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Schwangerschaft: Lernen Sie erste Anzeichen zu deuten

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Der Unterleib krampft, die Brüste spannen und beim morgendlichen Geruch von Kaffee tritt plötzlich Übelkeit auf. All diese Anzeichen können für eine Schwangerschaft sprechen. Gerade in den ersten Wochen, wenn noch nicht klar ist, ob die Regel ausbleibt oder es noch zu früh für einen Ultraschall ist, sind viele Frauen nervös. Sie achten dann besonders verstärkt auf ihren Körper.

Es gibt jedoch auch Frauen, die erst nach einigen Wochen merken, dass sie schwanger sind und vorher keinerlei Anzeichen spüren. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn die Schwangerschaft nicht geplant war und sie dadurch weniger auf ihren Körper hören. Eine eindeutige Antwort kann nur ein Arzt geben. Allerdings macht ein erster Ultraschall erst ab der 7. Schwangerschaftswoche Sinn, da vorher nichts zu sehen ist. Um sich erste Gewissheit zu verschaffen, bietet sich ein Schwangerschaftstest an.

Mögliche erste Anzeichen einer Schwangerschaft: Einnistungsschmerz und -blutung

Einnistungsschmerz: Manche Schwangerschaftsanzeichen machen sich besonders früh bemerkbar. So gibt es Frauen, die davon berichten, kurz nach dem Geschlechtsverkehr ein Ziehen oder sogar leichte Krämpfe im Unterleib wahrgenommen zu haben. Dieser Schmerz wird als Einnistungsschmerz beschrieben, kann aber auch fehlinterpretiert werden. Schließlich fühlt sich das Ziehen im Unterleib rund um den Eisprung im Rahmen des normalen Zyklus ähnlich an. Auch Frauen, die unter dem prämenstruellen Syndrom leiden, kennen dieses Ziehen bereits. Sie haben in der Regel ab der Mitte des Monats immer wieder mit Schmerzen und Krämpfen zu tun.

Einnistungsblutung: Eine helle Schmierblutung kann ein weiteres frühes Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Diese Blutung wird als Einnistungsblutung bezeichnet und wird auch schnell mal mit der Regelblutung verwechselt. Sie ist der Grund dafür, dass einige Frauen auch nach mehreren Wochen gar nicht realisieren, dass sie schwanger sind, da sie die Einnistungsblutung für ihre Periode halten.

Durch die Hormonumstellung verändert sich der Körper

Empfindliche Brüste und Müdigkeit: Spannende Brüste und Müdigkeit sind weitere Anzeichen einer Schwangerschaft, aber auch hier gilt: müssen sie nicht sein. Im Rahmen des Monatszyklus sind spannende Brüste nichts Außergewöhnliches, vor allem in der zweiten Zyklushälfte. Auch Müdigkeit kann selbstverständlich viele Ursachen haben und muss nicht zwingend für eine Schwangerschaft sprechen.

Im Falle einer Schwangerschaft bereitet sich der Körper mit der verstärkten Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron auf das Stillen des Babys vor, was zu spannenden und schmerzenden Brüsten führen kann. Gleichzeitig sorgt das Gelbkörperhormon Progesteron, dass die Gebärmutter auf die Einnistung der Eizelle vorbereitet, für eine starke Müdigkeit.

Verstärkter Harndrang: Progesteron hat noch einen weiteren Effekt, denn es entspannt die Gebärmutter und die Blase. Dadurch kann ein Harndrang ausgelöst werden, obwohl die Blase nicht voll ist. Frauen, die also zusätzlich zu schmerzenden Brüsten, einem Ziehen im Unterleib und einer hellen Blutung noch einen ungewöhnlichen Harndrang verspüren, vereinen somit viele erste Anzeichen einer möglichen Schwangerschaft.

Übelkeit und Heißhunger im Wechsel

Übelkeit und Erbrechen: Weitere Auffälligkeiten, die in einem frühen Stadium für eine Schwangerschaft sprechen können, sind Übelkeit und Erbrechen. Besonders zwischen der 5. und der 12. Schwangerschaftswoche können diese Symptome auftreten. Für die betroffenen Frauen sind Übelkeit und Erbrechen sehr unangenehm und schränken die Lebensqualität für diese Zeit stark ein. Hormonelle Veränderungen sind schuld am unruhigen Magen, der aber zum Glück nicht die gesamte Schwangerschaft bleibt. Mit dem Ende der 12. Schwangerschaftswoche verschwindet die Übelkeit aber häufig so plötzlich wie sie gekommen ist – nach dieser Zeit ist die Hormonumstellung des Körpers in der Regel abgeschlossen.

Einnistungsblutung

Einnistungsblutung: Der Unterschied zur RegelblutungDie Einnistungsblutung ist ein Anzeichen für eine Schwangerschaft - oft wird sie mit der Regelblutung verwechselt. So erkennen Frauen den Unterschied. › mehr lesen

Verändertes Essverhalten: Viele Frauen berichten auch davon, dass sie in den ersten Wochen ihrer Schwangerschaft mit verändertem Essverhalten zu kämpfen hatten. Während einige Lebensmittel regelrecht Ekel provoziert haben, hatten sie auf andere Gerichte oder auch extreme Geschmackskombinationen starke Gelüste. Dieses neue Essverhalten kann während der gesamten Schwangerschaft anhalten. Der Grund hierfür liegt ebenfalls in der Hormonumstellung des Körpers.

Zudem soll über den Heißhunger auch die ausreichende Versorgung des Babys sichergestellt werden. So haben manche Frauen plötzlich Lust auf Fleisch, obwohl sie sich eigentlich vegetarisch ernähren. Bisher gerne gemochte Genussmittel wie Kaffee, Zigaretten oder Alkohol schmecken vielen Frauen schon im Frühstadium der Schwangerschaft nicht mehr. Dies ist ein Schutzmechanismus des Körpers vor schwerwiegenden Schädigungen.

Das deutlichste Zeichen: Die Periode bleibt aus

Ausbleibende Regelblutung: Eines der deutlichsten Anzeichen für eine Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Zwar kann die Einnistungsblutung darüber hinwegtäuschen, die meisten Frauen merken aber, wenn ihre Regel nicht wie üblich kommt. Sobald die Regel tatsächlich ausgeblieben ist, sollte ein Schwangerschaftstest gemacht werden.

Dies sind weitere erste Anzeichen, die für eine Schwangerschaft sprechen können:

  • Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen und eine gesteigerte Emotionalität
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Vergesslichkeit

All diese Anzeichen können einzeln betrachtet auch andere Hintergründe haben. Während einer Schwangerschaft können sie aber durch die Hormonumstellung ausgelöst werden, müssen dabei aber nicht jede Frau gleichermaßen betreffen.

Ein Schwangerschaftstest räumt die Zweifel aus dem Weg

Bei all der Körperbeobachtung und Symptomanalyse bleibt schwangeren Frauen in den ersten zwei Wochen keine Möglichkeit, ihren Verdacht definitiv zu bestätigen. Zwar gibt es Schwangerschaftstests, die auf die Früherkennung ausgelegt sind, diese sind jedoch recht fehlerhaft. Erst rund zwei Wochen nach der Befruchtung, also ungefähr zu dem Datum der eigentlichen Regelblutung, können Frauen einen Schwangerschaftstest mit einem 99,9 Prozent sicheren Ergebnis machen. Die meisten Frauen kaufen den Test, sobald klar ist, dass ihre Periode für den Monat tatsächlich ausgeblieben ist.

Es besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass der Test nicht korrekt war und auf dem Ultraschall nichts von einer Schwangerschaft zu sehen ist. Wenn aber ein positiver Test in Kombination mit einigen der genannten Schwangerschaftsanzeichen vorliegt, ist es so gut wie sicher, dass eine Schwangerschaft besteht.

Der Frauenarzt kann die Schwangerschaft final bestätigen

Wenn der Test positiv ist, sollte unbedingt ein Termin beim Gynäkologen vereinbart werden. Dieser kann dann ab der 7. Schwangerschaftswoche einen Bauchultraschall machen. Manche Gynäkologen untersuchen Frauen auch schon ab der 5. Schwangerschaftswoche, mehr als die Fruchtblase kann zu dieser Zeit aber noch nicht gesehen werden. Die 100-prozentige Bestätigung für eine Schwangerschaft gibt letztlich der Arzt, der ab der 7. Schwangerschaftswoche die Herztöne des kleinen Embryos hören kann.

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