Zurück zur Natur: Visionssuche wird immer beliebter
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 10. Juni 2009, 05:00 Uhr
GNL5356
seit einigen Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen, für eine begrenzte Zeit die Nabelschnur zur Zivilisation zu kappen, um in der Natur sich selbst zu begegnen. Dafür bieten ihnen Antrhopologen, Sozialpädagogen, Psychologen und Ökologen eine moderne „Chill-out"-Form an: die Visionssuche oder Vision Quest.
Sie ist althergebrachten Initiationsriten, die es bei etlichen Völkern gibt, nachempfunden. Manche Indianerstämme beispielsweise schicken ihre jungen Männer, wenn sie in das Alter der Mannbarkeit kommen, für einige Zeit allein in die Wildnis. Hier sollen sie überleben lernen, dem Universum näher kommen, Ehrfurcht vor der Natur entwickeln und sich mit den Visionen befassen, die sie hier heimsuchen.
Heute können Sie dieses Erlebnis als Seminar buchen - sei es in den Wäldern des Bayerischen Waldes, in der Abgeschiedenheit von Bergtäler oder - etwas schicker - in den Landstrichen der Toskana. Für einige Tage und Nächte heißt es Abschied nehmen von der Zivilisationstechnik und sich - ohne Zelt und Nahrung - in die Gemeinschaft mit der Natur zu begeben. Das ist eine besondere Herausforderung für alle, die Antworten auf die zentralen Fragen des Daseins suchen.
Ein neuer Ratgeber will allen Interessierten den Einstieg in die Visionssuche erleichtern. Das Buch heißt „Vision Quest - Visionssuche: Allein in der Wildnis auf dem Weg zu sich selbst", es wurde geschrieben von Sylvia Koch-Weser und Geseko von Lüpke und erscheint im Oktober im Drachen-Verlag. Die beiden bieten auch Seminare und Kurse an.
Was Ihnen allein in der Wildnis begegnet, lesen Sie im nächsten Beitrag.
Machen Sie es besser!
Ihr
Helmut Erb