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Warzen: Welche Mittel eignen sich am besten zum Entfernen?

Die verschiedensten Heilmittel versprachen Genesung bei Warzen, darunter auch das Begraben einer schwarzen Katze um Mitternacht. Typische Körperstellen, die von gewöhnlichen Warzen (Verrucae vulgares) befallen werden, sind Finger, Handrücken und Füße. Sie werden durch das Humane Papilloma-Virus (HPV) verursacht und entstehen vornehmlich an Stellen, an denen die Haut verletzt wurde. Normalerweise verschwinden die Warzen nach Monaten oder Jahren wieder von alleine. Heute sind über 50 verschiedene Warzentypen bekannt.

Übersicht

Die häufigsten Typen

Bestimmte humane Papillomaviren kommen bei über 50 Prozent der Frauen mit Gebärmutterhalskrebs vor. Einige Warzen im Kehlkopfbereich entwickeln sich bei Kindern aufgrund des Durchtritts durch einen infizierten vaginalen Kanal bei der Geburt oder bei Erwachsenen durch oralen Genitalsex. Diese Warzen können bösartige Formen annehmen.

Darüber hinaus sind manche Hautwarzen krebserregend bei Patienten, die mit Immunsuppressiva nach Transplantationen behandelt werden und der Sonne ausgesetzt sind. Die meisten Warzen stellen jedoch keine ernsthafte Bedrohung der Gesundheit dar und verschwinden oftmals ohne Behandlung.

Unterschiedliche Warzen auf unterschiedlichen Körperstellen

  • Normale Warzen haben eine erhöhte, rauhe Oberfläche und kommen überall auf dem Körper vor, am häufigsten auf den Händen.
  • Flache, kleinere und glattere Warzen treten traubenförmig auf dem Handrücken, im Gesicht oder auf den Beinen auf.
  • Sohlen- oder Dornwarzen erscheinen auf der Oberfläche der Fußsohle. Sie sind flach, ähneln Schwielen und sind oft schmerzhaft.
  • Pinselwarzen bilden lange, fingerförmige Fortsätze um die Augenlider, Gesicht und Hals.
  • Fingernagelwarzen treten am häufigsten bei nagelkauenden und die Nagelhaut abziehenden Menschen auf. Sie erscheinen insbesondere unter den Nägeln sowie um den Fingernagelbereich herum.
  • Genitale Warzen kommen im Darmbereich, auf den Geschlechtsteilen und der Afterregion vor.

Wer ist betroffen?

Warzen kommen am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen vor, treten allerdings auch bei über 40-Jährigen auf. Ein erstmaliges Auftreten von Warzen im Alter von 60 ist eher ungewöhnlich. Wenn Sie glauben, dass sich bei Ihnen eine Warze gebildet hat, dann sollten Sie, um eine sichere Diagnose zu erhalten, Ihren Hausarzt aufsuchen. Es könnte schließlich auch Hautkrebs sein. Sie können zur Warzenbildung neigen, wenn Sie immunsuppressive Medikamente beispielsweise nach einer Leber- oder Nierentransplantation oder zur Behandlung einer anderen Krankheit einnehmen. Immunsupressiva sind Arzneistoffe, die Immunreaktionen unterdrücken bzw. abschwächen. Die Verwendung von Steroidhormonen über eine längere Zeit machen einen ebenfalls anfällig für Warzen.

Warzen kann man sich durch direkte menschliche Berührung oder auf indirektem Wege an Plätzen wie in öffentlichen Duschräumen zuziehen. Klassische Übertragungsstätten insbesondere für Fußsohlenwarzen (Plantar- oder Dornwarzen) sind Swimmingpools, Badeanstalten, Sporthallen, Fitnessclubs und Umkleideräume. Sie können sich von einer Körperregion zur anderen ausbreiten, beispielsweise an benachbarten Fingern einer infizierten Hand. Warzen im genitalen Bereich werden normalerweise durch Sexualkontakt übertragen. Gewöhnlich werden Warzen durch Risse in der Haut übertragen. Die Viren werden entweder durch den direkten Kontakt oder über Gegenstände weitergereicht. Sie können bis zu 20 Monate in der Zelle schlummern, bevor sie sich bemerkbar machen. Zudem sind sie ziemlich unberechenbar. Sie können sich mit und ohne Behandlung spontan wieder zurückbilden, können Ihnen aber auch jahrelang treu bleiben.

Warzen durch Stress: Kann das sein?

Nun gibt es solche Menschen, die von jeher anfälliger und solche, die nicht ganz so anfällig dafür sind. So mancher aus der erstgenannten Gruppe hat vielleicht sogar schon einmal beobachtet, dass er immer wieder dann neue Warzen bekommt, wenn er unter Stress steht oder sich richtig ärgert. Doch woran liegt das?

Die Plagegeister werden durch Viren verursacht. Haben Sie Ärger oder stehen Sie unter Stress, dann schädigt dies in letzter Konsequenz eben auch Ihr Immunsystem. Es kann nicht mehr so effektiv arbeiten. Dadurch kann es sich nicht mehr ausreichend gegen die Viren, welche die Warzen auslösen, zur Wehr setzen.

So rücken Sie lästigen Warzen effektiv zu Leibe

  • Bestreichen Sie die Warzen regelmäßig mit dem zerquetschten Blattgrün des Lebensbaumes (bekommen Sie als Thuja extern in der Apotheke). Sie können auch frischen Schöllkrautsaft aus der Apotheke nehmen. Beide Pflanzen enthalten virushemmende Substanzen.
  • Besprechen Sie die Warzen bei Vollmond und bestreichen Sie diese dabei mit einer Speckschwarte. Diese Suggestion kann auf dem Umweg über Ihre Psyche Ihre Abwehrkraft gegen die Viren mobilisieren. Besprechen ist in der Tat oft erstaunlich erfolgreich, was auch Hautärzte bestätigen.
  • Sie können aber auch in der Apotheke Warzenpflaster oder salizylsäurehaltige Lösungen zur Schältherapie kaufen. Abzuraten ist von aggressiven, ätzenden Mitteln wie Höllenstein (Silbernitrat) oder Eis-Essig, denn diese können zu Entzündungen führen. Schützen Sie das umgebende Hautgewebe durch das Auftragen von Zinkpaste oder Vaseline.
  • Alles was Ihre Durchblutung fördert wie Wechselduschen und -bäder, Massagen, Sauna, Dampfbad und Sport können Ihrem Abwehrsystem beim Kampf gegen die Warzen helfen.

Lassen Sie zunächst checken, ob es wirklich Warzen sind

Sie sollten aber dennoch zunächst einen Hautarzt aufsuchen, damit er feststellen kann, ob es sich bei Ihnen wirklich um Warzen handelt oder ob es einfach kleine harmlose Hautwucherungen sind, die sich oft mit dem Alter einstellen. Diese reagieren natürlich nicht auf die genannten Mittel.

Der Hautarzt kann die Warzen und Hautwucherungen mit Elektroninstrumenten verkochen, mit Kältetherapie vereisen, mit Laserstrahlen verdampfen oder mit einem Zellgift bepinseln. Stellen Sie Warzen im Genital- oder Analbereich fest, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Das Warzenvirus, das diese Infektionen auslöst, wird für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich gemacht. Neuerdings wird diskutiert, ob dieses Virus auch an der Entstehung von Hautkrebs beteiligt ist.

Selbstbehandlung meist wirkungslos

So einfach es ist, sich zu infizieren, so schwer ist es, die Warzen wieder los zu werden. Helfen sollen Vereisungssprays, die die Behandlung angeblich so einfach wie beim Arzt machen. Allerdings funktioniert dies in den meisten Fällen nicht. Denn die Wurzel einer Warze sitzt sehr tief. Sie werden kaum selbst in der Lage sein, diese zu entfernen, da dies sehr schmerzhaft ist.

Bleibt diese Wurzel aber in Ihrem Körper, bildet sich rasch eine neue Warze. Hinzu kommt, dass diese Vereisungssprays oder -stifte gar nicht kalt genug werden. Benötigt wird eine Temperatur von minus 170 Grad Celsius, erreicht werden allerdings gerade einmal minus 55 Grad Celsius. Daher sind die Mittel eigentlich immer wirkungslos.

Die Naturheilkunde setzt auf Pflanzenkraft

Natürliche Methoden sind erheblich schonender und verletzen die Haut nicht. In jedem Fall lohnt sich ein Versuch mit einem äußerlich aufgetragenen Pflanzensaft. Diese Heilpflanzen haben sich gegen Warzen bewährt:

Besonders hilfreich bei gewöhnlichen Warzen ist die äußerliche Anwendung von Thuja, wenn die Warzen weich sind. Chellidonium hat sich dagegen als erfolgreich erwiesen, wenn sie hart und rau sind. Der reine Pflanzensaft (Urtinktur) wird dabei mindestens einmal täglich direkt auf die Warzen aufgetragen. Die Volksmedizin empfiehlt auch den weißen Saft des Löwenzahns oder Teebaumöl, die ebenfalls direkt auf die Warze aufgetragen werden. Diese Behandlungen können Sie selbst problemlos durchführen.

Homöopathische Mittel haben eine hohe Erfolgsquote

Mit dem richtig gewählten homöopathischen Mittel haben Sie eine gute Chance, dass Ihre Warze schneller verschwindet. Wählen Sie für die Selbstbehandlung eine niedrige Potenz wie die D6 und lassen Sie davon täglich drei Globuli langsam im Mund zergehen. Wählen Sie aus diesen Mitteln das passende aus:

  • Antimonium crudum ist ein gutes Mittel gegen flache, glatte Warzen, die in die Tiefe wachsen. Dadurch hat es sich besten gegen Dornwarzen an den Fußsohlen bewährt.
  • Causticum hilft gegen hornige Warzen, die sich leicht entzünden oder bluten. Diese Warzen sind meistens an den Händen oder Fingern.
  • Thuja ist das klassische Mittel gegen weiche Warzen und Feigwarzen. Die Warzen sind häufig am After oder in der Genitalregion und können jucken.
  • Sepiakann Alterswarzen vertreiben, die von braun-gelblicher Farbe sind. Der häufig vorhandene Juckreiz wird durch Kratzen nicht gebessert.

In der Regel haben sich die Warzen dann nach ein paar Wochen zurückgebildet. Probieren Sie auch dieses alte Hausmittel aus: Schneiden Sie eine Knoblauchzehe in feine Scheiben und legen Sie diese auf die Warze. Umwickeln Sie die Auflage mit einem Streifen Leukoplast und lassen Sie die Knoblauchscheiben möglichst sieben Tage lang einwirken.

Bekämpfung auf unkonventionelle Art

Für Warzen gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. In der Regel wirkt eine Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff effektiv. Allerdings kann es sein, dass Sie mehrere Anwendungen benötigen, bis die Warzen verschwinden. Wissenschaftler haben in einer in der Fachzeitung American Family Physician veröffentlichten Studie die Wirksamkeit der Kältetherapie bei der Warzenbekämpfung mit der Anwendung von Rohrklebeband verglichen. Interessanterweise fanden die Forscher heraus, dass die Behandlung mit dem Rohrklebeband die erfolgreichere von beiden war: 85 Prozent der Studienteilnehmer, die das Rohrklebeband benutzt hatten, waren ihre Warzen los geworden. Diesen Erfolg hatten nur 60 Prozent der Patienten, die mit der Kältetherapie behandelt worden waren.

Bei der Klebebandbehandlung muss die Warze sechs Tage lang von dem Rohrklebeband abgedeckt werden. Nach dieser Zeit wird das Klebeband entfernt, die Warze in Wasser eingeweicht und behutsam mit einer Papiernagelfeile oder einem Bimsstein abgetragen. Über Nacht bleibt die behandelte Warze dann ohne Klebeband, bis sie am nächsten Morgen wieder zugeklebt wird. Der beschriebene Sechstagesrhythmus wird bis zu zwei Monate lang wiederholt oder so lange, bis die Warze verschwunden ist. Eine weitere gängige ambulant zu Hause angewendete Behandlungsmethode von gewöhnlichen Warzen ist die wochenlange Anwendung von salicylsäurehaltigen Gelen oder Lösungen sowie damit präparierten Pflastern. Manchmal wird die Salicylsäure auch unter dem Rohrklebeband aufgetragen. Bei Ihrem Hautarzt wird vielleicht auch Cantharidin auf die Warze gepinselt, um die Bildung einer Blase zu provozieren, die die Warze aus der Haut hebt.

Was sind Hühneraugen?

Ein Hühnerauge (Clavus, Krähenauge, Leichdorn) bezeichnet eine verhornte Stelle, die in der Mitte einen Dorn aus Hornhaut entwickelt, der tief in die Unterhaut eindringt und Schmerzen verursachen kann. Meist entstehen Hühneraugen auf oder zwischen den Zehen oder unter der Fußsohle. Ursache ist das dauerhafte Tragen zu enger Schuhe, die beim Laufen Reibung und Druck erzeugen. Auch Fußfehlstellungen wie ein Spreizfuß oder ein Hallux valgus begünstigen das Entstehen von Hühneraugen.

Ist die Haut dauerhaft einem übermäßigen Druck ausgesetzt, wie es zum Beispiel beim Tragen schlecht sitzender Schuhe der Fall sein kann, reagiert sie darauf mit der Bildung eines Schutzschilds: der Hornhaut. Diese Hornhaut wächst aber nicht nach außen weiter, sondern dringt nagelförmig weiter in die Tiefen der Hautschichten vor. Hier befinden sich diverse Nerven, die durch den ausgeübten Druck Schmerzsignale senden.

Hühneraugen vorbeugen

Die einfachste Möglichkeit, der Entstehung von Hühneraugen und Druckstellen vorzubeugen ist das Tragen passender Schuhe. Vermeiden Sie zu enge Schuhe und testen Sie beim Kauf, ob Sie Ihre Zehen im Schuh bewegen können. Geht das nicht, ist der Schuh zu eng.

Der beste Zeitpunkt für den Schuhkauf ist übrigens der Abend: Die Füße schwellen im Lauf des Tages etwas an, sodass Schuhe, die Sie morgens aussuchen, abends zu eng sein können. Gerade bei Pumps, die man vermehrt abends tragen möchte, ist das wichtig. Auch Wanderschuhe sollten Sie eher abends kaufen.Die beste Therapie gegen Hühneraugen beginnt mit dem Austauschen aller Schuhe, die drücken. Weg damit, auch wenn sie noch so schick sind. Tragen Sie nur gute, bequeme Schuhe. Bei Fußfehlstellungen empfiehlt sich das Tragen orthopädischer Einlagen, um den Fuß zu entlasten.

Wie behandelt man Hühneraugen?

Ist ein Hühnerauge entstanden, müssen Sie es so früh wie möglich behandeln, um ein schmerzhaftes Vordringen in die Tiefe zu vermeiden. Bei der Behandlung eines Hühnerauges ist Geduld gefragt. Zunächst muss die verhornte Haut aufgeweicht werden. Das geht am besten durch ein 20-minütiges, warmes Fußbad. Anschließend die Haut mit einem Bimsstein vorsichtig abtragen. Wichtig ist, dass Sie die Haut dabei nicht verletzen, da über jede noch so kleine Wunde Keime eindringen können und sich das Hühnerauge unter Umständen entzündet. Diese Prozedur müssen Sie unter Umständen mehrere Wochen lang durchhalten, je nachdem wie weit das Hühnerauge bereits fortgeschritten ist.

Hilfreich ist das Eincremen der entsprechenden Stelle nach dem Feilen, denn so bleibt die Haut weich, geschützt und geschmeidig. Eine weitere Möglichkeit ist das Aufweichen der Haut mit einem speziellen Hühneraugenpflaster aus der Apotheke. Die darin enthaltene Salizylsäure weicht die Haut auf, sodass sie anschließend abgetragen werden kann. Das Pflaster wird mehrere Tage lang getragen. Auch diese Prozedur müssen Sie unter Umständen mehrfach wiederholen. Verzichten Sie unbedingt darauf, selbst mit dem Messer am Hühnerauge herum zu schneiden. Es besteht die Gefahr einer Infektion oder einer Verletzung. Nützen alle Maßnahmen nichts und das Hühnerauge will nicht weichen, suchen Sie eine professionelle Fußpflege oder einen Hautarzt auf. Gegen den Schmerz helfen gepolsterte Pflaster, die den Druck gleichmäßiger verteilen und die Stelle damit entlasten. Solche Pflaster gibt es in Apotheken und Drogerien, Sie können sich aber auch im Sanitätshaus ein passendes Silikon- oder Schaumstoffstück zuschneiden lassen, das die schmerzende Stelle schützt.

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