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Dieses Reaktionstraining bringt Spaß und bessere Reflexe

Familie beim Joggen
Mit Reaktionstraining schulen Sie Ihre Reflexe © Kzenon - Fotolia

Schnelles Reagieren kann Sie vor Stürzen und Unfällen im Alltag, beim Sport und im Straßenverkehr schützen. Nur wenn Sie wechselnde Umgebungsbedingungen sofort wahrnehmen und gleich reagieren können, gehen Sie sicher durchs Leben. Im Alter lässt das Reaktionsvermögen leider nach. Sie können jedoch in jedem Alter Ihre Reflexe verbessern, wenn Sie regelmäßig trainieren – beispielsweise mit meinen kleinen Reaktionsübungen.

Bei meinem Reaktionstraining muss Ihr Körper sogenannte koordinative Aufgaben lösen. Die besondere Herausforderung besteht darin, Ihr Gehirn mit ungewohnten Situationen zu konfrontieren. Je abwechslungsreicher und anspruchsvoller die Aufgaben ausfallen, desto besser trainieren Sie Ihr Gehirn, das neue Verbindungen (Synapsen) zwischen Ihren Nervenzellen entstehen lässt. So zwingen Sie Ihr Gehirn aus dem gewohnten Trott und verbessern sowohl Ihr Reaktionsvermögen als auch Ihre Geschicklichkeit.

Der alte Volkssport Völkerball ist ein Paradebeispiel dafür, wie Sie mit einem Ball und viel Spaß in der Gruppe immer wieder Ihre Reaktionen fordern und fördern können. Aber es geht auch allein zu Haus. Werfen, Fangen und Prellen mit alltäglichen Gegenständen bieten eine enorme Vielfalt, Ihre Reflexe zu schulen.

Mit diesen Gegenständen können Sie Wurf- und Fangübungen praktizieren

  • Bälle (z. B. Tennis-, Hand-, Volley-, Soft-, Wasser- und Stoffball)
  • Papierkugeln
  • Säckchen (z. B. mit Kirschkernen gefüllt),
  • Flummis
  • Seile
  • Frisbees
  • großer Joghurtbecher
  • Pylonen (Verkehrshütchen)
  • Tennisschläger etc.

Hauptsache Abwechslung!

Wählen Sie Gegenstände aus bzw. in unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen.

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Meine Vorschläge für ein paar Übungen mit Spaßfaktor

  • Werfen Sie synchron zwei unterschiedliche Gegenstände hoch und fangen diese wieder: z. B. Säckchen und Ball oder Seil und Ball oder zwei Bälle unterschiedlicher Größe etc.
  • Prellen Sie Bälle wie einen Flummi oder einen Hand- oder Softball auf den Boden und im Wechsel gegen eine Wand (z. B. im Garten).
  • Werfen Sie einen Ball hoch und fangen Sie ihn nach einer Körperdrehung wieder auf.
  • Dribbeln Sie mit einem Fußball im Slalom um Pylonen.
  • Balancieren Sie einen Ball auf einem Tennisschläger und prellen Sie gleichzeitig mit der anderen Hand einen Ball auf den Boden.
  • Werfen Sie einen Tennisball hoch und fangen Sie ihn mit einem Joghurtbecher oder einer Pylone wieder auf.
  • Werfen Sie zwei Gegenstände parallel hoch und fangen Sie mit überkreuzten Armen wieder auf.

Wie oft und wann?

Starten Sie dreimal pro Woche für ein Viertelstündchen mit dem Reaktionstraining, bevor Sie Ihr Ausdauertraining (Spaziergang, Walking, Joggen) durchführen. Warum? Unser Körper profitiert bei einem gemischten Training stets am stärksten von der Bewegungsform, mit der das Programm begonnen wurde.

Nach dem Ausdauertraining würde bereits eine leichte Ermüdung Ihres zentralen Nervensystems eintreten. Darunter leiden die Reaktions- und die Koordinationsfähigkeit. Je regelmäßiger Sie üben, desto besser. Erkundigen Sie sich, ob es in Ihrem Verein oder in Ihrer Nähe (Sportverein oder lokale Volkshochschule) sogenannte Life Kinetics-Angebote gibt. Dann können Sie dort unter professioneller Anleitung trainieren.

So fordern Sie Ihr Gehirn zusätzlich

Sudoku, Memory, Rätsel oder Lesen sind perfekte Ergänzungen zum „bewegten“ Reaktionstraining. Auch diese Tätigkeiten führen – hier über die rein kognitive Schiene (denken, lernen, konzentrieren, erinnern) – zur Neubildung von Synapsen im Gehirn. Wichtig auch dabei: Variieren Sie häufig die Tätigkeitsart sowie deren Schwierigkeitsgrad und wählen Sie Herausforderungen, die Ihnen Spaß machen. Dann bleiben Sie lange dabei!

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Über den Autor
Prof. DHfPG Dr. Thomas Wessinghage
Prof. (DHfPG) Dr. Thomas Wessinghage

Der gebürtige Hagener Prof. Dr. Thomas Wessinghage ist beim FID Fachverlag für Gesundheitswissen Chefredakteur im Sektor Präventivmedizin.

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