MenüMenü

Orangen: Was ist gesünder, die Frucht oder der Saft?

Orangen enthalten viel Vitamin C und verfügen über eine Vielfalt an Carotinoiden und Flavonoiden, die das Risiko für einige Krebs- oder Herzkreislauferkrankungen senken können. Gegenüber der Frucht genießt der Orangensaft jedoch aufgrund seines relativ hohen natürlichen Zuckergehalts neuerdings keinen guten Ruf.

Gesunde Orange© Anne Katrin Figge - Fotolia

Orangen besser als Saft?

Eine Studie der Universität Hohenheim widerlegt Vorbehalte gegenüber Orangensaft. Ihre Ergebnisse zeigen, dass der Körper die Nährstoffe aus dem Saft sogar besser aufnehmen kann als aus der Frucht selbst. Die Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Carotinoid- und Vitamin-C-Gehalte bei der Saftherstellung zwar geringfügig abnehmen. Gleichzeitig führt die Verarbeitung aber dazu, dass die Freisetzung dieser Inhaltsstoffe steigt.


Was Sie bei Gicht essen und trinken dürfen!

Prima Checkliste gibt einen schnellen Überblick . . .

Hier Klicken und Gratis abrufen ➜


Folge: Der Anteil, den Ihr Körper aufnehmen und verwerten kann, nimmt dadurch um ein Vielfaches zu. Die Freisetzung der Carotinoide, die als Provitamin A eine wichtige Rolle im menschlichen Körper spielen, stieg von 11 Prozent in der Frucht auf über 28 Prozent im Frischsaft, bis zu 40 Prozent im pasteurisierten (erhitzten) Saft. Damit sind Carotinoide aus dem Saft vierfach besser bioverfügbar als aus der Frucht. Das Fazit der Wissenschaftler: Ganz gleich ob Sie Frischsaft, Direktsaft oder den Saft aus Konzentrat bevorzugen, ein maßvoller Konsum ist gesund. Vorsicht mit zu vielen Vitaminen: Carotinoide sind fettlöslich und können sich daher im Körper anreichern. Bei Krebserkrankungen haben sich durch zu hohe Vitamindosen negative Effekte eingestellt. Daher sollten Sie nicht zu viele Säfte genießen und schon gar nicht solche, deren Vitamingehalt künstlich erhöht wurde.

Schutz vor Gelenkrheuma

Ein Glas frisch gepresster Orangensaft am Tag kann Ihr Risiko senken, an Gelenkrheuma zu erkranken. Ein Leiden, von dem Millionen von Menschen betroffen sind. Die Karotinoide im O-Saft hemmen die Entzündungsprozesse, die Ihre Gelenke zerstören können. Besonders wirksam ist das Carotinoid Beta-Cryptoxanthin. Bei einer aktuellen Studie mit 25.000 Teilnehmern an der Universität im britischen Manchester fanden Forscher heraus, dass dieses Carotinoid Ihr Rheuma-Risiko um 40 Prozent senkt.

Schreiben Sie die positive Wirkung der Orange nicht einem einzelnen Stoff zu. Das Carotinoid muss aus der „echten“ Orange stammen. Pülverchen oder Pillen mit isolierten Wirkstoffen nützen Ihnen nichts. Niemand weiß, wie diese außerhalb ihrer natürlichen Umgebung wirken, welche Dosierungen wirksam und sicher sind.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

Regelmäßig Informationen über Ernährung erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Helmut Erb. Über 344.000 Leser können nicht irren.


Alte Kommentare
  • Lanz A schrieb am 22.12.2010, 08:32 Uhr

    Organgensaft bzw. alle Fruchtsäfte ganz generell sind lange nicht für alle Menschen verträglich. Fruchtsaft ist eine so hohe Konzentration an Fruchtzucker, dass der Blutzuckerspiegel völlig aus dem Ruder kommt.

  • Rita schrieb am 22.12.2010, 10:58 Uhr

    "Das essen, was in unserem Boden wächst, wenig vom Schwein, achtung bei zuviel Milch". Diese Tipps erhielt ich vor zig Jahren von einem Drogisten. Habe mich daran gehalten, bin mein Gelenkrheuma längst los. Orangensaft und Exoten allgm. sind leider nicht dabei. Aber es lebt sich gut ohne - mit Äpfeln, Sauerkarut und Co. kann ich gut überwintern. Ausprobieren hat sich bei mir gelohnt!