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Papaya - das Superfood der Naturvölker

Seit Jahrhunderten nutzen Naturvölker die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Papaya.  „Baum der Gesundheit“ so nannten die Indianer Mittelamerikas den Papaya-Strauch. Sie kultivierten die Pflanze, lange bevor Kolumbus ihren Kontinent betrat, und nutzten die zahlreichen, gesundheitsfördernden Eigenschaften der Frucht.

Später brachten Seefahrer die Papaya bis nach Asien. Heutzutage wird Papaya in vielen südlichen Regionen der Welt angebaut. Die größten Produzenten sind Brasilien und Indien.

Es gibt zwei Sorten von Papayas: die mexikanische, die bis zu 5 Kilogramm schwer sein kann, und die kleinere, hawaiianische Art, die meist in unseren Supermärkten zu finden ist.

Die Tropenfrucht besteht zu 87 Prozent aus Wasser und bringt es auf lediglich 32 Kilokalorien pro 100 Gramm und ist damit alles andere als eine Kalorienbombe. Weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zu anderen südländischen Früchten weist Papaya nur wenig Fruchtsäure auf. Selbst bei empfindlichem Magen können Sie also zugreifen.

Papaya, Papayakerne, Tropenfrucht, Heilpflanze© efired – Fotolia

Die Papaya war schon bei Naturvölkern als gesundheitsfördernde Frucht bekannt

 

Bei diesen Gesundheitsproblemen kann Ihnen Papaya helfen

  • Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Völlegefühl)
  • Immunschwäche (z. B. bei aufkommender Erkältung)
  • Atemwegsbeschwerden
  • Arteriosklerose
  • Darmparasiten (Würmer, Einzeller)
  • Magen-Darm-Infektionen
  • Immunschwäche
  • Entzündungen

Hilfe bei Atemwegsbeschwerden
In vielen Teilen der Welt werden Papayablätter als Sud aufgebrüht und bei Atemwegsproblemen wie Asthma oder Bronchitis getrunken. Aus gutem Grund: Die enthaltenen Senfölglykoside wirken schleimlösend. Trinken Sie täglich 2 bis 3 Gläser von einem Sud oder alternativ 2 bis 3 Tassen Tee, der aus Papayablättern hergestellt wurde.

Papaya-Blätter: Therapiebegleiter bei Krebserkrankungen?
Untersuchungen zeigen zudem, dass der Verzehr von Papayablättern das Wachstum von Krebszellen eindämmen kann. Darauf verweisen unter anderem zellbiologische Untersuchungen der Universität von Queensland in Australien aus dem Jahr 2015.

Carpain, ein Alkaloid der Papaya, soll der entscheidende Inhaltsstoff sein. Hier besteht allerdings noch weiterer Forschungsbedarf. Dennoch berichten Krebspatienten immer wieder, dass Papayablatt-Aufgüsse ihre Genesung unterstützt haben.

Schmeißen Sie Papaya-Kerne nicht weg!
Viele Menschen entfernen die schwarzen Samen der Papaya, bevor sie die Frucht essen. Doch das ist ein Fehler! In den Samen steckt das Enzym Papain. Papain wirkt einerseits entzündungshemmend, sodass Ihnen die Kerne beispielsweise bei entzündlichen Erkrankungen eine gewisse Linderung verschaffen.

Das eiweißspaltende Enzym Papain hat zudem eine verdauungsfördernde Wirkung und hilft bei Blähungen, Verstopfungen und Völlegefühl. Greifen Sie nach einem üppigen Mahl also ganz einfach zu einer Papaya als Dessert (mit Kernen!).

Kerne einer Papaya

Papain hilft insbesondere die Faserstoffe von Fleisch zu verarbeiten. Deshalb ist die Papaya vor allem nach dem Verzehr eines Fleischgerichtes zu empfehlen. Alternativ: Kauen Sie 3 bis 5 Papayakerne nach jeder Mahlzeit.

Doch Vorsicht: Leiden Sie unter Durchfall, dann lassen Sie besser die Finger von Papaya. Die verdauungsfördernde Wirkung könnte Ihre Beschwerden verschlimmern.

Papaya bekämpft Darmparasiten
Auch gegen den Befall mit Darmparasiten hilft Papaya. Sicherlich, Darmparasiten sind verstärkt ein Problem in südlichen Ländern. Aber auch hierzulande gibt es jährlich mehrere tausend Fälle.

Profitieren Sie von den antibakteriellen Eigenschaften
Studien konnten zeigen: Papayakerne schützen vor Magen-Darm-Bakterien wie etwa Staphylococcus aureus. Auf diese Mikroorganismen treffen Sie vor allem dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, beispielsweise in Krankenhäusern.

Knabbern Sie bei Ihrem nächsten Krankenhausaufenthalt also ganz einfach eine Handvoll Papaya-Kerne. Kerne gibt es in Drogerien, Apotheken, Reformhäusern oder auch in gut sortierten Supermärkten.

Geballte Vitamin C – Power

Vitamin C, Immunsystem, Abwehr© Adobe Stock – concept w

Papaya weist einen hohen Gehalt an immunstärkendem Vitamin C auf

Papaya gehört zu den sogenannten Superfoods, denn die zahlreichen Inhaltsstoffe können sich sehen lassen. Die Frucht ist reich an Vitamin C: In 100 Gramm Papaya stecken 80 Milligramm der immunstärkenden Substanz.

Dabei ist es für Sie wichtig zu wissen, dass der Vitamin-C-Tagesbedarf eines Erwachsenen bei 100 Milligramm liegt. Eine einzige Papaya-Frucht enthält also mehr, als Ihr Körper pro Tag benötigt. Nutzen Sie Papaya insbesondere jetzt in der kalten Jahreszeit, um einer aufkommenden Erkältung entgegenzuwirken.

Vitamin C gehört – genauso wie das ebenfalls in Papaya enthaltene Vitamin E – zu den sogenannten Antioxidantien. So werden Verbindungen genannt, die zellschädigende freie Radikale unschädlich machen und so beispielsweise Alterungsprozesse an den Gefäßen aufhalten. Provitamin A ist ebenfalls in Papaya enthalten, was sich letztendlich positiv auf Ihre Haut und das Sehvermögen auswirkt.

Die tropische Frucht liefert Ihnen zudem Eisen, Natrium, Kalzium, Magnesium, Folsäure, Phosphor, Selen und Niacin. Mit 190 Milligramm pro 100 Gramm ist die Papaya insbesondere ein sehr guter Kalium-Lieferant.

Und Kalium braucht ihr Körper für zahlreiche Aufgaben: Einerseits spielt der Mineralstoff eine zentrale Rolle bei der Weiterleitung von Reizen entlang eines Nervs. Kalium ist zudem für Ihre Muskulatur wichtig und auch an der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Achten Sie darauf, dass Sie täglich etwa 2.000 mg Kalium aufnehmen.

 

Tipp: Papayakerne als Pfeffer

Aufgrund ihres Geschmacks können Sie die Kerne auch als Pfefferersatz nutzen. Geben Sie die Kerne in eine Pfeffermühle und mahlen Sie damit über Ihr Essen. Über Salat gestreut verleihen die Kerne einen leicht scharfen Geschmack, ähnlich der Kapuzinerkresse.

Wie Sie Papaya außerdem nutzen können, habe wir Ihnen in einem Infokasten zusammengestellt. Sie werden sehen, die alte Indianer-Frucht steckt nicht nur voller gesunder Inhaltsstoffe, sondern überzeugt auch mit ihrem erfrischenden Geschmack. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Leitfaden Integration Papaya in Speiseplan

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