MenüMenü

Grünkohl: „Superfood“ mit beeindruckender Vitaminkombination

Die Bezeichnung „Superfood“ mag Ihnen wie eine modische Floskel aus Kreisen von Gesundheitsgurus erscheinen. Tatsächlich gibt es keine offizielle Definition für diesen Begriff. Als Superfood werden Lebensmittel bezeichnet, die Ihrem Körper besonders viele Nährstoffe liefern und sich daher positiv auf Ihre Gesundheit auswirken. Lesen Sie heute, warum Grünkohl wirklich den Titel „Superfood“ verdient hat.

Pflanzen, Nüsse, Beeren: Ständig taucht ein neues „Superfood“ auf, das supergesund sein soll. Meistens werden Ihnen diese Lebensmittel zu hohen Preisen angeboten. Tatsächlich gehört jetzt auch der gute alte Grünkohl dazu; er gilt als echter Bodyguard. In den USA sind alle verrückt nach dem „Kale“, den Sie dort das ganze Jahr über frisch kaufen können. Im Trend: Grünkohl wird zum Beispiel roh in Salat geschnippelt, im Wok zubereitet und kommt in Chips-Form oder als Pesto auf den Tisch. Außerdem landet er dort in grünen Smoothies, die gerade sehr angesagt sind.

Was steckt in Grünkohl?

Woher kommt der plötzliche Hype? Grünkohl ist ein echtes Superfood, eine der gesündesten Gemüsesorten überhaupt: Kaum zu toppen ist sein Gehalt an Kalzium, das Ihre Knochen stärkt. In einer kleinen Portion von 250 Gramm steckt bereits Ihr halber Tagesbedarf an dem wertvollen Mineralstoff.

Grünkohl ist aber auch reich an blutbildendem Eisen und einer beeindruckenden Vitaminkombination: Er liefert Ihrem Körper fast alle Vitamine aus der B-Gruppe, reichlich Vitamin C für Ihre Infektabwehr, mehr Vitamin E und damit mehr Zellschutz als andere Gemüsesorten.

Grünkohl schützt sogar Ihre Augen

Der unscheinbare Kohl ist auch äußerst reich an Vitamin A, das in Form von Carotinoiden wie Lutein vorliegt. Vitamin A ist wichtig für Ihre Augen und beugt Alterserkrankungen vor, wie beispielsweise dem Grauen Star und der altersbedingten Makuladegeneration.

Und worüber mancher die Nase rümpft, dient auch noch Ihrem Wohlbefinden: Seinen durchdringenden Geruch verdankt der Grünkohl Schwefelverbindungen, die das Risiko für ein Krebsleiden nachweislich verringern. Grünkohl hat also eine hohe Nährstoffdichte, aber nur wenig Kalorien (49 kcal pro 100 Gramm). Er ist preiswert und wächst auf nahezu jedem Boden.

So einfach bereiten Sie Grünkohl zu

Grünkohl ist noch ein echtes Saisongemüse, das direkt vor Ihrer Haustüre angebaut wird: Auch wenn bereits Schnee auf den Feldern liegt, ist die Grünkohlernte in vollem Gange. Feinschmecker warten sogar auf den ersten Frost, denn dadurch steigt der Zuckergehalt im Kohl und er wird aromatischer.

  • Grünkohl erhalten Sie frisch geerntet vom Herbst bis in den März. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Blätter knackig sind und keine gelb-braunen Ränder haben. Im Kühlschrank hält sich das Gemüse zwei bis drei Tage lang.
  • Vor der Zubereitung streifen Sie die einzelnen Blätter einfach mit der Hand oder einem Messer von der dicken Mittelrippe ab. Nach dem Waschen zupfen oder schneiden Sie die Blätter in Streifen.
  • Traditionell wird Grünkohl mit Wurst, Speck oder Kasseler gekocht. Doch das gesunde Wintergemüse lässt sich nicht nur deftig, sondern auch leicht und lecker zubereiten. Der krause Kohl schmeckt in der Suppe, im Auflauf und als Wokgemüse. Dünsten Sie ihn einfach in etwas Olivenöl oder Butter als Beilage zu Fisch, Geflügel oder Wild.
  • Klein geschnitten und roh oder kurz blanchiert ist Grünkohl auch eine ungewöhnliche, herzhafte Komponente im Salat.
  • Wenn es schnell gehen soll, verwenden Sie einfach Grünkohl aus der Tiefkühltruhe.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten