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Ist brauner Zucker wirklich gesünder als weißer?

Weißer Zucker gilt nicht gerade als gesundes Lebensmittel. Und er macht schnell dick, wenn man zu viel davon isst. Aber was ist eigentlich mit der braunen Variante? Irgendwie sieht brauner Zucker gesünder aus. Ist er das auch? Im Handel finden Sie neben weißem auch braunen Zucker, der sich durch seine Herstellung und Eigenschaften von herkömmlichem Zucker unterscheidet. Viele Verbraucher bevorzugen diesen. Sie sind fest davon überzeugt, dass er gesünder und bekömmlicher ist als weißer Zucker. Das ist allerdings ein Irrglaube.

Braun vs. weiß: Welcher Zucker gewinnt?

Brauner Zucker enthält mehr Mineralstoffe, vor allem Kalium und Vitamine der B-Gruppe als weißer Raffinadezucker (Haushaltszucker). Diese Mengen sind jedoch so gering, dass sie nicht wesentlich zur Ihrer Nährstoffversorgung beitragen. Der Kalorien- und Kohlenhydratgehalt beider Zuckersorten ist gleich. Auch fördern beide Zucker bei Ihnen in gleichem Maße die Entwicklung von Zahnkaries. Brauner Rohzucker ist also weder zahnfreundlicher, noch gesünder und schon gar nicht besser für Ihre Figur: 100 Gramm beider Varianten liefern je rund 400 Kilokalorien.

Ob Sie braunen oder weißen Zucker bevorzugen sollten, hängt in erster Linie von Ihren Geschmacksvorlieben ab. Vielleicht mögen Sie braunen Zucker lieber, weil er im Vergleich zum weißen Zucker leicht malzig schmeckt. Weißer Raffinadezucker ist im Gegensatz zu braunem Zucker hoch gereinigt und nahezu unbegrenzt haltbar. Weil brauner Rohzucker einen höheren Wassergehalt als Raffinade hat, bietet er Mikroorganismen bessere Lebensbedingungen und verdirbt leichter.

Der Unterschied liegt in der Herstellung

Zuckerrüben sind die Basis für Ihren Haushaltszucker. Der zuckerhaltige Zellsaft wird durch heißes Wasser aus den Rüben gewonnen. Durch Eindampfen entsteht ein Sirup, der zu braunem Rohzucker und flüssiger Melasse auskristallisiert. In weiteren Reinigungsstufen entsteht aus dem Rohzucker mit noch anhaftenden Melasseresten schließlich weißer Raffinadezucker (Haushaltszucker). Eine künstliche Färbung findet also bei braunem Zucker nicht statt.

Brauner Zucker schmeckt leicht karamellartig und ist deshalb eine beliebte Zutat für Kuchen, Plätzchen, Süßspeisen und warme Getränke. Sein Aroma passt besonders gut zu Nüssen und Obst. Darüber hinaus verbessert brauner Zucker beispielsweise die Bräunung und die Struktur von Topfkuchen, Mürbgebäck und Gewürzkuchen.

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Astrid Schobert
Über den Autor Astrid Schobert

Ehemalige Chefredakteurin von „Ernährungstipps“ Astrid Schobert ist unsere Ernährungsexpertin. Sie hat in Bonn Oecotrophologie studiert und arbeitet, nach langjähriger Erfahrung […]

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