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Couperose: Das können Sie bei roten Äderchen im Gesicht tun

Das Phänomen der roten, „geplatzten“ Äderchen im Gesicht wird in der Medizin Couperose genannt. Es trifft hellhäutige Frauen eher als dunkelhäutige. Die roten, verästelten Äderchen, die dabei im Gesicht zu sehen sind, schauen übrigens nur so aus, als seien sie geplatzt. Sie haben ihre Fähigkeit verloren, sich zusammenzuziehen, und sind quasi ständig überdehnt.

Couperose: Rote Äderchen im Gesicht© Adobe Stock – Dimid

Das können Sie gegen die roten Äderchen unternehmen

Es handelt sich um eine Schwäche des Bindegewebes, die einen Blutstau in den feinen Blutgefäßen zur Folge hat, die durch die Haut schimmern. Wie die erweiterten Äderchen entstehen, ist letztlich noch nicht wirklich geklärt. Sie treten allerdings familiär gehäuft auf. Heilen lässt die Couperose sich nicht. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die die Couperose begünstigen und die Sie deshalb vermeiden sollten:

  • Plötzliche Temperaturschwankungen wie etwa die von Wechselduschen strapazieren Ihre Gefäße und können das Problem verstärken. Leider müssen Sie also auf die sonst so gesunden Wechselduschen am Morgen verzichten.
  • Zu viel Kälte tut Ihrer Gesichtshaut ebenfalls nicht gut. Leider ist damit auch der Wind, der an der Küste häufig so stark weht, Ihrer Haut nicht zuträglich.
  • Zu starke Hitze erweitert die kleinen Gefäße und führt zu stärkerer Durchblutung. Sauna, Dampfbad, heiße Kompressen, das Bedampfen des Gesichtes bei der Kosmetikerin oder Inhalieren über einer dampfenden Schüssel gehört für Sie zu den Dingen, die Sie ebenfalls vermeiden sollten.
  • Zu viel Sonne mindert die Elastizität der Gefäße. Sonnenstrahlung kann die Struktur des Bindegewebes in der Haut verändern, sodass die Äderchen stärker durchscheinen.
  • Jedes Rubbeln, Zerren oder zu hartes Massieren fördert die Durchblutung Ihrer Gesichtshaut, deshalb heißt es auch hier: Finger weg. Geben Sie Ihrer Haut lieber Streicheleinheiten. Eine leichte Lymphdrainage bei der Kosmetikerin kann Ihr Bindegewebe stärken.
  • Bei den Kosmetika, die Sie verwenden, sollten keine scharfen und alkalischen Reinigungsmittel, kein Gesichtswasser mit Alkohol, keine Peelings und Präparate mit Fruchtsäuren dabei sein.
  • Thermo- und Wärmemasken sind ebenfalls tabu.
  • Machen Sie auch einen Bogen um zu fetthaltige Hautpflegepräparate, denn sie können unter der Fettschicht einen Wärmestau verursachen.
  • Sport sollten Sie nach wie vor treiben. Lassen Sie sich das nicht ausreden. Denn das geht zu Lasten Ihrer Gesundheit und Ihrer guten Laune.

Geeignete Produkte für Sie

  • Reizfreie Kosmetika mit viel Feuchtigkeit: In der Apotheke gibt es spezielle Präparate für Couperose-Haut. Zum Abdecken einer starken Couperose verwenden Sie am besten Abdeckstifte, die grüne Farbpigmente enthalten.
  • Kühlende Gele mit Minze, Eukalyptus oder Kampfer ziehen die Äderchen zusammen. Heilkräuter wie Johanniskraut, Hamamelis, Ringelblume oder Lavendel beruhigen Ihre Haut.
  • Alkohol und heiße Getränke regen die Durchblutung Ihrer Gesichtshaut ebenso an wie heiße und scharfe Speisen.
  • Gut für Sie: Kühlendes Gel mit hohem Lichtschutzfaktor, bei sehr intensiver Sonnenstrahlung einen Sunblocker verwenden und im Schatten bleiben, in die Sonne nur mit Hut.

Wenn Sie sich mit den Äderchen nicht abfinden wollen, kann der Hautarzt sie weglasern. Das Verfahren ist annähernd schmerzfrei und wird je nach Ausmaß der Couperose in einer bis mehreren Sitzungen durchgeführt. Die Kosten (zwischen 100 und 300 Euro) müssen Sie jedoch selbst tragen. Wichtig ist es, dass Ihr Hautarzt mit dem Lasern Erfahrung hat, da sonst ein unebenmäßiges Hautbild entstehen kann.

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Alte Kommentare
  • Csutth schrieb am 18.11.2013, 22:06 Uhr

    Finde den Artikel wirklich gut, allerdings ist der Satz: "Alkohol und heiße Getränke regen die Durchblutung Ihrer Gesichtshaut ebenso an wie heiße und scharfe Speisen." unter GEEIGNET??? Das kann nicht richtig sein Sollte korrigiert werden

  • southkap schrieb am 28.07.2014, 05:35 Uhr

    Artikel ist hilfreich. Hinweis auf Alkohol und heiße Getränke ist im Artikel tatsächlich falsch platziert. Man liest in der Regel aber darüber hinweg.