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Diese Heilpflanzen schützen Sie vor Arthroseschmerzen!

Fast alle Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter Arthrose. Manche nehmen die Schmerzen kaum wahr, bei anderen schmerzen die betroffenen Gelenke so stark, dass sie sie kaum bewegen können. Eine Fehlbelastung über Jahre hinweg, aber auch eine Gelenküberlastung, etwa durch Übergewicht, sind Gründe für die starken Schmerzen.

Gegen die entzündeten, geschwollenen und schmerzenden Gelenke verordnen viele Ärzte Schmerzmittel. Teilweise aber helfen Ihnen auch Naturheilmittel, diese können die medikamentöse Therapie unterstützen, im Frühstadium eventuell auch ersetzen.

Das Tückische an der Zivilisationskrankheit Arthrose ist, dass Sie sie am Anfang gar nicht bemerken werden. Denn in den ersten Monaten macht sich eine Arthrose fast immer nur durch Steifigkeit und Spannung in den Gelenken bemerkbar. Auch verstärkte Wetterfühligkeit kann ein Anzeichen für die Gelenkerkrankung sein.

Häufig sind zunächst kleinere Gelenke wie Finger und Zehen betroffen. Wenn die sogenannten Anlaufschmerzen hinzukommen, wird vielen Menschen klar, dass sich bei ihnen eine Arthrose entwickelt hat.

Sie leiden dann unter den typischen Gelenkschmerzen, die zu Beginn einer Bewegung sehr stark sind und dann, mit fortschreitender Bewegungsdauer, immer mehr nachlassen. Da eine Arthrose chronisch ist, lässt sie sich nicht heilen. Aber die Symptome und die Schmerzen können Sie sehr gut lindern – auch mit Naturheilmitteln.

Naturpräparate können Schmerzmittel ersetzen

Wenn Sie unter starken Schmerzen leiden, empfehlen die meisten Ärzte schnell Schmerzmittel. Neben Paracetamol und Aspirin sind das die sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika. Hierzu gehört unter anderem Ibuprofen. Allerdings können solche Schmerzmittel schwere Nebenwirkungen haben.

So kann Aspirin zum Beispiel Ihrem Magen schwer schaden und zu Magenblutungen, aber auch zu Leberschäden führen. Sie sollten solche Schmerzmittel daher nur im Notfall nehmen. Versuchen Sie es doch erst einmal mit Naturheilmitteln.

Studien zeigen, dass es eine ganze Reihe von Mitteln gibt, die Ihnen bei Arthroseschmerzen helfen und Sie vor weiteren Schmerzen schützen können. Zu diesen Naturheilmitteln gehören:

Weidenrinde: Dabei handelt es sich um die Rinde der Silberweide, aus der ein Wirkstoff mit Namen Salicin hergestellt wird. Übrigens ist er die Grundlage für Acetylsalicylsäure, also für Aspirin. Die Weidenrinde kann Ihre Arthroseschmerzen fast komplett verbannen.

Das hat eine Studie der Universität Freiburg ergeben. Hierfür erhielten rund 80 Patienten entweder 1.360 mg Weidenrindenextrakt täglich oder ein Placebo. Schon nach zwei Wochen hatten sich die Schmerzen bei denjenigen, die Weidenrinde einnahmen, im Vergleich zur Placebogruppe um 80 % verringert.

Ein Weidenrindenpräparat ist zum Beispiel Assalix. Aber auch Esche und Pappel haben ähn liche Inhaltsstoffe und wirken schmerzlindernd. Es gibt sie als Kombinationspräparat unter dem Namen Phytodor.

Hagebutte: Mehrere wissenschaftliche Studien, unter anderem an der Universität Kopenhagen, haben sich damit beschäftigt, wie sich Hagebutten auf die Arthrosebeschwerden auswirken. Besonders eine spezielle Hagebuttenart hat sich bei diesen Studien als hilfreich erwiesen.

Es handelt sich um eine Pflanze, die über einen hohen Anteil des Galactopeptids GOPO verfügt. Diese Hagebuttenart verringert nicht nur die Schmerzen der Arthrose so stark, dass die Studienteilnehmer rund 50 % weniger Schmerzmittel einnehmen mussten, sie bremste auch den Abbau des Gelenkknorpels.

Sie können dieses Hagebuttenpulver in der Apotheke unter dem Namen Litozin kaufen. Es enthält 5 Gramm Hagebuttenextrakt, die empfohlene Tagesdosis, für rund 20€.

Teufelskralle: In mehreren Studien, zum Beispiel an der Universität Kiel, hat sich gezeigt, dass der Extrakt aus der Wurzel der Teufelskralle Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen kann. Fast 70 % aller Teilnehmer der unterschiedlichen Studien gaben an, dass sich ihre Schmerzen deutlich verringert haben und sich auch ihre Beweglichkeit verbesserte.

Aber Vorsicht: Diese Erkenntnisse gelten nicht für jedes Präparat mit Teufelskralle. Wählen Sie einen sogenannten „wässrigen Extrakt“ aus. Das ist zum Beispiel Doloteffin R, den Sie für rund 25€ in der Apotheke erhalten. Sie müssen das Präparat zudem mindestens zwei bis drei Monate unter ärztlicher Aufsicht einnehmen.

Vitamin E aus Weizenkeimen: Wenn Sie dieses Vitamin zu sich nehmen, schützen Sie sich vor freien Radikalen, die durch die Arthrose-Entzündungen im Körper ausgeschüttet werden und Ihre Beschwerden verschlimmern. Zudem ist Vitamin E in der Lage, die Bildung von Botenstoffen im Körper zu verhindern, die Entzündungen und dadurch neue Schmerzen fördern.

Achten Sie darauf, dass Sie hoch dosiertes Vitamin E aus Pflanzenölen kaufen, beispielsweise aus Weizenkeimen oder Soja. Es hat sich für diesen Verwendungszweck als besonders hilfreich erwiesen.

Grünlippmuschel: Diese Muscheln kommen in Neuseeland vor und liefern wichtige Stoffe für Ihre Knochengesundheit. Sie enthalten Glykosaminoglykane. Diese Bestandteile finden sich auch in Ihrem Körper: Aus ihnen wird Knorpel, aber auch Gelenkschmiere hergestellt.

Außerdem enthalten die Muscheln Omega- 3-Fettsäuren. Diese haben ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung und lindern so Ihre Schmerzen. Grünlippmuschel-Konzentrat erhalten Sie in der Apotheke, es kostet rund 20€ für einen Monat.

Mit diesen Hausmitteln helfen Sie sich bei Arthroseschmerzen

Es gibt jahrhundertealte Hausmittel, die Ihre Arthroseschmerzen ebenfalls lindern und Sie vor neuen Schmerzen schützen können. Hierzu gehören:

Schwedenkräuter: Die Hauptbestandteile dieser Kräuter mischung sind Aloe, Myrrhe, Safran, Kampfer und Angelikawurzel. Die Mixtur kann Ihnen vor allem bei Fingerarthrose helfen. Dazu müssen Sie aus den Kräutern den sogenannten Schwedenbitter herstellen.

Setzen Sie dazu einen Beutel der Schwedenkräuter (Menge für 0,7 Liter, aus der Apotheke) mit einer Flasche 40-prozentigem Korn an und lassen Sie die Mischung maximal vier Wochen, mindestens aber zwei Wochen lang an einem warmen Ort ziehen. Schütteln Sie die Mischung jeden Tag, und seihen Sie sie nach frühestens 14 Tagen ab.


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Füllen Sie die Flüssigkeit in eine Flasche, die Sie kühl aufbewahren. Tränken Sie abends ein Leinen- oder ein Taschentuch aus Leinen mit dem Schwedenbitter, und wickeln Sie es um die schmerzenden Finger. Tragen Sie diesen Verband die ganze Nacht hindurch. Nach drei bis vier Nächten sind die Schmerzen deutlich geringer.

Kastanientinktur: Bei Gelenkschmerzen, ganz gleich an welcher Stelle Ihres Körpers, kann diese Tinktur helfen. Sammeln Sie dafür rund 20 Kastanien der rot blühenden Kastanienbäume. Zurzeit können Sie diese noch draußen finden.

Schneiden Sie die Kastanien in Würfel, und geben Sie sie in eine Flasche mit 1 Liter Wacholderschnaps. Lassen Sie die Mischung zwei Wochen ziehen, dann seihen Sie sie ab. Reiben Sie die schmerzenden Gelenke täglich mit der Kastanientinktur ein.

Beinwell-Brei: Bei Beinwell handelt es sich um eine Pflanze, die schon seit Jahrhunderten zur Behandlung von Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt wird. Beinwell finden Sie bis zum Spätherbst, Sie können die Pflanze aber auch selbst im Blumentopf ziehen.

Für einen Beinwell-Frischpflanzenbrei brauchen Sie alle Pflanzenteile bis auf die Wurzel. Zerquetschen Sie sie mit einem Nudelholz auf einem Leinentuch, und legen Sie das Tuch mit dem Pflanzenbrei dann 15 Minuten lang auf die schmerzende Stelle auf. Der Brei lindert nicht nur die Schmerzen, sondern wirkt auch entzündungslindernd und abschwellend.

Senfwickel: Sie brauchen für einen Wickel drei bis vier gehäufte Esslöffel schwarzes Senfmehl (aus der Apotheke). Verrühren Sie es mit warmem Wasser. Vorsicht: Das Wasser darf nicht heißer als 60 Grad sein. Tragen Sie den Brei gleichmäßig auf eine Mullbinde auf, und legen Sie dann eine Schicht Mullbinden darüber.

Der Senfbrei darf nicht direkt mit der Haut in Berührung kommen, da die Wirkstoffe im Senfmehl die Haut reizen können. Legen Sie die Kompresse auf das schmerzende Gelenk, und schlagen Sie ein warmes Tuch darüber.

Lassen Sie den Verband bis zu 15 Minuten aufliegen, und machen Sie ihn drei bis viermal pro Woche. Achtung: Ein Senfmehlverband lindert zwar gut Ihre Schmerzen, aber er darf nicht bei akut entzündeten Gelenken verwendet werden.

Brennnessel: Das ist sicherlich die unangenehmste Methode, aber außerordentlich hilfreich: eine tägliche Abreibung des schmerzenden Gelenks mit frischen Brennnesselblättern. Vielleicht graust es Ihnen schon bei dem Gedanken daran, sich freiwillig den Nesselschmerzen auszusetzen, die die Brennnesselblätter auf der Haut verursachen.

Aber die Blätter der Pflanzen enthalten Histamin, Serotonin und Acetylcholin – alles Stoffe, die in der Lage sind, die Schmerzrezeptoren des Körpers zu beruhigen und so für ein Nachlassen der Arthroseschmerzen sorgen. Durch die Reibung gelangen diese Stoffe in Ihre Haut.

Reiben Sie die betroffenen Gelenke täglich rund 30 Sekunden lang mit frisch gepflückten Brennnesselblättern ein – fassen Sie die Blätter aber nur mit Plastikhandschuhen an. Ihre Haut um das betroffene Gelenk sollte sich röten.

 

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