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19. Türchen: So achten Sie auch an Weihnachten auf Ihre Galle

Die Adventszeit mit ihren vielen Leckereien aus Schokolade, Nuss und Mandelkern sowie vor allem der Festtagsschmaus zu Weihnachten können eine arge Prüfung für unsere Galle sein. Besonders Menschen, die schon einmal eine Gallenkolik oder eine Entzündung der Gallenwege hatten bzw. denen die Gallenblase entfernt wurde, müssen sich jetzt mehr als sonst vorsehen.

Bratapfel© Jenny Sturm - Fotolia

Fett: Der schlimmste Feind Ihrer Galle

Die Gallenflüssigkeit, die von der Leber produziert und in der Gallenblase gespeichert wird, ist für die Fettverdauung unverzichtbar. Viel Fett erfordert viel Gallenflüssigkeit, was Leber, Gallenblase und Gallenwege schnell überfordert. Völle- und Schweregefühl, Blähungen sowie Druck im rechten Oberbauch bis hin zu äußerst schmerzhaften Koliken sind die Folge.

Verzichten Sie möglichst auf diese Nahrungsmittel

  • gehärtetes Fett (weiße Brat- und Frittierfette)
  • Schlag- und Kaffeesahne
  • fettes Fleisch, auch Gans, Speck und geräucherte Wurst
  • fetter Käse (Brie und Camembert)
  • Nüsse und Mandeln
  • Schokolade
  • Eier

Auch Bohnenkaffee schlägt häufig auf die Galle, schwarzer Tee dagegen ist meist gut verträglich.

Kasten-1

Viele kleine Mahlzeiten bekommen Ihrer Galle besser

Die beste Vorbeugung gegen Gallenbeschwerden ist ein beständiger Gallenfluss. Das erreichen Sie am besten durch fünf bis sieben kleine Mahlzeiten pro Tag. Beginnen Sie mit einem leichten Frühstück, bevor Sie Ihre erste Tasse Kaffee trinken. Auf nüchternen Magen führt Kaffee sehr oft zu Gallenkrämpfen. Als Fleisch sollten Sie mageres Geflügel (Brustfilet von Huhn, Ente, Gans) essen und auf die krosse Haut unbedingt verzichten. Etwas Fett braucht der Mensch; wählen Sie dazu leichte Pflanzenöle wie beispielsweise Rapsöl. Sorgen Sie auch für eine tägliche Verdauung, etwa mit Weizenkleie, Flohsamenschalen oder Leinsamen. Diese binden zudem überschüssiges Nahrungscholesterin, das leicht zu Gallensteinen auskristallisiert.

Unterstützend empfehlen sich Rezepturen aus Artischocke, Fenchel, Gelbwurz, Kamille, Kümmel, Löwenzahn, Mariendistel, Pfefferminze, Schafgarbe, Schöllkraut und Wermut. Da Sie ohnehin mindestens 1,5 Liter reine Flüssigkeit trinken sollten, damit Ihre Galle flüssig bleibt, ist Tee die beste Lösung. In der Apotheke erhalten Sie fertige Mischungen. Wechseln Sie den Tee alle vier bis sechs Wochen, um eine Gewöhnung zu vermeiden. Das gilt auch für die fertigen Tropfen und Kapseln.

Kasten-2

Retter in der Not: Gallentinktur

Statt der beliebten „Verdauungsschnäpse“ nach dem Essen sollten Sie die wesentlich wirksamere Gallentinktur verwenden – und zwar vor dem Essen, damit Ihre Verdauungssäfte rechtzeitig fließen (siehe Kasten unten). Lassen Sie sich in der Apotheke je 10 ml der folgenden Heilpflanzen mischen:

  • Belladonna D4
  • Fenchel D Ø
  • Kamille D Ø
  • Mariendistel D Ø
  • Wermut D Ø

Nehmen Sie von dieser Rezeptur nach dem Mittag- und Abendessen sowie nach schweren bzw. ungewohnten Mahlzeiten je 20 Tropfen in lauwarmem Wasser ein.

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