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Pankreatitis: Ursachen, Symptome und Behandlung

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Pankreatitis
Die Bauchspeicheldrüse ist der Produktionsort für lebenswichtige Hormone des Organismus. Sie gilt als wichtigste Verdauungsdrüse des Körpers. © Adobe Stock – decade3d

Die Bauchspeicheldrüse hat zwei wichtige Aufgaben: Sie produziert die Hormone zur Regulierung des Blutzuckerspiegels (Insulin und Glukagon) und die Enzyme für die Verdauung der Nahrung. Ihre Hormone gibt die Drüse dabei ins Blut ab, die Verdauungsenzyme gelangen über einen feinen Gang mit dem Bauchspeichel in den Zwölffingerdarm.

Pro Tag bildet die wichtigste Verdauungsdrüse des Körpers etwa zwei Liter von diesem Verdauungssaft. Er enthält die Enzyme für die Aufspaltung aller Nahrungsbestandteile.

Die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate werden bereits im Mund durch die Amylasen im Speichel vorverdaut, die Aufspaltung der Nahrungseiweiße beginnt im Magen durch die Magensäure.

Im oberen Dünndarm findet der erste Verdauungsschritt der Fette statt, indem sie durch die Gallenflüssigkeit emulgiert werden. Die so vorverdauten Nahrungsbestandteile müssen anschließend durch die Pankreasenzyme in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt werden, damit sie im Dünndarm resorbiert und ans Blut abgegeben werden können.

Wie entsteht eine Pankreatitis?

Bei 20 Prozent der Patienten mit einer chronischen Pankreatitis und 10 bis 25 Prozent der Fälle mit der akuten Krankheitsform findet sich keine offensichtliche Ursache. Zu den bekannten Ursachen gehören dagegen:

  • langjähriger Alkoholmissbrauch: 70 Prozent der Fälle von chronischer Pankreatitis und 35 Prozent der akuten Fälle sind mit übermäßigem Alkoholkonsum verbunden.
  • Gallensteine: 30 bis 50 Prozent aller akuten Erkrankungen sind auf Gallensteine zurückzuführen. Letztere blockieren den Ausführgang der Bauchspeicheldrüse und damit den Ausfluss der Pankreasenzyme in den Zwölffingerdarm. Die Verdauungsenzyme aktivieren sich in der Bauchspeicheldrüse und greifen gesundes Gewebe an, anstatt die Nahrung im Darm zu zersetzen.

Eine Reihe seltenerer Faktoren trägt ebenfalls zu einer Pankreatitis bei. Zu den beeinflussbaren Faktoren gehören:

  • erhöhte Mengen an Fett (v. a. Triglyzeride) oder Kalzium im Blut
  • Rauchen, vor allem wenn Sie gleichzeitig Alkohol trinken
  • bestimmte Medikamente einschließlich Blutdruck senkender Mittel aus der Klasse der Thiaziddiuretika, Antibiotika wie Tetrazykline und Sulfonamide und einige Wirkstoffe zur Therapie von Krebs und Autoimmunerkrankungen wie Azathioprin (Colinsan® oder Imurek®)

Akute vs. chronische Pankreatitis

Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse lässt sich in akute und chronische Pankreatitis unterteilen.

Symptome einer akuten Erkrankung sind mitunter heftige Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Fieber. Im Verlauf der akuten Pankreatitis kommt es zu einer Selbstverdauung der Bauchspeicheldrüse, was sie zu einer lebensbedrohlichen Krankheit machen kann.

Ursachen einer akuten Pankreatitis können Gallensteine sein, die den Abfluss der Bauchspeicheldrüse blockieren, Alkoholmissbrauch, vorhergehende Infektionen wie beispielsweise Mumps, Medikamentenunverträglichkeiten, Verletzungen der Bauchspeicheldrüse oder erhöhte Blutfettwerte.

Eine akute Pankreatitis kann sich aber auch idiopathisch, das heißt ohne konkrete Ursache, entwickeln. Behandelt wird sie üblicherweise mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr und Schmerzmitteln.

Die chronische Pankreatitis ist eine anhaltende entzündliche Krankheit. Die auffälligsten Symptome einer chronischen Pankreatitis sind Oberbauchschmerzen, die oft im Endstadium nachlassen oder sogar ganz aufhören, Übelkeit und Gewichtsverlust sowie ein aufgeblähter Bauch.

Als Hauptursache gilt Alkoholmissbrauch, obwohl nur 10 Prozent aller gewohnheitsmäßigen Trinker eine chronische Pankreatitis entwickeln.

Die Diagnose wird neben der Überprüfung der Schmerzempfindlichkeit des Pankreasdruckpunkts durch die Untersuchung von Blut- und Stuhlproben, den Sekretin-Pankreozymin-Test sowieso bildgebenden Methoden wie Ultraschall, Röntgenaufnahmen und Computertomografien gestellt, mit denen sich Verkalkungen der Bauchspeicheldrüse feststellen lassen.

Akute Pankreatitis
Eine Pankreatitis kann vielzählige Ursachen haben und mündet in diversen schmerzhaften Symptomen, die zu Teilen dem Beschwerdebild von Nierenkoliken ähneln. © Adobe Stock – lom123

Typische Symptome bei einer Pankreatitis

Bei einer plötzlich beginnenden Pankreatitis verspüren die Patienten starke Oberbauchschmerzen, die aus heiterem Himmel auftreten und von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden. Oft strahlt der Schmerz in den Rücken aus.

Die Symptome können den Beschwerden von Nierenkoliken bei einem Nierenstein oder denen eines durchgebrochenen Magengeschwürs ähneln. Es ist sehr wichtig, sich sofort in medizinische Behandlung zu begeben.

Mögliche Untersuchungsmethoden

Der Internist stellt gezielte Fragen zum Allgemeinbefinden, zum Gewichtsverlauf und den aktuellen Beschwerden. Er tastet den Bauchraum ab und er lässt sich die Konsistenz sowie die Menge des Stuhlganges genau erklären. Sofern er den Verdacht hat, dass mit der Bauchspeicheldrüse etwas nicht stimmt, wird er im nächsten Schritt eine umfangreiche Blutuntersuchung anordnen. Nach Auswertung der Ergebnisse veranlasst der Facharzt eine oder mehrere der folgenden Methoden zur Untersuchung einer Pankreatitis:

  • Ultraschall (Sonografie): Bei der für den Patienten vollkommen schmerzfreien Ultraschalluntersuchung kann der Arzt den Umriss der Bauchspeicheldrüse erkennen und sieht möglicherweise am Organ vorhandene Verkalkungen. Bei rund 70 Prozent aller Personen mit der Diagnose Pankreatitis finden sich Kalkablagerungen.
  • Computertomografie (CT): Sie ist die wohl häufigste Untersuchung bei Pankreatitis-Verdacht. Im Computertomografen werden mithilfe von Röntgenstrahlen vom Körper eine Vielzahl von Schnittbildern erzeugt. Diese vermitteln einen genauen Einblick über die Struktur der Bauchspeicheldrüse, die Beschaffenheit der umliegenden Gefäße und der benachbarten Organe.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Die Vorgehensweise ähnelt der einer Computertomografie, denn auch hier werden Schnittbilder gefertigt. Allerdings arbeitet ein Computertomograf nicht mit Röntgenstrahlen, sondern auf Basis von Magnetfeldern. Im Rahmen der Untersuchungen zur sicheren Diagnose einer Pankreatitis lassen sich mithilfe eines MRTs die Blutgefäße, das Gangsystem sowie das Drüsengewebe der Bauchspeicheldrüse darstellen.
  • Endoskopische Untersuchung (ERCP): Neben den genannten bildgebenden Untersuchungsverfahren stellt die Endoskopie eine ergänzende Methode zur Untersuchung einer Pankreatitis dar. Hierbei führt der Arzt einen speziellen Magenspiegel in den Patienten ein, über den er dann einen dünnen Katheter bis in die Bauchspeicheldrüse und in die Gallenwege vorschiebt. Bei Bedarf können bereits während dieser Untersuchung Gänge erweitert, Stauungen aufgelöst und kleine Steine entfernt werden.
  • Sekretin-Pankreozymin-Test: Hier wird zunächst die Bauchspeicheldrüse angeregt. Danach entnimmt der Internist mithilfe einer Sonde ein wenig Sekret aus dem Dünndarm. Daraus kann er die Anzahl Pankreasenzyme und das vorhandene Bikarbonat bestimmen. Im Zusammenhang mit der Diagnose Pankreatitis handelt es hierbei um den empfindlichsten Test. Mit seiner Hilfe lässt sich eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse schon früh feststellen.

Möglichkeiten der Behandlung

Eine schwere akute Pankreatitis macht einen Krankenhausaufenthalt unumgänglich. Essen aktiviert das Pankreas. Aus diesem Grund können Patienten nichts essen oder trinken, bis die Schmerzen aufhören. Im Krankenhaus erhalten sie Nährflüssigkeiten über eine Magensonde. Falls die Patienten das nicht tolerieren, bekommen sie Ihre Nährstoffe über eine intravenöse Kanüle.

Wenn die bildgebenden Untersuchungen zeigen, dass die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse durch Gallensteine oder andere Steine verstopft sind, könnte Ihnen Ihr Arzt empfehlen, die Steine und die Gallenblase sofort operativ entfernen zu lassen. Wenn Gallensteine die Pankreatitis verursacht haben, ist nach der operativen Entfernung der Steine eine erneute Erkrankung selten.

In der Regel klingt eine Bauchspeicheldrüsenentzündung nach ein bis zwei Wochen wieder ab. Dennoch sollten Sie sich in Zukunft an die Ernährungsregeln halten, die Ihnen der Arzt gibt, um ein schnelles Wiederaufflammen der Entzündung zu verhindern.

Bei einer kleinen Zahl von Personen kann eine schwere Pankreatitis auftreten. Komplikationen können eine Operation der Bauchspeicheldrüse selbst notwendig machen, zum Beispiel die Behandlung eines Abszesses oder einer Zyste. Vielleicht müssen die Ärzte auch den geschädigten Teil der Bauchspeicheldrüse entfernen. Schwere Krankheitsverläufe benötigen einige Wochen zur Abheilung.

Weitere Maßnahmen bei Beschwerden

Wenn Sie bei Beschwerden Ihrer Bauchspeicheldrüse rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen, kann sich Ihre Bauchspeicheldrüse wieder vollständig erholen.

  • Machen Sie einen Bogen um Alkohol.
  • Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten, dann ist das Organ gleichmäßig leicht und nicht anfallsweise stark gefordert.
  • Reduzieren Sie den Fettgehalt Ihrer Speisen, das beeinflusst auch Ihren Stuhlgang, denn dünnflüssiger, öliger Stuhl verringert sich.
  • Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich nehmen, wie sie in Obst, Gemüse und Getreide enthalten sind. Hülsenfrüchte und Kohl werden Sie dagegen wahrscheinlich weniger vertragen.
  • Verzichten Sie darauf, Ihre Speisen zu braten oder zu grillen. Auch Aufläufe sind nicht günstig für Ihre Drüse.
  • Probieren Sie aus, ob Nahrungsmittel mit hohem Säuregehalt für Sie bekömmlich sind.
  • Bei einer leichten Entzündung des Organs empfiehlt sich außer der Einnahme von Schmerzmittelnfür einige Tage der völlige Verzicht auf Essen. Bei schwereren Erkrankungen muss immer für eine Weile auf Nahrung verzichtet werden. Sprechen Sie in diesem Fall unbedingt mit Ihrem Arzt.

Hilfe aus der Naturapotheke

Bei einer leichten Schwäche der Bauchspeicheldrüse können Sie Ihre Enzymproduktion wirkungsvoll mit Heilpflanzen ankurbeln, die Bitterstoffe enthalten.

Diese Heilpflanzen aktivieren die Enzymproduktion:

Fertigpräparate mit bitterstoffhaltigen Heilpflanzen:

  • Amara Weleda®, 50 ml ab 10 €
  • Enziagil®, 50 Kps. ab 8 €
  • Gastroplant®, 20 ml ab 7,20 €
  • Infi-tract® V, 100 ml ab 13 €
  • Abdomilon® N, 500 ml ab 20 €
  • Präparate mit Harongarinde (z. B. Harongan®, 50 ml ab 12 €; Enzym Harongan®, 50 Tbl. ab 12,40 €)

Reich an Bitterstoffen sind auch Artischocken und Löwenzahn, aus denen Sie sich einen Tee zubereiten können: Übergießen Sie je einen Teelöffel getrocknete Artischockenblätter und Löwenzahnblätter (jeweils aus dem Kräuterladen) mit 250 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Ansatz zehn Minuten lang ziehen und trinken Sie den abgeseihten Tee nach dem Essen.

Bauchspeicheldrüse Tee
Mit speziellem Tee können Sie Ihrer Bauchspeicheldrüse Gutes tun und die Enzymproduktion anregen. © LianeM – Fotolia

Schmerzlinderung bei chronischer Entzündung

Das Hauptziel bei der Behandlung der chronischen Pankreatitis besteht in der Schmerzlinderung und einer verbesserten Nährstoffaufnahme. Dauerhafte Schmerzen stellen das größte Problem bei der chronischen Pankreatitis dar.

Neben Schmerzmitteln verschreiben Mediziner Pankreasenzyme. Gesteigerte Enzymmengen im Zwölffingerdarm verringern die Sekretion von Enzymen aus der Bauchspeicheldrüse und helfen bei der Verdauung. Dadurch verringert sich der Druck aus dem Pankreas, der Schmerzen verursacht.

Bei schweren und unkontrollierbaren Schmerzen kann man mithilfe einer Operation die geschädigte Bauchspeicheldrüse entfernen oder den Drüsengang ableiten. Als letztes Mittel identifiziert und verödet man Nerven, die zum Pankreas führen.

Wenn die Krankheit chronisch wird

Eine bestehende Entzündung Ihrer Bauchspeicheldrüse kann das Organ und die umgebenden Gewebe zerstören, auch wenn Jahre vergehen, bevor die ersten Symptome auftreten.

Im Frühstadium der chronischen Pankreatitis erleben Sie möglicherweise leichte bis schwere Attacken, die den akuten Formen ähnlich sind. Die Schmerzen einer Attacke können scharf sein und einige Stunden anhalten, oder sie sind dumpf und dauern über Wochen oder sogar Jahre. Selten verspüren Menschen mit einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse keinerlei Unwohlsein.

Eine laufende Schädigung der Enzym produzierenden Gewebe bei der chronischen Krankheitsform führt zu schlechterer Nährstoffaufnahme über den Darm (besonders von Fetten), zu Gewichtsverlust und öligem, fauligen Stuhl.

Eine Schädigung oder Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen im Pankreas bedeutet, dass Zucker nicht mehr richtig im Körper verstoffwechselt wird, was häufig zu Diabetes führt.

Unterstützung durch Antioxidantien

Pankreatitispatienten profitieren des Weiteren von Antioxidantien-Präparaten. Bei der Entzündungsreaktion entstehen freie Radikale, die mitunter für die Schmerzen verantwortlich sind.

Antioxidantien fungieren als Schutzstoffe und fangen diese freien Radikale ab. Indische Mediziner der Universität Neu-Delhi behandelten jeweils 70 Patienten täglich mit einer Antioxidantien-Mischung oder einem Scheinmedikament (Placebo).

Die Ergebnisse waren überraschend eindeutig: Nach sechsmonatiger Einnahme litten die Patienten aus der Placebo-Gruppe an 3,5 Tagen im Monat an heftigen Schmerzen. In der Antioxidantien-Gruppe gab es nur halb so viele Schmerztage. Der Schmerzmittelverbrauch sank um die Hälfte. Ein Drittel der Patienten war sogar ganz schmerzfrei.

Hohe Blutzuckerwerte erhöhen Pankreaskrebsrisiko

Wissenschaftler der National Taiwan University haben herausgefunden, dass es einen großen Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt: Einen erhöhten Nüchternblutzuckerspiegel.

Die Forscher werteten Daten von über 2.000 Menschen aus, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt waren. Entscheidend war, dass bei allen die erhöhten Blutzuckerwerte vor der Krebserkrankung aufgetreten waren, denn auch Bauchspeicheldrüsenkrebs kann Diabetes auslösen.

Es zeigte sich, dass ein um 10 mg/dl erhöhter Nüchternblutzucker ein um 14 Prozent erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs zur Folge hat. Das gilt nicht nur für Menschen, bei denen Diabetes ausgebrochen ist, sondern auch bei denen mit leicht erhöhten Werten, die zwischen 100 und 125 mg/dl lagen.

Wahrscheinlich fördern die erhöhten Blutzuckerwerte das Tumorwachstum, aber auch der erhöhte Insulinspiegel im Blut kann das Krebsrisiko ansteigen lassen.

Körperliches Training reduziert das Risiko

Als Übergewichtiger senken Sie mit eineinhalb Stunden körperlicher Bewegung in der Woche Ihr Risiko für Pankreaskrebs. Das besagt eine im Journal of the American Medical Association veröffentlichte Studie.

Die Autoren des Berichtes analysierten zwei große Studien. Sie wollten herausfinden, inwiefern Körperbau und körperliche Aktivität das Pankreaskrebsrisiko beeinflussen.

Sie zeigten in ihrer Studie, dass als fettleibig eingestufte Menschen ein um 72 Prozent höheres Risiko für Pankreakrebs aufwiesen als Normalgewichtige. Wiederum fiel das Risiko der aktiven fettleibigen oder übergewichtigen Studienteilnehmer geringer aus als das der weniger Aktiven.

So zeigten fettleibige Menschen, die eineinhalb Stunden pro Woche gehen oder Fahrrad fahren, ein um 50 Prozent niedrigeres Risiko als die Überwichtigen, die wenig oder keinen Sport betrieben. Körperliches Training beeinflusste bei Normalgewichtigen das Pankreaskrebsrisiko nicht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs und Carotinoide

Wissenschaftler von zwei kanadischen Universitäten entwarfen eine Studie, um eine Verbindung zwischen Bauchspeicheldrüsenkrebs und der Versorgung mit Carotinoiden durch die Nahrung nachzuweisen.

Sie untersuchten 462 Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs und mehr als 4.700 gesunde Menschen aus acht kanadischen Provinzen. Die Ernährungsgewohnheiten der Teilnehmer wurden mithilfe von Fragebögen über vier Jahre hinweg festgehalten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Einnahme von Beta-Karotin und die Gesamteinnahme von Carotinoiden mit einem geringeren Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs in bei Nichtrauchern Verbindung gebracht werden kann.

Die verblüffendsten Ergebnisse betrafen das Lycopin. Diejenigen, die am wenigsten Lycopin mit der Nahrung aufnahmen, wurden mit denen verglichen, die die größte Einnahme aufwiesen.

Die mit der größten Einnahme hatten ein um 31 Prozent geringeres Risiko, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln. Die kanadischen Forscher merkten an, dass die Lycopin-Aufnahme hauptsächlich durch Tomaten oder Tomatenprodukte erfolgte.

Tricks zur einfachen Verwertung von Lycopin

  • Wenn Sie Tomaten kochen, dann verstärken Sie den Lycopingehalt und verbessern dessen Aufnahme im Verdauungstrakt.
  • Essen Sie gekochte Tomaten zusammen mit einer Fettquelle, zum Beispiel Käse oder Fleisch, auch das verbessert die Lycopinaufnahme.
  • Wenn Sie kein Fan von Tomaten sind, greifen Sie zu Wassermelonen. Sie sind eine großartige Alternative, denn sie sind eines der wenigen Lebensmittel, die sowohl Lycopin als auch Beta-Karotin liefern.
  • Wenn Sie jeden Tag drei Gläser Wassermelonensaft trinken, ist der Gehalt von Lycopin und Beta-Karotin in Ihrem Blut fünfmal höher als der von Menschen, die wenig Obst und Gemüse essen.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Sie erhalten höheren antioxidantischen Schutz, wenn Sie Lycopin aus Wassermelonen und Tomaten zu sich nehmen, als wenn Sie zu einem Nahrungsergänzungsmittel greifen.

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