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Ginseng - erfahren Sie alles über die heilende Kraft der Wurzel

Inhalt

Steckbrief: Ginseng

Andere Bezeichnungen: Gilgen, Samwurzel oder Kraftwurz
Pflanzenfamilie: Araliengewächse (Araliaceae)
Wissenschaftlicher Name: Panax ginseng
Vorkommen: Gebirgs- und Waldregionen in Korea, China und Sibirien
Ernte: erst nach 4-6 Jahren möglich
Wirkung: Stärkung des Immunsystems, Verhinderung stressbedingter
Infektionserkrankungen, natürliches Potenzmittel

Das Leben verlängern, Alter und Krankheit besiegen, die Liebesfähigkeit erhalten, jünger und schöner machen: Das alles soll die Ginsengwurzel (Panax ginseng) bewirken. Der legendäre Ruf der Wurzel aus Asien ist seit Jahrhunderten ungebrochen. Nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) findet die Wurzel zur Behandlung und Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten Anwendung, auch in Europa erfreut sich Ginseng aufgrund seiner positiven Wirkung auf den Körper immer größerer Beliebtheit.

Ihr Genuss war dem Herrscherhof vorbehalten und dem Volk bei Todesstrafe verboten. Die Phytoöstrogene der Ginsengwurzel vermögen einen niedrigen Östrogenspiegel aufzufangen. Ist unerwünschte Kinderlosigkeit durch Hormonmangel bedingt, kann sie, wie der Ruf ihr nachsagt, Unfruchtbarkeit beheben.

Frauen in den Wechseljahren hilft sie vor allem, wenn Hitzewallungen und/oder Schlaflosigkeit durch Stress noch verstärkt werden. Denn die Ginsengwurzel z.B. in Form von Tee stärkt die Abwehrkräfte gegen Stress.

Ginseng für Frauen
Ginseng ist als Helfer bei unerfülltem Kinderwunsch schon seit vielen Jahrhunderten bekannt, auch heute noch weiß man um die heilsamen Wirkungen der enthaltenen Phytoöstrogene der Pflanze.

Das Leben verlängern, Alter und Krankheit besiegen, die Liebesfähigkeit erhalten, jünger und schöner machen: Das alles soll die Ginsengwurzel (Panax ginseng) bewirken. Der legendäre Ruf der Wurzel ist seit Jahrhunderten ungebrochen. Im alten China wachten die Kaiser eifersüchtig über den Alleinbesitz der Kostbarkeit.

Ihr Genuss war dem Herrscherhof vorbehalten und dem Volk bei Todesstrafe verboten. Die Phytoöstrogene der Ginsengwurzel vermögen einen niedrigen Östrogenspiegel aufzufangen. Ist unerwünschte Kinderlosigkeit durch Hormonmangel bedingt, kann sie, wie der Ruf ihr nachsagt, Unfruchtbarkeit beheben.

Frauen in den Wechseljahren hilft sie vor allem, wenn Hitzewallungen und/oder Schlaflosigkeit durch Stress noch verstärkt werden. Denn die Ginsengwurzel z.B. in Form von Tee stärkt die Abwehrkräfte gegen Stress.

Was ist Ginseng?

Ginseng (im Volksmund auch Gilgen, Samwurzel oder Kraftwurz genannt) ist eine seit mehr als 800 Jahren kultivierte Pflanzenart, welche als Basis für die Erzeugung vieler medizinisch-pharmazeutischer Heilmittel verwendet wird.

Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Araliengewächse (Araliaceae)
Unterordnung: Aralioideae
Pflanzengattung: Panax
Pflanzenart: Ginseng

Ginseng Pflanze

Ginseng (auch Asiatischer Ginseng oder Koreanischer Ginseng) ist eine Pflanze aus der Familie der Araliengewächse. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkt sich in erster Linie auf die Gebirgs- und Waldregionen des nördlichen Koreas, nordöstlichen Chinas und südöstlichen Sibiriens. Wilder Ginseng ist mittlerweile sehr selten geworden. Vor allem der Koreanische Ginseng ist vom Aussterben bedroht, auch weitere Panax-Arten stehen mittlerweile auf der roten Liste.

Der lateinische Name für Ginseng ist „Panax ginseng“. Die Bezeichnung „Panax“ leitet sich von der griechischen Göttin Panacea, welche die allheilende Göttin und Tochter der Äskulap war, ab. Übersetzt bedeutet der lateinische Begriff „Panax“ so viel wie „Allheilmittel“.

Der Begriff Ginseng hat seinen Ursprung im Chinesischen und heißt so viel wie „Menschenwurzel“. Diese Bezeichnung leitet sich der Gestalt der Wurzel ab, da sie einer abstrakten Erscheinungsform eines Menschen ähnelt. Spricht man von Ginseng ist meist der Asiatische oder Koreanische Ginseng gemeint.

Im Allgemeinen unterscheidet man 13 Ginseng-Arten. Hierzu zählen beispielsweise der Amerikanische Ginseng, der Japanische Ginseng sowie der Chinesische Ginseng.

Ginseng – Vegetative und generative Merkmale

Der Ginseng wächst als krautige Pflanze (d.h. er hat kein sekundäres Dickenwachstum und verholzt nicht) mit einer maximalen Wuchshöhe von 30-60 cm. Der Stock der Wurzel besteht meist aus 1-2 spindelförmigen Wurzeln (Abbildung A).

Die langstieligen Blätter stehen meist in nur einem Wirtel zusammen (Abbildung B). Die Blätter sind etwa 8-12 cm breit und elliptisch. Die Oberseite der Blätter ist kahl, die Unterseite hingegen ist mit ca. 1 mm langen Haaren (Trichome) besetzt.

Der Blütenschaft (Abbildung C) besteht aus einem doldigen Blütenstand aus 40-50 Blüten. Die eigentlichen Blütenstiele sind bis zu 1,5 cm lang. Die Blüten sind weiß-grün. Normalerweise ist nur ein Blütenkreis mit 5 Staubblättern vorhanden.

Arten von Ginseng

Es gibt sehr viele verschiedene Ginseng-Arten. Aber warum ist eine Unterscheidung eigentlich wichtig? Die am Markt befindlichen Panax-Arten unterscheiden sich sehr in der Heilwirkung. Der sogenannte „echte Ginseng“ (=Koreanischer Ginseng) weist mit mehr als 30 verschiedenen Ginsenoside die höchste Anzahl auf.

  1. Koreanischer Ginseng (Panax ginseng C.A. Meyer)
    Er ist ein Adaptogen. Enthält die meisten Ginsenoside und wirkt sich somit positiv auf den Stoffwechsel, die Hormone sowie das Nervensystem aus.
  2. Amerikanischer Ginseng (Panax quinquefolius)
    Die in Nordamerika beheimatete und kultivierte Pflanze ist mit Ihrer Heilkraft in keinster Weise mit der koreanischen Variante vergleichbar. Die Zahl bzw. das Spektrum der Ginsenosiden ist wesentlich geringer. Er enthält nur 13 Ginsengoside.
  3. Chinesischer Ginseng (Panax notoginseng)
    Hat seinen Ursprung in den Waldregionen Chinas und nur eine sehr schwache heilende Wirkung. Enthält 14 verschiedene Ginsenoside.
  4. Sibirischer Ginseng (Eleutherokokkus senticosus)
    Ist kein Ginseng im eigentlichen Sinn, wir aber oft als „Taiga Ginseng“ bezeichnet, um als Ginseng verkauft werden zu können.
  5. Japanischer Ginseng (Panax Japanicus)
    Er wird in der TCM seit mehr als 1000 Jahren als Heilkraut verwendet. Ihm wir entzündungshemmende und hämostatische Wirkung zugesprochen.

Heilwirkung von Ginseng

Anzahl der Ginsenoside im Überblick:
Koreanischer Ginseng30 Ginsenoside
Amerikanischer Ginseng13 Ginsenoside
Chinesischer Ginseng14 Ginsenoside
Japanischer Ginseng8 Ginsenoside
Sibirischer Ginseng0 Ginsenoside

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel

  • Triterpensaponine (Ginsenoside)
  • ätherisches Öl mit Sesqiterpen-Kohlenwasserstoffen
  • Panaxane
  • Zuckerverbindungen (Polysaccharide)

Verantwortlich für die gesundheitlichen Wirkungen des Ginsengs sind vor allem die Triterpensaponine. 30 verschiedene Ginsenoside konnten inzwischen unterschieden werden, die alle unterschiedliche Körpergewebe und Organe beeinflussen und gemeinsam eine komplexe Wirkung entfalten.

Ginseng Inhalsstoffe

Was sind Ginsenoside?

Ginsenoside sind seifenartige Stoffe, die nur im der Ginseng-Wurzel vorkommen. Sie sind die Hauptwirkstoffe in der Ginseng-Pflanze und werden auch als Adaptogen bezeichnet, da sie dem Organismus helfen körperliche sowie emotionale Stresssituationen auszugleichen.

Von den bisher 30 bekannten Ginsenosiden sind noch nicht alle Wirkungen bekannt. Das Spektrum an Ginsenosiden im Roten und Weißen Ginseng ist unterschiedlich.

Die wichtigsten Ginsenoside

Rb1, Rb2, RC und Rd, die zur Panaxdiol-Gruppe gehören sowie Rg1 und Re, die zur Panaxtriol-Gruppe gehören.

Unterteilung der Ginsenoside:

  • Panaxdiol-Gruppe
  • Panaxtriol-Gruppe
  • Oleanolsäure-Gruppe

Weißer Ginseng vs. Roter Ginseng – Was wirkt besser?

Gleiches Alter bzw. Qualität vorausgesetzt, lässt sich sagen, dass Weißer Ginseng ca. doppelt so viele Ginsenoside enthält wie Roter Ginseng. Aus diesem Grund wird Roter Ginseng meist 2 Jahre länger kultiviert bevor er verarbeitet wird.

Ginseng Wirkung

Wirkung: Wie wirkt Ginseng?

  • belebend
  • konzentrationsfördernd
  • immunstärkend
  • stressreduzierend
  • sexuell anregend
  • antioxidativ
  • blutgerinnungshemmend

Frauen in den Wechseljahren hilft Ginseng vor allem, wenn Hitzewallungen und/oder Schlaflosigkeit durch Stress verstärkt werden. die Ginsengwurzel z.B. in Form von Tee stärkt die Abwehrkräfte gegen Stress.

Über 20 Studien haben bereits die Wirkung von Ginseng bei körperlichem und seelischem Stress untersucht. Es zeigte sich übereinstimmend, dass die Pflanzenextrakte die körpereigene Stressabwehr durch eine Regelung des Nerven-Hormon-Systems (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-System) erhöhen können. Das führt sowohl zu einer Steigerung der körperlichen als auch der geistigen Leistungsfähigkeit

Die einzelnen Ginsenoside und deren Wirkung

Die folgende Tabelle enthält einen Auszug der verschiedenen Arten von Ginsenosiden sowie deren Heilwirkung auf den Körper.

GinsenosidGehalt in Weißem Ginseng (Gramm)Gehalt in Rotem Ginseng (Gramm)Wirkung
G-Ra10,030,02Anti-Schock-Wirkung
G-Rb10,50,4Blutdrucksenkend, krampflösend, senkt Körpertemperatur
G-Rc0,30,1Stoffwechselfördernd, Schutzwirkung für rote Blutkörperchen
G-Rg30,00030,029Antioxidativ
G-Re0,20,2Positiv auf Herz-Kreislauf-System, Anti-Streß-Wirkung
G-Rg10,20,3Blutdrucksteigernd, gegen Schlafprobleme und innere Unruhe
G-Ro0,020,045Entzündungshemmend, entgiftend, antithrombotisch

Dosierung Ginseng – Wie viel Ginseng pro Tag?

Die Einnahme von Ginseng wirkt sich positiv auf Körper und Geist aus. Um eine Heilwirkung zu erreichen, ist eine regelmäßige Einnahme erforderlich. Als Kur ist es sinnvoll Ginsengprodukte über einen Zeitraum von 3 Monaten zu sich zu nehmen.

Auch bei einem natürlichen Heilmittel wie Ginseng ist die richtige Dosierung entscheidend. Der oft verwendete Leitsatz „Viel hilft viel“ gilt hier allerdings nicht, da eine Überdosierung auch negative Nebenwirkungen mit sich bringen kann.

Wer Ginseng vorbeugend einnehmen möchte, sollte täglich 1 Gramm Ginsengextrakt zu sich nehmen. Bei akuten Beschwerden bzw. als Heilmittel bei körperlicher Erschöpfung werden 2 Gramm als Tagesdosis empfohlen.

Im Deutschen Arzneibuch (DAB) wird ein minimaler Ginsenosid-Gehalt von 1,5% gefordert. Dies führt dazu, dass in Deutschland bereits minderwertiger Ginseng Arzneiqualität aufweist. Koreanischer Ginseng hat meist einen Ginsenosiden-Gehalt von mehr als doppelt so viel.

In Korea werden oft höhere Dosierungen empfohlen. Hier wird die Tagesdosis für die vorbeugende Anwendung mit 9 Gramm angegeben. Im Krankheitsfall sogar mit bis zu 30 Gramm.

1 Gramm der Ginsengwurzel entspricht

  • 2 Ginseng Kapseln
  • 1 Messlöffel Ginseng Pulver oder Ginseng Extrakt

Anwendungsgebiete von Ginseng

Grundsätzlich hilft Ginseng bei der Stärkung des Immunsystems sowie bei Müdigkeit, Abgeschlagenheit und in Zeiten erhöhten Stressaufkommens. Besonders für Personen mit nachlassender Konzentration und Leistungsfähigkeit eignet sich die Einnahme von Ginseng.

Ginsengwurzel gegen Grippe

Ginseng in Schälchen
Ginseng kann Unfruchtbarkeit beheben. © Fotolia

Im asiatischen Raum wird die Ginsengpflanze schon seit vielen Jahrhunderten eingesetzt, um die Abwehr zu steigern. Nun konnten Forscher zeigen, dass sie auch bei Vorbeugung und Behandlung von Grippe hilft.

Die Wissenschaftler der George State University hatten im Laborversuch Lungenepothelzellen mit Influenza-A infiziert und mit dem Extrakt des Roten Ginseng behandelt. Danach schloss sich ein Tierversuch mit Mäusen an, die den Saft erhielten.

Die mit dem Extrakt behandelten Epithelzellen überlebten deutlich länger als unbehandelte. Der Grund war, dass durch den Extrakt Entzündungsprozesse in den Zellen bekämpft worden waren. Auch die Mäuse, die mit Ginseng behandelt worden waren, lebten länger als unbehandelte erkrankte Tiere.

Ginseng bei chronischer Müdigkeit und Stress

Ginseng hat anabole Wirkung und unterstützt die körperliche Leistungsfähigkeit. In mehreren Versuchen an Mäusen wurde bewiesen, dass durch die regelmäßige Einnahme von Ginseng die Leistungsfähigkeit gesteigert werden kann. So sollten in einer Versuchsreihe Mäuse bis zur Erschöpfung schwimmen. Jene Mäuse, welche zuvor regelmäßig Ginseng zu sich nahmen, hielten im Durchschnitt 50% länger durch.

Die positiven Auswirkungen von Ginseng auf die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit des Menschen führen Forscher auf das allgemein stabilere Immunsystem zurück. Zudem hat Ginseng eine belebende Wirkung ohne nervös zu machen.

Ginseng schützt die Leber

Ginseng aktiviert den Zellenstoffwechsel, was dazu führt, dass die Leber mehr Eiweiße, DNA und RNA produziert. Ginseng ist somit sogar in der Lage Schäden, welche durch ein Übermaß an Alkohol verursacht werden können, abzuwenden. Die Förderung der Leberaktivität führt zudem zu einer effizienten Entgiftung des Körpers.

Ginseng als Potenzmittel

Ist die sexuelle Energie durch Stress und Erschöpfung geschwächt, kann Ginseng die Liebeslust wecken. Die Wurzel kann positive Auswirkungen für Männer und Frauen haben.

Seine Phytoöstrogene tragen beispielsweise dazu bei, die Scheidenfeuchtigkeit zu erhalten. Für Männer mit Potenzproblemen kann die Einnahme ebenfalls positive Auswirkungen haben, da die Durchblutung gefördert und somit Erektionsprobleme beseitigt werden können.

Die positiven Auswirkungen des Ginsengs auf die Potenz wurden in einer Studie im Jahr 2002 belegt. So wurde bei mehr als 60% der Teilnehmer, welche bislang mit moderaten oder schweren Erektionsproblemen zu kämpfen hatten, eine verbesserte Erektionsfähigkeit festgestellt. Die Verbesserung erfolgte bereits nach einem Zeitraum von 8 Wochen.

Ginseng bei Wechseljahrbeschwerden

Depressive Verstimmungen, denen sich eine Frau in dieser hormonellen Übergangsphase oft ausgesetzt fühlt, kann er verscheuchen wie ein mildes Antidepressivum. Allgemein ist Ginseng als ein Mittel für die zweite Lebenshälfte bekannt, weil er den Alterungsprozess hinauszögert.

Daran haben die antioxidativ wirkenden Inhaltsstoffe und die im Alter oft fehlenden B-Vitamine großen Anteil. Aber auch wenn Sie durch eine längere Krankheit erschöpft sind, hilft Ihnen die heilende Wurzel körperlich und seelisch schneller wieder auf die Beine.

Auch typische Wechseljahrbeschwerden kann die regelmäßige Einnahme von Ginseng eindämmen. Altersbedingte Müdigkeit, Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, Depressionen oder Kopfschmerzen lassen sich dadurch nachhaltig eindämmen. Am besten eignet sich hierfür der koreanische Weiße Ginseng.

Ginseng bei Diabetes

Ginseng kann den Blutzuckerspiegel senken. Eine Diabetes-Erkrankung ist meist das Resultat einer ungesunden Ernährung im Alltag sowie fehlender Bewegung. Diabetes lässt sich zwar durch die Einnahme von Ginseng nicht beheben, allerdings wirkt sich der Ginseng positiv auf die Bauchspeicheldrüse aus. Ginseng ist somit eine gute Begleitung zu einer schulmedizinischen Behandlung, ersetzt diese jedoch nicht.

Ginseng und die Auswirkung auf den Blutdruck

Die Einnahme von Ginseng kann den Blutdruck sowohl senken als auch erhöhen. Wie der Ginseng im Einzelfall wirkt, hängt von der körperlichen Verfassung bzw. den Bedürfnissen ab. Befindet man sich in einer Lebensphase mit dauerhaftem Stress so wirkt der Ginseng meist blutdrucksenkend. Zur Senkung des Blutdrucks eignet sich Roter Ginseng am besten. Um den Blutdruck zu erhöhen, ist Weißer Ginseng die bessere Wahl.

Die regelmäßige Einnahme von Ginseng kann Arteriosklerose, Schlaganfall und anderen Herzkrankheiten vorbeugen. Die blutdrucksenkende Wirkung kann sogar einige Zeit nach Absetzen des Heilmittels anhalten.

Zudem lässt sich mit Ginseng eine Therapie gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen unterstützen, da die Ginsenoside das Blut fließfähig halten und somit positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel, Herzmuskulatur und Sauerstofftransport haben.

Welche Nebenwirkungen hat Ginseng?

Bitte beachten Sie: Gefährliche Nebenwirkungen von Ginseng sind nicht bekannt. Trinken Sie aber viel Kaffee, kann eine Einnahme zu Nervosität und/oder Blutdruckerhöhung führen. Auf manche Frauen wirkt langwährender Gebrauch zu stark dynamisierend. Sind Sie ohnehin im Dauerstress, könnten Sie „überdrehen“ (Vorsicht Koffein).

Also spätestens, wenn Hektik Sie befällt und Ihr Nachtschlaf leidet, ist es an der Zeit für die immer notwendige Einnahmepause. Allgemein gilt: Machen Sie nach 2 oder eventuell 3 Monaten Einnahme eine Pause von einem Vierteljahr.

Ginseng kaufen: Woher bekomme ich Ginseng-Präparate oder -wurzel?

Da Ginseng in unserem Klima nicht gedeiht, sind wir auf Präparate angewiesen, die aus importierter Ware hergestellt werden. Meist ist die Handelsware nach den Herkunftsländern benannt, wo Ginseng in großen Kulturen angebaut wird; am häufigsten seine Urheimat Korea und die Mandschurei.

Doch nicht überall, wo Ginseng draufsteht, ist auch tatsächlich Ginseng drin. Der beste, wildwachsende Chinesische Ginseng ist nahezu unbezahlbar. Japanischer Ginseng hingegen gilt als weniger hochwertig. Der Boom, den die Ginsengwurzel bei uns erlebt, verführt allerdings Hersteller auch zu Fälschungen und zu Vermischung mit verwandten Arten.

  • Ginseng-Präparat aus der Apotheke

Darum ist es sinnvoll, ein Ginseng-Präparat nur in der Apotheke zu kaufen. Sie haben die Auswahl unter Präparaten, die auf ein bestimmtes Maß standardisiert sind. Empfohlen wird eine über den Tag verteilte Tagesdosis bis zu 1 g (in Ausnahmefällen bis zu maximal 2 g).

  • Ginsengwurzel in Kräuterhandlung

Sie können auch in Kräuterhandlungen zerkleinerte Ginsengwurzel bekommen und zu einem Absud aufkochen oder als Ginseng-Tee zubereiten. Aber dann ist die Einhaltung eines Standards nahezu unmöglich. Außerdem ist fraglich, ob in dem Schnittgemisch die zarten Seitenwurzeln mit verarbeitet sind, in denen die meisten Ginsenoide stecken.

  • Ginseng-Pulver

Bei Drogenpulver zur Einnahme ist die Standardisierung ebenfalls problematisch, was die Qualität nun schwer einschätzen lässt.

Nicht verwechseln: Ginseng vs. Ginkgo – Was ist der Unterschied?

Aufgrund des sehr ähnlichen Namens und der Anwendung in der Traditionellen Chinesischen Medizin werden die beiden gerne verwechselt. Dennoch sind dies sehr unterschiedliche Pflanzen.

Ginseng ist eine Heilpflanze, deren Wurzel verarbeitet wird. Der Ginkgohingegen ist ein Baum, dessen Blätter als natürliches Heilmittel weiterverarbeitet werden. Auch eine Verwechslung mit Ingwer findet immer wieder statt. Auch hier gilt strikt zu trennen, zumal sich der Geschmack beider deutlich unterscheidet. Ginseng schmeckt im Gegensatz zu Ingwer eher bitter und nicht scharf.

Ginseng und Kaffee?

Laut der traditionellen Einstellung bzw. Meinung der Chinesen ist eine gleichzeitige Einnahme von Ginseng und Kaffee zu vermeiden, da Koffein sowie andere Milchprodukte die Wirkung von Ginseng unterbinden. So soll es bei gleichzeitiger Einnahme auch zu einer Erhöhung des Blutdrucks sowie Nervosität kommen. Aus diesem Grund sollte man Ginseng Kapseln oder Ginseng Extrakt nicht gleichzeitig mit dem Morgenkaffee einnehmen und mindestens eine Stunde Zeit vergehen lassen.

Studien zu Ginseng

Über die Wirksamkeit von Ginseng finden sich immer wieder widersprüchliche Studienergebnisse. Eine kürzlich veröffentlichte Übersichtsarbeit (Shergis et al. 2012) hat insgesamt 65 kontrollierte Studien sowie deren Ergebnisse analysiert und zusammengefasst. Die Analyse bestätigt den positiven Einfluss von Ginseng auf die verschiedenen Körperfunktionen.

So hat Ginseng beispielsweise positive Auswirkungen auf den Glukosestoffwechsel, wodurch vor allem Diabetes-Patienten stark profitieren können. Auch die Stärkung des allgemeinen Immunsystems wurde hervorgehoben. Schwerwiegende Nebenwirkungen wurde keine beobachtet.

Zubereitung & Geschmack von Ginseng

Die Ginseng Wurzel kann roh, gekocht, gebraten oder gedünstet verzehrt werden. Der Geschmack von Rotem und Weißem Ginseng ist leicht unterschiedlich. So schmeckt Weißer Ginseng leicht bitter und erinnert etwas an Lakritze. Roter Ginseng hat einen leicht seifigen Geschmack. Die Ginsengwurzel enthält eine Reihe von Mineralstoffen wie Natrium, Magnesium, Kalium und Kalzium sowie Spurenelemente wie Eisen und Zink.

In der asiatischen Küche findet sich Ginseng vor allem in Suppen oder Tee. Die Haltbarkeit von Ginseng nach der Ernte wird mit ca. 1 Woche angegeben. Da die Wurzel einen hohen Anteil an Wasser enthält, ist sie anfällig für Schimmel. Mit der Lagerung und dem Austreten der Feuchtigkeit nimmt die Konzentration der Bitterstoffe zu, was sich dann im Geschmack zeigt.

Ginseng-Tee

  1. Übergießen Sie 1 bis 2 Teelöffel der kleingeschnittenen Wurzel mit 250 ml kaltem
  2. Lassen Sie die Wurzelstücke 4 Stunden
  1. Filtern Sie den Sud ab.

Erwärmen Sie ihn.

Ginseng-Tinktur

  1. Stärkende Ginseng-Tinktur
    Übergießen Sie 100 g getrocknete und kleingeschnittene Ginsengwurzel mit 500 ml Wodka.
  2. Lassen Sie den Ansatz 2 Wochen lang an einem kühlen, dunklen Ort ziehen.
  3. Schütteln Sie in das Glas täglich 1-mal durch.
  4. Pressen Sie anschließend die Wurzelstücke aus.
  5. Füllen Sie die Tinktur in eine dunkle Flasche.

Nehmen Sie bei körperlicher Schwäche 3-mal täglich einen 1/2 Teelöffel davon ein.

Ginseng-Wein

  1. Übergießen Sie 30 g getrocknete, sehr klein geschnittene Ginsengwurzel mit einer Flasche trockenem Weißwein.
  2. Fügen Sie jeweils einen 1/4 Teelöffel Zimt und Vanille-Mark hinzu.
  3. Lassen Sie das Gemisch 2 Wochen im Kühlschrank stehen.
  4. Filtern Sie die Rückstände ab.

Trinken Sie zur Erholung nach schwerer Krankheit oder zur Stärkung der sexuellen Potenz täglich 1 Schnapsgläschen davon.

 

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