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Hilfreiche Tipps gegen eine Pollenallergie

Die Pollenallergie ist mit Abstand die am weitesten verbreitete Allergieform. Rund 12 Millionen Bundesbürger leiden unter ihr, weitere drei Millionen Pollenallergiker leiden an allergischer Bindehautentzündung (Konjunktivitis) oder an allergischem Asthma bronchiale. In den folgenden Zeilen geben wir Ihnen Informationen, wie Sie am besten mit dieser Allergie umgehen können.

Inhalt

Allgemeines über die Pollenallergie

Eigentlich scheint es noch viel zu früh zu sein – zu früh für eine kribbelnde Nase, Niesen, Schnupfen und tränende Augen, eben für typische Allergikersymptome. Und doch können wir feststellen: Auch wenn es Schnee und frostige Temperaturen gibt, beginnt die Allergikersaison immer früher.

Pollenallergiker können schon im Winter leiden

Gerade Haselsträucher sind es, die dafür sorgen, dass Heuschnupfengeplagte teilweise schon im Dezember die ersten Allergiesymptome verspüren. Und auch Erlen blühen immer früher, genauso wie Birken.

Zwar ist in den Wintermonaten von Dezember bis Februar die Pollenbelastung geringer als im Frühjahr. Aber da Sie als Allergiker die Pollen nun noch nicht wieder gewohnt sind, reicht schon eine geringe Dosis und die Beschwerden treten stark auf.

Wir empfehlen Ihnen, sich daher schon frühzeitig, also durchaus schon im Januar, Ihre Medikamente zu besorgen, wenn Sie auf Pollen allergisch reagieren. Denken Sie daran, dass bei einem Heuschnupfen immer die Gefahr des Etagenwechsels besteht: Aus dem allergischen Schnupfen kann unbehandelt allergisches Asthma entstehen.

Auch das Internet hilft Ihnen weiter: Unter dwd.de/pollenflug können Sie tagesaktuell und gezielt für Ihre Region herausfinden, welche Pollen gerade unterwegs sind.

Weihnachtsbäume: Gefahr für Allergiker

Weihnachten steht vor der Türe und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Was noch fehlt ist ein Weihnachtsbaum. Schon beim Fällen der Bäume kann es schon zu ersten Symptomen einer Pollenallergie kommen. Denn auch Nadelbäume – und das wird sehr gerne vergessen – haben Pollen. Zudem gibt es Menschen, die gegen die so genannten Terpene allergisch sind, die aus dem Harz dieser Bäume ausdunsten.

Wenn Sie Allergiker sind, sollten Sie den Baum vor der Haustüre mehrfach mit der Schnittkante des Stammes auf den Boden stoßen, um Pollen so gut wie möglich abzuschütteln. Sind Sie schwerer Allergiker, hilft aber nur, den Baum auf Balkon oder Terrasse aufzustellen.

Übrigens: Es ist für viele Allergiker keine gute Wahl, einen Plastikbaum zu kaufen. Denn auch diese enthalten Chemikalien, die zu allergischen Anfällen führen können.

Ein Regenschauer reinigt nicht sofort die Luft

Eine alte Weisheit besagt, dass wenn es regnet, die Luft von Pollen reingewaschen wird. Diese Weisheit ist aber gar nicht so weise. Denn sie stimmt nur zum Teil.

Fängt es an, stärker zu regnen, lässt sich – ganz im Gegenteil – nachweisen, dass sogar mehr Pollen in der Luft sind als vor dem Schauer. Gerade jetzt im Hochsommer erhöht sich auf diese Art die Konzentration von Buchen-, Eichen-, Linden- und Gräserpollen deutlich.

Grund dafür ist, dass ungefähr die erste halbe Stunde nach Beginn des Regens die Pollen durch die Feuchtigkeit aufquellen. Zusammen mit den Regentropfen fallen sie dann auf den Boden. Durch diesen Aufprall platzen sie auf und setzen die Allergene frei. Dadurch steigt die Belastung für Sie als Allergiker deutlich an.

Sind Sie Allergiker, sollten Sie bei Regen im Moment besser erst einmal in Haus oder Wohnung bleiben und die Fenster schließen. Warten Sie rund eine halbe Stunde lang. Danach stimmt die alte Weisheit aber: Die Luft ist nun sauber gewaschen. Jetzt ist für Sie die beste Zeit zum Lüften oder um sich draußen zu bewegen.

Das haben Baumpollen mit Pflaumen gemeinsam

Vor kurzem haben wir Sie darauf hingewiesen, dass die Allergiker unter Ihnen mit bestimmten Weihnachtsgewürzen vorsichtig sein sollten. Es kann zu Kreuzallergien kommen. Was genau man unter Kreuzallergien versteht und ob diese nur bei Weihnachtsgewürzen auftreten, können Sie hier nachlesen.

Generell versteht man unter einer Allergie, dass es zu einer zu starken Reaktion des Immunsystems auf eigentlich ungefährliche Substanzen kommt. Dies können Lebensmittel sein, aber auch Tierhaare oder Pollen. Es ist noch nicht geklärt, warum das Immunsystem so heftig reagiert. Wir wissen aber heute, dass eine Allergiebereitschaft vererbt werden kann.

Vorsicht vor Beifuß-Ambrosia-Pollen!

Die allergenen Zeiten werden immer länger – Forscher haben herausgefunden, dass sich die Allergiesaison in den letzten 15 Jahren um fast einen Monat verlängert hat. Besonders stark streut in dieser Zeit Beifuß-Ambrosie.

Dabei handelt es sich um eine Pflanze, die vor rund 200 Jahren aus Amerika importiert wurde und als besonders starkes Allergen gilt. Sie führt bei jedem zweiten Allergiker zu Heuschnupfen. Immerhin kann eine einzelne Pflanze eine Million Pollen verbreiten – und schon zwölf davon reichen für eine allergische Reaktion.

Wir empfehlen Ihnen, diese Pflanze als Unkraut zu behandeln, auszugraben und zu vernichten bevor sie anfängt zu blühen. Werfen Sie sie nicht in den Kompost, sondern in den Hausmüll. Verzichten Sie übrigens im nächsten Winter auch auf fertige Vogelfutter-Mischungen. Hierin sind häufig Ambrosia-Samen enthalten, die herunter fallen und im Frühjahr dann austreiben können.

Behandlungsmöglichkeiten

Möglichkeiten der Therapie

Gegen Allergien gibt es beschränkte Behandlungsmöglichkeiten. Patienten können Medikamente wie Antihistaminika nehmen. Sie blockieren die Ausschüttung des Botenstoffes Histamin, der bei der Immunabwehr körperfremder Stoffe mitwirkt.

Eine Hyposensibilisierung beschreibt einen weiteren Therapieansatz. Hierbei versucht man, den Körper unempfindlich für den die Allergie auslösenden Stoff zu machen. Dies kann durch Medikamente oder Spritzen geschehen. Es stellt eine langwierige Angelegenheit mit unklarem Ausgang dar.

Gräsertabletten helfen Ihnen nur bei einer Graspollenallergie

Die so genannte “Grastablette” – Grazax – ist seit einigen Jahren im Handel erhältlich. Sie verspricht eine Hyposensibilisierung, bei der nicht mehr gespritzt werden muss. Der Körper des Heuschnupfen-Geplagten wird bei einer Hyposensibilisierung mit dem Stoff in Kontakt gebracht, gegen den er allergisch reagiert, damit er auf Dauer unempfindlich gegen ihn wird. Das passierte bislang über einen Zeitraum von 3 Jahren mittels Spritze vom Arzt. In 60 bis 70 % aller Fälle gehen die Beschwerden danach weg.

Die Grastablette auf Pollenbasis ist eine bequemere und leicht anzuwendende Alternative. Sie hilft allerdings nur jenen, die allergisch auf die Pollen von Gräsern reagieren. Dies betrifft jedoch die meisten Allergiker. In Studien wurde festgestellt, dass die Tablette bei Graspollenallergikern bereits nach 10 Wochen die Symptome um 30 % reduzieren konnte. Die Behandlung sollte mindestens 8 Wochen vor Beginn des Pollenflugs beginnen, besser noch etwas früher.

Mit einer Tablette täglich sollten Sie die Behandlung über 3 Jahre durchhalten

Die Grastablette ist eine Weiterentwicklung der SLIT-Therapie (Sublinguale Immun Therapie), bei welcher die Hyposensibilisierung in Tropfenform geschieht. Der Allergologe stellt nach einer Reihe von Voruntersuchungen eine Allergen-Lösung zusammen, die Sie ebenfalls 3 Jahre lang dreimal wöchentlich unter die Zunge träufeln.

Damit können bis zu 3 Allergene bekämpft werden. Diese Therapie ist verträglicher als die Spitzenkur, da die allergieauslösenden Stoffe über die Mundschleimhaut in den Körper gelangen und deshalb nicht so heftige Abwehrreaktionen des Körpers auslösen. Die Grastablette wird ebenfalls unter die Zunge gelegt, wo sie sich rasch auflöst.

Ob eine Therapie mit Gräserpollen-Tabletten für Sie infrage kommt, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Allergologen besprechen. Die Tabletten-Kur ist verschreibungspflichtig und die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Auch andere, gut verträgliche Medikamente kommen gegen Heuschnupfen oder Allergien zum Zuge und haben keine nennenswerten Nebenwirkungen:

  • topische Mastzellstabilisatoren (Chromoglicinsäure-Präparate, DNCG): Sie blockieren die Ausschüttung des Histamins und sollten eine Woche vor Beginn der Heuschnupfen-Saison eingenommen werden.
  • Antihistaminika zum Einnehmen: Sie unterdrücken die Wirkung des Histamins und bringen im akuten Fall sofort Linderung.
  • Nasenspray, Nasensalbe und Augentropfen mit dem Wirkstoff Levocabastin: Diese Mittel beseitigen rasch die Symptome und helfen bis zu 12 Stunden.
  • Kortison-Spray: Gegen Bronchial-Beschwerden gibt es sehr wirksame Kortison-Sprays. Diese sollten ebenfalls schon einige Tage vor Beginn der jeweiligen Saison verwendet werden.

Chromoglicinsäure-Präparate und lokale Antihistaminika erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Homöopathisches Mittel erfolgreich

Bei Pollenallergien sind homöopathische Arzneimittel ebenso erfolgreich wie schulmedizinische Präparate. Das berichtete die Ärztezeitung im Juni 2005. Der italienische Kinderarzt Dr. Antonello Arrighi aus Montevarchi in der Toscana hat in einer Studie 111 Kinder und Jugendliche behandelt, die an Heuschnupfen litten. 54 von ihnen erhielten Antihistaminika oder Kortison, um die Symptome zu lindern.

Die anderen wurden mit so genannten homöopathischen Komplexmitteln behandelt (z. B. Luffeel® oder Lymphomyosot®). Die Kapseln enthalten Gemische aus bis zu 20 unterschiedlichen homöopathischen Substanzen, vor allem Heilpflanzenextrakten. Die Mittel wurden jeweils sechs Wochen lang verabreicht. Nach dieser Zeit waren die Symptome in beiden Gruppen gleich gut zurückgegangen.

Allerdings klagten etwa 17 % aus der „Schulmedizin-Gruppe“ über Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder eine trockene Nase. Die homöopathischen Mittel hatten dagegen keinerlei unerwünschte Wirkungen.

Wenn Sie an Allergien wie Heuschnupfen leiden, sind diese Präparate, die Sie aus der Apotheke beziehen können (Tagestherapiekosten etwa 0,60 €), eine gute Alternative. Probieren Sie sie aus, bevor Sie zu Antihistaminika oder Kortison-Spray greifen.

Wie Nasenspülungen gegen eine Pollenallergie helfen

Die ersten Pollen von Zaubernuss, Erle und Weidenkätzchen sind schon unterwegs. Wenn Sie zu den ca. 15 Millionen Pollenallergikern in Deutschland gehören, beginnt für Sie jetzt wieder eine schwierige Zeit. Denn den Pollen kann man nicht immer ausweichen. Aber Sie müssen dann nicht gleich zu starken schulmedizinischen Medikamenten greifen.

Das gehört zur Ersten Hilfe bei plötzlichem Heuschnupfen:

  • sofort der Pollenquelle ausweichen, z. B. durch Aufenthalt in geschlossenen Räumen
  • Spülen der Nase bzw. der Augen
  • umgehendes Duschen, Haarewaschen und Kleiderwechsel
  • Verzicht auf tierisches Eiweiß (einige Tage lang)
  • Einnahme des natürlichen Antihistaminikums Vitamin C, je 1 bis 2 g täglich über 3 Tage

Liderung durch Akupunktur

Neben diesen bekannten Behandlungen gibt es auch unkoventionelle Möglichkeiten zur Linderung der Beschwerden. Beispielsweise mit Hilfe einer Ohr- oder Körperakupunktur.

Ohrakupunktur

In den Allergiepunkt, der genau mittig unterhalb der Ohrmuschelspitze liegt, kann neben den normalen Nadeln auch eine Dauernadel für 2 bis 3 Wochen gesetzt werden.

Besonders auf Reisen sollten Sie als Pollenallergiker immer ein Nasenkännchen und eine Augenbadewanne bei sich haben, um Nase und Augen schnell von den lästigen Pollen befreien zu können. Nasenkännchen und Augebadewannen erhalten Sie in Apotheken, Reform- und Sanitätshäusern zum Preis von ca. 10 € bzw. 5 €. In der Apotheke gibt es auch sterile physiologische Kochsalzlösung, die Sie zum Spülen nutzen können. Ansonsten sollten Sie Leitungswasser abkochen, einige Salzkörner hinzufügen, sodass die Lösung wie Tränenflüssigkeit schmeckt, und nach dem Abkühlen damit spülen (siehe Seite 7 unten). Beide Spülungen dürfen Sie mehrmals täglich durchführen. Das Salz fördert die Befeuchtung von Nase und Augen, sodass die Pollen nicht so gut haften.

Akupunktur beruhigt Ihre Immunabwehr

Für die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sind akute allergische Beschwerden die Folge von zu viel Hitze und heißem Wind. Beide werden durch die Akupunktur ausgeleitet, – und zwar nach dem Prinzip: Oberfläche öffnen, Wind ausleiten und Hitze kühlen.

Die einfachste Erste Hilfe ist die Ohrakupunktur, bei der v. a. der zentrale Allergiepunkt „gestochen“ wird. Er liegt an der oberen Spitze der Ohrmuschel, und zwar genau in der Mitte der Innenseite. Er kann mit echten Nadeln (auch Dauernadel) oder mit einem Laser-Akupunkturgerät stimuliert werden.

Die klassische Körperakupunktur „nadelt“ dagegen mehrere Punkte, um zu viel Hitze und Wind auszuleiten.

Die wichtigsten Allergiepunkte der Körperakupunktur sind:

  • Dickdarm 4 (Di 4 – Vereinte Täler): Treibt Wind aus und öffnet die Oberfläche, macht die Nase frei. Lage: Spitze des Muskelbauchs zwischen Daumen und Zeigefinger.
  • Dickdarm 11 (Di 11 – Teich am Ellenbogen): Wind ausleitend, Hitze kühlend. Lage: Äußeres Ende der Ellbogenfalte, wenn Sie Ihren Arm vor Ihrer Brust anwinkeln.
  • Dickdarm 20 (Di 20 – Empfang der Düfte): Leitet Wind und Hitze aus der Nase aus. Lage: Äußere Ecke der Nasenlöcher.
  • Lunge 6 (Lu 6 – Tiefes Loch): Besänftigt die Lunge, öffnet die Oberfläche und kühlt Hitze. Lage: Auf der äußeren Hälfte der Innenseite des Unterarms, einen Daumen breit oberhalb der halben Strecke zwischen Ellenbogen- und Handgelenksfalte.
  • Extrapunkt 1 (Ex 1 – Siegelhalle): Wirkt kühlend und ausleitend. Lage: Mitte zwischen den Augenbrauen.
  • Extrapunkt 3 (Ex 3 – Durchgängige Nase): Öffnet eine verstopfte Nase. Lage: Am oberen Ende der Nasenflügelkerbe.
  • Gallenblase 20: (Gb 20 – Teich des Windes): Klärt den Kopf von Wind und Hitze. Lage: Am Hals in der Kuhle hinter dem dicken Muskelstrang, der zur Schulter führt.

Unser Rat: In der Not können Sie alle diese Punkte sogar selbst stimulieren, z. B. mit einem kreisenden Daumendruck oder der Spitze eines Kugelschreibers (mit eingezogener Mine).

Die genannten Punkte dienen einer schnellen Notfallbehandlung. Für eine tief greifendere Behandlung sollten Sie sich in der pollenfreien Zeit (Winter) gründlich von einem erfahrenen Akupunkteur untersuchen lassen. Häufig finden sich bei allergischen Erkrankungen auch andere energetische Dissonanzen, z. B. in den Funktionskreisen Leber oder Niere. Wenn diese behoben werden, beruhigt sich oft auch das Immunsystem, und die Allergie bleibt im nächsten Jahr aus.

Präventive Maßnahmen

Wenn Sie unter einer Pollenallergie leiden, sind Taschentücher Ihr ständiger Begleiter. Je nachdem, auf was für Pollen Sie allergisch reagieren, kämpfen Sie von März bis Oktober mit Ihren Symptomen – wenn der Winter warm ist, beginnt die Leidenszeit noch eher. Doch es gibt einige Tricks, mit denen Sie sich den Alltag erleichtern können.

Mit diesen Tipps und Tricks erleichtern Sie sich den Alltag

Beschaffen Sie sich einen Pollenflugkalender. Den erhalten Sie in jeder Apotheke, aber auch im Internet. Auf der Internetseite des Deutsche Wetterdienstes finden Sie unter Pollenflug-Gefahrenindex tagesaktuell Informationen, wie es um den Pollenflug in Ihrer Gegend bestellt ist.

  • Halten Sie sich an Tagen, an denen „Ihre“ Allergieauslöser durch die Luft fliegen, nicht zu lange im Freien auf.
  • Lüften Sie, wenn nur wenige Pollen unterwegs sind. In der Stadt sollten Sie dazu die frühen Morgenstunden zwischen 6 und 8 Uhr nutzen. Auf dem Land öffnen Sie abends zwischen 19 und 24 Uhr die Fenster.
  • Rüsten Sie Ihre Fenster mit Pollenschutzgittern aus. Diese erhalten Sie im Handel zum Selbst-Anbringen. Die netzartigen Gewebe erinnern an Insektenschutzgitter und können über 85 Prozent der Pollen abhalten.
  • Legen Sie Ihre getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ab. Sonst holen Sie sich die Pollen direkt ans Bett (und in Ihre Nase), während Sie schlafen. Duschen Sie außerdem vorm Ins-Bett-gehen und waschen Sie sich die Haare, damit Sie keine Pollen auf Ihr Kopfkissen tragen.
  • Sehen Sie Ihre Allergie gelassen. Sie haben vom Arzt sicherlich Medikamente genommen. Nehmen Sie diese frühzeitig. Ansonsten versuchen Sie, sich eine Einstellung der Allergie gegenüber zu verschaffen, dass Sie „nur“ Husten und Schnupfen haben. Je weniger Sie sich in die Allergiesymptome hineinsteigern, desto weniger belasten Sie diese.
  • Auslöser der Pollenallergie sind nicht beunruhigend. Wenn Sie unter einer reinen Pollenallergie leiden, reagieren Sie auf Bestandteile der Natur, auf Blatt- oder Grasteile. Es handelt sich weder um giftige, noch um lebensgefährliche Stoffe, Sie müssen sich also nicht ständig Sorgen um Ihre Gesundheit machen.
  • Unterstützen Sie Ihr Immunsystem. Ihr Immunsystem ist lernfähig, auch wenn Sie eine Allergie haben. Es gibt inzwischen verschiedene Möglichkeiten, eine Allergie zu bekämpfen – von der Hyposensibilisierung bis hin zur SLIT-Therapie. Fragen Sie Ihren Arzt, welche dieser Methoden für Sie angebracht ist, um Ihre Allergie zu verringern oder sogar zu heilen.
  • Lassen Sie sich vom Wetter nicht verrückt machen. Natürlich können Sie sich zu Hause einsperren, wenn der Bio-Wetterbericht verkündet, dass „Ihre“ Pollen stark unterwegs sind. Besser ist es, wenn Sie gelassen bleiben und eine ruhige innere Einstellung Ihrer Allergie gegenüber entwickeln. Eine Haltung wie „Ich warte erst einmal, wie stark die Pollen tatsächlich unterwegs sind“ hilft Ihnen dabei weiter.
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken. Diese können Ihnen sogar helfen, dass Ihre Allergiesymptome geringer werden – weil Sie selbst gelassener bleiben!
  • Wenn es vor Ihrem Haus einen Rasen gibt, sollten Sie ihn kurz halten.
  • Halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und lassen Sie einen Pollenfilter einbauen.

Impfung gegen Pollen

Neuerdings können sich Allergiker noch kurz vor der zu erwartenden Pollenflug-Saison schützen lassen. Dafür steht ein neues Therapeutikum mit frei mischbaren Allergoiden zu Verfügung.

Ein Allergoid ist ein Derivat (Abkömmling) eines allergenen Stoffes, der die fehlgesteuerte Immunreaktion auslöst. Der chemisch veränderte Abkömmling ruft eine deutlich geringere Reaktion der IgE-Antikörper hervor, welche für die allergische Reaktion auf bestimmte Pollen verantwortlich sind.

Für die Impfung können die Allergoide Birke, Erle, Hasel, Wegerich, Gräser, Roggen und Beifuß gemischt und kombiniert mit dem Hilfsstoff MPL (Monophosphoryllipid A) verabreicht werden, das einen günstigen Einfluss auf wichtige Faktoren des Immunsystems hat.

Diese spezifische Immuntherapie kann mit vier Injektionen innerhalb von drei Wochen eine Hyposensibilisierung gegenüber den fraglichen Pollen der nahenden Saison erbringen und damit eine spürbare Erleichterung schaffen. Das hat sich in Studien mit jeweils 75 bzw. 62 Erwachsenen gezeigt. Fragen Sie Ihren Arzt danach.

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