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Lust & Leidenschaft

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Vögel tun es, Bienen tun es und Männer tun es am liebsten jederzeit. Frauen tun es jedoch nur, wenn Kerzen brennen und der Mann den Tisch abgeräumt hat. Das sind die typischen Klischees, aber ist nicht doch ein bisschen Wahrheit daran? Haben Männer wirklich ein größeres Bedürfnis nach Sex als Frauen? Studien über Studien zeigen, dass der Drang der Männer nach Sex nicht größer ist als der bei Frauen, aber zielgerichteter. Die Ursachen für die Lust auf Sex sind bei Frauen viel schwieriger festzumachen. Aber woran liegt das?

Die Lust der Frauen auf Sex ist viel komplizierter als die von Männern

Was macht Frauen an? Die weibliche Lust wird durch die Lust und Erregung des Partners angeregt. Das ist auch eine Frage der Anatomie. Männer haben es von Natur aus leichter – der weibliche Orgasmus hat eine größere psychologische Komponente.

Der Sexualtrieb von Frauen ist mehr von sozialen und kulturellen Faktoren beeinflusst

Kultur, Erziehung sowie auch Tabus mit einem sozialen und religiösen Hintergrund beeinflussen Frauen noch sehr stark bei ihrem Ausleben der Lust. Frauen, die zum Beispiel regelmäßig die Kirche besuchen, sind weniger freizügig. Bei Männern zeigt sich keine Verbindung zwischen einem regelmäßigen Kirchgang und ihrer sexuellen Einstellung.

Frauen mit einem höheren Bildungsniveau haben jedoch eine größere Bandbreite von sexuellen Fertigkeiten. Gerade Bildung verkleinert die Unterschiede beim Sexualtrieb der Männer und Frauen.

Männer denken mehr an Sex

Die Mehrheit der Männer denkt mindestens einmal am Tag an Sex. Jedoch nur ein Viertel der Frauen denkt mehr als einmal am Tag darüber nach. Auch sexuelle Fantasien und Vorstellungen kommen bei Männern doppelt so häufig vor wie bei Frauen. Und wer mehr an Sex denkt, hat auch automatisch mehr Lust darauf.

Frauen gehen für ihre sexuelle Befriedigung gern den indirekten Weg

Männer und Frauen gehen leicht unterschiedliche Wege, um ihre sexuellen Wünsche zu befriedigen. Für Frauen ist das Drumherum sehr wichtig. Bei Frauen wirken äußere Einflüsse sexfördernd. Sie benötigen eine romantische Geschichte. Es ist mehr als nur die Erwartung einer Romanze. Die Wünsche der Frauen sind emotionaler.

Männer dagegen benötigen so eine Vorstellungskraft nicht. Ihre Lust ist triebgesteuert. Dieser sexuelle Trieb ist direkt, einfach und immer zielgerichtet. Das heißt aber nicht, dass Männer keine Intimität, Liebe oder gar eine starke Verbindung in einer Partnerschaft wünschen. Frauen und Männer haben nur eine unterschiedliche Blickweise auf den Sex.

Frauen wollen meist zuerst reden, eine emotionale Verbindung knüpfen und dann Sex haben. Für Männer ist der Akt die Verbindung. Für sie ist er die Sprache, um ihre Liebe und Leidenschaft auszudrücken. Sex ist für Männer auch ein Symbol für Vertrautheit und Innigkeit.

Verständnis für den anderen sorgt (wieder) für ein erfülltes Liebesleben

Frust im Bett, erkaltete Leidenschaft, „Es läuft nicht mehr“ – das ist der häufigste Grund, weswegen Paare zum Therapeuten gehen. Der amerikanische Bestsellerautor John Gray hat als Hauptursache dafür herausgefunden: Frauen wissen nicht, was Männer brauchen – und umgekehrt. Auch noch nach Jahren.

Das Erfolgsgeheimnis liegt im Verständnis für das jeweils andere Geschlecht, der Unterschied ist so gewaltig wie der zwischen Mond und Sonne. Es nutzt also nichts: Für mehr Sex müssen eben auch die „Basics“ in der Beziehung stimmen.

Er will Sex, dann Liebe. Sie umgekehrt.

Frauen wollen guten Sex genauso wie Männer, doch es gibt bei ihnen einen wichtigen Unterschied: Das Verlangen nach Sex wird erst dann intensiv, wenn ihre Sehnsucht nach Liebe befriedigt ist. Wenn sie sein Herz hat, erwacht ihr physischer Wunsch nach ihm. Beim Mann ist es eher umgekehrt: Bei ihm wird die Liebe durch den Sex entzündet. Wenn er mit ihr geschlafen hat, erwacht sein Verlangen, mit ihr auch seelisch verbunden zu sein.

Am Beginn einer erotischen Begegnung gerät der Mann automatisch und aus dem Stand heraus in Erregung. Bei der Frau schwillt die Erregung viel langsamer an. Die meisten Männer kennen diesen Unterschied nicht.

Männer brauchen Sex, um etwas fühlen zu können. Die meisten Frauen wissen von diesem Unterschied nichts. Das ist vermutlich in der Entwicklungsgeschichte begründet: Um die Schmerzen und Strapazen des einsamen Lebens als Jäger besser ertragen zu können, töteten die Männer die Gefühle in sich weitgehend ab.

Ob das historisch stimmt oder nicht – es ist ein einleuchtendes Erklärungsmodell für viele biologische Unterschiede: So ist die Haut einer Frau 10-mal so empfindlich wie die eines Mannes. Darüber staunen die Männer – und die Frauen darüber, dass für Männer der Geschlechtsverkehr die bei Weitem wichtigste Möglichkeit darstellt, wieder ganzheitlich mit Körper und Seele zu fühlen.

Das erstickt die Leidenschaft im Keim

Schlimmstes Gift für die gemeinsame Erotik sind negative Bemerkungen der Frau während des Geschlechtsverkehrs: „Du tust mir weh.“ – „Das mag ich nicht.“ – „Du machst das nicht richtig.“ Der Mann zieht sich erschreckt zurück. Warum er das tut, überrascht viele Frauen: nicht weil er als unverbesserlicher Egoist in seiner Eitelkeit gekränkt wurde, sondern weil ihm beim Sex vor allem das Glück der Partnerin am Herzen liegt. Dass er sie gerade unglücklich gemacht hat, trifft ihn sehr.

Er wird von ihr abgewiesen. Sie hat es nicht bemerkt.

Ein Mann, der von seiner Frau abgewiesen wurde (oft so sanft, dass sie sich selbst gar nicht mehr daran erinnert), tut sich sehr schwer, wieder einen neuen Anlauf zu wagen. Wenn der Mann sexuell erregt ist, ist er am verletzlichsten und eine Zurückweisung schmerzt ihn in übermäßiger Weise. Er gerät in einen Teufelskreis: Er traut sich nicht, seine Partnerin um Sex zu bitten – und fühlt sich durch seinen eigenen mangelnden Mut noch mehr zurückgesetzt.

Er sollte mehr sprechen. Sie mehr auf ihn hören.

Lust und Leidenschaft

Eines der wirkungsvollsten Aphrodisiaka sind liebevolle Sätze des Mannes:

„Du bist so schön.“ – „Ich halte dich so gern in meinen Armen.“ – „Ich mag deinen wunderbaren Busen.“ – „Du hast wunderschöne Beine.“

Die Frau hat häufig kein besonders großes Zutrauen zu der Schönheit ihres eigenen Körpers.

Mit dem Superaussehen der Models in den Magazinen kann sie niemals konkurrieren. Deswegen ist sie auf ehrliche Äußerungen ihres Partners angewiesen.

Es genügt eben nicht, wenn der Mann streichelt, was er an seiner Frau schön findet.

Oder, wenn er an die schwäbische Weisheit glaubt: Nicht gemeckert ist schon gelobt. Für jede Frau gilt: Um anziehend auf ihn zu wirken, muss sie nicht dem gängigen Ideal entsprechen.

Sie ist die schönste Frau der Welt, wenn sie die Sexwünsche ihres Mannes hört und darauf eingeht.

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