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Die besten natürlichen Quellen für Augenvitamine

Karotten sind gut für die Augen, das weiß eigentlich jeder. Die „gelben Rüben“ enthalten reichlich Vitamin A und dessen Vorstufe Beta-Carotin. Beide sind wichtige Bausteine des Sehpigments Rhodopsin, das für das Hell-Dunkel-Sehen und die Unterscheidung von Grautönen zuständig ist. Vitamin-A-Mangel führt zu Sehstörungen bei Zwielicht (z. B. in der Dämmerung), Nachtblindheit und erhöhter Blendempfindlichkeit. Letzteres kann besonders für Autofahrer nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein. Weniger bekannt ist, dass unsere Augen darüber hinaus acht weitere Vitamine und Spurenelemente benötigen. Unter diese Augenvitamine fallen neben den wichtigen großen Antioxidantien Vitamin C und E auch Kupfer, Selen und Zink. Hinzu kommen die speziellen Augenvitamine Lutein, Lycopin und Zeaxantin aus der Gruppe der Carotinoide (Pflanzenfarbstoffe).

Folgen des Vitalstoffmangels für die Augen

  • rasche Ermüdbarkeit der Augen, vor allem beim Lesen, Handarbeiten und am PC
  • frühes Auftreten der Altersweitsichtigkeit
  • Sehstörungen in der Dämmerung bis hin zur plötzlichen Nachtblindheit
  • erhöhte Blendempfindlichkeit
  • trockene Augen
  • Linsentrübung (Grauer Star)
  • Makula-Degeneration

Kombination mehrerer Faktoren

Alle genannten Vitalstoffe schützen Ihre Augen vor Schäden durch zu intensive Lichtstrahlung. Dazu zählt nicht nur das unsichtbare UV-Licht der Sonne, sondern auch das energiereiche Blaulicht. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Teil des sichtbaren Lichtspektrums. Beide Lichtanteile schädigen unter Umständen die Sehzellen Ihrer Netzhaut sowohl direkt als auch indirekt durch die Bildung freier Sauerstoffradikale. Die freien Radikale durchlöchern die Zellmembranen, sodass die Zelle abstirbt. Des Weiteren verändern sie das Erbgut der Zellen, sodass die bei der regulären Zellteilung gebildeten neuen Zellen nicht mehr richtig funktionieren.

Die Eintrübung der Augenlinse führt man auf das Zusammenspiel mehrerer Faktoren zurück: Zum einen ernährt sich die Linse direkt aus dem Kammerwasser. Ist dessen Zusammensetzung durch freie Radikale beeinträchtigt, können auch die Eiweißstrukturen der Linse geschädigt werden. Zum anderen bringt zu starke Lichtstrahlung das Eiweiß der Linse direkt zur Eintrübung. Gegen den Angriff von freien Radikalen schützt sich die Augenlinse auf mehrfache Weise: So ist ihr Vitamin-C-Gehalt 50-mal höher als in anderen Geweben. Zudem speichert sie das Antioxidans Vitamin E und die Aminosäure Glutathion, die ebenfalls stark antioxidativ wirkt. Letztere reaktiviert sogar „verbrauchtes“ Vitamin C und E, das Radikale oxidierten.

Augenvitamine: Buntes Gemüse stärkt Ihre Augen

Gelbe, rote und grüne Gemüsepaprika, Karotten sowie sattgrünes Blattgemüse liefern Ihnen die wichtigen augenschützenden Carotinoide.

Das Glutathion entsteht in der Leber, die dazu unbedingt das Spurenelement Selen benötigt. Verwertbares Glutathion liefern Ihnen auch zahlreiche pflanzliche Nahrungsmittel, z. B. Avocados, Wassermelonen, Spargel, Kartoffeln, Orangen, Zucchini, Tomaten, Grünkohl, Brokkoli und Spinat.

Carotinoide senken Risiko für Grauen Star

Die zuletzt genannten vier Gemüsearten sind ohnehin eine wichtige „Augenkost“, denn sie enthalten auch reichlich von den Pflanzenfarbstoffen Lutein, Lycopin bzw. Zeaxantin. Diese schützen die Augenlinse ebenfalls vor einer Eintrübung.

Das ergab eine Studie der Universität Southampton/England an 372 Männern und Frauen zwischen 66 und 75 Jahren, die die britische Fachzeitschrift Ophthalmologyim November 2001 veröffentlichte. Danach hatten die Probanden mit dem höchsten Lycopingehalt im Blutplasma das geringste Risiko, an einer kortikalen Eintrübung (vom Rand der Linsen ausgehender Grauer Star) zu erkranken. Hohe Luteinwerte schützten am besten vor einer Trübung im hinteren Linsenbereich.

Vitamin C, E und Beta-Carotin gegen Makula-Degeneration

Die tägliche Zufuhr von Vitalstoffen schützt Sie vor einer Makula-Degeneration bzw. bremst das Fortschreiten einer bereits begonnenen Erkrankung. So verabreichten Wissenschaftler der Harvard Universität in Boston/US-Bundesstaat Massachusetts mehr als 36.000 Patienten, die an einer Makula-Degeneration litten, einen „Cocktail“ aus fünf Vitalstoffen.

Augenvitamine: Tagesdosen gegen die Makula-Degeneration

  • Vitamin C: 500 mg
  • Vitamin E: 400 I. E. (Internationale Einheiten)
  • Beta-Carotin: 15 mg
  • Kupfer: 2 mg
  • Zink: 80 mg

Nach knapp sechs Jahren täglicher Einnahme dieser Vitalstoffe sank das Risiko für ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung um 30 Prozent. Weitere Studien belegen, dass die Carotinoide Lutein und Zeaxantin vor einer Makula-Degeneration schützen: So fangen beide freie Radikale und verstärken die Bildung des Makulapigments. Dieses Pigment absorbiert das energiereiche blaue Licht und bewahrt dadurch die dicht stehenden Sehzellen im Bereich der Makula vor Schäden.

Die heilsame Wirkung der Carotinoide ist aber nur vorhanden, wenn Sie diese Substanzenregelmäßig täglich zu sich nehmen. Das bestätigen zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema, vor allem der Universität Miami/US-Bundesstaat Florida.

Gekochtes Gemüse ist der beste Carotinoid-Lieferant

Am besten und natürlichsten decken Sie Ihren Vitalstoffbedarf über Ihre Ernährung. Beim Lycopin ist das mit einem kleinen Glas Tomatensaft täglich einfach (100 ml Saft enthalten 7 bis 15 mg Lycopin). Bei den anderen Carotinoiden (Lutein, Zeaxantin und Beta-Carotin) müssen Sie berücksichtigen, dass diese wertvollen Vitalstoffe fest in den Pflanzenzellen gebunden sind und erst gelöst werden müssen.

Aus dem Grund sollten Sie nicht nur Grünkohl, Spinat und Brokkoli, sondern auch Karotten schonend mit wenig Wasser dünsten und anschließend im Mixer pürieren. Fügen Sie zudem einige Tropfen eines hochwertigen kalt gepressten Pflanzenöls (z. B. Raps-, Lein- oder Olivenöl) vor dem Servieren hinzu, da Fett die Aufnahme dieser Vitalstoffe im Darm verbessert. Zur Ergänzung Ihrer Vitalstoffzufuhr stehen speziell auf die Bedürfnisse der Augen abgestimmte Vitalstoffpräparate zur Verfügung.

Fertigpräparate mit wichtigen Augenvitaminen

  • Antioxidans plus® (mit Glutathion) von Kyberg Pharma
  • Augenvitamine von Canea-Pharma bzw. Peter-Pharma OrthoVision® von Orthomol
  • OxyLyc® von Wörwag Pharma

Die Kosten für Ihren Monatsbedarf dieser weitgehend gleichwertigen Präparate, die Sie in Apotheken und teilweise auch im Versandhandel erhalten, liegen bei 17 Euro.

Natürliche Quellen für Augenvitamine

  • Vitamin A: Leber, Fischöl (Lebertran), Eier und Käse
  • Beta-Carotin: gelbe und rote Paprika, Karotten, Wirsing, Grünkohl, Endivien, Brokkoli, Spinat, getrocknete Aprikosen
  • Vitamin C: Hagebutten, Johannisund Sanddornbeeren, Zitrusfrüchte, Kiwis, Sauerkraut, rote und grüne Paprika, Brokkoli, Rosen- und Grünkohl
  • Vitamin E: Weizen (Keime und Öl), Quinoa, Sonnenblumenkerne
  • Lutein: Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl
  • Lycopin: Tomatensaft oder -püree
  • Zeaxantin: (Zucker-)Mais
  • Kupfer: Scholle, Hülsenfrüchte, Roggen, Sonnenblumenkerne
  • Selen: Bio-Pilze, Weizenkleie, Seefisch, Muscheln, Krabben, Eier, Rindfleisch, Rosenkohl
  • Zink: Austern, Rindfleisch, Thunfisch, Putenbrust, (Zucker-)Mais, Haferflocken, Weizenkeime
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