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Kakao: Gesund und glücklich mit dem tropischen Pulver

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Kakao wird aus den Samen des tropischen Kakaobaums gewonnen. Ein Kakaobaum trägt bis zu 50 Früchte, die jeweils bis zu 50 Samenkerne (Kakaobohnen) enthalten. Die Früchte werden einzeln von Hand mit einer Machete geerntet und geöffnet. Anschließend durchlaufen die entnommenen Bohnen mehrere Verarbeitungsschritte, bis schließlich das Kakaopulver entsteht.

Kakaobohnen und -früchte
© Adobe Stock – Yai

Im Kakaopulver stecken gesunde Inhaltsstoffe

Das gemahlene Kakaopulver ist eine hervorragende Vitalstoffquelle. Es enthält von allen pflanzlichen Nahrungsmitteln das meiste Magnesium und verfügt über mehr Antioxidantien (Flavonoide) als Blaubeeren, grüner Tee oder Rotwein.

Im Kakao steckt auch mehr Kalzium als in Kuhmilch. Mit 160 mg pro 100 g schlägt das braune Pulver die Milch, deren Kalziumgehalt nur 125 mg beträgt, mehr als deutlich. Außerdem enthält Kakao mit 7,3 mg pro 100 g sehr viel Eisen. Im Vergleich dazu: Rindfleisch hat einen Eisengehalt von 2,5 mg und Spinat von 3,6 mg pro 100 g.

Am gesündesten ist natürliches Kakaopulver

Die vielen positiven Gesundheitswirkungen von Kakao beziehen sich vor allem auf das reine Kakaopulver. Industriell gefertigter Kakao ist dagegen weniger gesund, da er stark mit Zucker angereichert ist und viele Kalorien enthält.

Beim Kaloriengehalt gibt es je nach Kakaopulver große Unterschiede: Stark entöltes reines Kakaopulver hat pro 100 g etwa 250 Kalorien, industriell bearbeitetes Kakaopulver oft mehr als das Doppelte. Wenn Sie genau wissen sollen, wie viele Kalorien und wie viel Zucker Ihre heiße Schokolade enthält, stellen Sie sich Ihren Kakao aus reinem Kakaopulver selbst her.

Heiße Schokolade
© Adobe Stock – NorGal

Warum Kakao die Zellen und Gefäße schützt

Lange Zeit war nicht klar, warum Kakao so gesund für die Gefäße ist. Doch nun haben im Sommer 2014 Forscher der Louisiana State Universität in Baton Rouge im US-Bundesstaat Louisiana das Geheimnis gelüftet.

Kakao

Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler einen künstlichen Darm aus verschiedenen Lösungen hergestellt, den sie auch mit den darmtypischen Bakterien besiedelt hatten. Sie „fütterten“ diesen Kunstdarm nun mit Kakao und analysierten die Reaktionen. Dabei fanden sie heraus, dass die für die Zellgesundheit verantwortlichen Polyphenole erst dann durch die Darmwand ins Blut aufgenommen werden können, wenn sie vorher durch die Darmbakterien zerlegt wurden.

Kakao belebt das Gehirn

Erinnern Sie sich noch an den Schulkakao, der in den Pausen ausgeteilt wurde? Das war gar nicht so schlecht, denn Kakao aktiviert die Gehirnfunktionen. Das fanden vor ein paar Jahren britische Forscher von der Universität Nothumbria in Newcastle heraus.

Für diese kleine Studie mussten 30 Erwachsene verschiedene Getränke zu sich nehmen. Eine Gruppe erhielt einen Kakao mit einem Flavanolgehalt von 520, der Kakao der zweiten Gruppe enthielt 993 mg Flavanol. Eine dritte Gruppe trank ein kakaofreies Getränk. Anschließend mussten alle Probanden einige geistige Tests durchlaufen. Dabei schnitten die Teilnehmer aus den beiden Kakao-Gruppen deutlich besser ab als die Nicht-Kakaotrinker.

Kakao
© Adobe Stock – Kerim

Kakao macht glücklich

Außer den gesunden Vitalstoffen verfügt das Kakaopulver noch über weitere Inhaltsstoffe, die uns entweder selbst zu einem Glücksgefühl verhelfen oder „Glückshormone“ im Gehirn aktivieren.

Das bewirkt der Genuss von Kakao:

  • Der Serotoninspiegel im Gehirn wird erhöht und es entsteht eine antidepressive Wirkung.
  • Die Ausschüttung der als Glückshormone bezeichneten Endorphine wird verstärkt.
  • Der im Kakao enthaltene Nervenbotenstoff Phenylethylamin hebt die Stimmung.

Außerdem enthält Kakao einen Stoff (N-Acylethanolamin), der im Gehirn Anandamid freisetzt. Diese Substanz wird ebenfalls für die Glücksgefühle verantwortlich gemacht, die wir beim Kakaogenuss verspüren.

Die wichtigsten gesundheitlichen Wirkungen von Kakao

  • Blutdrucksenkung: Die auf den San Blas Inseln in Panama lebenden Kuna-Indianer haben einer Analyse zufolge alle bis ins hohe Alter einen sehr niedrigen Blutdruck. Der Grund dafür soll der regelmäßige hohe Konsum eines aus Kakaobohnen hergestellten Getränks sein.
  • Anregung der Verdauung: Durch den hohen Ballaststoffgehalt werden die Verdauungsfunktionen unterstützt, gleichzeitig werden die Verdauungsenzyme aktiviert.
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Die als Antioxidans wirkenden Flavonoide können bei regelmäßigem Verzehr das Risiko für Herzerkrankungen senken. Laut einer Untersuchung der Harvard-Universität schützen sie auch vor der Bildung von Blutgerinnseln.
  • Hemmung von Krebszellen: Kakao enthält eine Substanz (Pentamer), die offenbar die Ausbreitung von Krebszellen im Körper hemmen kann. Das fanden Forscher der Universität in Georgetown durch eine Laborstudie mit Brustkrebszellen heraus.
  • Linderung von Husten: Die im Kakao enthaltene Substanz Theobromin gehört zu den Alkaloiden. In einer Studie belegt wirkt Theobromin um ein Drittel besser gegen Reizhusten als das Alkaloid Codein, das in rezeptpflichtigen Hustenmitteln enthalten ist.
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Über den Autor
Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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