MenüMenü

Morbus Bechterew – was Sie dagegen tun können

Morgendliche Rückenschmerzen und eine schmerzhafte Steifigkeit im unteren Rücken nach dem Aufstehen: Was vielleicht nur an einer falschen oder alten Matratze liegt, könnten aber auch Symptome von Morbus Bechterew sein.

Viele wissen nicht, was sich hinter diesem unheilvoll klingenden Namen verbirgt, selbst manche Betroffene.

Definition

Morbus Bechterew ist eine entzündlich-rheumatische, chronische Erkrankung, die starke Rückenschmerzen hervorruft. Sie tritt meist zwischen dem 17. und 40. Lebensjahr auf und betrifft vorwiegend die untere Wirbelsäule und das Becken.

Durch Verknöcherungen an den Wirbelgelenken kann Morbus Bechterew sukzessive zu einer Versteifung der Wirbelsäule führen. Betroffen sind etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung, wobei es Männer häufiger trifft als Frauen.

Die Krankheit ist nicht heilbar – Medikamente und Bewegung verlangsamen aber ihren Verlauf und lindern die Schmerzen.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Symptome

Zu Beginn der Krankheit treten vor allem nachts und am Morgen tiefsitzende Schmerzen im unteren Rücken sowie die sogenannte „Morgensteife“ auf. Kennzeichnend ist, dass diese Rückenschmerzen langsam beginnen, sich beim Husten oder Niesen verstärken, aber durch Bewegung bessern und länger als drei Monate andauern.

Im weiteren Verlauf der Krankheit entzünden sich nach dem Kreuzbein-Darmbein-Gelenk auch die Weichteile der Wirbelsäule. Doch auch andere Gelenke wie Knie, Hüfte oder Schultern können von Morbus Bechterew betroffen sein. Ebenso wie Sehnen, Schleimbeutel und sogar die Augen.

In seltenen Fällen kommt es auch zu Atem- und Lungenbeschwerden, wenn der Brustkorb durch die Versteifungen unbeweglich geworden ist.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung von Morbus Bechterew besteht aus drei Säulen:

  1. medikamentöse Therapie
  2. Biologika
  3. Physiotherapie

Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Neben entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten bekommen Patienten auch Antirheumatika verschrieben. Diese langfristig krankheitsmodifizierenden Medikamente werden auch als Basistherapie bezeichnet.

Entzündungshemmende Kortison-Präparate können zusätzlich zum Einsatz kommen, vor allem während eines Krankheitsschubs und bei starken Gelenkentzündungen.

Reicht die Wirkung dieser Medikamente nicht aus, gibt es seit kurzem die Möglichkeit, Morbus Bechterew mit sogenannten Biologika zu behandeln. Diese biotechnologisch hergestellten Eiweißstoffe greifen direkt in die körpereigene Immunregulation ein und reduzieren so die Entzündungsprozesse.

Da die Eiweißstoffe im Verdauungstrakt zerstört würden, müssen Biologika in die Haut gespritzt werden und können nicht in Form von Tabletten eingenommen werden – in den ersten vier Wochen einmal wöchentlich, dann nur noch einmal monatlich.

Intensive Physiotherapie ist ebenfalls ein wichtiger Behandlungsbestandteil, da sie die Wirbelsäule beweglich hält und deren zunehmende Versteifung verlangsamt. Die Bewegungsarbeit kann sowohl im Trockenen als auch im Wasser (Balneotherapie) erfolgen.

Wichtig ist, dass die beim Physiotherapeuten erlernten Übungen auch regelmäßig zu Hause durchgeführt werden.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten