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Solarium ja oder nein? Beachten Sie diese Tipps

„Sonne ist Leben“, so wirbt die Branche der Sonnenstudios, und das ist natürlich auch richtig. Gerade jetzt im Winter fehlt uns dieses Licht. Ohne Licht ist Leben auf der Erde nicht möglich. Uns Menschen würde zum Beispiel das Vitamin D fehlen, das u. a. der Osteoporose vorbeugt. Das Risiko Hautkrebs steht dem aber entgegen, was wir fördern, wenn wir unser „Haut-Konto“ mit zu viel UV-Strahlung überziehen.

Wenn Sie trotz aller Bedenken nicht auf die Sonnenbank verzichten möchten, sollten Sie unbedingt auf zwei Punkte achten:

1. Die Qualität des Sonnenstudios

Erst ab Einführung der UV-Schutzverordnung für Solarien (UVSV), die seit dem 1. Januar 2012 rechtskräftig ist, sind die Mindestanforderungen gesetzlich geregelt. Die Geräte dürfen unter anderem eine maximale Bestrahlungsstärke von 0,3 Watt pro Quadratmeter Haut nicht überschreiten.

Diese neue Bestrahlungsstärke entspricht allerdings immer noch der höchsten UV-Dosis, die auf der Erde gemessen werden kann: mittags bei wolkenlosem Himmel am Äquator. Das kann je nach persönlichem Risikoprofi l viel zu hoch sein, aber zum Vergleich: Früher wurde diese Bestrahlungsstärke durch den Gebrauch alter Geräte teilweise um das Dreifache überschritten.

2. Ihr individuelles Risikoprofil

Lassen Sie sich vor dem Besuch eines Sonnenstudios von einem Hautarzt beraten. Ihr Hauttyp entscheidet, ob oder wie lange Sie bleiben dürfen. Für Menschen mit heller Haut (Hauttyp I und II) ist die Sonnenbank tabu.

Das Sonnenstudio

• ist ein beaufsichtigtes Studio, kein Münzautomat.

• Deutlich sichtbar hängen Schutzhinweise der UV-Schutzverordnung aus.

Das Personal

• ist qualifiziert (Fachkraft UV-Schutzverordnung),

• schließt Personen unter 18 Jahren aus,

• rät Personen mit Hauttyp I und II von der Nutzung des Sonnenstudios ab,

• händigt ungefragt eine Schutzbrille aus,

• erkundigt sich individuell nach Sonnenbränden, Hautkrankheiten, eingenommenen Medikamenten etc. und erstellt einen persönlichen Dosierungsplan,

• weist darauf hin, dass ein Solarium nur ungeschminkt und ohne die Verwendung von Sonnencreme benutzt werden darf.

Das Bräunungsgerät

• ist nach EU-Regelung gekennzeichnet: „Bestrahlungswert von maximal 0,3 Watt/m2 wird nicht überschritten“ und

• schaltet bei Überschreiten der maximalen Bestrahlungsdauer automatisch ab und hat einen Notabschaltknopf.

 

 

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Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

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Alte Kommentare
  • Sandra Heymann schrieb am 18.12.2014, 18:09 Uhr

    Diesem Beitrag stimme ich zu. In meinem Studio biete ich gesunde Bräune mit organischem Spray Tanning. Zunehmend Kunden, die regelmässig Sonnenstudios besuchten - mittlerweile gealterte, sonnengeschädigte Haut haben, schlimmstenfalls sogar Hautkrebs. Da viele nicht auf schöne, sonnengeküsste Haut verzichten wollen, ist Spray Tanning die ideale, gesunde Alternative, welches die Haut pflegt und positive Ergebnisse erzielt. Es kommen auch immer mehr Kunden, von denen der behandelnde Hautarzt auf Spray Tanning hingewiesen hat.

    • Theater antwortete am 19.12.2014, 14:02 Uhr

      Was ist das für ein Spray Wie wird es verwendet und was genau bewirkt es ? Lg th

  • Theater schrieb am 19.12.2014, 14:07 Uhr

    Gerne würde ich die Sonnenbank drücken , da ich jedoch auch dort wenig Bräune entwickele, verzichte ich, um dem Hautkrebsrisiko keine Chance zu geben . Ich weißjedoch , wie gut die Wärme und das Licht tun. Wie hoch ist eigentlich der positive Effekt bezüglich des D-Vitamins ?