MenüMenü

Brustkrebs: Alles zu Risiken, Vorbeugung, Klassifikation und Behandlung

Die Angst geht um, denn die Diagnose Brustkrebs (Mammakarzinom) tritt häufiger auf. Er gilt in Deutschland als häufigste Krebs-Erkrankung bei Frauen.

Dieser Krebs ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für etwa 26% aller Fälle von Krebs-Neuerkrankungen in Deutschland verantwortlich: jedes Jahr gibt es etwa 46.000 Neuerkrankungen.

Bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr stellt Brustkrebs die häufigste Todesursache dar. Dass zudem immer jüngere Frauen der Diagnose gegenüberstehen, erschreckt alle; und so empfindet jede Frau Angst vor Brustkrebs.

Erfreulicherweise ging die Sterblichkeit in den letzten 20 Jahren allerdings deutlich zurück.

Trotz der Angst, die mit der Entdeckung eines Knotens in der Brust einhergeht, gibt es deutliche Fortschritte in der Behandlung; die Zahl der durch diese Krankheit bedingten Todesfälle geht zurück; heute überleben mehr Frauen mit Brustkrebs als früher.

Außerdem brauchen jüngere Frauen nicht sofort mit einer Amputation der Brust zu rechnen. Es bietet sich ihnen in den meisten Fällen die Möglichkeit, ihre Brust zu erhalten und nach der Behandlung ein langes Leben zu führen.

Dennoch schieben viele Frauen scheuen eine Untersuchung zur Früherkennung hinaus. Doch je früher man Brustkrebs erkennt, desto einfacher funktioniert eine brusterhaltende Operation.

Früherkennung und sofortige Behandlung gelten als große Schritte zu einer erfolgreichen Therapie. Aus dem Grund liegt der Schlüssel zur guten Vorsorge in regelmäßigen Untersuchungen wie Mammographie und Selbst-Untersuchungen.

Inhalt:

  1. Brustkrebs: Warum die Erkrankungsrate steigt
  2. Risikogruppen und -faktoren
  3. Brustkrebs: Typen und Stadien
  4. TNM-Klassifikation: Warum sie für betroffene Frauen so wichtig ist
  5. Rolle von genetischen Tests bleibt umstritten
  6. Leberflecken weisen auf Brustkrebs-Risiko hin
  7. Welche Therapie am sinnvollsten ist
  8. Brustkrebs: Die Prognose hat sich verbessert
  9. Hormone bremsen Tumor-Wachstum
  10. So schützen gesunde Ernährung & Co. vor Brustkrebs
  11. Aktion für Brustkrebs

Brustkrebs: Warum die Erkrankungsrate steigt

Statistiken haben so ihre Tücken; ihnen zufolge ereilt heutzutage jede 11. – 12. Frau das Schicksal, ein Mammakarzinom zu bekommen. Aus früheren Zeiten sind solche Erkrankungsraten nicht bekannt. Das hat mehrere Gründe:

Warum es heute mehr Brustkrebs gibt

  • Die Lebenserwartung stieg drastisch – Anfang des 20. Jh. wurden Frauen im Mittel 55 Jahre alt, heute gut 80 Jahre und mehr. Brustkrebs stellt man am häufigsten nach dem 60. Lebensjahr fest.
  • Die meisten Formen von Brustkrebs wachsen langsam – Selbst heute bleiben viele kleine Mammakarzinome (Mikrokarzinome) ein ganzes Frauenleben lang unbemerkt.
  • Die  frühe Diagnostik entdeckt viele Mammakarzinome – Die zählte man früher nicht mit, weil sie bei der niedrigeren Lebenserwartung nicht in Erscheinung traten.

Des Weiteren verschwiegen viele Frauen ihren Knoten in der Brust.

Frühdiagnose als wichtiges Hilfsmittel

Viele Gynäkologen sind der Ansicht, dass die wachsende Häufigkeit des festgestellten Mammakarzinoms überwiegend ein Resultat der frühen Diagnose ist. – Also am besten die Frühdiagnostik umgehen?

Das wäre wie das Pfeifen eines Kindes im dunklen Walde. Schließlich bleibt die Tatsache bestehen, dass Frauen heutzutage öfter den Brustkrebs erleben als unsere (Ur-)Großmütter, aber auch überleben können.

So sehr die Umstände der Diagnostik und die Diagnose „Brustkrebs“ psychisch belasten, so wichtig ist es, einen Krebs im kleinen Zustand zu entdecken. Denn nur auf diese Weise kann man ihn schonender und technisch einfacher brusterhaltend entfernen.

Niemand kann darüber hinaus schließlich vorhersagen, ob ein Mikrokarzinom zu denen gehört, die lebenslang winzig bleiben.

Brustkrebs bei Männern

Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass auch Männer an Brustkrebs erkranken. In Deutschland registriert man jährlich 400 Neuerkrankungen. Dies entspricht bundesweit etwa 1% aller Brustkrebs-Erkrankungen (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg).

Im Allgemeinen tritt Brustkrebs bei Männern unter 60 Jahren selten auf. Männer, in deren Familien Brustkrebs häufiger auftritt, weisen ein höheres Risiko für diese Erkrankung auf.

Das 1. Symptom dieser Krebs-Erkrankung kann eine schmerzlose Schwellung oder ein Geschwulst irgendwo in der Brust sein. Die Haut ist eventuell mit der Schwellung verbacken. In seltenen Fällen kommt es zu einem Ausfluss aus der Brustwarze.

Eine derartige Schwellung oder einen Ausfluss sollte ein Arzt beurteilen. Eine Mammographie empfiehlt sich.

Brustkrebs bei Männern behandelt man mit einer Entfernung der Brust (Mastektomie). Abhängig von der Ausdehnung des Tumors, können eine Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie angezeigt sein.

Eine regelmäßige Nachkontrolle und regelmäßige Untersuchungen der Brust gelten als ratsam.

Prinzipiell handelt es sich bei Brustkrebs um die gleiche Erkrankung, egal ob die Betroffenen Männer oder Frauen sind. Die Heilungsraten sind im Allgemeinen bei Männern und Frauen in vergleichbaren Stadien der Erkrankung gleich.

Jedoch erkennt man die Krankheit bei Männern oft nicht so früh wie bei Frauen. Bei ihnen muss erst das Bewusstsein wachsen, dass Brustkrebs potentiell auch bei ihnen auftreten kann. Jeder Mann sollte auf Veränderungen seiner Brust achten und diese sofort seinem Arzt mitteilen.

Risikogruppen und -faktoren

Ein Risiko für Brustkrebs tragen grundsätzlich alle Frauen. Bei welcher das Risiko zur Wirklichkeit wird, weiß man nicht. Keine Frau muss zwangsläufig damit rechnen und keine ist dagegen gefeit.

Denn Krebs gilt als Geschehen, zu dem mehrere z. T. unbekannte Faktoren beitragen. Ein Faktor allein ist in keinem Fall schuld an Krebs.

Ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko besteht für Frauen,

  • die bereits an Brustkrebs litten,
  • in deren Familie Brustkrebs bei 2Verwandten 1. Grades (Großmutter, Mutter, Schwester) vorkam.

Als Faktoren für ein geringfügig erhöhtes Risiko gelten:

  • frühe Menarche (1. Regelblutung vor dem 12. Lebensjahr)
  • späte Menopause (letzte Regelblutung nach dem 55. Lebensjahr)
  • deutliches Übergewicht (Körperfett produziert Östrogene.)
  • nach einer Schwangerschaft keine Stillperiode

Ob die Einnahme der Pille oder eine Hormon-Behandlung in den Wechseljahren das Risiko für Brustkrebs erhöht, diskutieren die Experten kontrovers. Jedoch schließt ein früherer Brustkrebs, der sensibel auf Östrogene reagierte, eine Hormon-Einnahme aus.

Erhöht sich das Brustkrebs-Risiko durch die Pille?

Eine Überprüfung von einigen Dutzend Studien kam zu dem Ergebnis, dass der Gebrauch von oralen Kontrazeptiva („die Pille“) das Risiko für Brustkrebs vor der Menopause erhöht. Das gilt besonders für Frauen, die Tabletten zur Empfängnis-Verhütung einnahmen, bevor sie das erste Kind bekamen.

Darüber hinaus fanden Forscher heraus, dass das Brustkrebs-Risiko mit der Zeit abnimmt. 10 Jahre nach dem Absetzen der Pille besteht kein erhöhtes Risiko mehr. Das Risiko scheint sich zu erhöhen, während Frauen orale Empfängnis-Verhütungsmittel einnehmen. Es verringert sich allmählich während der 10 Jahre nach dem Absetzen.

Die umfangreiche Analyse erschien im wissenschaftlichen Fachblatt Mayo Clinic Proceedings. Sie umfasste Studien, die im Zeitraum von 1985 – 2002 stattfanden. Die Studien zeigten einen deutlichen prozentualen Anstieg von Brustkrebs.

Da diese Erkrankung bei jüngeren Frauen seltener vorkommt, fiel die tatsächliche, absolute Zahl von Krebsfällen in dieser Gruppe gering aus. So kamen in der Gruppe der 25- bis 29-jährigen Frauen 4,7 Brustkrebs-Fälle auf 10.000 Frauen, die die Pille für 1 Jahr einnahmen.

Die Ärzte der Mayo Clinic betonen, dass man diese Ergebnisse in den Zusammenhang aller gesundheitlichen Risiken und Vorteilen setzen muss, die im Zusammenhang mit oralen Kontrazeptiva stehen.

Sie weisen ebenfalls darauf hin, dass im jungen Alter aufgrund der Pille ein geringes absolutes Risiko für Brustkrebs besteht.

Auf der anderen Seite ist die Pille verbunden mit einem reduzierten Risiko für Eierstock- und Gebärmutterkrebs sowie einer verbesserten Knochendichte.

Schnaps, Wein & Co.: Erhöht Alkohol das Brustkrebs-Risiko?

Erhöht Alkohol-Konsum die Gefahr für Brustkrebs oder nicht? Wie viel Alkohol können Frauen zu sich nehmen, ohne dabei das Risiko für die Entwicklung von Brustkrebs zu erhöhen?

Diese Fragen diskutiert die medizinische Fachwelt immer noch kontrovers, obwohl es mehr als 50 Studien zu diesem Thema gibt.

Nun nahm sich ein großes Projekt „Diet and Cancer” vor, alle verstreuten Studien zusammenzufassen, die sich mit den Beziehungen zwischen Lebensstil und Brustkrebs-Risiko befassen. Die Untersuchung erschien im Journal of the American Medical Association. Sie fasste die Ergebnisse von Studien seit 1977 zusammen.

Diese zusammenfassende Untersuchung vergangener Studien kam zu dem Ergebnis, dass Alkohol-Konsum das Brustkrebs-Risiko von Frauen erhöht.

Schon wenig Alkohol erhöht das Risiko

Die Studien fanden in den Niederlanden, Schweden, Kanada und den USA statt. Sie erfassten über 11 Jahre lang mehr als 300.000 Frauen, darunter 4.335 Patientinnen mit invasivem Brustkrebs.

Alle Frauen erhielten einen Ernährungs-Fragenkatalog, der sie u. a. nach ihren Trinkgewohnheiten fragte: Wein oder Schnaps?

Dabei stellte sich heraus, dass das Brustkrebs-Risiko linear mit der Menge des pro Tag genossenen Alkohols anstieg: Für Frauen, die im Schnitt täglich 30 – 60 g Alkohol (2 – 4 Flaschen Bier oder 2 – 5 Gläser Wein) zu sich nehmen, fällt das Risiko 1,5x so hoch aus als für Frauen, die weniger oder keinen Alkohol trinken. Das Risiko verstärkt sich bei größeren Mengen Alkohol weiter.

Die Auswertung der Studien zeigt ferner, dass das Brustkrebs-Risiko bei den Frauen größer ausfällt, die täglich 3 oder mehr alkoholhaltige Getränke zu sich nehmen. Nach diesen Untersuchungen trägt der regelmäßige Konsum von 1 oder 2 alkoholhaltigen Getränken pro Tag zu einem leichten Anstieg des Risikos bei. Bei Frauen, die weniger als 1 „Drink“ täglich zu sich nehmen, ändert sich das Brustkrebs-Risiko aller Wahrscheinlichkeit nach nicht signifikant.

Das tägliche Rotwein-Erlebnis wirkt sich günstig auf das Herz aus, heißt es. Inzwischen mehren sich jedoch die Studien, die das Gegenteil aufzeigen. Aus diesem Grund empfiehlt sich für Frauen, sparsam mit der Droge Alkohol umzugehen – lieber weniger und dafür bewusst genießen!

Nehmen Sie ausreichend Folsäure zu sich!

Im Rahmen der Untersuchung machte man die Beobachtung, dass die ausreichende Aufnahme des wasserlöslichen Vitamins Folsäure das durch den Alkohol-Konsum erhöhte Brustkrebs-Risiko möglicherweise senkt.

Auch eine von der Mayo Clinic durchgeführte Studie, an der Frauen nach der Menopause teilnahmen, befasste sich mit diesem Thema.

Der Studie zufolge wiesen Frauen mit der geringsten Gesamt-Aufnahme an Folsäure, die täglich mehr als 4 g Alkohol zu sich nahmen (etwa der Hälfte eines üblichen alkoholischen Getränks), ein um 59% erhöhtes Risiko für Brustkrebs auf.

Das Brustkrebs-Risiko der Frauen, die diese Menge an Alkohol trinken und die empfohlene Tagesdosis von 400 µg Folsäure zu sich nehmen, ist allerdings identisch mit dem Risiko der nicht trinkenden Frauen.

Die Ärzte der Mayo Clinic raten den Frauen, die sich wegen ihres Brustkrebs-Risikos Gedanken machen, keine alkoholhaltigen Getränke zu konsumieren.

Wenn Sie trinken, begrenzen Sie die Menge auf 1 Glas täglich und sorgen Sie für eine ausreichende Aufnahme an Folsäure. Ein normales Multivitamin-Präparat enthält 400 µg Folsäure.

Brustkrebs: Typen und Stadien

Welche Formen von Brustkrebs gibt es? Wie werden sie medizinisch bezeichnet und klassifiziert? Kenntnisse darüber erleichtern es einer betroffenen Frau, sich genau über ihre Erkrankung und deren Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Verstehen Sie zunächst Ihre Brüste

Um Brustkrebs zu begreifen, müssen Sie die Funktion Ihrer Brüste verstehen:

Die Milchdrüsen in Ihren Brüsten bezeichnet man als Drüsenläppchen (Lobulae). Sogenannte Milchgänge (Ductus) verbinden sie mit der Brustwarze. Stroma lautet der Name des Fett- und Bindegewebes, das Milchgänge und Drüsenläppchen, Blut- und Lymphgefäße umschließt.

Die Lymphe beschreibt eine Flüssigkeit, die Abfallprodukte des Zellstoffwechsels sowie körpereigene Abwehrzellen enthält. Lymphatische Gefäße transportieren Lymphe, so wie Blut durch Blutgefäße fließt. Die meisten lymphatischen Gefäße in der Brust führen zu den achselständigen Lymphknoten. Das sind Sammelstellen für die Immunzellen.

Unterschiedliche Tumore

Brustkrebs tritt also in verschiedenen Typen und an verschiedenen Stellen in der Brust auf. Darüber hinaus finden die Ärzte bei den Untersuchungen unterschiedlich rasch wachsende Tumoren in unterschiedlichen Stadien vor.

Das alles fassen sie nach den Untersuchungen in einem Steckbrief unter Abkürzungen zusammen. Eine Patientin mit Brustkrebs hört diese Kombination von Zahlen und Buchstaben im Laufe der Behandlung öfter. Wenn sie das System dieser „Geheimschrift“ durchschauen, verstehen sie alles viel leichter.

Es gibt verschiedene Arten von Brust-Tumoren, die sich in anderen Körper-Regionen ausbreiten:

  • Infiltrierende (invasive) Milchgang-Karzinome: Zu dieser Gruppe gehören etwa 70% aller Brustkrebs-Arten. Dieser Krebs beginnt in einem Milchgang, bricht durch die Gefäßwand und nistet sich im Fettgewebe der Brust ein. Der Tumor kann Tochter-Geschwülste (Metastasen) in anderen Körperteilen bilden, nachdem Lymph- und Blutgefäße ihn ausgeschwemmt haben.
  • Infiltrierende lobuläre Karzinome: Zu diesem Typ gehören 10 – 15% der invasiven Brustkrebs-Arten. Es beginnt in den Milchdrüsen und kann sich bis in andere Körper-Regionen ausbreiten.

Die Typen des Mammakarzinoms

Wächst der Brustkrebs in den Milchgängen, handelt es sich um ein duktales Karzinom (ductus = Gang). Der viel seltenere Krebs am Ende eines Milchgangs oder in einem Drüsenläppchen ist das lobuläre Karzinom.

Beide können ein Carcinoma in situ sein (In-situ-Krebs = Krebs am Ort seiner Entstehung), d. h. es sind Tumore, die sich auf Milchdrüsen und -Gänge beschränken. In der Fachsprache heißen sie Carcinoma ductale in situ (CDIS) oder Carcinoma lobare in situ (CLIS).

In-situ-Karzinome

Hier ein Überblick über einige Formen von In-situ-Karzinomen:

  • Ductales Karzinom in situ: Das ist der häufigste Typ des nicht-invasiven Brustkrebses. Er entwickelt sich in den Milchgängen. Bleibt er unbehandelt, kann daraus ein invasiver Krebs werden. Darüber hinaus steigt durch ein Ductales Karzinom in situ das Risiko einer invasiven Form.
  • Lobuläres Karzinom in situ: Diese Form nennt sich auch lobuläre Neoplasie und beginnt in den Milchdrüsen. Frauen mit dieser Erkrankung laufen verstärkt Gefahr, zu einem späteren Zeitpunkt einen invasiven Brustkrebs zu entwickeln.
  • Entzündlicher Brustkrebs: Dies bezeichnet eine seltene Form des Brustkrebses. Damit sieht die betroffene Brust entzündet aus: Rötung und Erwärmung sind Symptome. Die Haut zeigt Anzeichen von Furchen und Quaddeln oder hat ein gesprenkeltes Aussehen. Entzündlicher Brustkrebs tendiert zur raschen Ausbreitung.
  • Rekurrenter Krebs: Damit bezeichnet man Hinweise für einen wiederaufkeimenden Krebs nach der Behandlung. Diese Form kann in folgenden Geweben auftreten: Brüste, Brustwand oder andere Körperstellen. Ihre Behandlungsmöglichkeiten hängen von den bereits erhaltenen Therapien ab, der Art und dem Stadium Ihres Karzinoms, Ihrem Alter und Menopause-Status sowie von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand.

Eine Sonderform des Carcinoma in situ ist das Paget-Karzinom (Morbus Paget). Dabei handelt es sich um ein seltenes Milchgangs-Karzinom, das in der oberflächlichen Schicht der Brustwarze wächst. Es zeigt sich in ekzemartigen Veränderungen der Brustwarze und des Warzenhofs.

Das Carcinoma in situ verhält sich i. d. R.  gutartig. Es bewahrt unter Umständen bis zu Jahrzehnten seine harmlose Gestalt. Es entwickelt sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt zu einem invasiven Krebs, der in feine Gewebs-Spalten und Blutgefäße hineinwächst, sich im Körper absiedelt und Metastasen (Tochter-Geschwülste) bildet.

Ob, wann und bei welcher Frau dies geschieht, ist nicht vorhersagbar. Ob sich alle invasiven Karzinome aus In-situ-Karzinomen entwickeln, ist umstritten. Klar ist dagegen, dass viele In-situ-Karzinome nicht invasiv werden.

Selten erscheint in den Lymphbahnen der Brusthaut ein entzündlicher Brustkrebs, das inflammatorische Mammakarzinom.

Durchbrechen die Tumorzellen das dünne Häutchen der Basal-Membran, die das Drüsengewebe von seinem Nachbargewebe (Fett-, Binde-, Muskelgewebe oder Lymphknoten) abgrenzt, handelt es sich um ein invasives Karzinom (invasiv = eindringend).

Invasive Formen des Mammakarzinoms

Das sind die beiden Hauptformen von invasivem Brustkrebs:

  1. Das invasive duktale Karzinom ist mit 75% das häufigste der invasiven Mammakarzinome. Charakteristisch dafür ist, dass die Frau harte, manchmal höckerige Knoten tastet, manchmal auch nur eine Verfestigung des Gewebes an dieser Stelle.
  2. Das invasive lobuläre Karzinom kommt mit 15% seltener vor. Seine Verdichtung grenzt sich oft nicht deutlich vom umliegenden Gewebe ab.

3 wesentlich seltenere Sonderformen des duktalen Karzinoms:

  1. Wesentlich seltener ist das duktale medulläre Karzinom (5 – 7% der Mammakarzinome). Es ist meist rundlich, scharf begrenzt und ziemlich weich.
  2. Das muzinöse Karzinom (mit einem Anteil von 3%) ist ein invasiver duktaler Brustkrebs. Es enthält schleimbildende Zellen.
  3. Eine 3. Sonderform des duktalen Karzinoms ist das tubuläre Karzinom (2%), das sich durch röhrenförmige Stukturen im Gewebe bildet.

Die 3 zuletzt genannten Krebsformen haben eine überdurchschnittlich  gute Prognose. Das bedeutet: Es bestehen nach einer operativen Therapie gute Aussichten, dass die betroffene Frau nie mehr mit der Erkrankung zu tun bekommt.

TNM-Klassifikation: Warum sie für betroffene Frauen so wichtig ist

Jede Frau mit Brustkrebs sollte sich die Klassifikation ihres Tumors vom Arzt oder der Ärztin genau erklären lassen.

Mit dem Wissen um die TNM-Klassifikation und möglichst mit dem genauen histologischen (feingeweblichen) Befund holt sie leichter eine Zweit- und Drittmeinung anderer Ärzte ein.

Nach dem Muster seines Auftretens teilt man den Brustkrebs bei der Diagnose aufgrund der TNM-Klassifikation ein:

  • T – Größe des Tumors
  • N – ob und in welchem Ausmaß umliegende Lymphknoten befallen sind (nodulus = Knoten)
  • M – ob Metastasen gefunden wurden

Ziffern hinter den Buchstaben bezeichnen die Größe des Tumors bzw. die Anzahl der „positiven“ (befallenen) Lymphknoten.

Ein p vor einem der Buchstaben T, N oder M bedeutet, dass der Pathologe das Tumor-Gewebe bereits genau untersucht und klassifiziert hat.

Ein c oder gar kein Buchstabe vor dem T, N oder M heißt, dass die Einteilung vom Kliniker (Gynäkologen oder Chirurgen) stammt und die exakte pathologische Einteilung noch aussteht.

Diese klinische Einteilung dient der ersten Vorplanung einer Operation.

Aussagekraft der Klassifikation

Beispiele T-Wert:

So bedeutet z. B. T0, dass kein Tumor gefunden wurde. T1 besagt, dass der Tumor an der Stelle seiner größten Ausdehnung höchstens 2 cm misst. T1a, T1b und T1c unterscheiden stufenweise von 0,5 – 2 cm.

Beispiele N-Wert:

Auf die Frage befallener Lymphknoten anwortet No mit: keine positiven Lymphknoten in der Region; N1: Lymphknoten in der gleichseitigen Achselhöhle enthalten Krebszellen; N2: Lymphknoten miteinander verwachsen.

Beispiele M-Wert:

M0: keine Fernmetastasen nachweisbar; M1: Fernmetastasen vorhanden.

Je niedriger die Zahlen, desto kleiner und begrenzter ist der Tumor; je höher die Zahlen, desto größer ist der Tumor und desto mehr Lymphknoten sind beteiligt.

Eines allerdings kann diese Einteilung nicht: eine Aussage treffen, in welcher Geschwindigkeit der Tumor wächst.

Bisher ist es den Ärzten darüber hinaus nicht möglich, zum Zeitpunkt der Diagnose vorauszusagen, welche Frau nach der Entfernung des Knotens in den nächsten 10 Jahren erneut mit Brustkrebs zu tun bekommen bzw. nie wieder ein Problem damit haben wird.

Weitere Faktoren zur Einstufung

Die Wahrscheinlichkeit Ihrer Genesung vom Brustkrebs und Ihre Wahl der Behandlung hängt von einigen Faktoren ab. Dazu zählen:

  • die Art des Brustkrebses
  • und seine besonderen Kennzeichen,
  • Ihr Alter,
  • Ihr allgemeiner Gesundheitszustand
  • und die Frage, ob Sie die Wechseljahre schon hinter sich haben.

All dies beeinflusst die Behandlungsoptionen.

Wenn der Brustkrebs einmal gefunden ist, sind weitere Tests nötig, um das Tumor-Stadium festzulegen.

Es gibt die Stufen 0 – IV. Je höher die Stufe, desto größer ist der Tumor bzw. desto weiter hat sich der Tumor ausgebreitet.

Sie und Ihr Arzt entscheiden sich unter Umständen für eine Standard-Behandlung oder für die Teilnahme an einer klinischen Studie.

Rolle von genetischen Tests bleibt umstritten

Frauen, die Mutationen in 2 Genen (Brustkrebs-Gen 1 und 2; BRCA 1 und 2) tragen, müssen mit einem 57 – 87% höheren Brustkrebs-Risiko rechnen.

Laut dem deutschen Krebsinformationsdienst führt man insgesamt etwa 5 – 10% aller Brustkrebs-Erkrankungen auf ererbte Genveränderungen zurück.

Es existieren Bluttests, die diese Gene identifizieren. Der Wert dieser Tests ist umstritten, da sowohl falsch-negative als auch falsch-positive Ergebnisse möglich sind. Das bedeutet, dass man damit die einen Menschen unnötig beunruhigt und andere in falscher Sicherheit wiegt.

Die Ärzte der Mayo Clinic empfehlen, dass lediglich Frauen mit familiärer Vorbelastung – und damit einem erblichen Risiko – einen genetischen Test in Erwägung ziehen sollten.

Neuer Brustkrebs-Test für Sie geeignet?

Ein Gen und mindestens 38 Mutationen – diese dürren Daten gelten als Anlass für viele emotionale Fragen. Man macht das Gen BRCA 1 für einige erblich bedingte Formen von Brust- und Eierstockkrebs verantwortlich.

Zurzeit bereitet mindestens 1 Firma die Markteinführung eines neuen Bluttests vor. Dieser entstand, um festzustellen, ob das Genmaterial einer Frau ein defektes Gen aufweist. Möglicherweise ist es zu früh, um diesen Brustkrebs-Test sinnvoll einzusetzen.

  • Der Test ist nicht unkompliziert – BRCA 1 ist ein ungewöhnlich großes Gen mit vielen Mutations-Möglichkeiten. Nach dem heutigen Stand ist keine einfache Analyse-Methode des gesamten Gens möglich, um die weitläufige Verteilung der Mutationen zu erkennen. Es besteht bei diesem Test die große Gefahr, falsche Ergebnisse zu erzielen.
  • Der Test eignet sich nur für wenige Frauen – BRCA 1 steht in Zusammenhang mit erblich bedingten Krebsformen, die vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Nur 0,25 – 0,5% der Frauen bekommen ein defektes BRCA-1-Gen vererbt. Selbst in Familien mit frühem Auftreten von Krebs sind weniger als die Hälfte der krebsentwickelnden Frauen Trägerin dieses Gens. In Familien, in denen sowohl Brust- als auch Eierstockkrebs frühzeitig auftreten, macht man BRCA 1 unter Umständen für 80% der Fälle verantwortlich.
  • Der Test ist nur ein Mosaiksteinchen im Gesamtbild – Erblich bedingter Brustkrebs macht nur 5% der Fälle von Brustkrebs aus. Es ist bisher nicht erwiesen, ob BRCA 1 bei den restlichen 95% der Fälle von nicht erblich bedingtem Brustkrebs eine Rolle spielt, woran pro Jahr etwa 180.000 Amerikanerinnen erkranken. In Deutschland erkranken nach Angaben des Statistischen Bundesamts 41.330 Frauen an Brustkrebs.

Es ist zu früh für den Test

Nach bisherigem Stand sollten nur Frauen einen derartigen Test in Betracht ziehen, die aus Familien stammen mit einer starken Vorbelastung verschiedener Fälle sowohl von Brust- als auch Eierstockkrebs.

Dies sollte erst nach eingehender Besprechung mit ihrem Arzt stattfinden. Diese Frauen bereitet man auf die Ergebnisse vor.

Wenn der Test positiv ist, beschränken sich die Möglichkeiten darauf, häufiger Mammographien durchzuführen und die schwierige Frage zu beantworten, ob vorbeugend eine Operation stattfinden soll.

Leberflecken weisen auf Brustkrebs-Risiko hin

Leberflecken können in Zukunft mithelfen, darüber Auskunft zu geben, wie hoch das Risiko ist, an Brustkrebs zu erkranken. Das fanden Wissenschaftler der Brigham and Women’s Hospital and Harvard Medical School heraus.

Sie erkannten, dass sowohl die Bildung von Leberflecken als auch die Entstehung von Brustkrebs von den gleichen Hormonen beeinflusst wird.

Die Forscher werteten die Daten von über 74.000 Frauen aus, die nicht nur über ihre Gesundheit Auskunft gegeben hatten, sondern auch darüber, wie viele Leberflecken über 3 mm Größe sich an ihrem linken Arm befanden.

Fast 5.500 Frauen entwickelten in den nächsten 24 Jahren Brustkrebs. Es zeigte sich dann bei der Daten-Auswertung, dass Frauen mit 15 oder mehr Muttermalen über 3 mm am linken Arm ein um 35% erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufwiesen.

Schuld daran, so die Forscher, sind wahrscheinlich die Hormone. Man weiß u. a., dass Hormon-Schwankungen wie in der Schwangerschaft zur Veränderung von Leberflecken führen können. Und Messungen ergaben, dass Frauen nach der Menopause, die mehr als 6 Muttermale am Arm hatten, höhere Werte von Östrogen und Testosteron im Blut hatten.

Welche Therapie am sinnvollsten ist

Vor Jahren bestand die Standard-Therapie für jede Art von lokalem, invasivem Brustkrebs in vielen Fällen in einer radikalen Mastektomie. Dabei entfernten die Ärzte die gesamte Brust zusammen mit vielen Lymphknoten – und unter Umständen Haut und Muskeln.

Die brustkrebsbedingte Entfernung von Lymphknoten birgt übrigens ein erhöhtes Risiko für ein Lymphödem. Genaueres dazu erfahren Sie hier.

Bestrahlung

Um das Risiko eines sogenannten Lokalrezidivs, also eines erneuten Tumor-Wachstums an derselben Stelle, zu verringern, wird nach dem chirurgischen Eingriff in aller Regel (außer in ganz frühen Tumor-Stadien) eine ergänzende Strahlen-Behandlung durchgeführt.

Die Strahlen-Mengen werden heute so gewählt, dass es nicht mehr zu größeren Nebenwirkungen an Haut und umgebenden Organen kommt.

Auch vor einem durch die Strahlen provozierten erneuten Tumor-Wachstum braucht sich die Patientin nicht zu fürchten. Bis heute ließ sich eine solche Tumor-Auslösung nicht nachweisen.

Dagegen zeigen zahlreiche Studien, dass ohne Nachbestrahlung Rückfälle in der Brust wesentlich häufiger sind als bei bestrahlten Patientinnen.

Eine Strahlen-Behandlung als Haupttherapie kommt dann infrage, wenn der Primär-Tumor so weit fortgeschritten ist, dass eine Operation sinnlos wäre oder nicht durchführbar ist. Sie dient dazu, den Tumor zu verkleinern, die Schmerzen zu lindern und das Wachstum zu hemmen.

Und schließlich ist sie eine unterstützende Maßnahme beim  metastasierenden Mammakarzinom.

Achten Sie auf eine gute Hautpflege

Hautreizungen treten bei externer Bestrahlung zur Krebsbehandlung häufig auf. Hier sind einige Tipps, wie Sie die bestrahlte Hautstelle sanft pflegen können:

  • Benutzen Sie die von Ihrem Arzt empfohlenen, geeigneten Hautpflege-Präparate, die die Haut nicht zusätzlich reizen.
  • Vermeiden Sie die betroffenen Hautregionen zu reiben, kratzen oder zu bürsten.
  • Reinigen Sie die Haut mit lauwarmem Wasser, einer milden Seife und tupfen Sie sie trocken.
  • Tragen Sie über den bestrahlten Stellen keine engen Kleidungsstücke.
  • Wenden Sie an der Bestrahlungsstelle keine Wärme- oder Kältepackungen an.
  • Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.

Ihr Arzt wird Ihnen alle Vorsichtsmaßnahmen aufzählen und Ihnen sagen, wie lange Sie sie nach Beendigung der Therapie befolgen sollen.

Neue Behandlungsmöglichkeiten

Wie wächst Brustkrebs, wo kommt er her und wann tritt er wieder auf? Auf diese Fragen findet die Wissenschaft immer genauere Antworten. Das Wissen um den Brustkrebs führte zu einer Reihe  neuer Therapie-Optionen für die Brust und den ganzen Körper, mit denen man bestimmte Krebs-Formen bekämpft.

Die individuelle Anpassung der Krebs-Therapie spielt eine große Rolle bei den Fortschritten im Umgang mit Brustkrebs. Obwohl sie zu besseren Behandlungs-Ergebnissen führte, verkomplizierte sich des Weiteren der Entscheidungs-Prozess für das jeweils richtige Vorgehen.

Indikatoren bestimmen die Therapie

Findet ein Arzt einen verdächtigen Knoten in der Brust, beginnt ein diagnostischer Prozess. Dabei bestimmt man, ob der Knoten eine bösartige Geschwulst darstellt und zu welcher Art von Brusttumor er gehört.

Diese Untersuchungen stellen die ersten Schritte in Richtung einer individuellen Krebs-Behandlung dar.

Dabei untersucht man folgende Faktoren:

  • Krebstyp – Die Hauptfrage ist, ob der Krebs nicht-invasiv (in situ) ist. So können die Zellen entartet sein, aber nicht in andere Gewebe eindringen. Nicht-invasive Zellen sind lokal begrenzt und breiten sich nicht aus. Darüber hinaus kann der Arzt dem Tumor einen Grad zuweisen („Grading“), der Aussehen und Aggressivität der Krebszellen beschreibt.
  • Stadium des Tumors – Tests zur Zuordnung des Krebs-Stadiums dienen der Bestimmung von Größe und Lokalisation des Tumors. Sie zeigen ferner, ob die Tumorzellen bereits Lymphknoten oder andere Organe befallen haben.
  • zusätzliche Indikatoren – 2 weibliche Hormone, Östrogen und Progesteron, beeinflussen das Wachstum der Brusttumore. Ein Standardtest überprüft das Vorkommen von Hormon-Rezeptoren auf den Krebszellen, die eine Bindung von Östrogen oder Progesteron erlauben und das Wachstum der Krebszellen fördern können. Diese Rezeptoren sind aus diesem Grund ein wichtiges Ziel für eine hormonelle Therapie zur Abtötung der Krebszellen.

Andere Tests suchen nach einer Überexpression eines besonderen Eiweißes, dem Humanen-Epidermalen-Wachstumsfaktor-Rezeptor (HER-2).

Im Normalfall stimulieren Substanzen, die an diesen Rezeptor binden, das Zellwachstum. Wenn zu viele dieser Rezeptoren vorhanden sind, ist die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung von Krebszellen viel höher.

Osteoporose-Medikament wirkt bei Brustkrebs

Fast 30 Jahre lang spielte der Wirkstoff Tamoxifen für bestimmte Frauen eine Hauptrolle bei der Prävention und Therapie von Brustkrebs; Der Wirkstoff bezeichnet ein weit verbreitetes Medikament, das die Wiederkehr von Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren verhindert.

Eine neuere Studie zeigte, dass ein ähnlicher Wirkstoff (Raloxifen, Evista®), der bislang für die Behandlung der Osteoporose zugelassen ist, genauso wirksam für die Brustkrebs-Prävention bei postmenopausalen Frauen mit hohem Erkrankungs-Risiko ist.

Gleichzeitig weist Raloxifen weniger schwere Nebenwirkungen auf.

Die Studie erschien im Juni 2006 im Journal of the American Medical Association. Sie zeigte, dass Raloxifen das Risiko für invasiven Brustkrebs um die Hälfte reduzierte. Das entspricht der positiven Wirkung von Tamoxifen. Raloxifen war jedoch weniger wirksam bei der Risiko-Verminderung für nicht-invasiven Brustkrebs.

Raloxifen vs. Tamoxifen

Der Hauptnachteil von Tamoxifen besteht in den möglichen Nebenwirkungen. Dazu gehören:

  • ein größeres Risiko für die Entstehung von Blutgerinnseln in Hauptvenen oder Lungen
  • sowie ein gesteigertes Risiko für die Bildung von Katarakten (Linsentrübung)
  • oder Gebärmutter-Problemen, einschließlich Gebärmutterkrebs.

In dieser Hinsicht erwies sich Raloxifen als überlegen:

  • mit einem 30% niedrigeren Risiko für Blutgerinnsel,
  • einem 14% geringerem Risiko für Katarakte
  • sowie einem leicht verminderten Risiko für Gebärmutterkrebs.
  • Darüber hinaus kam es seltener zu nicht-krebsartigen Problemen der Gebärmutter, sodass man diese nur halb so oft bei der Raloxifen-Gruppe operativ entfernte.

Raloxifen und Tamoxifen scheinen grundsätzlich gleichwertig in Bezug auf die Osteoporose-Prävention zu sein. Die Ärzte der Mayo Clinic erklären, dass bei Raloxifen-Gabe seltener Nebenwirkungen auftreten als bei Tamoxifen.

Der Wirkstoff stellt also eine echte Alternative bei der Brustkrebs-Prävention dar, wenn es um postmenopausale Frauen mit einem erhöhten Brustkrebs-Risiko geht. Bei der Verringerung des Wiederauftritts-Risikos von Brustkrebs besteht die offizielle Empfehlung darin, einen der beiden Wirkstoffe über 5 Jahre einzunehmen.

Verbesserte Langzeit-Prognose nach Brustkrebs

Die Ergebnisse einer anderen Studie deuten darauf hin, dass der Wirkstoff Letrozol bei Brustkrebs-Patientinnen, die eine Therapie mit dem Wirkstoff Tamoxifen abgeschlossen haben, möglicherweise eine Wiederkehr des Krebses (Rezidiv) verhindert.

Die Forscher führten die Untersuchung mit über 5000 Frauen durch, bei denen man nach den Wechseljahren Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert und behandelt hatte. Sie erschien in der medizinischen Fachzeitschrift New England Journal of Medicine (Ausgabe vom 06.11.2003).

Die Frauen nahmen als Nachbehandlung des Brustkrebses über einen Zeitraum von 5 Jahren Tamoxifen ein. Es ergibt allerdings keinen Sinn, Tamoxifen länger als 5 Jahre einzunehmen. Denn möglicherweise sind die Tumore dann resistent dagegen.

Die Teilnehmerinnen teilte man nach dem Zufalls-Prinzip in 2 Gruppen ein:

  1. Eine Gruppe nahm für einen weiteren Zeitraum von 5 Jahren Letrozol ein,
  2. die andere stattdessen ein Placebo (Medikament ohne Wirkstoff).

Nach etwa 2,5 Jahren war das Risiko eines Rezidivs bei der Letrozol-Gruppe um 43% gesunken.

Letrozol nach Tamoxifen

Aufgrund dieser Ergebnisse brach man die Studie ab, sodass von da an alle beteiligten Frauen die Möglichkeit für eine Behandlung mit Letrozol bekamen.

Die Wissenschaftler empfehlen, nach einer 5-jährigen Behandlung der Brustkrebs-Patientinnen mit Tamoxifen zu erwägen, eine Letrozol-Therapie anzuschließen.

Auf diese Weise verhindert man die Wiederkehr des Brustkrebses. Denn Letrozol greift in den Östrogen-Haushalt ein und verringert die Fähigkeit des Enzyms Aromatase, Östrogen herzustellen. Dieses Hormon wiederum regt das Wachstum vieler Brustkrebs-Arten an.

Eine unerwünschte Nebenwirkung von Letrozol ist die Verringerung der Knochendichte. Die Ärzte der Mayo Clinic empfehlen daher Frauen während der Einnahme von Letrozol regelmäßige Osteoporose-Vorsorge-Untersuchungen.

Da man die Studie aufgrund des um 43% besseren Therapie-Erfolges vorzeitig beendete, können die Ärzte nicht abschätzen, wie lange eine Frau von der Einnahme des Letrozols profitieret oder ob die Langzeit-Einnahme weitere Gesundheits-Risiken birgt.

Neues Präparat Herceptin

Nach den Studien-Ergebnissen kann ein relativ neuer Wirkstoff das Wiederauftreten von Brustkrebs um mehr als 50% bei Frauen reduzieren, bei denen ein bestimmter Typ von Brustkrebs diagnostiziert wurde.

Die Forschungs-Ergebnisse belegen die Wirksamkeit des Antikörpers Trastuzumab (Herceptin®), der zur Behandlung von Frauen nach der Operation einer aggressiven Form des Brustkrebses eingesetzt wird.

Genetische Veränderungen können dazu führen, dass zu viele „Andockstationen“ für Wachstumsfaktoren auf der Zelloberfläche entstehen. Diese Stationen werden HER2-Rezeptoren genannt (Human = menschlich, Epidermal = an der Zelloberfläche befindlich).

Je mehr HER2-Rezeptoren eine Brustkrebszelle produziert, desto schneller wächst der Tumor. 25% der Frauen mit Brustkrebs weisen ein vermehrtes Vorkommen von HER2-Rezeptoren auf den Brustkrebszellen auf.

Mit Trastuzumab ist in der EU seit April 2000 ein Antikörper gegen HER2-Rezeptoren zugelassen worden.

Der Wirkmechanismus des Antikörpers beruht darauf, dass sie an der Oberfläche der Krebszelle den Platz der HER2-Rezeptoren besetzen. Durch die Blockierung dieser Andockstelle durch den Antikörper werden kaum noch Signale an die Krebszelle ausgesendet, sich zu teilen. Auf diese Weise kann das Tumorwachstum gebremst werden.

HER2-positiver Brustkrebs spricht auf die Standard-Chemotherapie, die Hormon-Therapie oder beide wenig an. Aus diesem Grund ist die Gefahr eines wiederholten Auftretens von Krebs höher.

Die Studien, die Ende 2009 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurden, verglichen die Standard-Therapie bei HER2-positivem Brustkrebs mit einer 1-jährigen Krebs-Behandlung, zu der auch der monoklonale Antikörper Trastuzumab gehörte.

Als man die Ergebnisse mit der Chemotherapie verglich, stellte man Folgendes fest: Nur das Hinzufügen von Trastuzumab führte dazu, dass das erneute Auftreten von Brustkrebs signifikant reduziert und die Überlebensrate deutlich verlängert werden konnte.

Für die Brustkrebs-Spezialisten der Mayo Clinic bedeuten diese Forschungs-Ergebnisse einen wesentlichen Fortschritt bei Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs, der sich im frühem Stadium befindet.

Bislang ist die Behandlung mit dem HER2-Antikörper nur für Frauen zugelassen, bei denen der Brustkrebs bereits Metastasen gebildet hat. Hier kann der HER2-Antikörper in Kombination mit einer Chemotherapie oder als alleiniger Wirkstoff verabreicht werden.

Die ausgewerteten Forschungs-Ergebnisse zeigen, dass von Trastuzumab auch Frauen profitieren können, bei denen der Tumor zum Zeitpunkt der Erstbehandlung noch nicht gestreut hat.

Aus diesem Grund wird jetzt erwogen, den Einsatz des HER2-Antikörpers als Teil der Standard-Behandlung bei der sogenannten adjuvanten Behandlung zu erweitern. Es wird erwartet, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA eine entsprechende Zulassung erteilt.

Brustkrebs: Die Prognose hat sich verbessert

Wie erfolgreich funktioniert die interdisziplinäre Behandlung von Brustkrebs? Das Brustzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg veröffentlichte aussagekräftige Ergebnisse über den Verlauf der Erkrankung:

Neue Behandlungsmöglichkeiten als Erfolgsrezept

Im Februar 2012 erschien die Auswertung des Brustzentrums online in der Fachzeitschrift „The Breast“.

Seit 2003 begleiteten die Heidelberger Mediziner bei mehr als 3.000 Patientinnen den Verlauf von Brustkrebs systematisch. 86% überlebten die ersten 5 Jahre nach Therapiebeginn. Bei 80% kehrte die Krankheit in dieser Zeit nicht zurück.

„Die Prognose von Brustkrebs verbesserte sich aufgrund neuer Therapie-Optionen und der konsequenten interdisziplinären Behandlung weiter.“ Das erklärt Professor Christof Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums.

Das Robert Koch Institut wertete die deutschen Krebsregister im Jahr 2010 aus. Daraus geht hervor, dass in der Zeit zwischen 2000 und 2004 Brustkrebs-Patientinnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 79,6% die ersten 5 Jahre nach der Therapie überlebten.

Eine aktuelle Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums, welche die Daten 11 deutscher Krebsregister aus den Jahren 2002 – 2006 analysierte, kommt auf rund 84%. In den USA lag diese Wahrscheinlichkeit laut dem US-amerikanischen „National Cancer Institute“ zwischen 1999 und 2006 bei 89%.

Die Erfolge der Studie

Das Team in Heidelberg arbeitet mit Privatdozent Jörg Heil, Oberarzt des Heidelberger Brustzentrums, und Professor Dr. Andreas Schneeweiss vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen und Frauenklinik.

Sie werteten die Daten aller 3.338 Patientinnen mit bösartigen Brustkrebs-Erkrankungen aus, die in den Jahren 2003 – 2010 am Heidelberger Brustzentrum nach Erstdiagnose eine Behandlung erfuhren.

5 Jahre nach der Erstbehandlung waren 80% der Frauen krankheitsfrei. Bei 15% war erneut ein Tumor in der Brust gewachsen und bei 19% traten Metastasen auf. Manchmal trat beides zusammen auf.

86% der Patientinnen überlebten die ersten 5 Jahre nach der erstmaligen Erkrankung. Unter Berücksichtigung der Todesfälle, die unabhängig vom Brustkrebs stattfanden, ergab die Auswertung: Nur 10% der Patientinnen starben in den ersten 5 Jahren nach ihrer Behandlung an Brustkrebs.

Präventive Mastektomie?

Wie wirksam ist die Verhinderung von Brustkrebs durch die Enfernung von gesunden Brüsten bei Frauen einer Hochrisiko-Gruppe? Bis vor Kurzem gab es keine klare Antwort darauf.

Eine neue Studie der Mayo Clinic zeigte jedoch, dass die prophylaktische Mastektomie (Entfernung einer gesunden Brust zur Verhütung von Krebs) das Risiko der Entstehung eines Brustkrebses um 90% senkt.

Die Studie erschien im New England Journal of Medicine. Es nahmen 639 Frauen daran teil, bei denen zwischen 1960 und 1993 an der Mayo Clinic eine prophylaktische Mastektomie stattfand.

Aufgrund der familiären Vorgeschichte stufte man 214 der Frauen in die Hochrisiko-Gruppe für das Entstehen eines Brustkrebses ein und den Rest in die mittlere Risikogruppe.

Die Wissenschaftler berechneten, dass ohne den Eingriff bei 38 der Frauen der Hochrisiko-Gruppe mit einer Brustkrebs-Erkrankung zu rechnen wäre. Jedoch entwickelten nur 3 von ihnen tatsächlich Brustkrebs. Das beschreibt eine Risiko-Senkung um 90%. Ähnliche Ergebnisse fanden sich bei der mittleren Risikogruppe.

Die Wissenschaftler der Mayo Clinic meinen, dass ihre Studie für Frauen der Hochrisiko-Gruppe, die diesen Eingriff in Betracht ziehen, notwendige Informationen bietet. Sie betonen jedoch, dass es keine Garantie dafür gibt, dass sich nach einer Mastektomie nicht im verbleibenden Brustgewebe ein Krebs bildet.

Andere Alternativen für diese Hochrisiko-Gruppe sind häufige Früherkennungs-Untersuchungen oder die Einnahme des Medikaments Tamoxifen.

Hormone bremsen Tumor-Wachstum

Die Brustdrüse ist ein hormonabhängiges Organ; Entwicklung, Wachstum, Funktion und schließlich Rückbildung werden von Östrogenen und Gestagenen gesteuert – das Wachstum vorwiegend durch Östrogene.

Es hat sich herausgestellt, dass Östrogene auch das Wachstum der Tumor-Zellen stimulieren können. Eine große Rolle spielen dabei die sogenannten Östrogen-Rezeptoren, das sind Empfangs-Stationen der Zellen, an denen das Hormon andocken kann.

Je mehr Rezeptoren vorhanden sind, desto stärker können die Östrogene ihre Wirkung entfalten – auch die Wachstums-Förderung des Krebses. Diese Brustkrebs-Zellen heißen Östrogen-Rezeptor-positiv und reagieren auf Östrogene besonders stark.

Allerdings schwanken die Werte auch hier: Zu Beginn ist der Tumor hormonabhängig, weil er viele Östrogen-Rezeptoren besitzt. Später nimmt deren Zahl deutlich ab – und damit auch die Hormon-Abhängigkeit des Tumors.

Das bedeutet aber leider nicht, dass dieser nun langsamer wachsen würde, im Gegenteil: Er wächst von äußeren Faktoren unabhängiger. Auch gibt es diesbzgl. Unterschiede zwischen den einzelnen Karzinom-Typen.

Diese sehr vereinfachte Darstellung des Hormon-Einflusses soll zeigen, warum sich unter bestimmten Umständen – wenn viele Östrogen-Rezeptoren vorhanden sind – mit einer Blockade von Östrogenen gegen den Krebs kämpfen lässt.

Dies betrifft v. a. Frauen nach den Wechseljahren, die häufiger Rezeptor-positive Karzinome aufweisen als jüngere Frauen. Deshalb werden Hormon-Therapien in 1. Linie bei Patientinnen über 50 Jahren durchgeführt.

Es gibt verschiedene Substanzen, die den Östrogen-Spiegel senken oder die Östrogene von ihren Rezeptoren fernhalten, sodass diese Hormone ihre das Wachstum des Tumors fördernde Wirkung nicht mehr entfalten können:

  • Die sogenannten Anti-Östrogene (z. B. Tamoxifen) blockieren den Rezeptor.
  • Gestagene sollen das Tumor-Wachstum direkt hemmen; ganz geklärt ist ihre Wirkung in diesem Zusammenhang noch nicht.
  • Weitere Stoffe sind die sogenannten Aromatase-Hemmer, welche die Östrogen-Bildung im Tumor und in anderen Körpergeweben (Nebennieren, Fettgewebe) verhindern sollen.

Die Nebenwirkungen solcher Hormon-Behandlungen gleichen starken Wecheljahrs-Beschwerden. Sie sind damit deutlich geringer als die einer Chemotherapie. Deshalb lassen sich Hormon-Behandlungen über längere Zeiträume durchführen.

So schützen gesunde Ernährung & Co. vor Brustkrebs

Natürlich können Sie das Risiko für Brustkrebs senken, so wie das für jede andere Krebsart. Gesunde Ernährung ist ein Schlüssel hierfür. Das bedeutet, dass Sie gerade auf Zucker und Alkohol möglichst verzichten sowie viel frisches Gemüse und Obst essen.

Auch ausreichend Bewegung wirkt sich positiv auf das Brustkrebs-Risiko aus, genauso wie der Abbau von Übergewicht.

Viele Ärzte empfehlen darüber hinaus, auf eine Hormon-Therapie in den Wechseljahren – soweit irgend möglich – zu verzichten. Denn diese erhöht sowohl das Risiko für Herzinfarkte als auch für Brustkrebs-Erkrankungen.

Ballaststoffe senken das Krebs-Risiko

Dass Ballaststoffe einen guten Schutz vor Darmkrebs bieten, ist allseits bekannt. Nun fanden britische Forscher der Universität Leeds heraus, dass die Faserstoffe aus Obst, Gemüse und Vollkorn-Produkten auch das Brustkrebs-Risiko senken.

Für die im International Journal of Epidemiology veröffentlichte Studie wurden die Ernährungs-Daten von 35.000 Frauen zwischen 35 und 69 Jahren ausgewertet. Die Beobachtungszeit betrug 7 Jahre.

Diejenigen, die täglich mehr als 30 g Ballaststoffe zu sich nahmen, erkrankten nur halb so häufig an Brustkrebs wie Frauen, die lediglich auf 20 g oder weniger kamen.

Um auf die 30 g Ballaststoffe zu kommen, sollten Sie am besten auf Vollkorn-Produkte umsteigen und täglich 5 Portionen Obst und Gemüse sowie 1 Portion Müsli essen.

Die Forscher vermuten, dass die Ballaststoffe einen positiven Einfluss auf den Hormon-Haushalt der Frauen – und v. a. auf den Östrogen-Spiegel – haben.

Olivenöl verringert Brustkrebs-Risiko

Die im Olivenöl enthaltene Säure soll dafür verantwortlich sein, dass sich das Risiko einer Krebs-Erkrankung verringert. Labortests mit Brustkrebs-Zellen wiesen nach, dass die Ölsäure die Werte des Gens mit dem Namen Her-2/neu verminderte.

Dieses findet man bei mehr als 1/5 der Brustkrebs-Patientinnen. Man bringt das Gen mit sehr aggressiven Tumoren und schlechten Heilungs-Chancen in Verbindung.

Die Ölsäure unterdrückte nicht nur die Aktivität des Gens, sondern verbesserte die Wirksamkeit von Brustkrebs-Medikamenten.

Für die Wissenschaftler der Nordwestern-Universität unter der Leitung von Javier Menendez bestätigt ihre Untersuchung, dass die mediterrane Ernährung eine deutliche schützende Wirkung gegen Krebs, Herz-Erkrankungen und Alters-Erscheinungen hat.

Sportliche Aktivität reduziert Risiko bei älteren Frauen

Einer Studie zufolge senkt Sport in angemessenem Maß das Brustkrebs-Risiko der Frauen nach den Wechseljahren um 1/5.

Die Untersuchung erschien in der Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (Ausgabe vom 10. September 2003). Die Wissenschaftler untersuchten dabei mehr als 74.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren.

Die Teilnehmerinnen sollten aus der Erinnerung den Umfang ihrer sportlichen Aktivitäten im Alter von 18, 35 und 50 Jahren angeben sowie den derzeitigen Trainings-Umfang abschätzen.

Verringertes Risiko um 18%

Das Brustkrebs-Risiko verringerte sich bei den Frauen um 18%, die ihren heutigen Zeitaufwand für  sportliche Aktivitäten als mittelmäßig einschätzten. Das entspricht 75 – 150 Min. strammem, zügigem Gehen pro Woche. Diese Angaben verglich man mit Frauen, die sich nicht oder wenig bewegten.

Frauen, die über ein momentanes, intensiveres oder zeitaufwändigeres Trainings-Programm berichteten, senkten ihr Brustkrebs-Risiko darüber hinaus in geringem Umfang ab. Das Risiko war auch bei den Frauen geringer, die sich mit 35 und 50 Jahren regelmäßig intensiv sportlich betätigten.

Ein niedriges Körpergewicht galt als Folge der sportlichen Aktivität. Den stärksten Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und einem reduzierten Brustkrebs-Risiko stellten die Wissenschaftler bei den Frauen fest, die das geringste Körpergewicht aufwiesen. Aber auch bei den leicht übergewichtigen Teilnehmerinnen wies man Vorteile nach.

Aktion für Brustkrebs

Das brisante Thema Brustkrebs veranlasst Verbände und Initiativen, gemeinsam den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. So arbeiten für das Kooperations-Projekt „Aktion: Bewusstsein für Brustkrebs“ einige Verbände zusammen:

  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.,
  • Deutsche Krebshilfe e.V.,
  • Krebsforschungszentrum / Krebsinformationsdienst,
  • Frauenselbsthilfe nach Krebs,
  • Dachverband der Frauengesundheitszentren.

Hier erfahren Sie außerdem alles rund um die vermeintlichen Zusammenhänge zwischen Brustimplantaten und Brustkrebs sowie anderen Erkrankungen.

Brustkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Lymphödem: Erhöhtes Risiko nach Lymphknoten-Entfernung

Nach einer Brustkrebs-OP mit Lymphknoten- Entfernung kommt es oft zu einem Lymphödem. So können Sie vorbeugen; das ist im Ernstfall zu tun:

Brustkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Brustrekonstruktion: Neue Brust für ein besseres Selbstbild

Hier erfahren Sie alles, was es rund um das Thema Brustrekonstruktion nach einer brustkrebsbedingten, schweren Brust-OP zu wissen gilt.

Brustkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Brustimplantate und das Risiko für Brustkrebs und andere Erkrankungen

Brustimplantate: Hier erfahren Sie alles über die Zusammenhänge zwischen diesen und Erkrankungen wie Brustkrebs und Autoimmun-Störungen.

Brustkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Wie hoch ist Ihr Brustkrebs-Risiko?

Die Angst geht um, denn die Diagnose Brustkrebs tritt häufiger auf. Viele Frauen scheuen eine Untersuchung zur Früherkennung und schieben sie hinaus.

Brustkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Lymphödem nach Brustkrebsoperation

Manche Frauen scheint es besonders hart zu treffen: Sie müssen nicht nur die Diagnose Brustkrebs und nach einer radikalen Operation […]