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Hygiene nach Vorschrift in der Arztpraxis – und Keime haben keine Chance

In Deutschland gelten in Krankenhäusern und Arztpraxen strenge Hygienevorschriften. Sauberkeit hat in jeder Praxiseinrichtung oberste Priorität, denn kommt es zu Hygienemängeln, kann das gravierende Folgen haben. Nicht nur das Personal muss sich penibel an Hygieneleitfäden halten: Jede Arztpraxis muss professionell gereinigt werden, damit sich Keime nicht ausbreiten können.

Keime in der Arztpraxis: Eine unsichtbare Gefahr

Da in einer Arztpraxis täglich hunderte Menschen ein- und ausgehen, besteht hier ein großes Ansteckungsrisiko. Türklingen werden angefasst, dabei übertragen sich Viren. Im Wartezimmer wird gehustet und geniest, unzählige Krankheitserreger fliegen durch die Luft.

In der Regel halten sich bei einem Hausarzt mehr ansteckende Patienten auf als beim Augenarzt oder Zahnarzt, aber in jeder Arztpraxis kann es zu Schmier- und Tröpfcheninfektionen kommen. Bakterien und Viren lauern überall, die Übertragungsgefahr bei einem Allgemeinmediziner ist aber besonders groß, da sich hier oft sehr viele kranke Menschen auf engen Raum aufhalten.

Antibiotikaresistente Keime und multiresistente Erreger sind eine unsichtbare Gefahr, sie können für bestimmte Personengruppen wie Kinder, Senioren und Schwangere tödliche Folgen haben, indem Sie lebensbedrohliche Krankheiten auslösen, die sich nur sehr schwer therapieren lassen. Um diese Krankheitserreger „im Keim zu ersticken“, muss Hygiene in jeder Arztpraxis höchste Priorität haben.

Professionelle Praxisreinigung ist Pflicht

In einer Arztpraxis sollten ausschließlich professionelle Gebäudereiniger für Sauberkeit sorgen. Die Spezialisten halten die vorgeschriebenen Hygienevorschriften ein, reinigen und desinfizieren Toiletten, Arbeitsflächen, Geräte und Mobiliar. Sind die Reinigungsdienstleister nach der Qualitätsnorm EN ISO 9001 zertifiziert, sind besonders hohe Qualitätsstandards bei der Reinigung garantiert. Mehr Informationen finden Sie auf holte.de.

Medizinische Abfälle sicher entsorgen

Unfall

Bei Unfällen richtig und schnell reagieren kann Leben rettenDie richtige Reaktion bei einem Unfall im Haushalt Unfälle sind ein ganz normaler Teil des Alltags, sie passieren bei der Arbeit, im Verkehr und auch zu Hause. Wenn ein Unfall… › mehr lesen

Die Sammlung, Lagerung und Entsorgung von medizinischen Abfällen ist in Deutschlang streng geregelt. Pflaster, Spritzen, Operationsbesteck und sonstige Utensilien, die der Untersuchung des Arztes dienen, landen in einer Arztpraxis nicht einfach im Hausmüll. Die Gesundheitsgefahr für Unbeteiligte wäre viel zu groß – Abfälle aus Arztpraxen müssen sorgsam behandelt werden. Es gibt entsprechende verschließbare Kunststoffbehälter, die von Spezialfirmen abgeholt und sicher entsorgt werden. Hinein wandern Kanülen, Wundverbände, scharfe und spitze Gegenstände sowie sonstige medizinische Abfälle, die mit menschlichem Blut in Berührung gekommen sind.

Hygieneleitfaden für Arztpraxen

Die Grundlage für adäquate Hygiene in einer Arztpraxis schafft, neben der täglichen Reinigung durch professionelle Dienstleister, vor allem das Praxispersonal. Wenn sich die Arzthelferinnen und -helfer nicht exakt an die Hygiene-Vorschriften halten, beispielsweise nicht auf die Verwendung ausschließlich steriler Instrumente achten und sich nicht regelmäßig die Hände desinfizieren, kann es zu Kontaminationen kommen. Wie sich die Angestellten genau zu verhalten haben, steht detailliert im Musterhygieneplan für Arztpraxen: „Hygiene in der Arztpraxis – Ein Leitfaden“.

Herausgeber ist das Kompetenzzentrum Hygiene und Medizinprodukte der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (CoC). In der Mustervorlage werden alle hygienerelevanten Abläufe sämtlicher Fachrichtungen genau dargestellt. Einer der wichtigsten Punkte darin ist neben der Entsorgung von Verbrauchsmaterialien die Handdesinfektion.

Besonders wichtig in der Arztpraxis: Handdesinfektion

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bis zu 80 Prozent der Infektionen weltweit über die Hände übertragen. Die Handygiene beim Arzt muss immer zwischen jedem Patientenkontakt erfolgen. Das Ziel: Die Keimbelastung auf der Haut muss in kurzer Zeit wirksam verringert werden. Nur die Hände zu waschen, das reicht im medizinischen Bereich nicht aus. Es wird immer zur Desinfektion der Hände mit alkoholischen Desinfektionsmitteln geraten.

Die meisten Hausärzte haben sogar das Händeschütteln vollständig abgeschafft, um das Risiko der Ansteckung und Verbreitung von Keimen weiter zu minimieren. Diese Maßnahme wird größtenteils positiv aufgefasst, auch wenn es unseren kulturellen Gebräuchen widerspricht. Als sinnvoll erweist sich zudem ein Handdesinfektionsspender im Eingangsbereich der Praxis – so kommen die Keime gar nicht erst in die Arztpraxis.

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