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Akne - die weltweit häufigste Hauterkrankung

Inhalt

  1. Die verschiedenen Akneformen
  2. Akne in der Jugend
  3. Akne-Behandlung
  4. Furunkel

Mögliche Akneformen

  • Akne vulgaris: Die häufigste Akneform, unter der viele Jugendliche in der Pubertät leiden. Zwar kommt es zur Bildung von Mitessern und Eiterpusteln, der Krankheitsverlauf ist jedoch harmlos.
  • Akne inversa: Hierbei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich bis zu erbsengroße Mitesser bilden. Diese entzünden sich so schwer, dass es zur Absonderung übelriechender Sekrete und in der Folge zu starker Narben- und Fistelbildung kommt.
  • Akne comedonica: Diese Akneform ist mit der Akne vulgaris vergleichbar. Die Bildung von Mitessern tritt jedoch häufiger und verstärkt auf.
  • Akne conglobata: Bei dieser schweren Form der Akne bilden sich knotig verdickte Entzündungsbereiche und Fisteln. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulopustulosa: Bei dieser schwer entzündlichen Akneform bilden sich Eiterbläschen und Zysten. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulosa: Hierbei handelt es sich um eine mittelmäßig stark ausgeprägte Akneform. Es bilden sich zwar Mitesser, die Entzündungen halten sich aber im Rahmen.

Die Therapie hängt von Form und Schwere der Erkrankung ab. Sie reicht von abgestimmter gründlicher Reinigung und Pflege bis zur professionellen Ausreinigung, der Verschreibung von Hormonpräparaten bis hin zur Gabe von Entzündungshemmern und Medikamenten. Die haben unter Umständen durchaus starke Nebenwirkungen.

Jugendliche Haut hat eine eigene Sprache

Nach den jüngsten Studien soll es helfen, bei schwerer Akne eine Diät mit leichten Kohlenhydraten aus Gemüse, Salat und Obst zu machen. Die Befürworter dieses neuen Ansatzes empfehlen darüber hinaus, auf raffinierten Zucker und künstliche Aromastoffe zu verzichten.

Andere Experten gehen immer noch davon aus, dass die Ernährung keinen Einfluss auf den Verlauf einer jugendlichen Akne hat. Wenn Sie jedoch beobachten, dass bestimmte Lebensmittel Ihre Akne fördern, sollten Sie diese meiden. Eine Akne-Diät lässt sich aus diesen Beobachtungen nicht ableiten.

Häufig genetische Ursachen

Was sind eigentlich die Hauptursachen für Akne? Zwar ist Vererbung nicht die Hauptursache für diese Art von Hautproblemen, allerdings gibt es andererseits auch eine gewisse Veranlagung für die Entwicklung von Akne. Es liegt also in den Genen festgeschrieben, ob diese Hauterkrankung bei Ihnen ausbricht oder nicht. Welche Gene auf welche Weise dafür verantwortlich sind, haben die Forscher aber bislang noch nicht herausgefunden.

Zusätzlich spielen auch die Hormone eine Rolle: Hormon-Schwankungen können nämlich ebenso wie Veranlagung zu dieser Hautkrankheit führen. Daher sind zum einen Jugendliche betroffen, bei denen sich in der Pubertät der Hormonspiegel verändert. Aber auch bei älteren Frauen kann es andererseits zur Akneneubildung kommen, wenn sich zum Beispiel in den Wechseljahren der Hormonspiegel erneut verändert.

Lesen Sie hier welche weiteren Akne-Formen es gibt und was Sie dagegen tun können!

allgemeine Möglichkeiten zur Bekämpfung von Akne

Alternative Mittel helfen bei einer richtigen Akne selten allein. Dazu stehen heute wirksame Medikamente zur Verfügung. Doch zur Unterstützung der erkrankten Haut oder bei leichteren Erscheinungen werden Heilpflanzen meist erfolgreich eingesetzt.

So empfehlen naturmedizinisch orientierte Hautärzte zum Reinigen oder Betupfen der Pickel Auszüge aus Stiefmütterchenkraut, Isländisch Moos, Queckenwurzel, Kamillenblüten oder Augentrost.

Zusätzlich verordnen sie Tee aus Stiefmütterchenkraut, Schachtelhalm, Brennnesselblättern oder Löwenzahnwurzeln, damit die Behandlung auch von innen klappt. Masken mit Heilerde (aus Apotheke, Bioladen oder Reformhaus) beruhigen Entzündungen und saugen das überschüssige Hautfett auf.

Sulfur hilft nicht nur gegen Akne, sondern auch gegen verschiedene andere Hautausschläge.

Weitere empfohlene Anti-Akne-Maßnahmen der Ganzheitsmedizin sind die Darmsanierung (jedoch nicht parallel zur Antibiotikatherapie, sondern danach) und mentale Methoden zum Stressabbau wie Atem- und Entspannungsübungen oder Meditation. Diese Methoden können jedoch nur langfristig wirken. Um eine aknekranke Haut zu beruhigen braucht es viel Geduld und eine generell gesunde Lebensführung. Dass bestimmte Lebensmittel wie Schokolade Akne auslösen, wurde wissenschaftlich widerlegt.

Vitamin-A-Säure regeneriert Ihre Haut

Bei leichteren Fällen können auch örtlich wirkende Präparate eingesetzt werden, etwa Schälmittel, die Vitamin-A-Säure oder Benzoylperoxid enthalten. Sie führen zu einer Ablösung der oberen Hautschicht. Liegt der Akne hauptsächlich eine Verhornungsstörung zu Grunde, zielt die Therapie auf die verstopften Poren.

Auch hier hat sich eine mehrwöchige Schälkur bewährt mit einer Salbe aus Vitamin-A-Säure (Tretinoin) oder dem etwas sanfteren Wirkstoff Benzoylperoxid, der das Entstehen der Hornzellen bremst und für Sauerstoff in der Haut sorgt.

Beide Kuren müssen vom Arzt verordnet und ständig kontrolliert werden. Die Schälkur kann im Übrigen auch von einer Kosmetikerin vorgenommen werden.

Stutenmilch als Heilmittel

Stutenmilch wird schon seit Jahrtausenden als Heil- und Schönheitsmittel verwendet. Sie soll gerade bei Hautproblemen wie Neurodermitis und Akne helfen, aber auch bei Verdauungsproblemen, Arteriosklerose, Tuberkulose, Lebererkrankungen, Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Stutenmilch ist fettärmer als Kuhmilch, reich an Eisen und Vitamin C sowie an ungesättigten Fettsäuren und Aminosäuren.

Frisch gemolkene Stutenmilch verdirbt sehr rasch. In den Reformhäusern ist sie deshalb meist schockgefroren oder als Pulver erhältlich. Es wird auch vergorene Stutenmilch angeboten, Kumyß genannt, die leicht alkoholisch ist und sich im Kühlschrank hält.

Der Heileffekt von Stutenmilch bei Hauterkrankungen wird auf ihre positive Wirkung bei Verdauungsproblemen zurückgeführt. Eine Stutenmilchkur dauert 30 bis 40 Tage. Dabei wird ein Viertelliter schockgefrorene, naturbelassene Milch morgens oder abends in kleinen Schlucken getrunken.

Ergänzt werden kann die Kur durch äußerlich anwendbare Produkte wie Seifen, Reinigungsmilch oder Kurbäder.

Wie häufig bei alternativen Mitteln, gibt es auch für die Wirksamkeit von Stutenmilch nur wenig wissenschaftlich fundierte Belege. Außer dem recht hohen Preis spricht aber nichts gegen einen eigenen Versuch.

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