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Studien beweisen: So gesund ist die Liebe

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Verliebt sein lässt die Schmetterlinge im Bauch tanzen und das Herz schneller schlagen. Sich in jemanden zu verlieben hat viele Auswirkungen auf den Körper – und diese sind nicht nur positiv. Zwar dominieren die Glücksgefühle den ganzen Körper und frisch Verliebte fühlen sich vital, selbstbewusst und euphorisch. Appetitlosigkeit, Adrenalin und das Gefühl eines ständigen Dauerrauschs sind aber anstrengend für den Körper, weshalb die erste Verliebtheit nach einiger Zeit nachlässt und die Beziehung in eine tiefere Ebene übergeht.

Wenn das Verliebtsein zu Liebe wird, bleiben die positiven körperlichen Effekte bestehen. Das rauschartige Gefühl wird weniger und wandelt sich in ein tiefgehendes Glücksgefühl und das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Man hat jemanden an seiner Seite, mit dem Ängste und Sorgen geteilt werden, der einen in schwierigen Phasen unterstützt und mit dem eine Menge schöner Momente erlebt werden.

Wie beeinflusst Liebe die Gesundheit? Die Hormone sind schuld

Zu den positiven Effekten der Liebe gibt es zahlreiche Studien aus verschiedenen Ländern, die den Einfluss der Liebe auf die Gesundheit belegen. Auffällig in den verschiedenen Studien ist, dass Menschen in einer Beziehung gesünder sind. Sie werden seltener krank und wenn doch, genesen sie schneller. Doch woran liegt das?

Der Grund für zahlreiche positive Effekte der Liebe sind die Hormone, die durch das Verliebtheitsgefühl und das Zusammensein mit dem Partner ausgelöst werden. Diese vier Hormone werden durch das Zusammensein mit dem Partner und das Denken an ihn ausgeschüttet:

  • Phenylethylamin
  • Melatonin
  • Noradrenalin
  • Dopamin

Phenylethylamin lässt die Östrogenwerte ansteigen. Dies sorgt für glänzende Haare, rosige Haut und kräftige Nägel. Der Mensch soll dadurch möglichst attraktiv auf sein Gegenüber wirken, mit dem Ziel der Fortpflanzung. Es verursacht das euphorische Gefühl im Körper und hat eine ähnliche Wirkung im Gehirn wie Drogenkonsum.

Melatonin wird ebenfalls durch das Gefühl von Liebe im Körper ausgeschüttet und wirkt gegen Stress. Auch beugt es dem Alterungsprozess des Körpers vor.

Noradrenalin und Dopamin wirken im Wechselspiel. Der Botenstoff Dopamin sorgt für das Glücksgefühl, das in der Liebe empfunden wird. Noradrenalin wirkt wie ein Verstärker des Dopamins und schärft zudem das Erinnerungsvermögen. Auch nach Jahren erinnert man sich noch an die erste Begegnung und die ersten Dates mit dem Partner und wie man sich damals gefühlt hat.

Weitere positive Effekte der Liebe auf die Gesundheit

Wer verliebt ist, hat ein stabileres Immunsystem, was die selteneren Erkrankungen erklärt. Dies resultiert neben dem Hormon-Cocktail auch aus dem Körperkontakt, der zu einer guten Beziehung dazugehört. Er reduziert Schmerzen, Unwohlsein und sogar körperliche Symptome.

Ein intensiver Kuss wirkt sich positiv auf einen zu hohen Blutdruck aus und sorgt für eine kurzfristige Senkung der Cholesterinwerte. Sogar Heuschnupfensymptome werden durch Knutschen besser. Händchenhalten beruhigt und senkt Puls und Blutdruck. Auf diese Weise werden Herz und Kreislauf gestärkt. Oxytocin heißt der Stoff, der durch Körperkontakt ausgeschüttet wird. Er ist als Bindungshormon bekannt, wirkt beruhigend und senkt das Stresslevel.

Weiterhin hilft die Liebe dabei, das Risiko für zahlreiche Erkrankungen zu lindern:

  • Herzinfarkt
  • Entzündungen
  • Diabetes
  • Krebs
  • Erkältungen
  • Herpes

Verliebte leiden zudem weniger unter Depressionen. Auch Ängste sind seltener. Dies trifft besonders auf ältere Menschen zu, die in einer Partnerschaft leben. Die Blutwerte von Paaren, die sich gut verstehen und eine glückliche Beziehung führen, waren in Studien besser als die von Singles und unglücklichen Paaren.

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Besonders Männer profitieren von der Liebe

Verheiratete profitieren langfristig von mehr Gesundheit, solange sie ihre Beziehung als glücklich empfinden. Vor allem auf Männer wirkt sich der Effekt der Liebe stark aus. Verheiratete Männer trinken im Schnitt weniger Alkohol als Singles. Dies liegt meist am Einfluss der Frauen. Zudem leben verheiratete Männer in westlichen Industrieländern rund acht Jahre länger als unverheiratete Männer. Geschiedene Männer oder Witwer leiden häufiger an Herzerkrankungen.

So wirkt sich die Psyche des Partners auf die eigene Gesundheit aus

Neben dem positiven Einfluss der Liebe auf die Gesundheit, wirkt sie sich auch auf die Selbstwahrnehmung aus. Vergebene sind selbstbewusster, sicherer und fühlen eine positive Erfüllung in sich. Dabei entscheiden nicht nur die eigenen Gefühle für den Partner über den Einfluss der Liebe auf die Gesundheit. Auch die Psyche des Partners wirkt sich auf die eigene Gesundheit aus.

Eine Studie hat ergeben, dass Menschen mit einem zufriedenen Partner selber gesünder sind – unabhängig von ihrem eigenen Glücksempfinden. Menschen, die mit einem unzufriedenen Partner zusammen sind, waren anfälliger für Krankheiten und beschrieben ein reduziertes Wohlbefinden. Die Forscher hatten zu diesen Ergebnissen folgende Theorie:

  • Zufriedene Menschen können sich besser auf andere konzentrieren und sich um sie kümmern, da sie selber weniger Baustellen in ihrem Leben haben. Zudem wirken sie positiv auf ihren Partner, in dem sie ihn zu Sport und einer gesunden Ernährung motivieren sowie eine gesunde Lebensweise für ihn fördern.
  • Wer unglücklich ist, ist mehr mit sich selber beschäftigt und hat weniger Kapazitäten für das Wohlbefinden des Partners.

Mehr Selbstliebe durch eine Beziehung

Wer in einer glücklichen Beziehung ist, achtet mehr auf sich selber und fühlt sich in seiner Haut wohler. Dadurch steigt auch automatisch das eigene Selbstwertgefühl. Das wirkt sich auf die Psyche aus. Grund dafür sind unter anderem Endorphine, die in der Verliebtheitsphase ausgeschüttet werden und das Wohlbefinden steigern.

So gesund ist Sex

In einer glücklichen Beziehung haben Paare regelmäßig Sex. Dieser beeinflusst das Wohlbefinden positiv und hält gesund:

  • Er verbrennt Kalorien.
  • Er wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.
  • Durch ihn werden Glückshormone ausgeschüttet.
  • Er fördert einen guten und damit gesunden Schlaf.

Der gute Schlaf kommt in einer Beziehung nicht nur durch Sex. Sich mit einer Person das Bett zu teilen wirkt beruhigend und Albträume sind seltener.

Liebe fördert die Kreativität

Der Wunsch nach Kreation steigt mit dem Gefühl von Glück und Liebe. Die Vorstellungskraft verbessert sich und die Kreativität ist angeregt. Dies kann für mehr Erfolg im Beruf sorgen.

Zusammenfassung der Auswirkungen der Liebe auf Körper und Geist

Eine glückliche Beziehung ist bereichernd, stärkt das psychische Wohlbefinden und die physische Gesundheit. Eine aktive und gesunde Lebensweise wird durch die Liebe gefördert. Ist der Partner zufrieden, wirkt sich das auch auf den anderen aus.

In einer unglücklichen Beziehung ist der Effekt gegenteilig. Destruktive Beziehungen, in denen Streit und Stress an der Tagesordnung liegen, sind negativ für Psyche und Körper. Die Unzufriedenheit eines Partners wirkt sich negativ auf das Gegenüber aus.

Eine Trennung kann zu starkem Liebeskummer führen und sowohl den Körper als auch den Geist an seine Grenzen bringen. Das rauschartige Verliebtsein des Anfangs ist ebenfalls anstrengend für den Körper, wird aber als positiv wahrgenommen.

Wer merkt, dass er mit körperlichen oder psychischen Problemen ausgelöst durch seine Beziehung nicht mehr selber zurechtkommt, sollte entweder das Gespräch mit dem Partner oder mit Freunden, Familie oder einem Paarberater suchen. Kommunikation kann ein Schlüssel zu mehr Wohlbefinden sein – sowohl in einer Beziehung als auch falls diese zu Ende geht.

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