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Olivenöl - das jahrhundertealte Heil- und Schönheitsmittel

Der ursprünglich aus Asien stammende Olivenbaum wird seit über 5.000 Jahren rund um das Mittelmeer kultiviert. Anhand archäologischer Funde lässt sich nachweisen, dass die Olive in diesen Kulturen eine zentrale Rolle spielte. Sie wurde vorwiegend als Öl verwendet.

Die erste Pressung nahm man für Speisen, die zweite für Salben und Heilmittel, die dritte fand als Lampenöl ihre Bestimmung. Das Olivenöl galt als Symbol der Reinheit und der Oliven- oder Ölbaum symbolisierte Frieden. Auf der Fahne der Vereinten Nationen ist noch heute ein Olivenzweig abgebildet.

Ein oliventragender Baum
Olivenbaum in der Blütezeit © Adobe Stock – riccardo bruni

Olivenöl: Die heilende Wirkung der Früchte des Olivenbaums

Olivenöl ist ein seit altersher bewährtes Hausmittel gegen vielerlei Beschwerden.

Das grüngelbe, fruchtig schmeckende Öl ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren. Bereits in der alten arabischen Medizin wurde das Olivenöl als magenfreundlichesantibakterielles Mittel verwendet.

Bei Husten gab und gibt man einen Löffel Olivenöl. Auch bei Fieber oder Sonnenstich wird es empfohlen: Man reibt den Kranken am ganzen Körper mit Olivenöl ein und hüllt ihn für einige Stunden zum Schwitzen in Tücher.

Das Olivenöl gilt als Wunderelixier für Haut und Haare. Denn es soll Hautprobleme und -erkrankungen heilen.

Die ersten Parfüms der Antike hatten Olivenöl als Basis. Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Olivenöl – auch äußerlich angewendet – eine Vielzahl positiver Wirkungen hat.

Das darin enthaltene Vitamin E soll die Haut vor vorzeitiger Alterung schützen, sie glatt und schön machen. Eine Massage mit Olivenöl wirkt Wunder, sagt man.

Flasche mit Öl aus Oliven
Olivenöl aus den Früchten des Baumes ergeben ein heilendes Elixier – vor allem für Haut und Haar © Adobe Stock – foodinaire

 

Innerlich angewendet, reinigt das Öl von Giftstoffen, regt den Stoffwechsel an und fördert die Verdauung. Olivenöl reguliert den Fettstoffwechsel, indem es das schädliche LDL-Cholesterin im Blut absenkt, ohne das nützliche HDL-Cholesterin anzugreifen.

Es ist vielfach festgestellt worden, dass in Mittelmeerländern, in denen das Essen mit Olivenöl zubereitet wird, Herz- und Kreislaufleiden wesentlich seltener vorkommen. Das gilt auch für Krebserkrankungen. Jüngere Untersuchungen weisen tatsächlich darauf hin, dass die Verwendung von Olivenöl die Lebenserwartung steigert und den Alterungsprozess aufhält.

Darüber hinaus soll sich Olivenöl nach aktuellen Studien auf das Brustkrebsrisiko positiv auswirken. Die im Öl enthaltenen Antioxidantien stabilisieren die Zellwände und machen sie weniger anfällig für die Zerstörung durch die gefürchteten freien Radikale.

Olivenöl beruhigt einen gereizten Magen, lindert Blähungen und Darmentzündungen. Es fördert die Ausscheidung von Giften aus dem Körper und regt den Abfluss von Gallenflüssigkeit in den Darm an.

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Das antioxidative Olivenöl wirkt beruhigend auf das Verdauungssystem © Adobe Stock – Dušan Zidar

Inhaltsstoffe:

  • gesättigte Fettsäuren (etwa 19 Prozent)
  • einfach ungesättigte Fettsäuren (über 70 Prozent)
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren (ungefähr 10 Prozent)
  • antioxidativ wirkende Phenole
  • Vitamin E
  • fettbegleitende Schleimstoffe

Anwendungsmöglichkeiten des Olivenöls

Stellen Sie Ihre Küche auf Olivenöl um. Verwenden Sie nur bestes Olivenöl mit der Aufschrift „natives Olivenöl extra“. Dieses von der EU vorgeschriebene Gütezeichen bürgt dafür, dass das Öl in Kaltpressung von frisch geernteten Oliven ohne Zusatz von chemischen Stoffen gewonnen wird.

Noch besser – allerdings auch sehr viel teurer – ist Olivenöl, das noch vor der ersten Pressung allein durch den Druck der Oliven entsteht. Geben Sie auf jeden Fall ein gutes Olivenöl an Ihre Salate, denn es schlüsselt die Vitamine A, D, E und K auf.

Bei Verdauungsproblemen nehmen Sie morgens auf nüchternen Magen einen Esslöffel Olivenöl ein. Das regt die Darmtätigkeit an, hilft bei Magenverstimmung und Sodbrennen. Bei akuter Verstopfung nehmen Sie morgens einen Esslöffel Olivenöl mit einem Spritzer Zitronensaft ein.

Etliche Menschen schwören auf die sogenannte Öl-Zieh-Methode. Dafür nehmen Sie jeden Morgen einen Esslöffel Olivenöl in den Mund und bewegen es dort fünf Minuten hin und her. Dadurch soll der Körper über die Mundschleimhaut entgiftet werden. Danach müssen Sie das Öl ausspucken, keinesfalls sollten Sie es herunterschlucken. Zum Schluss das Zähneputzen nicht vergessen.

Bei Ohrenschmerzen tränken Sie einen Wattebausch mit lauwarmem Olivenöl, das mit fünf Tropfen Lavendelöl angereichert ist. Stecken Sie den Bausch in die Ohrmuschel, bis die Schmerzen abgeklungen sind.

Zur Anfertigung eines Anti-Falten-Wickel für den Hals erwärmen Sie etwas Olivenöl (sie können ihm auch noch etwas Mandelöl beifügen) handwarm, tränken einen Gazestreifen, ein Stofftaschentuch oder ein kleines Geschirrtuch damit.

Dann legen Sie sich das Tuch um den Hals, wickeln ein Handtusch darum und lassen das Öl etwa eine Stunde lang einziehen. In dieser Zeit könnten Sie beispielsweise ein
Bad nehmen oder ein Nickerchen machen, denn in der Wärme wirkt das Öl noch besser.

Mit diesem Olivenöl-Mandelöl-Gemisch können Sie abends Ihren ganzen Körper einmassieren – etwas einziehen lassen, in ein altes Nachthemd oder T-Shirt schlüpfen und ab ins Bett.

Für einen Olivenbaum-Aufguss lassen Sie 30 g getrocknete Blätter vom Olivenbaum zehn Minuten lang in 1 Liter Wasser ziehen, dann seihen Sie ab. Trinken Sie davon drei Tassen pro Tag. Bei regelmäßigen Olivenbaum-Zubereitungen kann sich nach einigen Wochen ein deutlich niedrigerer Blutdruckwert einstellen.

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