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Kopfschmerzen und was man dagegen tun kann

Viele Menschen leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen und es gibt eine Vielzahl an Auslösern, Symptomen und Ausprägungen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Verschiedene Auslöser möglich
  2. Spannungskopfschmerzen
  3. Tipps gegen Alltagskopfschmerzen

Kopfschmerzen© Fotolia – weseetheworld

Verschiedene Auslöser möglich

Oft sind es bestimmte Nahrungsmittel oder Situationen, die Kopfschmerzen auslösen. Ihre Erste Hilfe gegen Kopfschmerzen kann aus diesem Grund darin bestehen, diese Auslöser zu vermeiden:

  • Zigarettenrauch
  • Alkohol (vor allem Rotwein)
  • Gewürze (Grillgewürze, asiatische Gewürze)
  • Käse und Zitrusfrüchte
  • Glutamat (Geschmacksverstärker in vielen Fertiggerichten und chinesischen Speisen)
  • Stress
  • Angst
  • Leistungsdruck
  • Finanzprobleme
  • Familienkonflikte
  • Erschöpfung
  • Menstruation
  • Wetterumschwung
  • Klimawechsel
  • Lichtreize
  • Lärm
  • Gerüche
  • Sauna
  • Medikamente
  • Änderungen des Schlafrhythmus
  • Ortswechsel

Kaugummikauen kann zu schweren Kopfschmerzen führen

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben jetzt herausgefunden, dass das ständige Kauen von Kaugummi negative Folgen haben kann. Die Forscher hatten 30 Kinder und Jugendliche mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren sowohl zu ihrem Kaugummi-„Genuss“ als auch zu gesundheitlichen Beschwerden befragt. Dabei fanden sie heraus, dass 60 Prozent der Kinder unter Migräne litten und 40 Prozent oft Spannungskopfschmerzen hatten.

Dann mussten die jungen Teilnehmer einen Monat lang auf Kaugummis verzichten. Es zeigte sich, dass bei 19 Teilnehmern in dieser Zeit die Schmerzen verschwanden, bei weiteren sieben waren sie deutlich verringert. Nach dieser Zeit begannen viele der Jugendlichen, wieder Kaugummi zu kauen, teilweise bis zu sechs Stunden am Tag. Und es zeigte sich, dass die Beschwerden wieder auftraten. Die Wissenschaftler kennen die genauen Ursachen hierfür noch nicht. Es kann aber sein, dass die starke Beanspruchung des Kiefergelenks zu den Beschwerden führt.

Wenn die innere Anspannung in den Kopf steigt

Neben Rückenschmerzen gehören die Kopfschmerzen zu den am weitesten verbreiteten Schmerzzuständen. Schmerztabletten können diese zwar momentan vertreiben, doch auf Dauer sind sie allein schon wegen ihrer schädlichen Nebenwirkungen keine Lösung. Mit diesen Tipps werden Sie in vielen Fällen das plagende Kopfweh auch ohne Pharma-Keulen wieder los:

  • Sitzen Sie den ganzen Tag? Dann achten Sie bitte darauf, wie Sie sitzen. Ein krummer Rücken kann zu Verspannungen führen, die sich über den Nacken bis in den Kopf auswirken. Wichtig auch: Ein Schreibtischstuhl mit Armlehnen. Auch dadurch wird die Muskulatur Ihres Schultergürtels entlastet. Stehen Sie alle 45 Minuten einmal auf und laufen Sie für zwei bis drei Minuten herum. Oder verlegen Sie Ihren Arbeitsplatz zwischenzeitlich an ein Stehpult.
  • „Das bereitet mir Kopfschmerzen“ sagt man, wenn man über einem Problem brütet oder sich einer Konfliktsituation ausgesetzt fühlt. In der Tat können psychische Belastungen der Auslöser von Kopfweh sein. Gehen Sie den ursachen auf den Grund. Autogenes Training oder Entspannungstechniken können Ihnen dabei Hilfestellung leisten.
  • Verspannte Muskeln reagieren positiv auf Wärme. Ein warmes Dinkelkissen, eine Infrarotlampe oder ein warmes Bad können Wunder wirken.
  • Versuchen Sie auch Folgendes: Bei den ersten Anzeichen von Kopfweh verreiben Sie etwas Pfefferminzöl (Drogerie, Reformhaus) auf Schläfen und Stirn.

Spannungskopfschmerzen

Bei der episodischen Form von Spannungskopfschmerz treten die Schmerzen stunden- bis tageweise auf. Sie können unbehandelt von 30 Minuten bis zu einer Woche dauern; treten jedoch auch kurzfristig an insgesamt seltener als 180 Tagen im Jahr auf. Zwar beeinträchtigen die Kopfschmerzen die Aktivität der Betroffenen, verhindern sie aber nicht komplett, wie das bei Migräne oft der Fall ist. Ebenso wenig ist der Patient gleichzeitig lärm- und lichtempfindlich, kann jedoch unter einer der beiden Störungen leiden.

Um den Verlauf der Schmerzen möglichst genau zu dokumentieren, sollten Sie ein Kopfschmerztagebuch führen. Das gilt auch für alle anderen Varianten von Kopfschmerzen. Es hilft bei der Diagnose und erleichtert eine individuelle, gezielte Behandlung. Vergessen Sie nie, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, die Schmerzen loszuwerden. Gegebenenfalls wenden Sie sich an einen auf diesem Gebiet geschulten Arzt, eventuell in einer Schmerzambulanz oder in einer Migränepraxis. Die Adressen können Sie bei der für Ihr Bundesland zuständigen Landesärztekammer erfragen. Deren Adresse wiederum erfahren Sie auch über Ihre Krankenkasse.

„Halswirbelkopfschmerz”

Eine Fehlhaltung der Halswirbelsäule durch einseitige Tätigkeit oder ein falsches Kopfkissen kann die den Kopf versorgenden Blutgefäße so abklemmen, dass es zu Spannungskopfschmerzen und/oder Schwindel kommen kann. Aber „verkrampfte” Halswirbel oder Nackenmuskulatur sind nicht unbedingt die Ursache für Kopfschmerzen. Umgekehrt können Kopfschmerzen in Nacken und Schulter ausstrahlen.

Tipps gegen Alltagskopfschmerzen

  • Es soll Ihnen ein Licht aufgehen. Gerade schlechte Beleuchtung ist eine der Hauptursachen für Alltagskopfschmerzen, denn Ihre Augen werden durch mangelndes Licht überanstrengt. Richtig gut tut Ihnen Tageslicht. Es bessert nicht nur Ihre Schmerzen, sondern auch Ihre Laune. Verzichten Sie in den Räumen, in denen Sie sich tagsüber häufig aufhalten, auf Rollos. Brauchen Sie eine Lampe, sollte deren Lichtstärke mindestens 500 Lux betragen. Mittlerweile gibt es Tageslichtlampen von fast allen großen Beleuchtungsfirmen. Tauschen Sie Ihre normale Glühlampe dagegen aus.
  • Schalten Sie Lärm ab. Geräusche sind ein immer wieder unterschätzter Stressfaktor, der Sie nicht nur stört, sondern auch zu Alltagskopfschmerzen führen kann. Lärmquellen gibt es viele. Das kann der Computer sein, ein Radio, der Straßenverkehr, das Telefon oder die Klimaanlage. Sie alle machen nicht nur konzentriertes Arbeiten schwer, sondern können auch Kopfschmerzen verursachen. Sie sollten schon beim Kauf auf die Lärmfrequenz von Geräten achten. Manche Geräte können Sie auf Schallschutz-Unterlagen stellen, wie zum Beispiel Waschmaschinen, wenn sie in der Wohnung stehen. Bei vielen Geräten wird heute übrigens schon die Laut­stärke auf dem Etikett angegeben. Die Einheit ist Dezibel (dB), der Wert sollte 50 dB nicht überschreiten.
  • Sitzen Sie richtig. Sind Ihre Stühle zu hoch oder Ihre Tische zu niedrig, sitzen Sie ständig in verkrümmter Haltung. Das führt dazu, dass sich Ihre Muskeln verspannen und kann ebenfalls ein Auslöser für Kopfschmerzen sein. Das richtige Maß zueinander haben Tische und Stühle, wenn Ihre Knie einen rechten Winkel bilden und auch die Ellenbogen im 90-Grad-Winkel gebeugt sind. Sie müssen außerdem bei geradem Rücken Ihre Arme auf die Tischplatte legen können.
  • Achten Sie auf das richtige Klima. Ist die Umgebungsluft bei Ihnen verbraucht, kann das Kopfschmerzen genauso begünstigen wie zu kalte Luft. Optimal sind Temperaturen zwischen 19 und 23 °C, je nach persönlichem Kälteempfinden. Umgeben Sie sich zudem mit Grünpflanzen. Diese erhöhen die Luftfeuchtigkeit und produzieren Sauerstoff. Es gibt auch Pflanzenarten, die Schadstoffe aus der Luft filtern. Empfehlenswert sind Pflanzen wie Efeu und Grünlilie.
  • Schalten Sie mal ab. Auch Pausen sind wichtig, egal ob bei der Büro- oder bei der Hausarbeit. Aber lassen Sie nicht einfach nur alles fallen und setzen sich in die nächste Ecke. Werden Sie stattdessen aktiv. Gehen Sie ein Stück spazieren oder machen Sie kleine Gymnastikübungen.
  • Im Schmerzfall helfen Entspannungsübungen. Gerade Entspannungsübungen sind gut, um im Akutfall die Kopfschmerzen relativ schnell zu lindern. Eine Übung sieht zum Beispiel so aus: Sie setzen sich hin, Ihre Füße stehen schulterbreit auseinander. Legen Sie Ihre Hände auf Ihre Oberschenkel. Sie blicken geradeaus. Nun drehen Sie Ihren Kopf nach rechts, heben das Kinn an und atmen dabei ein. Schauen Sie wieder geradeaus, senken Sie Ihr Kinn Richtung Brust und atmen Sie aus. Wiederholen Sie die Übung zur linken Seite.
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