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4. Türchen: Mit Heilerde und Kamille lindern Sie Sodbrennen

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Mediziner sprechen dann von einem Reflux (lateinisch: Rückfluss). Dieser Rückfluss ist mit einem unangenehmen Brennen oberhalb des Magens und manchmal auch mit saurem Aufstoßen verbunden.

Heilerde gegen Sodbrennen© Adobe Stock

Magensäure in der Speiseröhre löst das Brennen aus

Normalerweise wird das Zurückfließen des Magensafts in Richtung Rachen durch den Schließmuskel zwischen Mageneingang und Speiseröhre (Ösophagus-Sphinkter) verhindert. Gleichzeitig sorgt die Muskulatur der Speiseröhre dafür, dass ein leichter Magensaftrückfluss, der vollkommen normal ist, sofort wieder aus der Speiseröhre entfernt und in den Magen zurückbefördert wird.

Sind der Schließmuskel oder die Speiseröhrenmuskulatur jedoch erschlafft oder geschwächt, kann Magensaft in die Speiseröhre gelangen. Hier verursacht die Säure dann ein heftiges Brennen, da die Wand der Speiseröhre anders als der Magen keine Schutzschicht besitzt.

Meistens ist der persönliche Lebensstil schuld

Ursachen für den brennenden Magensaftrückfluss sind meistens eine falsche Ernährung, der Konsum von Genussmitteln und/oder Stress sowie seelische Belastungen.

Häufige Auslöser von Sodbrennen

  • fettes oder scharfes Essen
  • Schokolade und andere Süßigkeiten
  • koffeinhaltige Getränke
  • Äpfel und Zitrusfrüchte
  • Alkohol und Rauchen

All diese Nahrungs- und Genussmittel erhöhen die Säureproduktion im Magen. Alkohol und Nikotin lassen ebenso wie einige Medikamente (z. B. Psychopharmaka sowie Rheuma- und Schmerzmittel) die Muskulatur in der Speiseröhre erschlaffen. Kaffee und fettes Essen aktivieren ein Hormon (Cholecystokinin), das den Schließmuskel der Speiseröhre ebenfalls schwächt. Bei physischer und psychischer Belastung werden Stresshormone (z. B. Adrenalin, Kortisol) ausgeschüttet, die dazu führen, dass sich die Verdauung verlangsamt. Dadurch bleibt das Essen länger im Magen liegen und drückt auf den Schließmuskel.

Schützen Sie die empfindliche Schleimhaut

Heilerde ist in der Lage, Säure zu binden, und wirkt gleichzeitig entzündungshemmend. Machen Sie sich diese Eigenschaft zunutze, indem Sie sich einen Heilerdetrunk zubereiten. Schwemmen Sie dazu einen Teelöffel Heilerde zur innerlichen Anwendung in einem Glas warmem Wasser auf und trinken Sie die Mischung nach dem Essen schluckweise.

Weißkohlsaft hat nicht nur eine basische Wirkung, sondern lindert auch Reizungen der Schleimhäute. Für einen frischen Saft geben Sie einfach die gewaschenen und gerollten Kohlblätter in einen Entsafter. Alternativ können Sie Kohlsaft auch fertig im Reformhaus oder Bioladen kaufen. Am besten trinken Sie ein Schnapsgläschen davon vor jedem Essen.

Kamillentee beruhigt die gereizten Schleimhäute

Wenn Sie schon lange unter Sodbrennen leiden, sollten Sie eine Woche lang täglich eine Rollkur mit Kamillentee machen. Für diese Kur benötigen Sie einen halben Liter frisch gebrühten, starken Kamillentee und 20 Minuten Zeit. Bei dieser Anwendung wird die gesamte Magenschleimhaut mit der reizlindernden Kamille benetzt, sodass sie durch einen eventuellen Säureüberschuss nicht geschädigt werden kann.

So funktioniert die Rollkur

  • Trinken Sie einen großen Schluck von dem Kamillentee und legen Sie sich auf den Rücken.
  • Trinken Sie nach fünf Minuten wieder von dem Tee und drehen Sie sich auf die rechte Seite.
  • Wechseln Sie nach fünf Minuten in die Bauchlage, nachdem Sie zuvor wieder einen großen Schluck Tee getrunken haben.
  • Zum Abschluss nehmen Sie fünf Minuten später noch mal einen kräftigen Schluck und drehen sich dann auf die linke Seite.

Homöopathische Hilfe gegen Sodbrennen

Sodbrennen

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