Zügiges Gehen beeinflusst Prostatakrebs
Helmut Erb in Fit in 8 Minuten
vom 31. Mai 2011, 05:00 Uhr
GNL5356
Männer mit einem frisch diagnostizierten Prostatakrebs können den Verlauf der Krankheit durch zügiges Gehen günstig beeinflussen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität von Kalifornien gekommen. Männer, die mindestens drei Stunden pro Woche Power Walking machen, können Wachstum und Ausbreitung des Krebses im Laufe einiger Jahre halbieren. Spazieren gehen hat leider nicht den gleichen Effekt, so die Forscher.
Die Wissenschaftler analysierten den Krankheitsverlauf von 1.455 Männern, die meist über 60 Jahre alt waren und deren Prostatakrebs gerade erst begonnen hatte, sich auszubreiten. Sie wurden befragt, wie viel Sport sie in einer durchschnittlichen Woche betrieben und welcher Art dieser war. Während der 31 Monate des Beobachtungszeitraums kam es zu 117 Zwischenfällen wie einem Wiederaufflammen der Krebserkrankung, Knochentumoren und Todesfällen durch den Prostatakrebs.
Männer, die mindestens drei Stunden pro Woche flott gingen, waren von diesen Ereignissen eher nicht betroffen. Zügiges Gehen kann anscheinend das Fortschreiten der Krankheit verzögern oder sogar verhindern. Entscheidend sei dabei vor allem, so die Forscher, wie schnell gegangen werde. Langsames Gehen scheint nichts zu bringen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Power Walking die Ausbreitung durch die Veränderung von Proteinwerten im Blut beeinflusst. Im Labor wurde bereits nachgewiesen, dass diese Proteine das Wachstum von Krebs fördern.
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