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Akuter Glaukomanfall: Ablauf und Symptome

Gelegentlich zeigt sich der Grüne Star, auch als Glaukom bezeichnet, erstmalig auch mit einem sogenannten Glaukomanfall. Der Glaukom an sich ist nicht schmerzhaft, kommt es jedoch in den seltenen Fällen zu einem Glaukomanfall, kann dies sehr schmerzhaft sein. Bei einem Glaukomanfall sind nicht beide Augen parallel betroffen, für gewöhnlich kommt es nur auf einem der Augen zum Glaukomanfall.

Der Glaukomanfall kommt plötzlich und ohne weitere Anhaltspunkte im Vorfeld. Innerhalb weniger Minuten steigt der Augeninnendruck immens an. Dies geschieht, weil das Kammerwasser nicht abfließen kann, aber weiterhin produziert wird. Der Augeninnendruck kann so bis zum Vierfachen des normalen Wertes ansteigen. Neben der unangenehmen und qualvollen Erfahrung eines Glaukomanfalls kann dieser auch sehr gefährlich für das Sehvermögen werden. Denn durch die plötzliche und extreme Druckerhöhung kann der Sehnerv nachhaltig geschädigt werden. Es kann sogar zur Erblindung kommen.

Symptome des Glaukomanfalls

Aufgrund des einseitigen, erhöhten Augendrucks kommt es zu plötzlichen, starken Kopfschmerzen, die teilweise mit Übelkeit und Erbrechen einhergehen. Fälschlicherweise wird bei dieser Symptomatik teilweise auf Magen-Darm-Beschwerden getippt. Achten Sie darum auf weitere Symptome des Glaukomanfalls. Das betroffene Auge ist stark gerötet, die Lider können geschwollen sein. Die Kombination aus Erbrechen, Kopfschmerzen und einem einseitig geröteten Auge sind also ein starkes Indiz für einen Glaukomanfall. Dann ist schnelles Handeln wichtig. Der verspätete Besuch beim Arzt oder langwierige Diagnostikverfahren können dem angegriffenen Sehnerv langfristig schaden.

Bei einem Glaukomanfall wird der Augapfel spürbar hart. Durch die Unterversorgung des Sehnervs und die Trübung der Hornhaut durch das nicht ablaufende Kammerwasser kommt es zu einer raschen Verschlechterung des Sichtfeldes. Das Augenlicht wird trüb, es kommt zum Schleiersehen und Nebelsehen. Ein weiteres typisches Symptom ist das Wahrnehmen von Ringen in Regenbogenfarben, insbesondere um Lichtquellen herum. Es stellen sich massive Schmerzen ein, das Auge wird rot und trübt sich. Die Schmerzen können bis in die Brust, Schulter und Arm ausstrahlen.

Bei diesen Symptomen muss sofort ein Arzt oder eine Klinik aufgesucht werden. Wo es noch geht, wird zunächst mit Medikamenten aus der Notfallmedizin versucht, den Kammerdruck zu senken, die Bildung von Kammerwasser zu verringern und die Pupille zu verkleinern. Wenn dies nicht hilft, muss operiert werden, denn sonst droht eine rasche Erblindung. Bei der Operation wird – entweder mit dem Skalpell oder mit dem Laser – eine kleine Öffnung in die Iris geschnitten, damit der Druck abgebaut wird. Da erfahrungsgemäß das andere Auge ebenfalls irgendwann einen Glaukomanfall erleidet, wird hier häufig zu einem vorbeugenden Eingriff geraten.

Glaukomanfall Symptome:

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