Zusatzstoffe verderben Ihren Geschmack
Sylvia Schneider in Naturmedizin aktuell zum Thema Zusatzstoffe
vom 11. Juli 2008, 06:00 Uhr
GNL5356
Zusatzstoffe in Lebensmitteln verändern Ihre Geschmackswahrnehmung und setzen damit neue Standards. Künstliche Farbstoffe, naturidentische Aromen, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Appetit anregende chemische Stoffe und technische Verarbeitungshilfen, wie sie in den meisten Fertigprodukten enthalten sind, regen nicht nur Ihren Appetit an, sie betäuben auch Ihre Geschmacksknospen. Diese verlieren mit der Zeit ihre Fähigkeit, natürliche Aromen richtig zu schmecken. Vor allem Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Viele von ihnen sind nicht einmal mehr in der Lage, salzig von sauer oder bitter von scharf zu unterscheiden. Natürliche Nahrungsmittel schmecken ihnen einfach nicht mehr, weil sie die ständige Geschmacksüberreizung durch Zusatzstoffe gewöhnt sind.
Wissenschaftlich werden die Zusatzstoffe als ungefährlich eingestuft. Industrie und Behörden verweisen immer wieder auf die umfangreichen gesundheitlichen Prüfungen und strengen Zulassungsbestimmungen. Diese sollen sicherstellen, dass kein Stoff zugelassen wird, der nachweislich gefährlich oder Krebs erregend ist. Dennoch kann es bei zu häufigem Verzehr zu Problemen kommen wie:
- Zitronensäure kann zu Zahnschäden führen.
- Schwefelverbindungen können Magen und Darm angreifen. Sie beeinträchtigen die gesunde Darmflora und schädigen die Darmwände.
- Zuckerersatzstoffe können Übelkeit und Erbrechen verursachen und eine Ursache für Übergewicht sein.
- Säuerungsmittel wirken bei reichlichem Genuss abführend.
- Konservierungsstoffe lösen Sodbrennen und Magenbeschwerden aus.
- Problematisch können Zusatzstoffe vor allem für Allergiker werden.