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Grundlagenwissen zum Thema Akne

Vor einiger Zeit diskutierten Experten Schokolade und scharfes Essen als Auslöser für jugendliche Akne. Gerade in letzter Zeit flammte die Diskussion darum, ob Akne ernährungsbedingte Ursachen hat, erneut auf.

Jugendliche Haut hat eine eigene Sprache

Nach den jüngsten Studien soll es helfen, bei schwerer Akne eine Diät mit leichten Kohlehydraten aus Gemüse, Salat und Obst zu machen. Die Befürworter dieses neuen Ansatzes empfehlen darüber hinaus, auf raffinierten Zucker und künstliche Aromastoffe zu verzichten.

Andere Experten gehen immer noch davon aus, dass die Ernährung keinen Einfluss auf den Verlauf einer jugendlichen Akne hat. Wenn Sie jedoch beobachten, dass bestimmte Lebensmittel Ihre Akne fördern, sollten Sie diese meiden. Eine Akne-Diät läßt sich aus diesen Beobachtungen nicht ableiten.

Mögliche Akneformen

  • Akne vulgaris: Die häufigste Akneform, unter der viele Jugendliche in der Pubertät leiden. Zwar kommt es zur Bildung von Mitessern und Eiterpusteln, der Krankheitsverlauf ist jedoch harmlos.
  • Akne inversa: Hierbei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, bei der sich bis zu erbsengroße Mitesser bilden. Diese entzünden sich so schwer, dass es zur Absonderung übelriechender Sekrete und in der Folge zu starker Narben- und Fistelbildung kommt.
  • Akne comedonica: Diese Akneform ist mit der Akne vulgaris vergleichbar. Die Bildung von Mitessern tritt jedoch häufiger und verstärkt auf.
  • Akne conglobata: Bei dieser schweren Form der Akne bilden sich knotig verdickte Entzündungsbereiche und Fisteln. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulopustulosa: Bei dieser schwer entzündlichen Akneform bilden sich Eiterbläschen und Zysten. Es bleiben Narben zurück.
  • Akne papulosa: Hierbei handelt es sich um eine mittelmäßig stark ausgeprägte Akneform. Es bilden sich zwar Mitesser, die Entzündungen halten sich aber im Rahmen.

Die Therapie hängt von Form und Schwere der Erkrankung ab. Sie reicht von abgestimmter gründlicher Reinigung und Pflege bis zur professionellen Ausreinigung, der Verschreibung von Hormonpräparaten bis hin zur Gabe von Entzündungshemmern und Medikamenten. Die haben unter Umständen durchaus starke Nebenwirkungen.

Keine Chance der Mallorca-Akne!

Sommersonne – Urlaubssonne! Darüber berichteten die Medien in den letzten Jahren so viel, dass wohl jeder inzwischen weiß: Niemals ohne ausreichenden Lichtschutz in die Sonne. Trotzdem bekommen immer mehr Menschen eine Sonderform von Sonnenallergie, die „Mallorca-Akne“. Diese juckenden und/oder schmerzenden Pickel entstehen vor allem unter den extremen Lichtbedingungen des sonnigen Südens. Auch in unseren Breiten kommt es wegen der Ausdünnung der schützenden Ozonschicht immer häufiger zu diesen akuten Lichtschäden, gerade bei der Verwendung von Sonnenschutzmitteln.

Die UVA-Strahlung bewirkt, dass sich auf und in der Haut Fette zu schädlichen Lipoperoxiden (freie Radikale) zersetzen. Diese rufen bei Empfindlichen Entzündungen und Pusteln hervor. Sehr oft sind Gesicht, Dekolleté, Nacken und oberer Rücken betroffen. Schuld an einer Mallorca-Akne ist die Reaktion der Sonnenstrahlung mit den Fetten und Emulgatoren in Sonnenschutzmitteln. Wenn Sie einmal Mallorca-Akne hatten, bekommen Sie diese unter solchen Bedingungen vermutlich wieder. Dann sehen Sie sich zwei Übeln gegenüber: Ohne Lichtschutzmittel erleiden Sie einen gewaltigen Sonnenbrand, mit einem Schutzmittel droht die Mallorca-Akne. Beides sind Lichtschäden, die es unbedingt zu vermeiden gilt.

Seien Sie achtsam!

Wenn Sie betroffen sind, gibt es für Sie nur eines: Wechseln Sie das Lichtschutzmittel! Wichtig ist, dass das verwendete Lichtschutzmittel neben einem angemessenen UVB-Filter gegen Sonnenbrand ein hohes Vermögen hat, den gesamten UVA-Bereich abzudecken. Fettfreie Gels speziell für empfindliche Haut eignen sich für Sie besser als jede fetthaltige Creme oder Sonnenmilch. Leider sind diese meist nicht wasserfest oder sehr teuer. Bevor aber lange herumprobieren und in der Zwischenzeit mehrere Lichtschäden erleiden), holen Sie hautärztlichen Rat ein.

Darüber hinaus können Sie mit Vitamin E und Beta-Karotin aus der Nahrung und in Cremes vorbereitend viel dafür tun, um die Sonnentoleranz Ihrer Haut zu erhöhen. Diese beiden Antioxidantien helfen, das Entstehen freier Radikale in der Haut abzubremsen. Die tägliche rohe Karotte empfiehlt sich auch im Sommer. Wenn Sie empfindlich für Mallorca-Akne sind, empfehlen Experten, zwei bis drei Wochen vor einem Urlaub in südlicher Sonne Vitamin E und Beta-Carotin als Präparat zusätzlich einzunehmen und dies während des Urlaubs fortzuführen. Warum muss es die volle südliche Sonne sein? Lassen Sie sich beschatten! Damit haben Sie immer noch die halbe Sonne und hinterher die länger anhaltende Bräunung der glatten Haut. Ein breitkrempiger Hut ist ein Muss. Für Wanderungen oder andere sportliche Aktivitäten tragen Sie körperbedeckende Kleidung und darunter das geeignete Lichtschutzmittel. Bekanntlich lassen Textilien Sonnenstrahlung durch.

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