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Akne - die weltweit häufigste Hauterkrankung

Inhalt

  1. Die verschiedenen Akneformen
  2. Akne in der Jugend
  3. Erwachsenen-Akne
  4. Mallorca-Akne
  5. Akne-Behandlung

Mögliche Akneformen

  • Akne vulgaris: Die häufigste Akneform, unter der viele Jugendliche in der Pubertät leiden. Zwar kommt es zur Bildung von Mitessern und Eiterpusteln, der Krankheitsverlauf ist jedoch harmlos.
  • Akne inversa: Hierbei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich bis zu erbsengroße Mitesser bilden. Diese entzünden sich so schwer, dass es zur Absonderung übelriechender Sekrete und in der Folge zu starker Narben- und Fistelbildung kommt.
  • Akne comedonica: Diese Akneform ist mit der Akne vulgaris vergleichbar. Die Bildung von Mitessern tritt jedoch häufiger und verstärkt auf.
  • Akne conglobata: Bei dieser schweren Form der Akne bilden sich knotig verdickte Entzündungsbereiche und Fisteln. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulopustulosa: Bei dieser schwer entzündlichen Akneform bilden sich Eiterbläschen und Zysten. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulosa: Hierbei handelt es sich um eine mittelmäßig stark ausgeprägte Akneform. Es bilden sich zwar Mitesser, die Entzündungen halten sich aber im Rahmen.

Die Therapie hängt von Form und Schwere der Erkrankung ab. Sie reicht von abgestimmter gründlicher Reinigung und Pflege bis zur professionellen Ausreinigung, der Verschreibung von Hormonpräparaten bis hin zur Gabe von Entzündungshemmern und Medikamenten. Die haben unter Umständen durchaus starke Nebenwirkungen.

Jugendliche Haut hat eine eigene Sprache

Nach den jüngsten Studien soll es helfen, bei schwerer Akne eine Diät mit leichten Kohlenhydraten aus Gemüse, Salat und Obst zu machen. Die Befürworter dieses neuen Ansatzes empfehlen darüber hinaus, auf raffinierten Zucker und künstliche Aromastoffe zu verzichten.

Andere Experten gehen immer noch davon aus, dass die Ernährung keinen Einfluss auf den Verlauf einer jugendlichen Akne hat. Wenn Sie jedoch beobachten, dass bestimmte Lebensmittel Ihre Akne fördern, sollten Sie diese meiden. Eine Akne-Diät lässt sich aus diesen Beobachtungen nicht ableiten.

Häufig genetische Ursachen

Was sind eigentlich die Hauptursachen für Akne? Zwar ist Vererbung nicht die Hauptursache für diese Art von Hautproblemen, allerdings gibt es andererseits auch eine gewisse Veranlagung für die Entwicklung von Akne. Es liegt also in den Genen festgeschrieben, ob diese Hauterkrankung bei Ihnen ausbricht oder nicht. Welche Gene auf welche Weise dafür verantwortlich sind, haben die Forscher aber bislang noch nicht herausgefunden.

Zusätzlich spielen auch die Hormone eine Rolle: Hormon-Schwankungen können nämlich ebenso wie Veranlagung zu dieser Hautkrankheit führen. Daher sind zum einen Jugendliche betroffen, bei denen sich in der Pubertät der Hormonspiegel verändert. Aber auch bei älteren Frauen kann es andererseits zur Akneneubildung kommen, wenn sich zum Beispiel in den Wechseljahren der Hormonspiegel erneut verändert.

Erwachsenen-Akne

Immer häufiger klagen Erwachsene darüber, dass sie Pickel bekommen und ihre Haut pustelig und uneben wird. Gerade im Sportbereich, wo allerhand Legales und Illegales geschluckt wird, treibt die Erwachsenen-Akne ihr Unwesen.

Als Erstes sollten Sie bei zunehmenden Hautunreinheiten im Erwachsenenalter den Hautarzt aufsuchen, denn er kann Ihnen wirksam helfen. Darüber hinaus spielt Ihre Selbsthilfe eine wichtige Rolle. Hautpflege macht unreine Haut zwar nicht gesund, aber sie ist enorm wichtig für den Heilungsprozess.

Das hilft Ihnen bei Erwachsenen-Akne

  • Sanfte Reinigung entfernt überschüssiges Fett und Hautschüppchen, die Ihre Poren verstopfen können. Reinigen Sie Ihre Haut deshalb zweimal am Tag. Waschen Sie Ihre Haut nicht mit Seife, sondern mit Waschlotionen oder waschaktiven Substanzen, die für unreine Haut empfohlen werden. Sie schützen den natürlichen Säuremantel Ihrer Haut.
  • Verwenden Sie eine Pflegeserie speziell für Aknehaut (am besten aus der Apotheke). Sie enthält Wirkstoffe, die die Tätigkeit der Talgdrüsen normalisieren, Bakterien bekämpfen und das Abstoßen von Hornschüppchen erleichtern.
  • Ihre Pflegemittel sollten „antikomedogen“ (gegen Mitesser wirksam) sein. Vermeiden Sie zu fetthaltige Cremes.
  • Benutzen Sie keine Waschlappen, denn darin können sich Keime vermehren, die Ihrer Haut schaden. Verwenden Sie lieber Einmal-Waschlappen.
  • Machen Sie ein- bis zweimal in der Woche ein sanftes Peeling. Damit lösen Sie Verhornungen und beugen Mitessern vor.
  • Besorgen Sie sich spezielle Lösungen und Salben aus der Apotheke zum Desinfizieren entzündeter Stellen. Ihre Haut sollte immer möglichst trocken sein.
  • Masken mit Heilerde (Apotheke, Bioladen, Reformhaus) beruhigen Entzündungen und saugen das überschüssige Hautfett auf.
  • Wenn Sie viel schwitzen, sollten Sie möglichst häufig duschen, denn der schwitzende Körper bildet noch mehr Talg.
  • Leichte Sonnenbäder helfen der Haut vor allem im Winter. Solarium-Bestrahlung hingegen schädigt sie.
  • Essen Sie nicht zu viel jodiertes Speisesalz, weil das Jod durch die Talgdrüsen ausgeschieden wird und die Akne verschlimmern oder erst auslösen kann.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Schlaf bekommen. Ruhe lässt Akne schneller abheilen.
  • Hände weg von Zigaretten! Eine einzige Zigarette lässt die Talgdrüsen eine halbe Stunde lang doppelt so viel Talg bilden wie sonst.
  • Drücken Sie niemals an den Mitessern, Pusteln und Pickeln herum, denn dadurch entstehen zusätzliche Entzündungen, Narben und Gewebeschäden.

Und last but not least natürlich noch unser gemeinsames Credo: Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Das kurbelt schließlich auch die Durchblutung und die Reinheit der Haut an.

Keine Chance der Mallorca-Akne!

Darüber berichteten die Medien in den letzten Jahren so viel, dass wohl jeder inzwischen weiß: Niemals ohne ausreichenden Lichtschutz in die Sonne! Trotzdem bekommen immer mehr Menschen eine Sonderform von Sonnenallergie, die „Mallorca-Akne“. Diese juckenden und/oder schmerzenden Pickel entstehen vor allem unter den extremen Lichtbedingungen des sonnigen Südens.

Auch in unseren Breiten kommt es wegen der Ausdünnung der schützenden Ozonschicht immer häufiger zu diesen akuten Lichtschäden, gerade bei der Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Die UVA-Strahlung bewirkt, dass sich auf und in der Haut Fette zu schädlichen Lipoperoxiden (freie Radikale) zersetzen. Diese rufen bei Empfindlichen Entzündungen und Pusteln hervor. Sehr oft sind Gesicht, Dekolleté, Nacken und oberer Rücken betroffen. Schuld an einer Mallorca-Akne ist die Reaktion der Sonnenstrahlung mit den Fetten und Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln.

Wenn Sie einmal Mallorca-Akne hatten, bekommen Sie diese unter solchen Bedingungen vermutlich wieder. Dann sehen Sie sich zwei Übeln gegenüber: Ohne Lichtschutzmittel erleiden Sie einen gewaltigen Sonnenbrand, mit einem Schutzmittel droht die Mallorca-Akne. Beides sind Lichtschäden, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Schatten ist gesünder als Sonne!

Wenn Sie betroffen sind, gibt es für Sie nur eines: Wechseln Sie das Lichtschutzmittel! Wichtig ist, dass das verwendete Lichtschutzmittel neben einem angemessenen UVB-Filter gegen Sonnenbrand ein hohes Vermögen hat, den gesamten UVA-Bereich abzudecken. Fettfreie Gels speziell für empfindliche Haut eignen sich für Sie besser als jede fetthaltige Creme oder Sonnenmilch. Leider sind diese meist nicht wasserfest oder sehr teuer.

Bevor Sie aber lange herumprobieren und in der Zwischenzeit mehrere Lichtschäden erleiden, holen Sie hautärztlichen Rat ein.

Darüberhinaus können Sie mit Vitamin E und Beta-Karotin aus der Nahrung und in Cremes vorbereitend viel dafür tun, um die Sonnentoleranz Ihrer Haut zu erhöhen. Diese beiden Antioxidantien helfen, das Entstehen freier Radikale in der Haut abzubremsen. Die tägliche rohe Karotte empfiehlt sich auch im Sommer.

Wenn Sie empfindlich für Mallorca-Akne sind, empfehlen Experten, zwei bis drei Wochen vor einem Urlaub in südlicher Sonne Vitamin E und Beta-Carotin als Präparat zusätzlich einzunehmen und dies während des Urlaubs fortzuführen.

Warum muss es die volle südliche Sonne sein? Lassen Sie sich beschatten! Damit haben Sie immer noch die halbe Sonne und hinterher die länger anhaltende Bräunung der glatten Haut. Ein breitkrempiger Hut ist ein Muss. Für Wanderungen oder andere sportliche Aktivitäten tragen Sie körperbedeckende Kleidung und darunter das geeignete Lichtschutzmittel. Bekanntlich lassen Textilien Sonnenstrahlung durch.

allgemeine Möglichkeiten zur Bekämpfung von Akne

Alternative Mittel helfen bei einer richtigen Akne selten allein. Dazu stehen heute wirksame Medikamente zur Verfügung. Doch zur Unterstützung der erkrankten Haut oder bei leichteren Erscheinungen werden Heilpflanzen meist erfolgreich eingesetzt.

So empfehlen naturmedizinisch orientierte Hautärzte zum Reinigen oder Betupfen der Pickel Auszüge aus Stiefmütterchenkraut, Isländisch Moos, Queckenwurzel, Kamillenblüten oder Augentrost.

Zusätzlich verordnen sie Tee aus Stiefmütterchenkraut, Schachtelhalm, Brennnesselblättern oder Löwenzahnwurzeln, damit die Behandlung auch von innen klappt. Masken mit Heilerde (aus Apotheke, Bioladen oder Reformhaus) beruhigen Entzündungen und saugen das überschüssige Hautfett auf.

Sulfur hilft nicht nur gegen Akne, sondern auch gegen verschiedene andere Hautausschläge.

Weitere empfohlene Anti-Akne-Maßnahmen der Ganzheitsmedizin sind die Darmsanierung (jedoch nicht parallel zur Antibiotikatherapie, sondern danach) und mentale Methoden zum Stressabbau wie Atem- und Entspannungsübungen oder Meditation. Diese Methoden können jedoch nur langfristig wirken. Um eine aknekranke Haut zu beruhigen braucht es viel Geduld und eine generell gesunde Lebensführung. Dass bestimmte Lebensmittel wie Schokolade Akne auslösen, wurde wissenschaftlich widerlegt.

Vitamin-A-Säure regeneriert Ihre Haut

Bei leichteren Fällen können auch örtlich wirkende Präparate eingesetzt werden, etwa Schälmittel, die Vitamin-A-Säure oder Benzoylperoxid enthalten. Sie führen zu einer Ablösung der oberen Hautschicht. Liegt der Akne hauptsächlich eine Verhornungsstörung zu Grunde, zielt die Therapie auf die verstopften Poren.

Auch hier hat sich eine mehrwöchige Schälkur bewährt mit einer Salbe aus Vitamin-A-Säure (Tretinoin) oder dem etwas sanfteren Wirkstoff Benzoylperoxid, der das Entstehen der Hornzellen bremst und für Sauerstoff in der Haut sorgt.

Beide Kuren müssen vom Arzt verordnet und ständig kontrolliert werden. Die Schälkur kann im Übrigen auch von einer Kosmetikerin vorgenommen werden.

Stutenmilch als Heilmittel

Stutenmilch wird schon seit Jahrtausenden als Heil- und Schönheitsmittel verwendet. Sie soll gerade bei Hautproblemen wie Neurodermitis und Akne helfen, aber auch bei Verdauungsproblemen, Arteriosklerose, Tuberkulose, Lebererkrankungen, Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Stutenmilch ist fettärmer als Kuhmilch, reich an Eisen und Vitamin C sowie an ungesättigten Fettsäuren und Aminosäuren.

Frisch gemolkene Stutenmilch verdirbt sehr rasch. In den Reformhäusern ist sie deshalb meist schockgefroren oder als Pulver erhältlich. Es wird auch vergorene Stutenmilch angeboten, Kumyß genannt, die leicht alkoholisch ist und sich im Kühlschrank hält.

Der Heileffekt von Stutenmilch bei Hauterkrankungen wird auf ihre positive Wirkung bei Verdauungsproblemen zurückgeführt. Eine Stutenmilchkur dauert 30 bis 40 Tage. Dabei wird ein Viertelliter schockgefrorene, naturbelassene Milch morgens oder abends in kleinen Schlucken getrunken.

Ergänzt werden kann die Kur durch äußerlich anwendbare Produkte wie Seifen, Reinigungsmilch oder

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