial einer Frau ein defektes Gen aufweist. Möglicherweise ist es zu früh, um diesen Brustkrebs-Test sinnvoll einzusetzen.

  • Der Test ist nicht unkompliziert – BRCA 1 ist ein ungewöhnlich großes Gen mit vielen Mutations-Möglichkeiten. Nach dem heutigen Stand ist keine einfache Analyse-Methode des gesamten Gens möglich, um die weitläufige Verteilung der Mutationen zu erkennen. Es besteht bei diesem Test die große Gefahr, falsche Ergebnisse zu erzielen.
  • Der Test eignet sich nur für wenige Frauen – BRCA 1 steht in Zusammenhang mit erblich bedingten Krebsformen, die vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Nur 0,25 – 0,5% der Frauen bekommen ein defektes BRCA-1-Gen vererbt. Selbst in Familien mit frühem Auftreten von Krebs sind weniger als die Hälfte der krebsentwickelnden Frauen Trägerin dieses Gens. In Familien, in denen sowohl Brust- als auch Eierstockkrebs frühzeitig auftreten, macht man BRCA 1 unter Umständen für 80% der Fälle verantwortlich.
  • Der Test ist nur ein Mosaiksteinchen im Gesamtbild – Erblich bedingter Brustkrebs macht nur 5% der Fälle von Brustkrebs aus. Es ist bisher nicht erwiesen, ob BRCA 1 bei den restlichen 95% der Fälle von nicht erblich bedingtem Brustkrebs eine Rolle spielt, woran pro Jahr etwa 180.000 Amerikanerinnen erkranken. In Deutschland erkranken nach Angaben des Statistischen Bundesamts 41.330 Frauen an Brustkrebs.

Es ist zu früh für den Test

Nach bisherigem Stand sollten nur Frauen einen derartigen Test in Betracht ziehen, die aus Familien stammen mit einer starken Vorbelastung verschiedener Fälle sowohl von Brust- als auch Eierstockkrebs.

Dies sollte erst nach eingehender Besprechung mit ihrem Arzt stattfinden. Diese Frauen bereitet man auf die Ergebnisse vor.

Wenn der Test positiv ist, beschränken sich die Möglichkeiten darauf, häufiger Mammographien durchzuführen und die schwierige Frage zu beantworten, ob vorbeugend eine Operation stattfinden soll.

Brustkrebs: Welche Therapie am sinnvollsten ist

Vor Jahren bestand die Standard-Therapie für jede Art von lokalem, invasivem Brustkrebs in vielen Fällen in einer radikalen Mastektomie. Dabei entfernten die Ärzte die gesamte Brust zusammen mit vielen Lymphknoten – und unter Umständen Haut und Muskeln.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Wie wächst Brustkrebs, wo kommt er her und wann tritt er wieder auf? Auf diese Fragen findet die Wissenschaft immer genauere Antworten. Das Wissen um den Brustkrebs führte zu einer Reihe  neuer Therapie-Optionen für die Brust und den ganzen Körper, mit denen man bestimmte Krebs-Formen bekämpft.

Die individuelle Anpassung der Krebs-Therapie spielt eine große Rolle bei den Fortschritten im Umgang mit Brustkrebs. Obwohl sie zu besseren Behandlungs-Ergebnissen führte, verkomplizierte sich des Weiteren der Entscheidungs-Prozess für das jeweils richtige Vorgehen.

Indikatoren bestimmen die Therapie

Findet ein Arzt einen verdächtigen Knoten in der Brust, beginnt ein diagnostischer Prozess. Dabei bestimmt man, ob der Knoten eine bösartige Geschwulst darstellt und zu welcher Art von Brusttumor er gehört.

Diese Untersuchungen stellen die ersten Schritte in Richtung einer individuellen Krebs-Behandlung dar.

Dabei untersucht man folgende Faktoren:

  • Krebstyp – Die Hauptfrage ist, ob der Krebs nicht-invasiv (in situ) ist. So können die Zellen entartet sein, aber nicht in andere Gewebe eindringen. Nicht-invasive Zellen sind lokal begrenzt und breiten sich nicht aus. Darüber hinaus kann der Arzt dem Tumor einen Grad zuweisen („Grading“), der Aussehen und Aggressivität der Krebszellen beschreibt.
  • Stadium des Tumors – Tests zur Zuordnung des Krebs-Stadiums dienen der Bestimmung von Größe und Lokalisation des Tumors. Sie zeigen ferner, ob die Tumorzellen bereits Lymphknoten oder andere Organe befallen haben.
  • zusätzliche Indikatoren – 2 weibliche Hormone, Östrogen und Progesteron, beeinflussen das Wachstum der Brusttumore. Ein Standardtest überprüft das Vorkommen von Hormon-Rezeptoren auf den Krebszellen, die eine Bindung von Östrogen oder Progesteron erlauben und das Wachstum der Krebszellen fördern können. Diese Rezeptoren sind aus diesem Grund ein wichtiges Ziel für eine hormonelle Therapie zur Abtötung der Krebszellen.

Andere Tests suchen nach einer Überexpression eines besonderen Eiweißes, dem Humanen-Epidermalen-Wachstumsfaktor-Rezeptor (HER-2).

Im Normalfall stimulieren Substanzen, die an diesen Rezeptor binden, das Zellwachstum. Wenn zu viele dieser Rezeptoren vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung von Krebszellen viel höher.

Osteoporose-Medikament wirkt bei Brustkrebs

Fast 30 Jahre lang spielte der Wirkstoff Tamoxifen für bestimmte Frauen eine Hauptrolle bei der Prävention und Therapie von Brustkrebs; Der Wirkstoff bezeichnet ein weit verbreitetes Medikament, das die Wiederkehr von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren verhindert.

Eine neuere Studie zeigte, dass ein ähnlicher Wirkstoff (Raloxifen, Evista®), der bislang für die Behandlung der Osteoporose zugelassen ist, genauso wirksam für die Brustkrebs-Prävention bei postmenopausalen Frauen mit hohem Erkrankungs-Risiko ist.

Gleichzeitig weist Raloxifen weniger schwere Nebenwirkungen auf.

Die Studie erschien im Juni 2006 im Journal of the American Medical Association. Sie zeigte, dass Raloxifen das Risiko für invasiven Brustkrebs um die Hälfte reduzierte. Das entspricht der positiven Wirkung von Tamoxifen. Raloxifen war jedoch weniger wirksam bei der Risiko-Verminderung für nicht-invasiven Brustkrebs.

Raloxifen vs. Tamoxifen

Der Hauptnachteil von Tamoxifen besteht in den möglichen Nebenwirkungen. Dazu gehören:

  • ein größeres Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln in Hauptvenen oder Lungen
  • sowie ein gesteigertes Risiko für die Bildung von Katarakten (Linsentrübung)
  • oder Gebärmutter-Problemen, einschließlich Gebärmutterkrebs.

In dieser Hinsicht erwies sich Raloxifen als überlegen:

  • mit einem 30% niedrigeren Risiko für Blutgerinnsel,
  • einem 14% geringerem Risiko für Katarakte
  • sowie einem leicht verminderten Risiko für Gebärmutterkrebs.
  • Darüber hinaus kam es seltener zu nicht-krebsartigen Problemen der Gebärmutter, sodass man diese nur halb so oft bei der Raloxifen-Gruppe operativ entfernte.

Raloxifen und Tamoxifen scheinen grundsätzlich gleichwertig in Bezug auf die Osteoporose-Prävention zu sein. Die Ärzte der Mayo Clinic erklären, dass bei Raloxifen-Gabe seltener Nebenwirkungen auftreten als bei Tamoxifen.

Der Wirkstoff stellt also eine echte Alternative bei der Brustkrebs-Prävention dar, wenn es um postmenopausale Frauen mit einem erhöhten Brustkrebs-Risiko geht. Bei der Verringerung des Wiederauftritts-Risikos von Brustkrebs besteht die offizielle Empfehlung darin, einen der beiden Wirkstoffe über 5 Jahre einzunehmen.

Verbesserte Langzeit-Prognose nach Brustkrebs

Die Ergebnisse einer anderen Studie deuten darauf hin, dass der Wirkstoff Letrozol bei Brustkrebs-Patientinnen, die eine Therapie mit dem Wirkstoff Tamoxifen abgeschlossen haben, möglicherweise eine Wiederkehr des Krebses (Rezidiv) verhindert.

Die Forscher führten die Untersuchung mit über 5000 Frauen durch, bei denen man nach den Wechseljahren Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert und behandelt hatte. Sie erschien in der medizinischen Fachzeitschrift New England Journal of Medicine (Ausgabe vom 06.11.2003).

Die Frauen nahmen als Nachbehandlung des Brustkrebses über einen Zeitraum von 5 Jahren Tamoxifen ein. Es ergibt allerdings keinen Sinn, Tamoxifen länger als 5 Jahre einzunehmen. Denn möglicherweise sind die Tumore dann resistent dagegen.

Die Teilnehmerinnen teilte man nach dem Zufalls-Prinzip in 2 Gruppen ein:

  1. Eine Gruppe nahm für einen weiteren Zeitraum von 5 Jahren Letrozol ein,
  2. die andere stattdessen ein Placebo (Medikament ohne Wirkstoff).

Nach etwa 2,5 Jahren war das Risiko eines Rezidivs bei der Letrozol-Gruppe um 43% gesunken.

Letrozol nach Tamoxifen

Aufgrund dieser Ergebnisse brach man die Studie ab, sodass von da an alle beteiligten Frauen die Möglichkeit für eine Behandlung mit Letrozol bekamen.

Die Wissenschaftler empfehlen, nach einer 5-jährigen Behandlung der Brustkrebs-Patientinnen mit Tamoxifen zu erwägen, eine Letrozol-Therapie anzuschließen.

Auf diese Weise verhindert man die Wiederkehr des Brustkrebses. Denn Letrozol greift in den Östrogen-Haushalt ein und verringert die Fähigkeit des Enzyms Aromatase, Östrogen herzustellen. Dieses Hormon wiederum regt das Wachstum vieler Brustkrebs-Arten an.

Eine unerwünschte Nebenwirkung von Letrozol ist die Verringerung der Knochendichte. Die Ärzte der Mayo Clinic empfehlen daher Frauen während der Einnahme von Letrozol regelmäßige Osteoporose-Vorsorge-Untersuchungen.

Da man die Studie aufgrund des um 43% besseren Therapie-Erfolges vorzeitig beendete, können die Ärzte nicht abschätzen, wie lange eine Frau von der Einnahme des Letrozols profitieret oder ob die Langzeit-Einnahme weitere Gesundheits-Risiken birgt.

Neues Präparat Herceptin

Nach den Studien-Ergebnissen kann ein relativ neuer Wirkstoff das Wiederauftreten von Brustkrebs um mehr als 50% bei Frauen reduzieren, bei denen ein bestimmter Typ von Brustkrebs diagnostiziert wurde.

Die Forschungs-Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Antikörpers Trastuzumab (Herceptin®), der zur Behandlung von Frauen nach der Operation einer aggressiven Form des Brustkrebses eingesetzt wird.

Genetische Veränderungen können dazu führen, dass zu viele „Andockstationen“ für Wachstumsfaktoren auf der Zelloberfläche entstehen. Diese Stationen werden HER2-Rezeptoren genannt (Human = menschlich, Epidermal = an der Zelloberfläche befindlich).

Je mehr HER2-Rezeptoren eine Brustkrebszelle produziert, desto schneller wächst der Tumor. 25% der Frauen mit Brustkrebs weisen ein vermehrtes Vorkommen von HER2-Rezeptoren auf den Brustkrebszellen auf.

Mit Trastuzumab ist in der EU seit April 2000 ein Antikörper gegen HER2-Rezeptoren zugelassen worden.

Der Wirkmechanismus des Antikörpers beruht darauf, dass sie an der Oberfläche der Krebszelle den Platz der HER2-Rezeptoren besetzen. Durch die Blockierung dieser Andockstelle durch den Antikörper werden kaum noch Signale an die Krebszelle ausgesendet, sich zu teilen. Auf diese Weise kann das Tumorwachstum gebremst werden.

HER2-positiver Brustkrebs spricht auf die Standard-Chemotherapie, die Hormon-Therapie oder beide wenig an. Aus diesem Grund ist die Gefahr eines wiederholten Auftretens von Krebs höher.

Die Studien, die Ende 2009 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden, verglichen die Standard-Therapie bei HER2-positivem Brustkrebs mit einer 1-jährigen Krebs-Behandlung, zu der auch der monoklonale Antikörper Trastuzumab gehörte.

Als man die Ergebnisse mit der Chemotherapie verglich, stellte man Folgendes fest: Nur das Hinzufügen von Trastuzumab führte dazu, dass das erneute Auftreten von Brustkrebs signifikant reduziert und die Überlebensrate deutlich verlängert werden konnte.

Für die Brustkrebs-Spezialisten der Mayo Clinic bedeuten diese Forschungs-Ergebnisse einen wesentlichen Fortschritt bei Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs, der sich im frühem Stadium befindet.

Bislang ist die Behandlung mit dem HER2-Antikörper nur für Frauen zugelassen, bei denen der Brustkrebs bereits Metastasen gebildet hat. Hier kann der HER2-Antikörper in Kombination mit einer Chemotherapie oder als alleiniger Wirkstoff verabreicht werden.

Die ausgewerteten Forschungs-Ergebnisse zeigen, dass von Trastuzumab auch Frauen profitieren können, bei denen der Tumor zum Zeitpunkt der Erstbehandlung noch nicht gestreut hat.

Aus diesem Grund wird jetzt erwogen, den Einsatz des HER2-Antikörpers als Teil der Standard-Behandlung bei der sogenannten adjuvanten Behandlung zu erweitern. Es wird erwartet, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA eine entsprechende Zulassung erteilt.

Brustkrebs: Die Prognose hat sich verbessert

Wie erfolgreich funktioniert die interdisziplinäre Behandlung von Brustkrebs? Das Brustzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg veröffentlichte aussagekräftige Ergebnisse über den Verlauf der Erkrankung:

Neue Behandlungsmöglichkeiten als Erfolgsrezept

Im Februar 2012 erschien die Auswertung des Brustzentrums online in der Fachzeitschrift „The Breast“.

Seit 2003 begleiteten die Heidelberger Mediziner bei mehr als 3.000 Patientinnen den Verlauf von Brustkrebs systematisch. 86% überlebten die ersten 5 Jahre nach Therapiebeginn. Bei 80% kehrte die Krankheit in dieser Zeit nicht zurück.

„Die Prognose von Brustkrebs verbesserte sich aufgrund neuer Therapie-Optionen und der konsequenten interdisziplinären Behandlung weiter.“ Das erklärt Professor Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums.

Das Robert Koch Institut wertete die deutschen Krebsregister im Jahr 2010 aus. Daraus geht hervor, dass in der Zeit zwischen 2000 und 2004 Brustkrebs-Patientinnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 79,6% die ersten 5 Jahre nach der Therapie überlebten.

Eine aktuelle Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums, welche die Daten 11 deutscher Krebsregister aus den Jahren 2002 – 2006 analysierte, kommt auf rund 84%. In den USA lag diese Wahrscheinlichkeit laut dem US-amerikanischen „National Cancer Institute“ zwischen 1999 und 2006 bei 89%.

Die Erfolge der Studie

Das Team in Heidelberg arbeitet mit Privatdozent Jörg Heil, Oberarzt des Heidelberger Brustzentrums, und Professor Dr. Andreas Schneeweiss vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und Frauenklinik.

Sie werteten die Daten aller 3.338 Patientinnen mit bösartigen Brustkrebs-Erkrankungen aus, die in den Jahren 2003 – 2010 am Heidelberger Brustzentrum nach Erstdiagnose eine Behandlung erfuhren.

5 Jahre nach der Erstbehandlung waren 80% der Frauen krankheitsfrei. Bei 15% war erneut ein Tumor in der Brust gewachsen und bei 19% traten Metastasen auf. Manchmal trat beides zusammen auf.

86% der Patientinnen überlebten die ersten 5 Jahre nach der erstmaligen Erkrankung. Unter Berücksichtigung der Todesfälle, die unabhängig vom Brustkrebs stattfanden, ergab die Auswertung: Nur 10% der Patientinnen starben in den ersten 5 Jahren nach ihrer Behandlung an Brustkrebs.

Präventive Mastektomie?

Wie wirksam ist die Verhinderung von Brustkrebs durch die Enfernung von gesunden Brüsten bei Frauen einer Hochrisiko-Gruppe? Bis vor Kurzem gab es keine klare Antwort darauf.

Eine neue Studie der Mayo Clinic zeigte jedoch, dass die prophylaktische Mastektomie (Entfernung einer gesunden Brust zur Verhütung von Krebs) das Risiko der Entstehung eines Brustkrebses um 90% senkt.

Die Studie erschien im New England Journal of Medicine. Es nahmen 639 Frauen daran teil, bei denen zwischen 1960 und 1993 an der Mayo Clinic eine prophylaktische Mastektomie stattfand.

Aufgrund der familiären Vorgeschichte stufte man 214 der Frauen in die Hochrisiko-Gruppe für das Entstehen eines Brustkrebses ein und den Rest in die mittlere Risikogruppe.

Die Wissenschaftler berechneten, dass ohne den Eingriff bei 38 der Frauen der Hochrisiko-Gruppe mit einer Brustkrebs-Erkrankung zu rechnen wäre. Jedoch entwickelten nur 3 von ihnen tatsächlich Brustkrebs. Das beschreibt eine Risiko-Senkung um 90%. Ähnliche Ergebnisse fanden sich bei der mittleren Risikogruppe.

Die Wissenschaftler der Mayo Clinic meinen, dass ihre Studie für Frauen der Hochrisiko-Gruppe, die diesen Eingriff in Betracht ziehen, notwendige Informationen bietet. Sie betonen jedoch, dass es keine Garantie dafür gibt, dass sich nach einer Mastektomie nicht im verbleibenden Brustgewebe ein Krebs bildet.

Andere Alternativen für diese Hochrisiko-Gruppe sind häufige Früherkennungs-Untersuchungen oder die Einnahme des Medikaments Tamoxifen.

Brustkrebs: Hormone bremsen Tumor-Wachstum

Die Brustdrüse ist ein hormonabhängiges Organ; Entwicklung, Wachstum, Funktion und schließlich Rückbildung werden von Östrogenen und Gestagenen gesteuert – das Wachstum vorwiegend durch Östrogene.

Es hat sich herausgestellt, dass Östrogene auch das Wachstum der Tumor-Zellen stimulieren können. Eine große Rolle spielen dabei die sogenannten Östrogen-Rezeptoren, das sind Empfangs-Stationen der Zellen, an denen das Hormon andocken kann.

Je mehr Rezeptoren vorhanden sind, desto stärker können die Östrogene ihre Wirkung entfalten – auch die Wachstums-Förderung des Krebses. Diese Brustkrebs-Zellen heißen Östrogen-Rezeptor-positiv und reagieren auf Östrogene besonders stark.

Allerdings schwanken die Werte auch hier: Zu Beginn ist der Tumor hormonabhängig, weil er viele Östrogen-Rezeptoren besitzt. Später nimmt deren Zahl deutlich ab – und damit auch die Hormon-Abhängigkeit des Tumors.

Das bedeutet aber leider nicht, dass dieser nun langsamer wachsen würde, im Gegenteil: Er wächst von äußeren Faktoren unabhängiger. Auch gibt es diesbzgl. Unterschiede zwischen den einzelnen Karzinom-Typen.

Diese sehr vereinfachte Darstellung des Hormon-Einflusses soll zeigen, warum sich unter bestimmten Umständen – wenn viele Östrogen-Rezeptoren vorhanden sind – mit einer Blockade von Östrogenen gegen den Krebs kämpfen lässt.

Dies betrifft v. a. Frauen nach den Wechseljahren, die häufiger Rezeptor-positive Karzinome aufweisen als jüngere Frauen. Deshalb werden Hormon-Therapien in 1. Linie bei Patientinnen über 50 Jahren durchgeführt.

Es gibt verschiedene Substanzen, die den Östrogen-Spiegel senken oder die Östrogene von ihren Rezeptoren fernhalten, sodass diese Hormone ihre das Wachstum des Tumors fördernde Wirkung nicht mehr entfalten können:

  • Die sogenannten Anti-Östrogene (z. B. Tamoxifen) blockieren den Rezeptor.
  • Gestagene sollen das Tumor-Wachstum direkt hemmen; ganz geklärt ist ihre Wirkung in diesem Zusammenhang noch nicht.
  • Weitere Stoffe sind die sogenannten Aromatase-Hemmer, welche die Östrogen-Bildung im Tumor und in anderen Körpergeweben (Nebennieren, Fettgewebe) verhindern sollen.

Die Nebenwirkungen solcher Hormon-Behandlungen gleichen starken Wecheljahrs-Beschwerden. Sie sind damit deutlich geringer als die einer Chemotherapie. Deshalb lassen sich Hormon-Behandlungen über längere Zeiträume durchführen.

So schützen gesunde Ernährung & Co. vor Brustkrebs

Natürlich können Sie das Risiko für Brustkrebs senken, so wie das für jede andere Krebsart. Gesunde Ernährung ist ein Schlüssel hierfür. Das bedeutet, dass Sie gerade auf Zucker und Alkohol möglichst verzichten sowie viel frisches Gemüse und Obst essen.

Auch ausreichend Bewegung wirkt sich positiv auf das Brustkrebs-Risiko aus, genauso wie der Abbau von Übergewicht.

Viele Ärzte empfehlen darüber hinaus, auf eine Hormon-Therapie in den Wechseljahren – soweit irgend möglich – zu verzichten. Denn diese erhöht sowohl das Risiko für Herzinfarkte als auch für Brustkrebs-Erkrankungen.

Ballaststoffe senken das Krebs-Risiko

Dass Ballaststoffe einen guten Schutz vor Darmkrebs bieten, ist allseits bekannt. Nun fanden britische Forscher der Universität Leeds heraus, dass die Faserstoffe aus Obst, Gemüse und Vollkorn-Produkten auch das Brustkrebs-Risiko senken.

Für die im International Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie wurden die Ernährungs-Daten von 35.000 Frauen zwischen 35 und 69 Jahren ausgewertet. Die Beobachtungszeit betrug 7 Jahre.

Diejenigen, die täglich mehr als 30 g Ballaststoffe zu sich nahmen, erkrankten nur halb so häufig an Brustkrebs wie Frauen, die lediglich auf 20 g oder weniger kamen.

Um auf die 30 g Ballaststoffe zu kommen, sollten Sie am besten auf Vollkorn-Produkte umsteigen und täglich 5 Portionen Obst und Gemüse sowie 1 Portion Müsli essen.

Die Forscher vermuten, dass die Ballaststoffe einen positiven Einfluss auf den Hormon-Haushalt der Frauen – und v. a. auf den Östrogen-Spiegel – haben.

Aktion für Brustkrebs

Das brisante Thema Brustkrebs veranlasst Verbände und Initiativen, gemeinsam den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. So arbeiten für das Kooperations-Projekt „Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs“ einige Verbände zusammen:

  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.,
  • Deutsche Krebshilfe e.V.,
  • Krebsforschungszentrum / Krebsinformationsdienst,
  • Frauenselbsthilfe nach Krebs,
  • Dachverband der Frauengesundheitszentren.
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