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Schöllkraut: Nicht nur gegen Warzen ein wahrer Segen!

Zu medizinischen Zwecken werden vor allem die zur Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile des Schöllkrauts zur innerlichen sowie der Milchsaft zur äußerlichen Anwendung eingesetzt. Die Homöopathie arbeitet mit Aufbereitungen der getrockneten Wurzeln. Die Hauptwirkungen des Schöllkrauts beruhen auf den Alkaloiden, die in einem Gemisch aus etwa 30 verschiedenen Alkaloid-Substanzen in der Pflanze vorhanden sind.

Schöllkraut© Adobe Stock – goldbany

Die Wirkungen des Schöllkrauts

  • krampflösend
  • gallenflussanregend
  • schmerzstillend
  • entzündungshemmend
  • hautreizend
  • virenhemmend

Das Hauptalkaloid im Schöllkraut, das Chelidonin, greift direkt an der glatten Muskulatur an und kann dadurch im Magen-Darm-Trakt sowie in den Gallenwegen krampflösend und schmerzlindernd wirken. Von der früher gebräuchlichen innerlichen Anwendung des getrockneten Krauts als Tee ist jedoch abzuraten, da aufgrund des nicht einschätzbaren Alkaloidgehalts eine leberschädigende Wirkung nicht auszuschließen ist. Eine Überdosierung kann zu Magenkrämpfen, Koliken und Benommenheit führen. Heute werden daher standardisierte Alkaloidextrakte in Fertigpräparaten eingesetzt.

Anwendungsgebiete

  • Gallenstauung
  • Völlegefühl nach schweren Mahlzeiten
  • Krämpfe im Oberbauch
  • Warzen
  • Hühneraugen

Der Milchsaft der Stängel und Blätter wirkt stark hautreizend. Das macht man sich zunutze, um Warzen und Hühneraugen zu vertreiben. Die Wirksamkeit des Milchsafts gegen Warzen ist auch durch die virenhemmende Wirkung der Alkaloide nachvollziehbar.


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Seit einigen Jahren ist ein aus Schöllkraut-Alkaloiden hergestelltes Medikament (Ukrain) im Umlauf, das angeblich Krebszellen abtöten kann. Zwar hat dieses Mittel in Deutschland keine Zulassung, Sie können es jedoch im Internet als vermeintliches Wundermittel gegen Krebs kaufen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn entlarvte jedoch positive Studienresultate als manipuliert und rät ausdrücklich von der Einnahme von Ukrain ab. Als homöopathische Zubereitung Chelidonium findet Schöllkraut vor allem Anwendung bei Gallenblasenentzündung, schmerzhaftem Husten bei Lungenentzündungen und Gelbsucht.

So wenden Sie das Schöllkraut an

Sammeln Sie das Kraut vor der Blütezeit und verarbeiten Sie es für innerliche und äußerliche Anwendungen frisch.

  • Schöllkraut-Tinktur gegen Gallenbeschwerden: Übergießen Sie einen Esslöffel kleingeschnittenes, frisches Schöllkraut mit 100 ml Doppelkorn und lassen Sie den Ansatz zehn Tage in einer dunklen Flasche ziehen. Filtern Sie die Lösung ab und bewahren Sie die Tinktur in einer dunklen Flasche auf, wo sie etwa ein Jahr lang haltbar ist. Nehmen Sie bei Bedarf dreimal täglich fünf Tropfen davon in Wasser gelöst ein.
  • Schöllkrautsaft gegen Warzen: Die Alkaloide im gelben Saft des Schöllkrauts helfen wirkungsvoll gegen virusbedingte Warzen. Pressen Sie einfach den milchigen Saft aus den Stängeln und tragen Sie ihn direkt auf die Warze auf. Alternativ können Sie auch Schöllkraut Urtinktur, die Ihnen der Arzt verschreiben muss, auftragen.
  • Schöllkrautsalbe gegen Hühneraugen: Erwärmen Sie 20 g Olivenöl, 10 g Lanolin und 5 g Bienenwachs vorsichtig in einem kleinen Töpfchen, bis die Fette geschmolzen sind. Rühren Sie dann 10 g Schöllkrauttinktur hinein und füllen Sie die noch flüssige Mischung in kleine Cremetöpfchen ab.
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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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