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So gesund ist die Okinawa-Kost

Da die Lebenserwartung der Okinawa-Insulaner bei bester Gesundheit so extrem hoch ist, haben Forscher den Lebensstil dieser Menschen genauestens analysiert. Zwar spielen sicherlich auch klimatische und genetische Faktoren eine Rolle, den Ausschlag für das beneidenswert hohe Alter gibt jedoch offenbar die Auswahl der Nahrungsmittel.

Die Bewohner Okinawas essen:

  • kaum Fleisch
  • wenig Weißmehl- und zuckerhaltige Produkte
  • viel Seefisch
  • Rapsöl als Fettquelle
  • reichlich Obst und Gemüse

Ein weiteres Merkmal dieser Ernährung ist es, dass so gut wie kein Salz verwendet wird und die Speisen stattdessen mit Gewürzen und Ingwer verfeinert werden.

In unserer westlichen Welt ist Fleisch der Hauptlieferant für Eiweiß. Die Okinawa-Einwohner decken ihren Proteinbedarf dagegen in erster Linie durch Fisch und Tofu. Eine weitere Eiweißquelle sind Hülsenfrüchte sowie Milchprodukte ohne oder mit sehr geringem Fettanteil. Durch den verschwindend geringen Konsum von Fleisch und den Verzicht auf tierische Fette wie z. B. Butter sind Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Gicht oder Bluthochdruck bei den Inselbewohnern so gut wie unbekannt. Außerdem gibt es in Okinawa kaum Übergewichtige, denn die Einwohner nehmen im Durchschnitt 20 % weniger Kalorien zu sich als die übrigen Japaner. Dass die Okinawa-Insulaner bei einer so geringen Kalorienzufuhr keinen Hunger haben, liegt an der sogenannten Kaloriendichte ihrer Kost.

Okinawa-Kost: So geht’s

Bei der Okinawa-Ernährung werden alle Nahrungsmittel in drei Kategorien eingeteilt: Lebensmittel mit hoher, mittlerer oder niedriger Kaloriendichte. Dieser Wert lässt sich berechnen, indem man die Kalorien durch Gramm teilt. So hat z. B. ein Apfel pro 100 Gramm 50 Kalorien und damit eine Kaloriendichte von 0,5. Damit hat der Apfel eine niedrige Kaloriendichte und ist in der Okinawa-Küche ein bevorzugtes Nahrungsmittel.

Wenn Sie Nahrungsmittel mit niedriger Kaloriendichte zu sich nehmen, nehmen Sie automatisch weniger Kalorien zu sich, da sich durch diese Lebensmittel schneller ein Sättigungsgefühl einstellt. Außerdem ist diese Ernährung reich an Ballaststoffen, die ebenfalls sättigend wirken.

Ein paar Tage nach den Regeln der Okinawa-Diät können Ihren Körper entlasten und entschlacken.Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Nahrungsmittel, die Sie dabei zu sich nehmen sollten und über diejenigen, von denen Sie eher Abstand halten sollten.

Hier dürfen Sie reichlich zugreifen (Kaloriendichte unter 0,7)

  • Gurken
  • Champignons
  • Spargel
  • Endivien
  • Zucchini
  • weißer Fisch
  • Aprikosen
  • Äpfel
  • Algen
  • fettarmer Naturjoghurt
  • Wasser, Tee

Essen ohne Kohlenhydrate?

Diese Lebensmittel sollten Sie dann meiden . . .

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Diese Nahrungsmittel können Sie in Maßen genießen (Kaloriendichte zwischen 0,8 und 1,5)

  • Vollkornbrot
  • Kartoffeln
  • Reis
  • Hülsenfrüchte
  • fetten Fisch
  • mageres Fleisch
  • Trockenfrüchte

Nur sehr selten essen sollten Sie (Kaloriendichte über 1,5)

  • Kekse
  • Walnüsse
  • Butter

Und so könnte der Speiseplan eines Okinawa-Tags aussehen:

Morgens: 1 Scheibe Roggenbrot mit Magerquark,  1 Apfel, Tee

Mittags: Vollkornnudeln, Tofu und Bohnen, Pilzsalat, Tee

Abends: gegrillter Fisch, Reis, Gurkensalat, 1 Orange, Tee

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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Alte Kommentare
  • Ci schrieb am 10.10.2014, 00:12 Uhr

    Ohne Fisch könnten die Menschen in Okinawa sicher noch mal einige Jahrzehnte länger leben. Mit viel grünem Gemüse und ohnehin verzehrtem Tofu (alle essentiellen Aminosäuren) und Hülsenfrüchten ist der Eiweißbedarf mehr als gedeckt. 5 - max. 10% Eiweißkalorien täglich reicht. Ca. 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Mehr ist toxisch. Leinsamen als Omega 3 Quelle ist optimal und pflanzlich. 1 EL geschrotet deckt bereits mehr als täglich nötig wäre.

  • Dagmara Zasada Schneevoigt schrieb am 10.10.2014, 12:53 Uhr

    Menschen, die auf Okinawa leben, trinken wunderbares Wasser angereichert mit Sango Meeres Korallen. Das mit Sango Korallen angereichte Wasser beihaltet viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Vor allem das biologisch hochwichtige Calcium/Magnesium Verhältnis 2:1, das nur in Sango Korallen und nicht in Landkorallen ist. 70 weitere Mineralstoffe und lebenswichtige Spurenelemente sorgen für die optimale Gesundheit der Okinawaner. Einfach genial!!!