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Lycopin: So schützt der rote Farbstoff aus der Tomate Ihre Gefäße

Lycopin ist ein Carotinoid-Farbstoff. Er verleiht Tomaten die intensive rote Farbe, ist aber auch in anderen rötlichen Früchten wie Hagebutten, Wassermelonen, Papayas oder Grapefruit zu finden. Die botanische Bezeichnung Solanum lycopersicum für Tomate gab dem Stoff einst seinen Namen.

Lycopin wirkt stark antioxidativ. Das heißt, der Farbstoff fängt schädliche Sauerstoffradikale in Ihrem Körper ab, die Ihre Zellen schädigen könnten und so mitunter eine Krebserkrankung hervorrufen. Die schädlichen Sauerstoffradikale sind aber auch für Alterungsvorgänge in Ihrem Körper mitverantwortlich, vor allem an den Gefäßen.

Tomaten und Tomatensauce
Die Tomate gab mit ihrem hohen Gehalt an Lycopin dem Farbstoff seinen Namen. © Christian Jung - Fotolia

Bei diesen Erkrankungen hilft Lycopin

So zeigte eine Studie der Universität von Cambridge (Großbritannien) im Jahr 2014, wie effektiv Lycopin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann: Insgesamt 36 Probanden erhielten über zwei Monate hinweg entweder täglich 7 mg Lycopin oder ein wirkstofffreies Kontrollpräparat. In der Lycopin-Gruppe zeigte sich eine Erweiterung der Blutgefäße um bis zu 53 Prozent gegenüber der Kontrollgruppe. Eine solche Gefäßerweiterung, die eine Wirkung des Antioxidans ist, kann beispielsweise helfen Ihren Blutdruck zu senken.


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Schutz vor Arteriosklerose und Schlaganfall

Das wiederum wirkt sich positiv auf Ihr gesamtes Herz-Kreislauf-System aus: Ein zu hoher Blutdruck belastet nämlich die Gefäße. Dadurch können kleine Risse in der Gefäßinnenhaut entstehen. Dort kann es dann zu Verdickungen und Verhärtungen kommen. Eine Arteriosklerose entsteht. Die Folge kann ein Schlaganfall sein. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, kann dies zu Angina pectoris-Anfällen führen oder einer koronaren Herzkrankheit. Ein vollständiger Gefäßverschluss verursacht einen Herzinfarkt.

Tomate auf Tisch

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Lycopin als Blutverdünner

Folge der Arteriosklerose ist mitunter eine erhöhte Thromboseneigung: Thrombozyten, also Bluttplättchen, ballen sich zusammen und verstopfen das Gefäß. Wie effektiv dann Lycopin ist, zeigte 2006 eine Studie des Rowett Research Instituts in Aberdeen (Schottland): Insgesamt 90 Probanden erhielten täglich 200 ml Orangensaft angereichert mit Tomatenextrakt oder als Kontrolle nur Orangensaft. In der Tomatenextraktgruppe ging die Thrombozyten-Aggregation, also eine Verklumpung der Blutplättchen, im Vergleich zur Kontrollgruppe, um bis zu 30 Prozent zurück.