MenüMenü

Therapiekompass: Komplementäre Heilmethoden von A bis Z

Akupunktur: Fester Bestandteil der TCM

Die Akupunktur als Heilmethode wurde vor mehr als 2000 Jahren in China entwickelt. Sie setzt sich mehr und mehr auch in Deutschland durch und ist bei wenigen Indikationen sogar eine Kassenleistung. Akupunktur ist ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – aber eben nur ein Teil und in den Augen chinesischer TCM-Ärzte keineswegs der wichtigste. TCM beinhaltet auch und vor allem die Verwendung von Arzneien pflanzlicher, tierischer und mineralischer Herkunft (Teezubereitungen), darüber hinaus die Moxibustion (Erwärmung spezieller Hautpunkte), die Ernährungstherapie, die Massage (Tuina), die Heilgymnastik (Tai-Chi) und Qigong.

Die gedankliche Basis der Akupunktur liegt in der Vorstellung, dass unsere Lebensenergie Qi durch Leitbahnen (Meridiane) fließt. Durch das Einstechen dünner Nadeln sollen Blockaden im Energiefluss aufgelöst oder Energieströme verstärkt und auf diesem Weg Beschwerden gelindert werden.

Akupunktur als Kassenleistung

Seit 2007 ist die Nadel-Akupunktur Kassenleistung bei chronischen Rückenschmerzen und Kniegelenksarthrose. Eine Kniegelenksarthrose lässt sich durch Akupunktur jedoch nicht heilen. Im besten Falle kann sie Ihre Schmerzen lindern.

In allen anderen Fällen ist Akupunktur eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), deren Kosten Sie selbst tragen müssen. Eine Akupunktur-Sitzung mit Beratung kostet in der Regel zwischen 25 und 60 Euro. Für eine Behandlung werden im Schnitt etwa 15 Sitzungen veranschlagt, manchmal auch mehr.

Mögliche weitere Einsatzgebiete

  • Nackenschmerzen
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Pollenallergie
  • Fibromyalgie
  • Reizdarmsyndrom
  • Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie

Ängstliche Patienten lassen sich bisweilen mit der Laserakupunktur behandeln. Eine Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin mit einer hochmodernen physikalischen Methode zu koppeln, bedarf jedoch einer gewissen „Pietätlosigkeit“.

Bewegungstherapie: Eine der wichtigsten komplementären Säulen

Wenn Bewegungstherapie als Komplementärbehandlung eingestuft wird, spricht das für die Borniertheit der Schulmedizin. Es überrascht immer wieder, wie stark viele Ärzte an Medikamenten (oder deren Herstellern) hängen und dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Ein gutes Beispiel ist der Diabetes mellitus, der rund 10 Millionen Deutsche betrifft. Mehr als 100.000 Deutsche erkranken jährlich an seinen Folgen, nämlich Nierenversagen (diabetische Nephropathie), Erblindung (diabetische Retinopathie), Kribbeln und Schmerzen der Füße (diabetische (Poly-)Neuropathie).

Bewegung ist das stärkste Gegenmittel gegen den Diabetes in einem frühen Stadium. Dennoch werden Medikamente mitKosten in Milliardenhöhe verordnet. Bewegung ist eine Kerntherapie der Schulmedizin, aber leider weiß es noch immer nicht jeder Schulmediziner.

Bewegung ist geeignet bei:

  • Diabetes mellitus, Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten
  • diversen Krebserkrankungen
  • psychosomatischen Leiden (z. B. leichte bis mittelschwere Depression, Burnout-Syndrom)
  • degenerativen Gelenkerkrankungen (Arthrose)
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Über den Autor Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage ist Prorektor für Hochschulentwicklung und Transfer an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in […]

Regelmäßig Informationen über Alternative Medizin erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage. Über 344.000 Leser können nicht irren.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!