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Fußpflege richtig gemacht!

Füße müssen sich bei sommerlichen Temperaturen nicht in Tennissocken in Sandalen verstecken. Damit sie in Sandaletten und Peeptoes einen vorzeigbaren Auftritt hinlegen, brauchen sie die richtige Pflege. Zollen Sie Ihren Füßen Aufmerksamkeit, damit sie schön und gesund bleiben!

Das Fußbad

Ihr Pflege-Programm beginnt mit einem 20-minütigen Fußbad. Das entspannt, reinigt und stimmt auf das anschließende Programm ein. Bei trockenen Füße geben Sie einen ölhaltigen Zusatz oder Olivenöl ins Wasser. Müde Füße werden durch Badesalze mit Rosmarin munter. Damit Ihre Füße für Keime und Bakterien uninteressant bleiben, trocknen Sie sie immer gründlich ab. Das gilt in besonderem Maße für den Bereich zwischen den Zehen.

Vorsichtig weg mit der Hornhaut!

Gepflegte Füße sind geschmeidig. Entfernen Sie die lästige Hornhaut an Fersen, Ballen, Sohle oder zwischen den Zehen. Verwenden Sie dazu einen Bimsstein oder eine Hornfeile und verzichten Sie auf einen Hornhobel. Damit entfernen Sie zwar der Hornhaut, aber Sie verletzen die Haut damit leicht. Patienten mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Durchblutungsstörungen verzichten auf die private Hobelarbeit. Stattdessen suchen sie einen Podologen, einen Fachmann für die Fußgesundheit, zur Pediküre auf.

Schöne Nägel leicht gemacht

Schneiden Sie die Nägel entlang der Zehenkuppe und nicht an den Seiten ein. Das führt zu scharfen Ecken. Die Nägel splittern und bohren sich in die Haut. Die Feinarbeit beim Feilen übernehmen Diamant- und Mineralfeilen. Ihre Kristalle setzen sich in kleine Risse und versiegeln diese bei der Pflege. Die Nagelhaut nicht abschneiden, sondern mit einem Holzstäbchen aus Rosenholz vorsichtig zurückschieben. Beim Verletzen der Nagelhaut kommt es unter Umständen zu Entzündungen.

Den perfekten Auftritt legen gelackte Nägel in trendigen Sommerfarben oder auffallenden Rottönen hin. Gepflegte Füße brauchen sich nicht zu verstecken. Bevor Sie den farbigen Nagellack auftragen, behandeln Sie mit einem farblosen Lack den Nagel vor. Achten Sie darauf, dass die Nageloberfläche fettfrei und glatt ist. Dann hält der Lack besser.

Cremen und massieren

Unsere Füße tragen uns mehr als 100.000 Kilometer im Laufe unseres Lebens. Das ist nur ein Durchschnittswert. Dennoch sorgen sie dafür, dass wir unser tägliches Leben ungehindert meistern. Als Dankeschön verdienen sie dafür eine anregende Massage und eine wohltuende Feuchtigkeitscreme.

Der Problem-Fuß

Dass wir unsere Füße oft unzureichend behandeln, bleibt nicht ohne Folgen. So entstehen Blasen, Hühneraugen, eingewachsene oder brüchige Nägel, Fußpilz oder Nagelpilz. Manchmal trocknen die Füße aus, werden rissig und es entstehen schmerzende offene Wunden. In diesen Fällen empfiehlt es sich, zur Pflege einen Podologen aufzusuchen.

Nagelpilz? Auf zum Arzt!

Ebenso sind Sie nicht in der Lage, die Behandlung von Nagelpilz in Angriff nehmen. Die Therapie ist im Gegensatz zu einer Behandlung von Fußpilz langwieriger und schwieriger und wird nicht durch eine Creme beseitigt. Meist verbergen sich hinter dem Nagelpilz sogenannte Fadenpilze (Dermatophyten). Sie sind der Grund dafür, dass sich die Nägel an der Platte verdicken, verfärben und brüchig werden.

Wird der Nagelpilz nicht behandelt, kann das schmerzhaft werden. Gängige Therapie bei Nagelpilz ist die Behandlung der betroffenen Nägel mit einem „Pilz-Nagellack“ (Antimykotikum). Dieser wird immer wieder aufgetragen, bis der Nagel frei von Pilzen ist. Das dauert bis zu mehreren Jahren, da sich die Pilze durch die Nägel fressen. Ein feuchtes Klima in Socken und Schuhen sowie der Besuch von Saunen oder Schwimmhallen begünstigen den Neubefall.

Erste Hilfe bei kleinen Problemchen

Blasen oder Stinkefuß? Kleinere Problemchen bekommt man selber in den Griff. Drückt der Schuh? Spezielle Blasenpflaster (erhältlich in der Apotheke) helfen unkompliziert und sicher. Sie beseitigen schnell und effektiv den Schmerz und schützen offene Stellen vor Entzündungen.

Ins Schwitzen gekommen? Gegen übelriechende Füße helfen das richtige Schuhwerk und ein Deodorant, gern mit Minze. Harmlose Bakterien sind für den Schweißgeruch verantwortlich. Kommen die Füße ins Schwitzen, vermehren sich die Bakterien auf der Haut und verursachen den Geruch. Bis zu 500 Schweißdrüsen gibt es pro Quadratzentimeter Haut am Fuß.

Was ist ein Podologe?

Als Podologie bezeichnet man die nicht ärztliche Heilkunde am Fuß. Ein Podologe bietet eine medizinische Fußpflege an, dabei ist er kein Arzt. Seit 2002 ist die Berufsbezeichnung „Podologe/Podologin“ geschützt. Wer eine zweijährige Ausbildung erfolgreich absolviert hat, darf sich so nennen. Ein Podologe behandelt oftmals Diabetiker und die damit im Zusammenhang auftretenden Begleiterkrankungen wie beispielsweise das Diabetische Fußsyndrom.

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