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Welchen Käse Sie niemals mit Rinde essen sollten

Ist Käserinde mit Natamycin behandelt, müssen Sie als Verbraucher dies klar erkennen können. Das fordert die Verbraucherzentrale Bayern anlässlich eines Marktchecks in Käseregalen. Die Verbraucherschützer haben bei 54 Käseprodukten den Konservierungsstoff Natamycin in der Zutatenliste gefunden. Dies gilt auch für Raclette-Käse, der im Winter besonders gefragt ist. Bei den untersuchten Stichproben waren alle acht geprüften Raclette-Käse mit Natamycin behandelt.

Dabei verwendet nur die Hälfte der Hersteller den Begriff “Natamycin”, alle anderen geben die E-Nummer 235 an. Dies ist zwar zulässig, doch für Sie als Verbraucher oft ein Buch mit sieben Siegeln. Natamycin wirkt antibiotisch und soll einen Schimmelbefall auf der Käseoberfläche verhindern. In der Medizin findet der Wirkstoff Verwendung gegen Pilzinfektionen. Wenn Sie den Stoff zu oft aufnehmen, können sich in Ihrem Körper gegen Antibiotika resistente Keime bilden. Vorgeschrieben ist ein entsprechender Warnhinweis nicht. Der Marktcheck zeigt, dass nur 15 Prozent der geprüften Produkte den Hinweis “Rinde nicht zum Verzehr geeignet” tragen.

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Bevorzugen Sie beim Einkauf Käse ohne den Konservierungsstoff Natamycin (E 235). Um Natamycin-Rückstände zu vermeiden, entfernen Sie nicht nur den Kunststoffbezug von Käse, sondern auch seine Rinde. Dazu schneiden Sie die Rinde  etwa einen halben Zentimeter breit ab. Bei Biokäse darf der Konservierungsstoff nicht eingesetzt werden.

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Über den Autor
Astrid Schobert
Astrid Schobert

Astrid Schobert ist die Ernährungsexpertin und Chefredakteurin des kostenlosen E-Mail-Newsletters "Ernährungstipps" unseres Fachverlags.

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