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Cellulite: So gewinnen Sie allen Unkenrufen zum Trotz den Kampf gegen Dellen und Wellen

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Nach neuesten Erkenntnissen sind 90 % aller Frauen von Cellulite betroffen – und das völlig unabhängig vom Gewicht. Selbst superschlanke Balletttänzerinnen bleiben davon nicht verschont.

Rund 80 % leiden unter diesem Erscheinungsbild. Sommer, Sonne und sportliche Bewegungsfreude fördern meist auch die winzigste Cellulite ans Tageslicht – zumal wenn alle Welt leicht bekleidet die warmen Tage genießt.

Das führt dazu, dass Frauen mit stärker ausgeprägter Cellulite sich schämen oder sich in der Öffentlichkeit gar nicht zeigen mögen. Insofern ist es nur logisch, dass die meisten gerne etwas gegen die „Matratzenhaut“ – wie sie früher auch genannt wurde – unternehmen wollen.

Ob die Cellulite überhaupt verschwinden kann, ist noch ungeklärt

Hautärzte bezweifeln das. Denn sie sehen die Cellulite als das an, was sie ist: ein sekundäres Geschlechtsmerkmal der Frauen, das Sie als Teil Ihrer selbst akzeptieren sollten. Dennoch müssen Sie sich natürlich nicht damit abfinden.

Mit eisernem Willen und Ausdauer bekommen Sie wieder klarere Konturen. Lesen Sie heute unseren zweiten Teil mit häufig gestellten Fragen rund um die Dellen und Wellen.

Hilft wirklich nur Sport?

Ja, Ihre Lösung lautet sanftes Ausdauertraining. Treiben Sie regelmäßig Sport – vor allem Schwimmen, Joggen oder Radfahren. Das baut die Muskeln auf und steigert die Durchblutung im ganzen Gewebe.

Echte Cellulite-Killer sind Schwimmen und Wassergymnastik wie beispielsweise Aqua-Jogging. Sie trainieren die Muskeln, das Wasser massiert Haut und Bindegewebe. Auch Radfahren, Wandern, Joggen, Tanzen oder Seilspringen aktivieren die Muskulatur in den „Problemzonen“.

Denn wenn die Fettzellen in der Unterhaut kleiner werden sollen, dann muss die angrenzende Muskelschicht gestärkt werden – bei gleichzeitigem Fettabbau. Das Gute an diesen Methoden: Sie helfen Ihrer gesamten Gesundheit auf die Beine und sind mit oder ohne Cellulite wichtig für Sie.


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Gibt es spezielle Übungen, die das Bindegewebe nachhaltig stärken?

Sie können gezielte Muskelübungen für Bauch, Beine und Po machen, zum Beispiel diese:

Stellen Sie sich aufrecht hin, die Hände in die Hüften gestemmt. Verlagern Sie Ihr Gewicht auf das rechte Bein und heben Sie das linke an – so hoch es geht. 15-mal, dann die Seite wechseln. Nun stellen Sie sich wieder aufrecht hin, umfassen den rechten Fuß, neigen den Oberkörper nach vorne und ziehen den rechten Fuß so weit wie möglich nach hinten. Versuchen Sie diese Position eine halbe Minute zu halten, dann lösen und Seite wechseln – je 15-mal.

Legen Sie sich auf den Bauch und den Kopf auf die Hände. Winkeln Sie die Beine an, Füße über Kreuz legen und die Beine langsam anheben – so hoch Sie können. Langsam wieder absenken. Nun legen Sie die Füße mit dem anderen Fuß oben über Kreuz – je Seite 15-mal.

Wirksam sind alle Übungen jedoch nur, wenn Sie sie regelmäßig durchführen (etwa 4-mal pro Woche). Tun Sie aber auch nicht zu viel des Guten: Sie sollten Ihre Muskeln und das Bindegewebe nicht überstrapazieren – so die neuesten Erkenntnisse von Sportmedizinern.

Denn das bewirkt eher das Gegenteil: Bei zu schnellem Sport mit zu hohem Druck – wie Step-Aerobic oder Marathon-Laufen – kann der Aufprall das Bindegewebe schädigen. Auch der extreme Druck, der bei Kraftübungen aufgebaut wird, kann die Schwäche des Bindegewebes verstärken. Das kann die Cellulite unter Umständen sogar verschlimmern. Die Muskeln übersäuern, Lymphfluss und Durchblutung werden beeinträchtigt.

Was kann ich sonst noch gegen die Dellen tun?

Schrubben Sie jeden Morgen mit dem Massagehandschuh Ihren Körper von Fuß bis Kopf ab (nur sanft, wenn Sie an den Beinen Gefäßerweiterungen, Besenreißer oder Krampfadern haben), bis die Haut leicht gerötet ist. Danach machen Sie heiß-kalte Wechselduschen.

Der Temperaturschock sorgt dafür, dass die Haut optimal durchblutet und der Stoffwechsel angeregt sowie Abbauprodukte rascher aus dem Gewebe abtransportiert werden. Massage und Wechselduschen (immer mit kalt aufhören) kräftigen Ihr Gewebe. Gönnen Sie sich ab und an ein Bad mit Meersalz, zum Beispiel aus dem Toten Meer.

Das entzieht dem Bindegewebe Wasser und strafft so die Cellulite-Zonen. Rauchen Sie nicht, das beeinträchtigt die gesunde Durchblutung und schwächt Ihr Bindegewebe.


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Hilft es, Diät zu halten?

Verzichten Sie unbedingt auf Diäten, denn das ständige Auf und Ab des Gewichts leiert die Haut aus und bringt Ihren Stoffwechsel durcheinander.

Dadurch sehen die Problemzonen erst recht unschön und „dellig“ aus. Eine fettreiche Ernährung gilt als Risikofaktor für die Ausbildung von stärkeren Cellulite-Dellen. Reduzieren Sie den Fettanteil in Ihrer Nahrung, schränken Sie vor allem tierische, sprich: Fette mit gesättigten Fettsäuren zu Gunsten von pflanzlichen Ölen ein.

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Mischkost mit viel Obst und Gemüse ist auch in diesem Fall die beste Empfehlung. Setzen Sie zudem viele kaliumhaltige Nahrungsmittel auf Ihren Speiseplan – wie Bananen, Pilze, Kartoffeln, Melonen, Spargel, Nüsse und Vollkornprodukte.

Kalium aktiviert Enzyme, die am Fettabbau beteiligt sind, und reguliert den Säure-Basen-Haushalt im Körper. Soja, Linsen, Leinsamen, Weizenkleie, Roggen, Hafer, Blaubeeren, Stachelbeeren und schwarze Johannisbeeren sollen sich ebenfalls positiv auf die Fettspeicher auswirken.

Trinken Sie ausreichend, zwei bis drei Liter am Tag, am besten Mineralwasser, Leitungswasser, Sportlersekt (Apfelsaftschorle aus 1 Teil Apfelsaft und 2 Teilen Wasser), Früchte- oder Kräutertee. Dadurch wird Ihr Organismus besser durchspült und weniger Wasser im Gewebe eingelagert. Genießen Sie Alkohol sowie schwarzen Tee und Kaffee nur in mäßigen Mengen.

Bringen Nahrungsergänzungsmittel etwas gegen Cellulite?

Nein, sie sind überflüssig. Ernähren Sie sich ausgewogen und frisch, dann bekommen Sie alles, was Sie brauchen.

Kann ich meine Cellulite wegoperieren lassen?

Fettabsaugen gehört zu den gefährlichsten Schönheitsoperationen. Es kommt immer wieder zu lebensbedrohlichen Zwischenfällen. So kann es zu einer Fettembolie führen und bei schlechter Hygiene auch zu einem toxischen Schock. Zudem lässt das Ergebnis oft zu wünschen übrig.

Völlig glatt wird die Haut nur in seltenen Fällen. Die Veranlagung zu Cellulite bleibt bestehen. Aus den USA kommt jetzt eine neue Technik: die Subcision. Dabei wird das tiefe Fettgewebe an Oberschenkeln und Po lokal betäubt, dann werden die verkürzten Bindegewebsstränge im Fettgewebe durchtrennt. Damit sollen die Cellulite-Dellen optisch gemildert werden.

Die Nebenwirkungen sind massiv: Blutergüsse, Schmerzen und Schwellungen. Aufgrund des geringen Erfolgs und der Nebenwirkungen ist von dieser OP dringend abzuraten.

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