MenüMenü

Hypnosetherapie: Wie und wann kann sie Ihnen helfen?

Ob Sie persönlich von Hypnoseverfahren profitieren können, müssen Sie ausprobieren. Nicht alle Menschen sprechen gleichermaßen darauf an. Jedoch die meisten (neun von zehn) können sich so fallen lassen, dass sich der Trancezustand einstellt.

Inhaltsverzeichnis:

  1. So positiv wirkt die Hypnosetherapie
  2. Wer bezahlt die Hypnose?
  3. So finden Sie einen Profi

Hypnose© Adobe Stock – SolisImages

So positiv wirkt die Hypnosetherapie

Besonders positiv auf die Hypnose reagieren Kreative, die in der Lage sind, starke Bilder aus dem Inneren auftauchen zu lassen. Auch für Menschen, die häufig tagträumen und sich bei Yoga oder Autogenem Training gut entspannen können, kommt die Hypnose in Frage. Wenn Sie bereits positive Erfahrungen gemacht haben, entgleiten Sie schneller in diesen seelischen Schwebezustand. Besonders wichtig ist es, dass Sie sich einen vertrauenswürdigen Hypnosetherapeuten suchen.

Vor allem Psychotherapeuten schwören heute auf die Hypnotherapie. In der Trance können Bilder aus dem Unterbewusstsein hervorgelockt werden. Es lassen sich beispielsweise Erlebnisse, Eindrücke und Verletzungen aus der Kindheit aufgespüren, die dann nach der Trance gemeinsam mit dem Therapeuten besprochen und bearbeitet werden. Situationen, die immer wieder Angst auslösen, können in diesem Zustand durchgespielt und mit anderen Verhaltensweisen und Impulsen erprobt werden. Ein gestörtes Selbstwertgefühl kann durch positivere Ich-Vorstellungen in der Trance zum Besseren gewendet werden. Wird unter der Hypnose das Unterbewusstsein dazu angeregt, kann dies die Selbstheilungskräfte aktivieren und heilsame Prozesse in Gang setzen.

Für wen eignet sich die Hypnose besonders?

Krankheiten mit starken seelischen Anteilen eignen sich besonders für die Hypnosebehandlung. Gute Erfahrungen mit der Hypnose machten die Therapeuten bislang bei psychosomatischen und Suchtleiden, Depressionen, Migräne, Schlafstörungen, Übergewicht, Neurodermitis, Reizdarmerkrankungen und Essstörungen. Krebskranke können davon profitieren, wenn es unter der Hypnose gelingt, Nebenwirkungen der Chemotherapie wirksam zu lindern. Ganz sicher hilft die Hypnose auch, mit der Furcht vor der Erkrankung besser fertig zu werden. In fast jeder Schmerzklinik arbeitet heute ein Hypnotherapeut.


Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Ein Forscherteam der Universität Florida unter der Leitung des Medizinpsychologen Paul Schauble kam zu dem Schluss, dass die Hypnose besonders im Krankenhaus gute Dienste leistet. Dort verringert sie Stress, Angst und Schmerzen ohne Medikamente, besonders vor Operationen und Geburten. Frauen, die vor der Geburt in Selbsthypnose unterwiesen wurden, erlebten die Niederkunft mit wesentlich weniger Komplikationen, so die Forscher. Ihr Fazit: Weniger Medikamente, gesündere Babys. Hypnosegeschulte seien aktiver an ihrer Genesung beteiligt, hätten seltener das Gefühl, dem Geschehen hilflos ausgeliefert zu ein und würden schneller gesund.

Wer bezahlt die Hypnose?

Wie lange eine Behandlung mit Hypnose dauert, hängt vom Grund Ihrer Therapie, Ihrer Erkrankung und Ihrem gesundheitlichen Zustand ab. Eine Raucherentwöhnung oder die Unterstützung bei einer Gewichtsreduktion können bis zu 20 Sitzungen in Anspruch nehmen. Viele Leiden können sich aber auch schon nach drei oder vier Sitzungen bessern. Eine Sitzung, bei der Sie entspannt sitzen oder bequem liegen, dauert zwischen 20 und 50 Minuten.

Die Kosten für eine Hypnose werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Manche privaten Kassen zahlen die Hypnosetherapie in einigen Fällen. Besser erkundigen Sie sich vorher persönlich bei Ihrer Kasse. Beim Zahnarzt schlägt eine Sitzung mit 20 bis 30 Euro zu Buche. Bei anderen Hypnotherapeuten müssen Sie zwischen 80 und 100 Euro pro Sitzung rechnen. Die Dauer der Psychotherapie unter Hypnose ist von Fall zu Fall verschieden.

So finden Sie einen Profi

Wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten und vor allem seriösen Hypnotiseur sind, sollten Sie als Erstes darauf schauen, dass es sich um einen Arzt, einen Psychologen oder einen ausgewiesenen Psychotherapeuten handelt. Eine fundierte Zusatzausbildung in Hypnose muss vorhanden sein. Fragen Sie unbedingt danach. Wenn von Ihnen bereits in der ersten Sitzung das Honorar für die ganze Therapie verlangt wird, sollten Sie ebenso gewarnt sein wie wenn der Therapeut unbotmäßig mit seiner Hypnose wirbt.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten