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Wie krank müssen Sie sein, um einem Gerichtstermin fernzubleiben?

Gerichtsverhandlungen und Vernehmungen sind Ereignisse, auf die können Sie alle verzichten. Auch wenn man „nur“ Zeuge ist, fühlt man sich unwohl, fast schuldig, hat ein schlechtes Gewissen und möchte am liebsten nicht hingehen. Da kommt ein Knöchelbruch, eine Migräne oder auch ein Hexenschuss gerade recht, um den Hausarzt um ein Attest zu bitten. Darauf soll er bescheinigen, dass Ihnen aufgrund der Erkrankung ein Erscheinen vor Gericht nicht möglich ist. Aber so einfach ist das nicht!

Wann sind Sie vernehmungsunfähig?

Vernehmungsfähig sind Sie, wenn Sie den Sinn der Ihnen vor Gericht gestellten Fragen verstehen und vernünftig antworten können. Diese Antwort muss Ihre freie Willensentscheidung sein.

Vernehmungsunfähig sind Sie, wenn Ihr Denken, Ihr Antrieb, Ihr Willen und Ihr Gedächtnis beeinträchtigt sind oder sogar eine Bewusstseinsstörung vorliegt. Ihr Gedächtnis und die Erinnerung können etwa durch Durchblutungsstörungen des Gehirns im Rahmen einer Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder nach einem Schlaganfall gestört sein.


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Auch Alkoholismus, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit sowie ein Entzug von diesen Stoffen kann die oben genannten psychomentalen Funktionen einschränken und Vernehmungsunfähigkeit hervorrufen. Gleiches gilt für eine schwere Depression, eine Psychose wie etwa eine akute Schizophrenie oder ein Demenzleiden. Natürlich kann Vernehmungsunfähigkeit auch vorsätzlich und schuldhaft „vorgetäuscht“ werden durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Drogen. Über die Vernehmungsfähigkeit entscheidet ein forensisch erfahrener Psychiater.

Beispiele:

  • Ein Armbruch macht eine Sekretärin arbeitsunfähig, aber noch lange nicht vernehmungsunfähig. Hier ist eher die Frage der Transport- und Reisefähigkeit zum Gerichtsort zu klären. Letzteres nennt man die Terminfähigkeit.
  • Hatten Sie einen Herzinfarkt vor einem Monat, dürfen Sie noch nicht arbeiten gehen, Ihre Belastbarkeit ist noch nicht wieder ausreichend hergestellt. Vor Gericht müssen Sie jedoch wahrscheinlich erscheinen.
  • Auch die Einnahme von Medikamenten, die zentralnervös, d. h. auf das Gehirn, wirken, wie z. B. Schlafmittel, Antiepileptika oder Antidepressiva, begründet ebenfalls noch nicht das Fernbleiben vom Gerichtstermin. Hier wird im Einzelfall entschieden, ob diese Arzneimittel in der individuellen Situation die freie Willensäußerung beeinflussen.

Essen ohne Kohlenhydrate?

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Wann besteht Terminunfähigkeit?

Vernehmung- und Terminunfähigkeit sind zwei verschiedene Dinge. Sie können terminunfähig, aber trotzdem vernehmungsfähig sein.

Patientenzufriedenheit

PatientenrechteUnter Patientenrechten fasst man die Rechte von Patienten gegenüber Ärzten und anderen Heilbehandlern im Gesundheitswesen zusammen. Darunter fallen beispielsweise Physiotherapeuten oder Heilpraktiker. Patientenrechte umfassen verschiedenste Gebiete. Dazu zählen das Selbstbestimmungsrecht… › mehr lesen

Von Terminunfähigkeit spricht man, wenn Ihre Reisefähigkeit zum Gerichtsort eingeschränkt ist. Das ist unabhängig von den oben erwähnten Erkrankungen natürlich bei vielen anderen Krankheiten möglich: